Finanzamt und Autosteuer

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Beitrag von buzzi2 11.10.07 - 11:59 Uhr

Hallo,

ich muß grade mal meinem Ärger Luft machen!

Wir haben ein Auto (klar) und natürlich fällt auch KFZ-Steuer an (auch klar).

Seit etwa einem Jahr hat die Karre ihren Geist aufgegeben und wir haben, nach mehreren vergeblichen Reparaturversuchen, das Auto ordnungsgemäß abgemeldet und sind dann auch,gutgläubig wie wir nunmal sind, davon ausgegangen, dass es damit getan sei.

Auf derZulassung bekommt man mittlerweile keine Bescheinigung mehr (die wissen alleine warum) und man muss sich darauf verlassen,dass das Finanzamt über die Abmeldung auch informiert wird.

Vor etwa 6 Wochen steht plötzlich ein Pfändungsbeamter vor unserer Tür und will die KFZ-Steuer von mir haben,von meiner Seite erstmal völliges Unverständniss, von seiner Seite totale Routine und ein Mangel an Vorstellungskraft (das kann ich mir nicht vorstellen.....).

Lange Rede, kurzer Sinn, nachdem ich ihm erklärt habe, dass das Auto abgemeldet sei und er eine Bescheinigung sehen wollte, die ich ihm natürlich nicht vorlegen konnte, ist er von dannen gezogen.

Wir wollten den weiteren Vorgang nicht mehr dem Zufall überlassen und sind zwei Tage später direkt zur Zulassung um denen klar zu machen, dass wir (ausnahmsweise) dieses Mal eine Bescheinigung bräuchten. Dies wurde uns jedoch verweigert,ohne Begründung, doch es wurde uns zugesichert, dass die Bescheinigung zwar schon einmal zum Finanzamt geschickt worden sei, man jedoch gewillt sei das noch einmal zu tun.

So weit, so gut (ich kann hier nur noch einmal unsere Gutgläubigkeit betonen) doch vor ca. 4 Wochen wurde plötzlich unser Konto gepfändet! Da auf dieses Konto lediglich das Kindergeld geht, und das ja nicht pfändbar ist, wurde das Konto eben gesperrt.

Wir haben darauf hin den selben Vorgang, Zulassung > Finanzamt, sage und schreibe noch zweimal wiederholt, und jedesmal mit einem anderen Sachbearbeiter vom Finanzamt gesprochen.

Beim letzten Mal wurde uns gesagt das Finanzamt hätte am vorangegangenen Tag (sogar eine Uhrzeit wurde uns genannt) die Bank angewiesen die Kontopfändung aufzuheben.

Das war letzte Woche Freitag und das Konto war gestern immer noch gesperrt. Die Bank weiß von nichts und haben mir nun auch noch damit gedroht, wenn die Kontopfändung nicht bis zum 12.10.aufgehoben sei, mein Konto aufzulösen.

Beim Anruf heute morgen auf dem Finanzamt wurde mir empfohlen die ausstehende Steuer zu bezahlen, dann würde das Konto ja sofort wieder freigestellt........

Da fällt mir nun also gar nichts mehr zu ein!

Fazit: Meiner Meinung nach hat das Methode und ich bin mir sicher, dass wir nicht die Einzigen sind, bei denen das so läuft. Wenn die das Geld erstmal haben, dann können wir warten bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag und kriegen unser Geld trotzdem nicht wieder!

Beitrag von aggie69 11.10.07 - 12:13 Uhr

Wieso habt Ihr keinen Beleg? Womit würdet Ihr denn das Auto wieder anmelden, wenn es repariert ist?
Bei uns wird die Abmeldung auf dem alten Fahrzeugschein vermerkt und auch auf dem Kfz-Brief. Das kann man doch kopieren und zum Finanzamt hinschicken. Dann bekommt man doch auch die zu viel gezahlte Steuer zurück.
Irgendwie komisch, wie Du die Sache schilderst.

Beitrag von buzzi2 11.10.07 - 13:14 Uhr

Weiß nicht wo du wohnst, aber hier (in Hessen) wird seid neuestem (keine Ahnung seid wann) der Fahrzeugbrief eingezogen und bei Neuanmeldung ein Neuer ausgestellt.

Ausserdem wird normalerweise automatisch das Finanzamt von der Abmeldung benachrichtigt.

LG

Beitrag von noblesse-oblige 11.10.07 - 13:45 Uhr

Der Brief wird eingezogen?? Und wie kannst du dann nachweisen, dass dir das Auto gehört?? Welchen Eigentumsnachweis hast du?

