Unterhaltsfrage

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Beitrag von steffij - 17.11.07 - 22:05 Uhr

Ist ja alles schön und gut mit der Eigenverantwortung beim neuen Unterhaltsrecht, wenn die Kinder nicht drunter leiden. Wie sieht es denn aus, wenn ich halbtags arbeiten gehen während die Kleine (2 J.) im KiGa ist. Kriege ich dann zusätzlich noch Unterhalt oder ergänzend Hartz-4? Von nem Halbtagsjob kann man ja nicht leben und es sollte sich ja lohnen, wenn man sein Kleinkind weggibt um zu arbeiten. Ich will nicht schlechter da stehen als wenn ich zu Hause bleibe. Wie sieht es aus mit den Betreuungskosten und Fahrtkosten? Wird das irgendwie mit verrechnet? Wie wird das mit dem ursprünglich errechnetem Unterhalt verrechnet? Wird genau das Gehalt abgezogen? Wie lange steht mir noch Unterhalt zu und wird es ganz gestrichen, wenn ich mit einem anderen Mann zusammenziehe? Fragen über Fragen, vielleicht könnt ihr mir ja helfen!!!

Beitrag von sbecker - 18.11.07 - 14:01 Uhr

Hallo Steffi..

sorry mir fehlen die Worte... ". Ich will nicht schlechter da stehen als wenn ich zu Hause bleibe. "

Ich glaube kaum, dass Du hier ne Deinen Wünschen entsprechende Antwort erhalten wirst..

Punkt 1: Sollte Dein Einkommen nicht reichen, wirst Du mit Sicherheit noch Unterhalt oder ergänzendes ALG2 erhalten.. So wie es die Anderen mit Anspruch auch erhalten..

Punkt 2: Fahrtkosten und Betreuungskosten sind steuermndernd.. über den Einkommenssteuerausgleich. zudem es zumindest in NRW der Fall ist, dass die Kiga-Beiträge vom Einkommen abhängig sind und das Jugendamt grad bei Alleinerziehenden auch die Beiträge teils übernimmt, insofern der oder die Alleinerziehende/r ARBEITET!

Punkt 3: Sollte es einem Erwachsenen schon am Herzen liegen, für sich und sein Kind sorgen zu können, anstatt auf Kosten der Allgemeinheit zu leben oder??

Sorry aber wenn ich ein Kind habe, dann sorg ich auch dafür... und es gibt genug Personen, wo sogar beide arbeiten gehen, ihr Kind in einer Kita ist, nur um für sich selbst die Verantwortung für ihr Tun und Handeln zu tragen..



Beitrag von steffij - 19.11.07 - 09:30 Uhr

Hm, vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Arbeiten will ich auf jeden Fall wenn sie 3 ist, aber ich bin halt am Überlegen, ob es sich jetzt schon lohnt, weil das eine wichtige Zeit ist und es mir verdammt schwer fällt sie abzugeben. Und wenn es mir dann finanziell noch schlechter geht, muss ich mir das wirlich gründlich überlegen ob ich nicht noch so lange warte bis ich eine KiGa Platz für sie bekomme, wenn sie 3 ist. Denn wenn ich mein Kind so früh abgebe, dann brauch ich erst gar keins bekommen. Gerade die ersten Jahre sind so entscheidet für die Entwicklung und so kurz nach der Trennung merke ich einfach, wie sehr sie mich braucht. Naja, ich hoffe, ich konnte ein bisschen darstellen, wie ich das meine...

Beitrag von anja96 - 19.11.07 - 10:07 Uhr

Sorry, aber so ein Quatsch, wenn ich das nur höre, daß das einem Kind schaden soll!!! Es ist erwiesen, daß es eher förderlich für ein Kind ist, wenn es bereits früh andere Betreuung kennenlernt und die Kinder im Ganzen viel zufriedener sind und die Bindung zu der Mutter auch intensiver ist!

Meine Große (jetzt 6) ging bereits mit 10 Wochen zur Tagesmutter und meine Kleine (jetzt 8 Mon.) genauso und ich bin fest davon überzeugt, daß das keinem Kind schadet. Ich bin arbeiten gegangen, weil ich mein eigenes Geld haben wollte und immer noch will!!!

Beitrag von steffij - 19.11.07 - 10:56 Uhr

Ich finde nicht, dass meine Meinung quatsch ist. Meine Kleine hat soziale Kontakte, aber ich könnte sie niemals so früh abgeben. Dann brauche ich keine Kinder kriegen, wenn ich keine Zeit dafür habe. Denn die Entwicklung kann man nur einmal miterleben und niemals nachholen. Also, jedem seine Meinung... Mehr als halbtags würde ich auf keinen Fall arbeiten gehen. Meine Kleine hat auch schon andere Betreuungen kennen gelernt, aber ganztags würde ich sie auf keinen Fall abgeben. Ich möchte nicht, dass andere mein Kind erziehen.

Beitrag von sbecker - 19.11.07 - 12:40 Uhr

Hallo Steffi,

einerseits versteh ich Deine Meinung, andererseits auch nicht..

