Hallo liebe Forumsteilnehmer!
Ich bin 37 Jahre alt und Mutter von 2 Kindern (ein Sohn,5 Jahre alt,eine Tochter,2,5 Jahre alt).
Ich bin ca. 3 Monate nach der Geburt meiner Tochter an einer schweren postpartalen Depression erkrankt.
1,5 Jahre später habe ich per Zufall den Grund meiner Depression erfahren:Hashimoto Thyreoiditis,einer autoimmunen Entzündung der Schilddrüse ,die zu einem Mangel an Schilddrüsenhormonen führt.
Seitdem nehme ich synthetische Schilddrüsenhormone und es geht mir sehr gut:Depression und Stimmungsschwankungen sind endlich verschwunden!
Die Hashimoto Thyreoiditis ist eine zu 80-100% vererbbare autoimmune Krankheit (oft haben andere Familienmitglieder wie Mutter,Tante,Schwester,Cousine eine Schilddrüsenunterfunktion,Hashimoto Thyreoiditis oder Morbus Basedow) ,bricht aber oft erst nach hormonellen Umstellungsphasen wie die Pubertät,die Schwangersacht ,die Zeit nach der Geburt und Wechseljahren aus.
Wenn sie nach der Geburt ausbricht,wird sie fachlich postpartale Thyreoiditis genannt.ca. 9 % der Frauen erkranken nach der Geburt an postpartaler Thyreoiditis.
Oft fängt die Krankheit mit einer sogenannten Hashitoxikose an:das Immunsystem zerstört plötzlich große Mengen an Schilddrüsengewebe und dadurch werden große Mengen an Schilddrüsenhormonen ins Blut freigelassen.
Es kommt zu Überfunktionssymptomen wie Nervosität,Reizbarkeit,Schwitzen,Schlafstörungen.
Gleichzeitig können schon Muskelschwäche,Müdigkeit und depressiven Gedanken auftreten.
Ein paar Wochen später geht der Stoffwechsel aufgrunde der weiteren Zerstörung der Schilddrüse in Unterfunktion über,was sich durch zunehmende Müdigkeit,Antriebslosigkeit,Kraftlosigkeit, Depression oder Angst/Panickattacken usw. zeigt.
Oft leiden die Frauen unter starken Stimmungsschwankungen mit schweren depressiven Einbrüchen.
Leider denken die Allgemeinärzte,Psychiater und Frauenärzten bei depressiven Symptomen immer noch zu wenig an die Möglichkeit einer Schilddrüsenunterfunktion.
Oft werden den Frauen nur ein Antidepressivum und eine Psychotherapie verschrieben,die Schilddrüsenwerte werden in der Regel nicht kontrolliert (außer nach Einlieferung im psychiatrischen Krankenhaus).
Dabei kann eine Schilddrüsenunterfunktion übersehen werden,welche das Ansprechen auf Antidepressiva und Psychotherapie verringert und die Gefahr erhöht, dass die Symptome chronisch werden,da die autoimmune Entzündung der Schilddrüse Hashimoto Thyreoiditis (die häufigste Ursache für eine Unterfunktion heutzutage)nicht von allein ausheilt,sondern ein Leben lang besteht.
Es ist deswegen wichtig,dass eine Frau,die an Depression und/oder Angst nach der Pubertät,der Geburt oder den Wechseljahren leidet,ihre Schilddrüsenwerte durch einen erfahrenen und kompetenten Facharzt untersuchen lässt, um diese mögliche Ursache ihrer depressiven Symptome rechzeitig zu erkennen und eine notwendige Behandlung einzuleiten.
Liegt dann eine Schilddrüsenunterfunktion bzw. eine autoimmune Schilddrüsenentzündung vor,wird der Arzt das synthetische aber körperidentische Schilddrüsenhormon L-Thyroxin verschreiben,welches das Ansprechen auf das Antidepressivum und die Chance auf Heilung der depressiven Symptome erhöhen wird.
Manchmal kann auch eine Überfunktion der Schilddrüse zu Angst,Panikattacken und Depression führen.
Eine Überfunktion wird meist durch die autoimmune Schilddrüsenerkrankung Morbus Basedow oder eine Schilddrüsenautonomie (heiße Knoten,die unkontrolliert Schilddrüsenhormone produzieren) ausgelöst.
Hier werden den Patienten meist Schilddrüsenhormonehemmer verschrieben.