Beitrag von buzzi2 11.10.07 - 14:06 Uhr

Ach du,frag mich net.Ich weiß nur, dass da ein Gesetz geäandert wurde und wie genau die sich das jetzt gedacht haben: Keine Ahnung.

Ich habe auch nicht vor, jemals wieder ein Auto zu besitzen.

LG

Beitrag von meusemuckel 11.10.07 - 15:44 Uhr

Das kann nicht passen - dann habt Ihr das Auto stillgelegt...obwohl auch dann meines Wissens der Brief nciht eingezogen wird....

Das Finanzamt hat Euch aber mit Sicherheit vorher gemahnt und nicht sofort das Konto gepfändet...

Gruß,

MM

Beitrag von nightingale1969 11.10.07 - 18:06 Uhr

Ein KfZ-Brief war noch NIE ein Beweis, dass das KfZ das Eigentum ist, das ist urban legend und wird selbst von seriösen Medien den Banken dumm nachgeplappert...

http://www.123recht.net/Eigentumsfrage__f59891.html


Ch.
...die das schon vor 15 Jahren schon von ihrer Tante (damals noch Jura-Studentin) erklärt bekam.

Beitrag von noblesse-oblige 11.10.07 - 18:51 Uhr

Was soll mir der Link jetzt sagen? Dort stehen die verschiedensten Antworten von den verschiedensten Leuten #kratz

Wie kann ich nachweisen dass mein Auto auch mein Auto ist?? Doch nur, wenn ich den Brief in Händen halte (egal wer eingetragen ist)..

Beitrag von kugelbaerchen 11.10.07 - 14:28 Uhr

Hallo !
Habe Eure Diskussion als 'stille Mitleserin' verfolgt
und würde mich weigern, bei einfacher Abmeldung den Brief herzugeben,
auch hier in Hessen ;-)

Richtig wäre doch die Handhabung auf der Zulassungsstelle gewesen, oder ?

Zitat:
Stilllegung eines Fahrzeugs

Bei der Stilllegung eines Fahrzeugs wurde bisher der Fahrzeugschein von der Zulassungsstelle eingezogen und die Stilllegung im Fahrzeugbrief vermerkt. Darüber hinaus wurde eine Abmeldebescheinigung erteilt. Bei einer endgültigen Stilllegung wurde der Fahrzeugbrief durch Abschneiden der rechten unteren Ecke unbrauchbar gemacht.

Wird nunmehr ein Fahrzeug mit alten Papieren stillgelegt, werden zunächst keine neuen Papiere ausgestellt. Es wird lediglich der Fahrzeugschein eingezogen und die Stilllegung im Fahrzeugbrief vermerkt.

Künftig müssen bei der Stilllegung eines Fahrzeugs beide Zulassungsbescheinigungen vorgelegt werden. Die Stilllegung wird in Teil I vermerkt. Der Halter erhält dann beide Zulassungsbescheinigungen wieder ausgehändigt. Bei der erneuten Zulassung sind beide Bescheinigungen wieder vorzulegen.
Zitatende

Sonst könnte ich doch mein abgemeldetes Fahrzeug nie wieder verkaufen ???

Und mit dem Vermerk im Brief muss auch das Finanzamt die Forderungen einstellen.

Grüße,
Silvia

Beitrag von aggie69 11.10.07 - 14:36 Uhr

Welchen Nachweis hast Du denn jetzt, daß Dir das Auto überhaupt gehört?
Bei uns wird jetzt auch bei jedem Vorgang ein neuer Kfz-Brief ausgestellt aber man bekommt den alten doch entwertet zurück.
Bei uns wird das Finanzamt auch automatisch benachrichtigt (aber im Notfall könnte ich eine Kopie vom entwerteten Brief hinschicken) und nach ca. 3Wochen hat man die zu viel gezahlten Steuern zurück. Hast Du das Geld nicht vermißt? Oder waren noch Kfz-Steuern offen, von der Zeit als das Auto noch zugelassen war? Die müssen natürlich gezahlt werden.
Seit wann hattet Ihr das Auto? In den letzten zwei Jahren hättest Du es bei uns nicht zugelassen bekommen, wenn Du keine Einzugsermächtigung für die Kfz-Steuer abgibst.

