Narzistisches Verhalten

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Beitrag von mecki67 20.09.07 - 23:09 Uhr

Weil unser Sohn (11) vor allem nach Provokationen von Mitschülern manchmal ziemlich ausrastet und sich so schon einige Schwierigkeiten in der Schule eingehandelt hat, wollte mein Ex-Mann unseren Kinderarzt dazu befragen. Hinzu kommen auch Unkonzentriertheit, Vergesslichkeit.

Der Termin war heute und der Kinderarzt diagnostizierte aufgrund unserer Beschreibungen ein "narzistisches Syndrom", und legt uns die Konsultation eines Kinder- und Jugendpsychiaters ans Herz.

An sich finden wir die Idee gut, denn ich denke, dass wir als Eltern auch Fehler in der Erziehung gemacht haben und auch noch machen - z.B. bin ich nicht immer so konsequent, wie es sein sollte... Dass sich an seinem Verhalten etwas ändern muss, sieht unser Sohn selber auch ein.

Aber eine gewisse Unsicherheit, was uns da wohl erwartet, bleibt.

Wer hat Erfahrung damit und kann uns sagen, was auf uns zukommt?? Bin für jeden Beitrag dankbar!

Gruß,

mecki67

Beitrag von thea21 21.09.07 - 10:06 Uhr

Hallo,

mich würde mal interessieren wie sich "narzistisches Verhalten" bei einem 11 Jährigen äußert?

Die Frage meine ich wirklich ernst, es interessiert mich, da du ja auch keine weiteren Äußerungen dazu gemacht hast.

LG Thea

Beitrag von mecki67 25.09.07 - 13:55 Uhr

Hallo Thea,

sorry für die verspätete Antwort, war unterwegs...

Unser Sohn ist sehr "ich"-bezogen, schnell beleidigt, wenn Kritik an seinem Verhalten (nicht an seiner Person!) geübt wird und nimmt es doch sehr persönlich.

Er will überall dabei - oft sogar Erster - sein, ändert bei Spielen die Regeln nach seinen Gunsten oder versucht's zumindest. Arbeiten, z.B. im Haushalt, erledigt er, wenn ER will und nicht wenn wir es sagen, dass er dies oder jenes tun soll.

Er kann aber auch ganz hilfsbereit sein - z.B. ganz toll den Frühstückstisch decken, mit Teelichtern etc. - ABER NUR DANN WENN ER ES WILL...

In der 3. Novemberwoche haben wir nun einen Termin bei einem Kinderpsychologen, der uns vom Kinderarzt genannt wurde - dieser Psychologe ist als "Hardliner" bekannt, so dass wir als Eltern uns auch warm anziehen müssen ;-) - aber ich denke, wir versuchen das, denn ich für meinen Teil fahre auch besser mit jemandem, der mir knallhart sagt, was Sache ist, als mit einem "Wischiwaschi-Laberer" - und ich glaube, unser Sohn auch. (Was meinen Exmann betrifft, ... keine Ahnung???)

Gruß, mecki67

Beitrag von lacrima2411 23.09.07 - 13:14 Uhr

Also ich würd eine Aussenstehende hilfe ernsthaft in anspruch nehmen. So wie sich dein Sohn derzeit benimmt, hat er probleme und will nicht mit euch darüber reden. Und welcher Jugendlicher vertraut sich schon seinen Eltern an. und je früher ihr das problem in anspruch nehmt desto besser ist die Chance das er euch nicht ganz aus den rudern läuft



MGF

Beitrag von mecki67 25.09.07 - 13:59 Uhr

Genau, denn wenn er erstmal so richtig in der Pubertät drin steckt und sich ganz abkapselt, tja, ich glaub auch, dann ist's zu spät.

Bin wirklich gespannt, was uns der Kinderpsychologe im November so an den Kopf werfen wird (ist ein Hardliner). Ich hoffe, dass wir alle davon profitieren.

Habe schon oft gesagt, dass wir Schule, Lehre und Führerschein für's Auto fahren machen müssen, aber einen verbindlichen Erziehungs-Führerschein gibt's noch nicht...

Gruß mecki67