Leider gibt immer noch viele Ärzte ,die eine Schilddrüsenunterfunktion oder -überfunktion aus verschiedenen Gründen übersehen (mangelnde Ausbildung und Forschung über Hashimoto Thyreoiditis,TSH Normwerte in Deutschland zu weit gefasst,neue internationale TSH-Normwerte mit geringerer TSH Obergrenze unerkannt oder ignoriert, keine Berücksichtigung der freien Werte fT3 und fT4 bzw. ihrer Lage in der Norm,keine Messung der Antikörper TPO und TG-Aks,kein Ultaschall,falsches Interpretieren des Ultraschall).
Deswegen ist es sehr wichtig,sich an einen kompetenten Facharzt zu wenden.
Um einen kompetenten Facharzt in seiner Nähe zu finden kann diese Homepage sehr hilfreich sein:
http://www.schilddruesenspezialisten.de/
Diese Liste enthält Adressen von Ärzten,die Schilddrüsenkranken empfohlen haben,weil sie mit der Leistung der Ärzten besonders zufrieden waren.
Wichtig ist zu wissen,daß eine Schilddrüsenunterfunktion oder Überfunktion auch bei Werten (TSH,fT3,fT4) in der Norm liegen kann!
Ich habe ein Forum gegründet,um depressiven oder angsterkrankten Frauen über dieses Thema zu informieren.
Die Link findet ihr in meiner Visitenkarte!
Falls ihr an Depression oder Angst leidet ,seidt ihr dort herzlichst willkommen!
Liebe Grüsse
Hashimota 
Hinter Depression oder Angst steckt manchmal eine Schilddrüsenerkranku
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Beitrag von frany - 01.09.07 - 11:18 Uhr
Beitrag von johanneskraut - 01.09.07 - 11:33 Uhr
Ein guter Arzt ist immer goldeswert!!!
Beitrag von frany - 01.09.07 - 12:03 Uhr
Und leider was die Schilddrüse anbelangt selten!
Beitrag von nane84 - 01.09.07 - 12:03 Uhr
Hey Hashimota,
ein großes Lob für deine Aufklärung.
Ich hatte seit einigen Jahren immer wieder unerklärliche Angst- und Panikattacken in allen möglichen Situationen. Hab mich total zurückgezogen...diese unendliche Geschichte mit viel Arztrennerei dauerte ganze 7 Jahre...Im Nov 06 landete ich im KH wegen eines Zusammenbruches auf grund totaler körperlicher Schwäche...erst 14 Tage später konnte man die Diagnose SD-UF (Hashimoto noch nicht eindeutig diagnostiziert wg fehlender AK´s) feststellen.
Für mich war die Zeit danach der Horror. Erst falsche Einstellung mit Thyronajod 75 mg...Erst im Feb 07 fand ich einen Endokrinologen, der mich von Anfang an gut betreute und heute kann ich wohl sagen dass es aufwärts geht.
Schilddrüsenerkrankungen sind so weit verbreitet, da verstehe ich es einfach nicht, dass einige Ärzte solange benötigen um diese zu diagnostizieren. Einfach schlimm!
Ich bin jetzt erst 23 Jahre alt und wenn ich zurückblicke, ärgert es mich so sehr...dass ich in meiner Jugend nicht so sein konnte wie die anderen, weil es mir beschissen ging...
Lg, Nane
Beitrag von frany - 01.09.07 - 12:18 Uhr
Hey Nane
Vielen Dank für dein Kompliment...geht direkt ans Herz!
Ja,du bist leider kein Einzellfall!Auf dem Hashimoto Forum von Dr.Brakebusch gibt es etliche solche Menschen,bei denen erst nach mehreren Jahren mit Depression oder Angststörung eine SDerkrankung festgestellt worden ist!
Eine Frau litt sogar 20 Jahre lang danach,hat x ADs erfolglos probiert und erst ihr Ehemann ist darauf gekommen,daß ihre SD krank sein könnte!*kopfschütteln*
Mein Hausarzt und mein Psychiater haben meine SD gar nicht untersuchen lassen,als ich an PPD erkrankt bin.Dabei hatte ich viele Symptome einer Unterfunktion!