Beitrag von buzzi2 11.10.07 - 22:14 Uhr

Es ist wohl so, dass wir ein Sonderfall sind weil es ja jetzt nur noch diese Zulassungsbescheingungen Teil 1 und Teil 2 gibt und wir deswegen eben nicht den entwerteten Brief zurück bekommen haben und auch keine Bescheinigung, weil das Auto entgültig still gelegt ist.

Wir sind genau dazwischen geraten bei Anmeldung war noch dieses alte Gesetz gültig und jetzt greift eben grade das neue.

Die Zulassung hat auch das Finanzamt benachrichtigt, aber irgentwo hängts, keine Ahnung wo, wahrscheinlich beim Finanzamt.

Wir haben natürlich auch dem Finazamt eine Einzugsermächtigung erteilt und die haben sie ja auch wahrgenommen, aber weildas Auto eben schon abgemeldet war habe ich das Geld wieder zurück geholt.

Sprengt nur ein wenig den Rahmen hier, wenn ich alles bis ins Detail erklären wollte (bin auch gar nicht gewillt, werd mich hier nicht rechtfertigen).

Dir möchte ich gerne für deinen konstruktiven Beitrag danken, andere stellen mich hier wie eine potenzielle KFZ Steuer Prellerin hin:-p

LG buzzi

Beitrag von diejunk 12.10.07 - 22:23 Uhr

Dere FahrzeugSCHEIN wird eingezogen - den Brief musst Du behalten.

Sehr merksam das Ganze!

Beitrag von jupp43 11.10.07 - 12:16 Uhr

Hallo,

so ganz versteh ich den Vorgang auch nicht, aber sicherlich hast Du vor der Pfändung auch eige Mahnungen bekommen. Wieso hast Du denn nicht da reagiert ? Außerdem: wenn Du das Geld zunächst überweist, bekommst Du es zurück, sobald der Fall aufgeklärt ist. Wir leben ja nicht in einer Bananenrepublik.

LG Jupp

Beitrag von buzzi2 11.10.07 - 13:10 Uhr

Nein ich habe keine einzige Mahnung bekommen und ich werde den Teufel tun und die Steuer für ein Auto zu bezahlen, das gar nicht fährt! Ausserdem erinnert mich hier manches sehr wohl an eine, wie du sie nennst, "Bananenrepublik".

LG

Beitrag von meusemuckel 11.10.07 - 15:49 Uhr

"ich werde den Teufel tun und die Steuer für ein Auto zu bezahlen, das gar nicht fährt"

Ob es fährt oder nicht, ist ja unerheblich. Ihr müßt aber doch irgendwie belegen können, dass es abgemeldet ist, alles andere ist Unsinn - die Versicherung benötigt ja auch ne Bescheinigung darüber.
Bei uns gab es beim letzten Verkauf auch gewissen Mißverständnisse über den Ablauf aber das Finanzamt war total kulant und kooperativ.

Im übrigen machen sich Kontosperrungen und -Kündigungen durch die Bank so gar nicht gut in der Schufa....es ist also nur in Eurem Interesse, das schnell zu klären.

Gruß,

MM

Beitrag von noblesse-oblige 11.10.07 - 13:49 Uhr

Wenn du keine Abmeldebescheinigung bekommen hast, wie hast du das Auto dann bei der Versicherung abmelden können?? Die brauchen doch einen Nachweis..

LG Lena

Beitrag von buzzi2 11.10.07 - 14:00 Uhr

Eben das ist der Knackpunkt #pro

Der Versicherung hat die Zulassungsstelle sofort gemeldet, dass wir das Auto abgemeldet haben, so sollte es ja auch gegenüber dem Finanzamt laufen.

Ich vermute mal, dass die Zulassung auch dem Finanzamt die Abmeldung mitgeteilt hat und die auf dem Finanzamt geschlampt haben.

Sowieso haben wir ja mit 3 verschiedenen Sachbearbeitern gesprochen und jeder sagt etwas anderes.

Da weiß die rechte Hand nicht was die linke tut.

LG

Beitrag von noblesse-oblige 11.10.07 - 14:04 Uhr

Die Zulassungsstelle hat doch nichts mit der Versicherung zu tun. Woher wissen die denn überhaupt WELCHE Versicherung und WELCHE Versicherungsnummer etc..

Finde das alles etwas komisch #kratz

Aber du hast ja nen Nachweis der Versicherung, bis wann die lief.. Also hast du ja was in der Hand..

Beitrag von buzzi2 11.10.07 - 14:08 Uhr

Man gibt bei der Zulassung eine Deckungskarte ab.

