Huhu
wahrscheinlich ist dieses Thema bereits mehrfach diskutiert worden, dedoch hatten wir gestern in der Familie eine heisse diskussion und möchte daher mal bissle klarheit verschafft bekommen 
aaaaaaaaaalso
Bekommt man das Elterngeld nur für 1 Jahr????
(Erziehungsgeld ja je nach einkommen incl. landeserziehungsgeld für bis zu 3 Jahre)
Wie wäre das, wenn man zum beispiel im dez das erste und dann bereits angenommen max 1 jahr später noch ein kind bekommt?
wie wird das dann berechnet? 1. wenn man in der zwischenzeit arbeiten geht? 2. wenn man zu hause bleibt.
also irgendwie is das doch alles n grosser sch..
steigt da überhaupt jemand durch?
ich dank euch schonmal
Grundsatzfrage zu Elterngeld
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von schildi1981 - 17.11.07 - 14:02 Uhr
Beitrag von muffin357 - 17.11.07 - 14:08 Uhr
--- das elterngeld bekommst du ein jahr, richtig bzw. es sind zwei monate mehr möglich, wenn auch der vater zwei monate elternzeit nimmt .... (den betrag kannst du auch halbieren und auf zwei jahre aufteilen lassen)
--- wenn du nach einem jahr ein zweites kind bekommst, kommt der geschwisterbonus dazu. -- die berechnung ist wie beim ersten: vom netto der letzten 12 Monate 67% (egal ob arbeitslohn oder elterngeld), das du bekommen hast ...
also so ein sch.... ist es eigentlich nicht, denn wenn du bisher gearbeitet hast , dann fährst du auf jeden fall besser mit dem elterngeld als mit dem früheren erziehungsgeld ....
lg
tanja
lg
tanja
Beitrag von sonne_1975 - 17.11.07 - 14:15 Uhr
2.Punkt ist falsch. Beim 2.Kind wird die Zeit mit Elterngeld nicht eingerechnet und die 12 Monate davor genommen (wenn fliessend). Wenn du dazwischen gearbeitet hast, werden 12 Monate vor dem Mutterschutz genommen. Wenn es weniger sind, wird der restliche Teil aus der Zeit vor dem 1.Mutterschutz genommen.
Gruss. Alla
Beitrag von schildi1981 - 17.11.07 - 14:18 Uhr
danke dir schoneinmal für deine antwort.
gut in meiner situation wäre das wohl nicht so toll. arbeite seit 1 jahr bis ende jan auf 400 eu basis weil ich keinen betreuungsplatz für unseren kleinen habe. von daher is das wirklich nix.
dann finde ich - wenn ich es richtig verstanden habe - doof, dass man theoretisch nach 1 jahr babypause bzw 14 mon in die arbeitsaufnahme getrieben wird. Dann ist das ja so, kinderbetreuung von 0-3 jahren kostet halbtags 365 €. wenn ich halbtags arbeiten gehe verdiene ich höchstens als fachkraft 690 Euro! wo ist da die gerechtigkeit?
Bei Erziehungsgeld habe ich eine hinzuverdienstgrenze von bis zu 400€ + 300 € erziehungsgeld.. = 700 €
also ich find das bissle bedenklich
trotzdem danke für deine schnelle antwort
lg
schildi
Beitrag von baby1997 - 17.11.07 - 14:35 Uhr
Hallo!
Ich denke man sollte für seine Kinder schon alleine aufkommen können!
Und wenn der Halbtagsplatz bei euch 365 Euro kostet, ist das euer Problem, denn das hängt von der Gemeinde / Stadt ab.
Wir zahlen für einen 10-Stunde-Ganztagsplatz 43 Euro plus 13 Euro Mittagessen.
Und das das Elterngeld für die Besserverdienenden ist, ist bekannt und hat auch seine Gründe und seinen Sinn.
Die Gerechtigkeit besteht darin, dass jetzt ALLE Eltern Geld bekommen. Beim Erziehungsgeld waren die Einkommensgrenzen sehr niedrig und die meisten haben keins erhalten.
Ich find das Elterngeld gut!
Gruß Christiane, die mit dem alten Erziehungsgeld auch besser dastehen würde, das neue Elterngeld jedoch begrüßt
Beitrag von schildi1981 - 17.11.07 - 14:48 Uhr
Allein fürs kind aufkommen - klar, finde ich auch - grundsätzlich!
Nur, wenn man am einkommensminimum lebt - darf man dann kein kind bzw kinder bekommen? Und, das hat nichts mit sozialschmarozerei zu tun. Schliesslich habe ich lange und mein mann fortwährend in die sozialkassen eingezahlt.
Also eine unterstützung vom staat begrüße ich da schon.. wo bleibt die kinderfreundlichkeit? Untersützt man so wirklich den kinderzuwachs für die brd? also meiner meinung nach nicht.
ausserdem geht es mir vorrangig um den Leistungszeitraum!Ich bin der Meinung, dass die ersten 3 Lebensjahre so imenz wichtig für das kind sind, dass möglichst ein elternteil zu hause sein sollte.
Beitrag von sbecker - 17.11.07 - 15:23 Uhr
Hi,..
nun überleg mal.. es ist schon kinderfreundlich gestaltet... DENN:
1) während der Elternzeit ist man seinen Job sicher..
2) man ist während der Elternzeit kostenlos krankenversichert (beitragsfrei)
3) die Jahre zählen mit in die Rentenversicherung
4) zahlt jeder Arbeitnehmer in die Staatskasse.. wir leben in einem Solidarsystem.. schon mal gehört!!??