Hätte mir meine Psychotherapeutin nicht auf diesen Zusammenhang hingewiesen, und hätte ich anschliessend nicht meine Schilddrüse bei meinem Hausarzt untersuchen lassen,wüßte ich vielleicht heute nicht,warum ich depressiv war.Und ich mag nicht daran denken,wie es mir ergehen würde,wenn ich kein Schilddrüsenhormone jetzt nehmen würde...*horror*
Hashimoto ist bei dir also in der Pubertät ausgebrochen!Die Krankheit bricht oft nach hormonellen Umstellungen aus (Pubertät,Geburt,Wechseljahre),besonders oft betroffen sind Frauen (10 Mal mehr als Männer).
Ja, das ist echt schlimm,daß du 7 Jahre lange leiden mußtest,weil kein Arzt auf die Idee gekommen ist,deine SD zu untersuchen.Leider ein typischer Fall!
Wie geht es dir jetzt?Sind die Angst und Panickattacken komplett verschwunden?Bist du hormonell gut eingestellt?
Eine Frage,die mich auch sehr interessiert:hast du Familienverwandten,die an der Schilddrüse erkrankt sind?
Hashimoto und Basedow werden oft weiter vererbt.Im achhinein habe ich erfahren,daß meine Tante (Schwester meiner Mutter)und meine Cousine (Tochter) beiden an Hashimoto erkrankt sind.Bei meiner Cousine ist die Krankheit erst in der Pubertät richtig ausgebrochen,bei meiner Tante nach der Geburt ihrer Tochter.
Beitrag von nane84 - 01.09.07 - 13:34 Uhr
Also mir geht es soweit ganz gut. Mal Höhen und mal Tiefen!
Aber ich kann zumindest wieder ganz normal arbeiten gehen, was mir bis April 07 unmöglich war. Ich bin stressanfälliger als vorher und nach so einer Arbeitswoche ziemlich geschafft.
Meine Angst- und Panikattacken haben sich bis jetzt nicht mehr blicken lassen. Die können da bleiben wo der Pfeffer wächst. Auch ich habe am Anfang AD bekommen und eine Therapie gemacht, aber da wusste ich noch nichts von der SD-Geschichte.
Ja, meine Mutter hat seit ca. 10 Jahren eine SD-Überfunktion. Hat damit aber nie Probleme gehabt und konnte mein Befinden daher nur sehr schwer verstehen. Ob es noch mehr Fälle in der Familie gibt, weiß ich nicht.
Lt. Doc bin ich jetzt eigentlich gut eingestellt
TSH 0,95
ft3 & fT4 im oberen Drittel (Wert fällt mir gerade nicht ein)
Im Moment nehme ich 56,25 mg L-Thyroxin, muss dass immer stückeln, weil ich auf jede Erhöhung sehr empfindlich reagiere.
Ich leide immer noch unter Symptomen wie Haarausfall, Gewichtszunahme, schnelle Erschöpftheit, Blutdruckschwankungen und manchmal einfach sowas wie ein Brett vorm Kopf (unbeschreiblich - dann sitz ich da und horche in mich rein...einfach komisch).
Wenn ich meinen Verlobten nicht hätte, wäre ich nicht so weit gekommen und wahrscheinlich irgendwo auf der Strecke geblieben...
Etwas Bedenken habe ich auch, dass mein Kiwu sich nicht erfüllt, weil die SD-UF solange unbehandelt blieb.
Ich wünsche dir alles Gute,
Nane
Beitrag von frany - 01.09.07 - 14:02 Uhr
Das ist toll,daß die Angst und Panikattacken verschwunden sind!
Deine Mutter hat eine SD-ÜF?Weiß sie warum?Hat sie Morbus Basedow?
Mütter ,die Basedow haben,können die Veranlagung zu autoimmunen Erkrankungen der SD ihren Kindern vererben,so daß die Kinder MB aber auch Hashimoto bekommen können.
Meine Erfahrung ist aber,daß viele Ärzten ihren Patienten nicht die Ursache ihrer SD-UF oder ÜF mitteilen,sondern einfach nur sagen:"Sie haben eine UF,nehmen Sie diese Tabletten,tschüss".*seufz*
Und meist werden die Patienten nicht darüber informiert,daß ihre Kinder die Veranlagung für die Krankheit geerbt haben können.
Wegen dem Haarausfall,Erschöpfbarkeit,Gewichtszunahme:das können alles UF-Symptome sein.Vielleicht würde dir eine Dosisteigerung Gutes tun?56µg L-T sind nicht gerade viel!
Wegen der KIWI:wurden deine Sexualhormone Progesteron und Östrogene schon gemessen?
Schönes Wochenende!
