Finanzieren euch eure Männer bereitwillig?

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Beitrag von the_love_of_agony - 19.11.07 - 15:28 Uhr

Hallo.

Ich bin nicht verheiratet -lebe aber mit meinem Freund zusammen.

Jetzt wo sich mein Studium dem Ende neigt stelle ich mir immer wieder die Frage was wohl kommen möge...

Zum einen wollen wir Familie, zum anderen ich auch einen Job.

Jetzt fiel mir auf, dass wenn ich nach dem Studium keinen Job bekomme ich komplett von meinem Freund abhängig bin.
Da er verdient würde ich wohl weder Hatz4 noch irgendwelche anderen Leistungen erhalten.
Momentan teilen wir alles 50-50 % - aber dann müsste er ja alles komplett allein bezahlen.

Ich weis gar nicht ob er sich dessen bewusst ist oder wie ich ihm das beibringen soll.
#schmoll

Beitrag von sbecker - 19.11.07 - 15:40 Uhr

Hi...

also wenn er gut genug verdient, Ihr zusammenlebt, seid Ihr eine Bedarfsgemeinschaft und somit bekommst Du nichts an ALGII..

Warum vermutest Du denn jetzt schon, dass Du keinen Job kriegst??? Jetzt in Deinem Studium zahlst Du ja auch die Hälfte.. irgendwie krieg ich das grad net ins Hirn..

Notfalls halt anderen Job, bis sich der "studierte" Job findet..

Als Erwachsener sollte man da schon ruhig drüber sprechen,vor allem als Lebensgemeinschaft..

Bei uns war das nie ein Thema.. mein Mann kam während meiner ersten Elternzeit für alles auf, was bezahlt werden musste, inkl Haushaltsgeld, Taschengeld für mich oder ähnliches.. kam ich nicht hin, hab ich nicht fragen müssen, bekam dann eh immer .. wozu hast die Vollmacht..

Bei Freunden ist es teilweise aber auch so, dass die Frau um jedem Cent fragen muss... versteh ich nicht, eine 24-Std Kraft für Haushalt, Kinderpflege etc würde auch nen Vermögen kosten..

Nur muss halt auch geschaut werden, was in den Familien finanzierbar ist!!

LG

Mone

Beitrag von the_love_of_agony - 19.11.07 - 15:47 Uhr

Hallo .

Danke für deine Antwort.


Momentan bekomme ich Bafög, daher bezahle ich die Hälfte an Miete, Strom, Lebensmittel etc.

Aber das fällt mit Ende des Studiums weg.

Warum ich damit rechne keinen Job zu bekommen weis ich auch nicht - wahrscheinlich ist es die Panik vor dem Ungewissen was da auf mich zu kommt.

Man kann ja nie wissen.

Beitrag von sbecker - 19.11.07 - 15:55 Uhr

Also ich würde an Deiner Stelle nach dem Studium erstmal arbeiten und dann an ein Baby denken..

Direkt nach dem Studium nen Baby, also keine Berufserfahrung.. drei Jahre dann Elternzeit.. da wird der Einstieg nicht leichter!!!

ich kann Dir nur sagen, da ich ja nicht weiss, was Du studierst, dass es nicht gut ankommt, wenn man sich bewirbt, nachm Studi aber direkt Baby und dann erst starten will..

Wir haben unseren ersten Sohn bekommen da war ich 34, ok war halt nicht sehr früh.. doch dafür erstmal Berufsjahre, hatte auch nach mehreren Wechseln einen Superjob..

Vor allem.. Habt Ihr auch nur mit dem Einkommen Deines Freundes genug Rückhalt, um eine Familie zu ernähren!!??

ich will hier keine Moralpredigt oder ähnliches halten.. nur sollte es auch finanziell geplant werden...

LG

Mone

Beitrag von multivitamin - 19.11.07 - 16:07 Uhr

Hallo,

naja, ich finanziere meinen Mann bereitwillig und das schon 1,5 Jahre (er beendet gerade seine Promotion).

Mann sollte vorher sehr genau darüber sprechen, wie man solche Zeiten gestalten will (gemeinsames Konto, gemeinsame und persönliche Ausgaben, "Taschengeld", Sparen/Rente,....) sonst fühlt sich immer einer schlecht dabei.

Gruß, Multivitamin

Beitrag von rudi334 - 19.11.07 - 16:14 Uhr

Mit 25 muss man noch nicht unbedingt ein Kind bekommen.