Denn, wenn ich diese Einstellung halte, dass ich mein Kind selber betreue, dann sorg ich auch dafür, dass ich finanziell den Background habe!!! und zwar dann ohne Staat..

Bei Dir lese ich eher raus, dass Du nicht loslassen magst, was ja auch rechtens ist.. nur dann darfst Du nicht erwarten, dass hier keine Gegenwehr kommt..

Wie bereits mehrfach erwähnt, gibt es genug Leute, die ganztags arbeiten gehen, damit sie finanziell über die Runden kommen.. deren Kinder gehen dann ganztags zur Tagesma oder Kita.. und ich glaube wohl kaum, dass diese Kinder dadurch nicht richtig gefördert werden bzw sich dadurch falsch entwickeln..

Diese Aussage der Entwicklung.. es gibt genug Kids, deren Eltern oder ein Teil der Eltern daheim bleibt, die aber ihre Kids auch nicht richtig fordern/fördern können..

Die Einstellung ist irgendwie nen Schlag ins Gesicht derer, die entweder lange genug sparen, für Nachwuchs, oder für die, die arbeiten gehen, um dem Staat nicht auf der Tasche zu liegen..

Einfaches Rechenbeispiel: Jeder Elternteil, wo ein Part daheim ist wegen Kindeserziehung, bekommt in Zukunft seine Kosten für Miete, Essen, Leben und natürlich auch für das Kind vom Staat... was meinste wielange da überhaupt noch was an Geldern fliesst??!

Amen..

Gruss

Mone

Beitrag von steffij - 19.11.07 - 14:45 Uhr

Hauptsächlich geht es mir darum, dass ich Unterhaltszuschuss von meinem Nochmann bekomme, wenn ich arbeiten sollte. Denn jetzt steht mir recht viel Unterhalt zu und wenn ich ganz darauf verzichten müsste, sobald ich halbtags arbeiten gehe, dann würde ich mir das schon überlegen. Ich möchte es natürlich vermeiden vom Staat zu leben, ich möchte, dass ihr Vater weiterhin einen gewissen Unterhalt zahlt, sodass wir über die Runden kommen und nicht, dass er fein raus ist und ich zusätzlich Hartz4 beantragen müsste und meine Tochter dann auf mich und auf vieles verzichten müsste. Er hat seinen Beitrag zum Kind geleistet und dann sollte er auch finanziell dafür gerade stehen. Schlimm genug, dass er sich kaum für sie interessiert. Ich bin sehr sparsam seit der Trennung, vorher musste ich mir nie Gedanken um Geld machen. Aber ich möchte nicht an meiner Tochter sparen. Die Trennung ist schon schlimm genug für sie. Klar möchte ich irgendwann finanziell ganz unabhängig sein, aber ich kann mir momentan nicht vorstellen Vollzeit zu arbeiten.

Beitrag von sbecker - 19.11.07 - 15:02 Uhr

Du sollst ja auch nicht Vollzeit arbeiten..

ausserdem kamen Deine Äusserungen ja anfangs schon anders rüber!!

Also.. Kindesunterhalt muss er eh zahlen.. Und für Dich Betreuungsunterhalt bis sie mindestens drei ist.. auch nach der neuen Regelung..

Zudem bietet die neue Unterhaltsregelung auch genügend Möglichkeiten, wenn es Dir trotz Kindesalter nicht gelingt, arbeiten zu gehen..

Achja.. bevor Du Hartz4 beantragen müsstest, würdest Du von ihm den Unterhalt bekommen, insofern ich da richtig informiert bin.. der Staat würde sich den Unterhalt von ihm eh zurückholen..

Und, wenn ich das neue Unterhaltsgesetz richtig gelesen habe, würde Dir ja "nur" dann Unterhalt wegfallen, wenn er zuviele Kinder hätte die vor Dir an berechtigter Stelle stehen..

LG

Mone

Beitrag von anja96 - 20.11.07 - 09:30 Uhr

Hallo,

jetzt muß ich noch dazu meine Meinung sagen. Sorry, finde Deine Einstellung überhaupt nicht gut. Ich bin genau deswegen nach dem Muschu bei meiner 1. Tochter wieder 30 Stunden/Woche arbeiten gegangen, weil ich eben von meinem Ex-Mann keinen Unterhalt für mich haben wollte. Der Kindesunterhalt ist ja etwas anderes. Meine Tochter war im 1. Lebensjahr bei einer Tagesmutter. Ich habe zusätzlich noch den Mindestbetrag Erziehungsgeld bekommen und uns ging es finanziell sehr gut. Ich finde den Betreuungsunterhalt sowieso nicht gut, weil das leider von viel zu vielen Frauen ausgenutzt wird. Ich könnte es mir - wie gesagt - niemals vorstellen von einem Mann finanziell abhängig zu sein. Trotz meiner Berufstätigkeit habe ich genug Zeit für meine Kinder. Seit dem 2. Kind arbeite ich nur noch halbtags, obwohl mein Freund auch genug verdient. Unsere Kleine ist 4 Vormittage bei einer Tagesmutter und freitags bleibt mein Freund zu Hause.
LG; Anja