Beitrag von baerbel_baer - 01.09.07 - 15:49 Uhr
hallo,
vielen dank für deine infos ich habe mir in deinem forum eine telefonnummer von einem arzt in meiner nähe rausgeschrieben ich quäle mich schon seid jahren komme aber leider mit meinem endokrinologen nicht weiter, er hört mir wohl zu verändert aber rein gar nicht und ich quäle mich weiter.
meine frage an dich warum kann man die sd nicht einfach entfernen dann wäre doch ruhe, das ist genau das was ich will, meine sd rausmachen, ich habe täglich schmerzen dran nehme teilweise schon schmerzmittel deswegen, habe eine starke stukturveränderung und einen knoten, leider sind meine blutwerte immer im normbereich und somit ist für meinen arzt alles i.o.
ich habe symtome das schüttet meine sd glaube ich hormone aus ich habe schweißausbrüche, herzrasen schwindel zittrige hände usw. das hält dann zwei bis drei tage an und lässt dann langsam wieder nach, ich gehe halbtags arbeiten kannst du dir vorstellen wie ich mich ins büro quäle...ich werde echt noch verrückt.
freue mich auf antwort...baerbel_baer
Beitrag von frany - 01.09.07 - 18:07 Uhr
Hallo Bärbel,
deine Symptome :schweißausbrüche, herzrasen schwindel zittrige hände
deuten auf eine Schilddrüsenüberfunktion.Eine Schilddrüsenüberfunktion kann auch bei Werten in der Norm vorkommen .Meist ist der TSH im unteren Normbereich (nah am 0,3),die freien Werte fT3 und ft4 eher im oberem Normbereich.
Sowohl eine Schilddrüsenautonomie als eine autoimmune Erkrankung Morbus Basedow können zu ÜF führen.
Die starke Strukturveränderung und die Schmerzen im Bereich der SD deuten aber eher auf eine autoimmune Entzündung.
Der Arzt soll folgende Werte im Blut messen:
TSH
fT3
fT4
TPO
TG
TRAK
und ein Ultraschall der SD machen.
Ich hoffe,er kann dir weiter helfen.
Sonst wende dich an das Forum von Dr.Brakebusch!
Alles Gute
Beitrag von baerbel_baer - 01.09.07 - 19:13 Uhr
Hallo Frany,
ja ein Ultraschall wird ja alle 3 Monate gemacht und laut meinem Arzt verändert sich der Knoten nicht wird nicht größer und auch die Struktur wäre wohl ok.
Meine Blutwerte sind alle immer ok sagt er leider sehe ich gar nicht in welchem Normbereich die sich halten.
Letztes Mal meinte er noch ein Sindigramm ( schreibt man das so ) würde wohl auch nichts bringen....
Also ich bin schon oft ganz verzweifelt es gibt echt fast keinen Tag mehr an dem ich mich einfach nur GUT fühle.
liebe grüße baerbel_baer
Beitrag von frany - 03.09.07 - 10:47 Uhr
Hallo Bärbel
Ich kenne mich leider nicht so gut aus mit ÜF/MB ,aber auf dem Forum von Dr.Brakebusch kannst du Betroffene über ihre Erfahrungen fragen:
http://www.ht-mb.de/forum/index.php
Wichtig ist,sich von einem kompetenten Facharzt untersuchen und behandeln zu lassen.Leider ist es nicht einfach,ein solches Exemplar zu finden.Diese link hier kann dir weiter helfen:
http://www.top-docs.de/
Wie du in meinem Forum nachlesen kannst,können ÜF Symptome durchaus bei Werten in der Norm vorhanden sein.Denn zum einem werden diese Labornorme anhand von Blutproben von KRANKEN Patienten errechnet,zum anderen hat jeder Mensch individuelle Wohlfühlwerte!
Deswegen sollte ein Arzt seine Behandlung nie auf den Laborwerten allein stützen,sondern vor Allem auf die Symptome des Patienten.
Weißt du ,warum du eine ÜF hast?Und nimmst du Medis dagegen?