5) Wenn Ihr am Existenzminimum seid.. beantragt ergänzendes ALG2, Wohngeld oder sonst was.. das steht EUCH dann ja zu.. wenn Euer Einkommen sooo gering ist
Ich kann es nicht glauben, wie viele fangen erst mit Mitte 30 oder später mit Kindern an?? Wenn man weiss, man möchte die ersten drei Jahre beim Kind bleiben, dann spart man dafür oder man hat den Luxus, das man genug verdient..
Wie haben unsere Grosseltern nur ihre Kinder ernährt??
Wie haben wir nur unseren ersten Sohn (4 Jahre) satt bekommen, ohne Erziehungsgeld, wegen 2 ۟ber der Grenze??
Das es sicherlich einige Mankos beim neuen Elterngeld gibt, ist jedem klar... ungerecht ist eher, wenn jemand unverschuldet arbeitslos ist und das vor Geburt.. dann werden die Monate als 0-Einkommen angesetzt, ebenfalls wenn jemand in den 12 Berechnungsmonaten Krankengeld bezog, dem wird diese Zeit auch mit 0 angerechnet.. Komisch, dass aber grad von denen niemand schreit oder??
Gruss
Mone
Beitrag von schnuffelschnute - 17.11.07 - 17:44 Uhr
Wenn ihr so wenig Geld habt, bekommt ihr einen Zuschuss zum Kindergarten, ihn evtl sogar komplett übernommen.
Ist das nicht Unterstützung genug?
Beitrag von meusemuckel - 18.11.07 - 10:47 Uhr
Wenn Du schon vom "Einzahlen" sprichst, warum sollten dann die, die eh schon wenig Steuern und Abgaben zahlen, mehr rausbekommen als die, die das Solidarprinzip finanzieren???
Davon abgesehen soll das Elterngeld bewußt die Paare motivieren, Kinder zu bekommen, die sich das auch leisten können. Gezielt Einkommensschwache zu mehr Kindern zu motivieren wäre wenig sinnvoll - allerdings fürchte ich, dass das durch den Sockelbetrag dennoch geschieht.
"Ich bin der Meinung, dass die ersten 3 Lebensjahre so imenz wichtig für das kind sind, dass möglichst ein elternteil zu hause sein sollte. "
Das ist Deine persönliche Meinung, die wird wissenschaftlich heute meiner Meinung nach keinesfalls mehr bestätigt. Es ist und bleibt Luxus, 3 Jahre Zuhause bleiben zu können...Davon abgesehen steht Dir ja frei, die 2 fehlenden Jahre ALGII zu beantragen, wenn das Einkommen Deines Partners zu niedrig ist, seine Familie zu ernähren.
Gruß,
MM
Beitrag von meusemuckel - 18.11.07 - 10:42 Uhr
"Die Gerechtigkeit besteht darin, dass jetzt ALLE Eltern Geld bekommen. Beim Erziehungsgeld waren die Einkommensgrenzen sehr niedrig und die meisten haben keins erhalten.
Ich find das Elterngeld gut!
Gruß Christiane, die mit dem alten Erziehungsgeld auch besser dastehen würde, das neue Elterngeld jedoch begrüßt "
Alle Achtung für diese Einstellung. Ich glaub, Du bist die erste in dieser Situation, die sich positiv äußert, weil es eben jetzt tatsächlich fairer zugeht und die neue Regelung durchaus sinnvoll ist!
LG;
MM
Beitrag von susaheld - 17.11.07 - 17:21 Uhr
Ich finde Du siehst da was falsch.
Du erhälst immerhin 67% Deines alten Nettolohnes für 1 Jahr weiterhin. Wenn Du Geringverdiener bist, kommst sogar fast aufs gleiche raus (kannst mal hier nachrechnen: http://www.bmfsfj.de/).
Ich wurde beim Erziehungsgeld sogar nach 6 Monaten wieder in die Arbeit getrieben (um es mal mit Deinen Worten zu sagen)!
Was soll also zum Erziehungsgeld gerechter sein??
Und 2 oder sogar 3 Jahre Erziehungsgeld haben nur die ganz Geringverdiener erhalten.
Es gibt bei jeder Medaille 2 Seiten, so auch beim Elterngeld!
Übrigens, beim Elterngeld darfst auch dazu verdienen, nur wirds Dir bis zum Sockelbetrag von 300 Euro angerechnet. Also kommt Deine Rechnung aufs gleiche raus!
Susanne
Beitrag von meusemuckel - 18.11.07 - 10:40 Uhr
"...doof, dass man theoretisch nach 1 jahr babypause bzw 14 mon in die arbeitsaufnahme getrieben wird. Dann ist das ja so, kinderbetreuung von 0-3 jahren kostet halbtags 365 €. wenn ich halbtags arbeiten gehe verdiene ich höchstens als fachkraft 690 Euro! wo ist da die gerechtigkeit? ..."
ICH finde es bedenklich, dass offenbar kaum noch jemand für sich selber und seine Familie sorgen will.
Du bekommst ein Jahr Zuhause bezahlt und hast das Recht, noch zwei weitere zur Not mit ALGII Zuhause zu bleiben und jammerst trotzdem noch, dass man Halbtags weniger verdient...und dass Kinderbetreuung Geld kostet? Verstehe ich nicht, es sollte doch klar sein, dass Kinder Geld kosten und privat finanziert werden, oder?
Es gibt doch speziell in den ersten 3 Jahren genug finanzielle Förderung für Eltern, die nur viel zu gern übersehen wird.
Gruß,
MM