Beitrag von noblesse-oblige 11.10.07 - 14:14 Uhr

Bei der Anmeldung, ja. Aber das verpflichtet dich ja nicht, dein Auto auch dort versichern zu lassen..

Ich habe mir eine Doppelkarte von der Allianz geholt, mein Auto dann aber doch bei der DA direkt versichert..

Beitrag von felidae01 11.10.07 - 14:48 Uhr

Da siehste mal, was so alles im "Geheimen" abläuft... #freu

Die Allianz hat nämlich die Zulassungsstelle informiert, dass kein Vertrag zustande gekommen ist - und so ihre Doppelkarte (heute in neudeutsch: Versicherungsbestätigungskarte) zurück geholt.

Gleichzeitig hat die DA nach Eurem Vertragsabschluss die Zulassungsstelle informiert und eine neue Karte hingeschickt. Und die muss auch auf der Zulassungsstelle vorhanden sein, weil es sich ja gleichzeitig um eine Pflichtversicherung handelt. Es gibt übrigens auch eine zentrale Rufnummer, über die man im Falle eines Unfalls die Versicherung des Unfallgegners herausfinden kann, wenn man das Kennzeichen hat.

Schönen Tag noch :-)
#katze

Beitrag von meusemuckel 11.10.07 - 15:50 Uhr

und kann dann die Versicherung so oft wechseln, wie man lustig ist!

Beitrag von felidae01 11.10.07 - 19:38 Uhr

genau - einmal im Jahr (im Nov./Dez.) oder bei Ummeldung oder Neuanschaffung eines Fahrzeugs ;-)

Und doch bekommt die Zulassungsstelle IMMER vom Versicherer eine neue Versicherungsbestätigungskarte (neudeutsch für Doppelkarte)...

LG #katze

Beitrag von rudi333 11.10.07 - 16:13 Uhr

Eh Du hier noch mehr auf den Behörden (die übrigens nur Ihre Pflicht tun) rumhackst.:

Du hast ein Auto gehabt von Tag X (Anmeldung) bis zum Tag Y (Abmeldung).

Für den Zeitraum X bis Y ist Kfz-Steuer zu zahlen, ob man das Fahrzeug nutzt oder nicht. Gleiches gilt für die Pflichtversicherung (Haftpflicht)

Ca. 4 Wochen nach Anmeldung bekommt man den Steuerbescheid über die zu entrichtende KFZ-Steuer, die ab dann jeweils jährlich zu entrichten ist. Zahlt man nicht, kommen 2 Mahnungen und dann der übliche Weg, Pfändung, Kontosperre etc.

Ob das Auto mittlerweilen abgemeldet ist, spielt doch überhaupt keine Rolle, Du hast wahrscheinlich die letzte Steuer (oder schon länger???) nicht bezahlt und dieses Geld steht dem Finanzamt nunmal zu. Solltest Du wider Erwarten die Kfz-Steuer immer bezahlt haben, so kannst Du dies ja ohne weiteres durch Kontoauszüge belegen.


@alle anderen
Der Kfz-Brief wird bei einer Abmeldung nicht eingezogen, man bekommt ihn natürlich wieder ausgehändigt.

Meldet man ein Fahrzeug an, so gibt es seit 10/05 neue EU-Dokumente, die sich Zulassungsbescheinigung I und II nennen.

Beitrag von nightingale1969 11.10.07 - 18:01 Uhr

"Der Kfz-Brief wird bei einer Abmeldung nicht eingezogen, man bekommt ihn natürlich wieder ausgehändigt"

Soso.

"Neue Zulassungsbescheinigung

Kfz-Brief und Fahrzeugschein wurden Ende 2005 durch die Zulassungsbehörde schrittweise abgeschafft und durch die Zulassungsbescheinigung I und II ersetzt.
Anstelle des alten Fahrzeugscheins erhält der Fahrzeughalter die Zulassungsbescheinigung Teil I. Der Fahrzeugbrief ist durch die Zulassungsbescheinigung Teil II ersetzt worden.

Bei Neuanmeldung, Ummeldung oder Eintragung technischer Änderungen werden Fahrzeugbrief und Fahrzeugschein durch die Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II ausgetauscht. Für alle übrigen Autofahrer ändert sich nichts, die bisherigen Dokumente bleiben weiter unbeschränkt gültig.

Die neue Zulassungsbescheinigung ist EU-weit einheitlich und soll z.B. durch den Einsatz von Wasserzeichen fälschungssicher sein."

http://www.aspect-online.de/aspect/woPage/page=PkwIntroPage&sIndex=6

GUTEN MORGEN!