LGFrany
Beitrag von tamara20 - 01.09.07 - 18:52 Uhr
Hi, du hast einen knoten und der wird nicht entfernt
, also ich hatte jetzt nach der 2 geburt probleme mit der sd, ich bin zu meinem hno-arzt gegangen, weil mein hals immer dicker wurde(und ich hatte schon mal eine halszyste), der hat mich dann zur meinem hausarzt überwiesen, der hat dann us gemacht den knoten gesehen und mich sofort zur szintigraphie geschickt und 3 wochen später wurde ich operiert (das ist jetzt 3 wochen her) mir wurde fast die ganze sd entfernt, ein ganz kleines stückchen ist geblieben. vielleicht gehst du mal zu einem anderen arzt, also mir wurde gesagt , dass der knoten auf jedenfall raus muß, der wird ja immer größer. ach ja meine schilddrüsenwerte waren auch alle in ordnung, aber weil der knoten die ganze linke seite erfüllt hat funktionierte die sd trotzdem nicht richtig, ich merke es auch selbst seitdem ich die tabletten einnehme bin ich viel ruhiger geworden und vorallem denke viel positiver und habe viel mehr energie.
LG Tamara mit Selina(2) und Vanessa( fast 5 mon.)
Beitrag von trine2110 - 01.09.07 - 21:40 Uhr
Hallo,
bei mir wurde Mitte Juni diesen Jahres Morbus Basedow festgestellt. 
Bisher war ich immer nur bei meinem Hausarzt (Allgemeinmediziner) in Behandlung. Festgestellt wurde die Krankheit weil ich unter Herzrasen, Schlaflosigkeit und einer vergrößerten Schilddrüse litt. Mit den Schilddrüsenhemmern geht es mir jetzt wesentlich besser.
Blöd ist nur, dass wir eigentlich mitten in der Schwangerschaftsplanung stecken. Aber mein Hausarzt sowie mein Frauenarzt raten mir dazu, mir erst die Schilddrüse rausnehmen zu lassen bevor ich schwanger werde. Aber ich habe von soooo vielen Frauen hier im Internet gelesen, dass sie auch mit MB schwanger werden und alles geht gut. Ich habe Anfang Oktober einen Termin bei einer Endokrinologin. Bin mal gespannt, was die zu allem sagt. Denn eine OP möchte ich gerne umgehen, wenn es nicht 100%ig sein muss.
Aber das hat mich erst mal mitgenommen. Aber ich kann damit jetzt umgehen. Jetzt weiß ich wenigstens woher all diese Symptome kamen. U.a. auch Zyklusstörungen, Gereiztheit, Unruhe und und und....
Was ich nur nicht so ganz verstehe ist, dass mein Arzt mir nachdem er mir das erste Mal Blut abgenommen hat und die Ergebnisse sah, dass er da zu mir gesagt hat, dass alles auf Morbus Basedow hindeutet, vielleicht sogar eine Mischform mit Hashimoto ist. Wie kann das eine Mischform sein? Entweder man hat das eine oder das andere dachte ich. Vielleicht kannst du mir das ja erklären. 
Find ich aber super, dass du dazu gepostet hast. 
Viele liebe Grüße, Tanja 
Beitrag von tanniexy - 01.09.07 - 22:31 Uhr
Hallo Tanja,
ich habe Dir über Deine Visitenkarte geschrieben, ich würde mich freuen, wenn Du mir antwortest. 
Liebe Grüsse
(auch) Tanja
Beitrag von frany - 03.09.07 - 10:52 Uhr
Hallo Tanja,
Ich kenne mich leider nicht so gut aus mit ÜF/MB ,aber auf dem Forum von Dr.Brakebusch kannst du Betroffene über ihre Erfahrungen fragen:
http://www.ht-mb.de/forum/index.php
Dort gibt es ein Forum über Schwangerschaft.
MB kann in der Tat gleichzeitig mit Hashimoto auftreten.Beide sind autoimmune Erkrankungen der Schilddrüse,bei denen also der Körper Antikörper gegen die Schilddrüse bildet.Diese Mischform ist aber eher selten.
Möglich ist auch ,daß Hashimoto zu MB wird oder umgekehrt.
Ich würde mich an deiner Stelle die SD zuerst rausnehmen,warten,bis der Körper hormonell richtig eingestellt ist und erst dann eine SS planen!
LGFrany
Beitrag von banditos - 01.09.07 - 22:34 Uhr
Hallo frany,
ich glaube wir hatten schon mal gepostet. Naja, auf jeden Fall war ich beim Arzt und der hat dann Blut abgenommen. Es kam raus, das ich am Grenzwert zur Unterfunktion neige. Es aber nix heissen soll. Ich bräuchte keine Medikamente
. Soweit, sogut. Ich meinte dann:" Wenn ich dann diese Symptome habe wie Herzrasen und Panikattacken, wo ich noch nicht mal wies sie sagen , am Grenzwert bin, was passiert dann, wenn ich an der Grenze angelangt bin??? Kipp ich dann um oder dreh ich dann schon am Rad???"
.
Er meinte dann, ich solle in 6 Monaten nochmal kommen zur nächsten Blutuntersuchung.Der Grenzwert der THS steht von 0.3-2.5, mein Wert beträgt 2.48, also ziemlich nah an der Grenze
.Fehlen nur noch 0.2 bis zur Grenze. Also, dann nochmal 6 Monate mit Panikattacken quälen ohne Ende, nur weil der Herr es darauf ankommen lassen möchte, dass ich an der Grenze ankomme??
Ich war dann beim anderen Arzt(der Arzt der mich bei meiner allerersten Panikattacke, ins Krankenhaus einweisen lassen hatte um klären zu lassen was das sei, damals vermutete er und ich auch nicht das es Panikattacken sein könnte) und der meinte, das meine Symptome wie Herzrasen nicht mit einer Unterfunktion übereinstimmen würden,sei untypisch, eher Überfunktion könnte bei mir auch sein. So langsam aber sicher weiss ich nicht mehr was ich wem , glauben soll.
Der 2. Arzt den ich konsultiert habe, meinte ich solle eine Psychotherapie machen, könnten auch Depressionen sein.Das alles ist so ein rumraten auf zeit, hab ich den Eindruck, keiner scheint mich Ernst zu nehmen mit meiner" Krankheit".
Frany, ich würde mich sehr freuen wenn du mir deine Meinung zu dieser Sache sagen würdest, nicht falsch verstehen, keine Diagnose, dafür hab ich meinen Arzt, nur deine MEINUNG!
Ich "wünschte" es wäre die SD, mit Depressionen will ich nix zu tun haben, wobei es mich auch nicht wundert, wenn ich sie hätte. Gründe hab ich ja genug
! Sorry, für mein langes
.
Gute Nacht und LG
banditos
Beitrag von frany - 03.09.07 - 11:13 Uhr
Hi Banditos
Leider kann eine Unterfunktion bei Werten in der Norm bestehen:
http://schilddrueseundpsyche.siteboard.de/?c=7
Oft entstehen psychiche Symptome wie Depression,Angst VOR den körperlichen Symptome!
Ein TSH nah an der oberen Normgrenze zeigt in der Tat in Richtung UF.
Wichtig wäre, auch die freien Werte fT3 und fT4 zu messen,denn sie sagen oft mehr als der TSH aus.
Bei einer UF ist oft der fT4 nah an der unteren Normgrenze (oder unter der Norm),während der fT3 kompensatorisch höher in der Norm liegen kann.
Hat der Arzt diese Werte auch gemessen?
Und es wäre sehr wichtig,die Ursache der UF herauszufinden,indem TPO und TG AKs (evtl noch TRAK) gemessen werden,dazu soll ein ULTRASCHALL der SD gemacht werden.Liegt eine autoimmune Entzündung der SD vom Typ Hashimoto vor,dann ist eine Therapie mit L-T empfehlenswert,um das Fortschreiten der Krankheit zu bremsen und das Wohlbefinden wieder herzustellen.Dazu Selen (Natriumselenit,200µg pro Tag) und Jod vermeiden.
Wenn die Ursache der ÜF deiner Mutter Morbus Basedow ist (eine autoimmune Entzündung der SD wie Hashimoto Thyreoiditis),dann ist es ein Hinweis auf eine autoimmune Entzündung der SD bei,denn beide Krankheit entstehen aufgrunde einer genetischen Vorbelastung.
Ich kann dir nur wärmstens empfehlen,dich von einem kompetenten Facharzt (Nuklearmediziner oder Endokrinologen) gründlich untersuchen zu lassen (Antikörper+Ultraschall).Hier kannst du Adressen in deiner Nähe finden (Empfehlungen von Schilddrüsenkranken):
http://www.schilddruesenspezialisten.de/
Ein sehr gutes Forum ist das Forum von Dr.Brakebusch:
http://www.ht-mb.de/forum/index.php
Alles Gute!
LGFrany
Beitrag von banditos - 03.09.07 - 23:24 Uhr
Hi frany,
danke schonmal für deine Antwort! Hab mich echt gefreut.
Also mein Doc hat bei der FT4 ( freies Thyroxin) 0.95 bei einem Referenzbereich von 0.80- 1.70 und bei der FT3 ( freies Trijodthyroxin) 3.23 gemessen und das bei einem Referenzbereich von 2.00-4.20
. Naja also jetzt seit ein paar Tagen hab ich ja Ruhe von diesen Angststörungen, hab aber Bedenken dass noch ein Schub kommen kann.
Danke nochmal für deine Antwort
LG banditos
Beitrag von frany - 04.09.07 - 15:39 Uhr
Hi Banditos
Ich habe deine freien T Werte anhand dieses Rechners in Prozenten umgerechnet (der Autor des Rechners ist an Hashimoto erkrankt-auf dem Forum von Dr.Brakebusch benutzen wir üblicherweise diesen Rechner,um die Lage der freien Werte in der Norm besser beurteilen zu können):
http://hpu-info.gmxhome.de/test/laborzettel.htm
FT4 0.95 (0.80- 1.70) 16.67%
FT3 3.23 (2.00-4.20) 55.91%
Wie du siehst,ist der fT4 Wert nah an der unteren Normgrenze!Es besteht also einen relativen Mangel an T4.
fT3 ist zwar höher in der Norm (mittig),aber bei einer beginnende Unterfunktion ist nicht selten der fT4-Wert niedrig grenzwertig,während der fT3-Wert kompensatorisch erhöht ist.T4 ist das Speicherhormon,aus dem der Körper mithilfe von Selen und Zink das stoffwechselaktive Hormon T3 herstellt.Besteht ein chronischer Mangel an T4 (weil die SD nicht genügend T4 aus Jod herstellen kann),dann versucht der Körper so viel T4 wie möglich aus T3 herzustellen,um den Stoffwechsel am Laufen zu halten.
Diese suboptimale Veränderung könnte die Panikattacken erklären.
Zum Vergleich,hier meine Werte bei der Diagnose Hashimoto Juni 2006:
TSH 3,5 mcIU/ml (0,2-3,7) 94,29%
fT3 2,70 pg/ml (1,6-4,0) 45.83%
fT4 1,10 ng/dl (0,8-1,8) 30%
->meine freien Werte waren in der Norm,trotzdem bestand eine Unterfunktion (damals nahm ich aber seit 6 Monaten Jarsin 300-Johanniskraut,das mich innerhalb ein paar Wochen aus der schlimmen Depression herausgezogen hatte->ich vermute,daß dieses AD den TSH nach unten gesenkt hat) und eine autoimmune Entzündung (welche an den erhöhtenTG-Antikörper und der Echoarmut am Ultraschall erkennbar war).
Ich kann dir deswegen nur raten,dir einen guten Facharzt auszuschen (Top-docs.de->ein längerer Weg lohnt sich!!!) und dort zusätzlich zu TSH,fT3,fT4 die ANTIKÖRPER TPO-AKS (oder MAK),TG-AKS (oder TAK) und evtl. TRAK messen zu lassen und einen ULTRASCHALL der SD machen zu lassen.
Sind TPO und/oder TG-AKs erhöht und/oder SD am US echoarm/inhomogen , dazu eher klein (SD-Volumen Norm Frauen ca 15-18 ml),dann ist eine autoimmune Entzündung Hashimoto Thyreoiditis vorhanden,die häufigste Ursache für eine SD-Unterfunktion!
Hier kannst du nachlesen,daß Angst und Panikattacken oft in der Unterfunktion entstehen:
Angst/ Panik in ÜF und/oder UF?
http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1069889
und bei guter Einstellung meist wieder verschwinden:
Unterfunktion und Angsstörung/Panickattacken->durch gute Einstellung verschwunden?
http://www.ht-mb.de/forum/poll.php?do=showresults&pollid=467
Leider wird dieser Zusammenhang von vielen Ärzten verkannt oder unterschätzt!
Liebe Grüsse
Frany
Ach ja:unsere Erfahrung auf dem Hashimoto Forum von Dr.Brakebusch:die meisten Allgemeinärzte haben nicht die nötige Kompetenz (mangelnde Ausbildung+Erfahrung),um eine latente UF bzw. Hashimoto Thyreoiditis diagnostizieren zu können!Mein ex-Hausarzt war z.B. unfähig,die Entzündung meiner SD am US zu erkennen,obwohl sie vorher eindeutig von 2 Fachärzten festgestellt worden war.Meine aktuelle Hausärtzin hat mir selber zugegeben,daß sie von Hashimoto kaum eine Ahnung hat.Ein Arzt hat auf dem Hashimoto Forum geschrieben,daß er im Medizinstudium kein einziges Seminar über die Krankheit (die häufigste Ursache für eine Unterfunktion) gehabt hatte!Ein anderer Hausarzt sagte mir,ein TSH von 4 sei bei Hashimoto ideal!
->falsch:bei Hashimoto soll der TSH zwischen 0,3 und 1,2 (Aussage der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie) liegen!
Beitrag von banditos - 05.09.07 - 23:14 Uhr
Hi frany 
du ich danke dir erstmal dass du mir geantwortet hast. Ich hab auch nochmal den TSH wert von mir eingegeben und das Ergebnis war 99.09 %
. Sag mal ist das nicht hoch
????? Ich war ganz schön platt. Oder hat das nix zu sagen? Müsste das nicht doch mit Tabletten behandelt werden? Gott sei Dank dass ich erstmal keine Angstzustände habe, was sich aber wieder ändern kann
. Naja mal sehen. Ich hab leider nicht so gannz verstanden was du so beschrieben hast. Neige ich doch dazu das ich UF habe? Sorry, ich weiss das ich nerve
. Nur wenn ich mich nicht schlau mache und mir bei den Ärzten Hilfe hole, dann hilft mir keiner.
Ich hab auch so komische Halsschmerzen, bin aber nicht erkältet. So ´ne Art brennen, wenn man so Tränen unterdrückt und dann dieser Frust sich im Hals ansammelt! So ein Brennen!
LG banditos
Beitrag von frany - 06.09.07 - 09:19 Uhr
Hallo banditos
Ja, ein TSH an der oberen Normgrenze zeigt in Richtung Unterfunktion.
Eine klinische Unterfunktion kann man auch an grenzwertig niedrigem fT4 Wert erkennen.
Ja,wenn zu einem normwertigen aber erhöhten TSH ,einem normwertigen aber erniedrigten fT4 noch Unterfunktionssymptome wie Müdigkeit,Angst und Panikattacken ,usw. vorhanden sind,ist die Einnahme von Schilddrüsenhormone ratsam.
Eine autoimmune Entzündung der Schilddrüse (Hashimoto Thyreoiditis) äußert sich manchmal durch Schmerzen/Brennen/Druckgefühl im Bereich der Schilddrüse.
Suche dir einen kompetenten Facharzt aus und lasse dich von ihm gründlich untersuchen (am Besten Nuklearmediziner,oder Endokrinologe)!
LGFrany
Beitrag von frany - 06.09.07 - 09:34 Uhr
Hier ein paar Links dazu:
1)um einen kompetenten Facharzt zu finden:
http://www.schilddruesenspezialisten.de/
2)Infos über psychische Symptome durch Schilddrüsenerkrankungen:
http://schilddrueseundpsyche.siteboard.de/schilddrueseundpsyche-about2.html
-wenn du dich in diesem Forum registriert,kann ich dir per PN den Namen einer sehr kompetenten SDÄrtzin geben!
3)Hier eine Umfrage,die zeigt,daß Hashimoto Thyreoiditis (die häufigste Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion) auch bei TSH in der Norm vorhanden sein kann:
Wer hatte bei der Diagnose Hashimoto einen TSH unter 2,5?
http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1075137
Liebe Grüsse
Frany
Beitrag von frany - 04.09.07 - 15:46 Uhr
Leider kann ich dir keine private Email schicken.
Wenn du privaten Kontakt mit mir aufnimmst (über Email->siehe in meiner Visitenkarte oder über Registrierung im Forum->siehe auch Website in der Visitenkarte),kann ich dir die Email einer sehr guten SD-Ärtzin geben,die dir weiter helfen kann.Sie hat schon ein paar Freundinnen von mir weiter geholfen,die unter Depression oder Angst litten und bei denen der Arzt trotz niedrigen fT4-Werte kein Levothyroxin verschreiben wollte (weil TSH in der Norm).
LGFrany
Beitrag von banditos - 01.09.07 - 22:37 Uhr
Hi frany,
ach ja ich hatte vergessen zu erwähnen, das meine Mama auch an einer SD-überfunktion leidet, kann es denn dann sein dass ich an einer Unterfunktion leide??
Beitrag von bruja2005 - 02.09.07 - 04:56 Uhr
Ja, denn meine leidet auch an einer Ueberfunktion und ich an einer Unterfunktion !!! 
LG