Viel vernünftiger wäre es, erstmal 1-2 Jahre einen sicheren Job zu haben. Dann hat man ein paar € gespart und hat auch nach dem Kind eine Perspektive. Alles andere bringt doch nur zusätzliche Probleme.

Wie man daheim mit dem Geld umgeht und klarkommt, was zur Verfügung steht, das ist überall anders. Das musst Du schon mit Deinem Freund besprechen.

Beitrag von friendlyfire - 19.11.07 - 20:19 Uhr

Hallo Du,

ich hab mein Kind im Studium gekriegt und es gab noch das Erziehungsgeld. Mein Freund hat im Monat recht gut verdient, wurde dann arbeitslos, hatte nen Job der etwas schlechter bezahlt war und jetzt hatte er ne schwere OP, mit Reha und langer Pathologie.
Ich habe mich dann für einen Studienabschlusskredit entschieden, und wir kommen über die Runden, aber letztendlich trägt mein Freund die Hauptausgaben und wir regeln das finanzielle gemeinsam.
Es gab aber auch Zeiten, in denen er uns komplett finanziert hat.
Ich denke, wenn ihr eh Familie plant, ist ihm das doch bewusst. Da braucht man doch nicht groß "vorwarnen".
Aber an eurer Stelle würde ich mit Kinderplanung warten, bis du einen Job hast. Weil du 1. mehr Elterngeld bekommst und 2. danach einen Job hast und nicht mit Baby (oder schwanger) auf Jobsuche musst, was ungemein schwerer ist.
Ich denke entweder Kinder im Studium, oder eben dann, wenn man nen Job hat.
Ich hab den Vorteil, dass unsere Tochter "schon" 3 ist und ich dann im nä. Herbst, wenn sie in den KiGa kommt, ohne Probleme meinen Job beginnen kann. (Habe ab Herbst 08 ein Stellenangebot bekommen).

Red mal mit ihm und dann bewirb dich erst und danach könnt ihr loslegen.

LG friendly

PS: Viel Glück für deinen Abschluss. Was studierst du denn?

Beitrag von monibln - 19.11.07 - 21:07 Uhr

Hallo,

natürlich kannst du erstmal arbeiten nach dem Studium. Bis ja auch "erst" 25. Wie kann dir da einfallen eine Familie zu gründen. Du solltest schon für dich selbst aufkommen... #augen
Nein Spaß beiseite, wenn du danach gehst, dann kannst du nie ein Kind bekommen.
Fakt ist, ein Kind bremst immer die Karriere und das Einkommen einer Frau. Auch mit Elterngeld, der Mann ist dann zumindest für eine gewisse Zeit der Hauptzahler.
Als Familie (auch wenn man nur zu 2. ist) sollten beide alles in einen Topf werfen. Wenn du dann später arbeitest teilst du ja dann auch.

Wenn ihr jetzt teilt, dann jobbst du doch bestimmt zur Zeit auch, oder?
Das sollte doch auch nach dem Studium gehen, wenn der Traumjob noch nicht in Sicht ist. Dann leistest du zumindest immer noch einen gewissen Beitrag.

Und das dein Freund irgendwann die Kosten alleine tragen wird, dass sollte ihm doch schon längst klar sein, ihr habt euch doch mit der Familienplanung schon länger befasst. Frag ihn doch einfach mal, wie er sich die Zeit nach dem Studium vorstellt.

Ich studiere auch noch (zur Zeit im Urlaubssemester) und habe auch noch ein paar Jährchen vor mir. Mit der Kleinen werde ich auch die restliche Studienzeit nicht mehr jobben gehen, daher zahlt mein Mann alles.
Aber dafür kommt dann hoffentlich nach dem Studium mein Anteil wieder rein ;-)

Alles Liebe

Moni + #baby

Beitrag von meusemuckel - 20.11.07 - 06:53 Uhr

"natürlich kannst du erstmal arbeiten nach dem Studium. Bis ja auch "erst" 25. Wie kann dir da einfallen eine Familie zu gründen. Du solltest schon für dich selbst aufkommen...
Nein Spaß beiseite, wenn du danach gehst, dann kannst du nie ein Kind bekommen. "

Ist es so erstrebenswert, bewußt länger als unbedingt nötig, abhängig von anderen zu sein?
Mit 25 hat man doch tatsächlich noch bischen Zeit, zumindest erstmal einen Job zu suchen, bevor man Kinder bekommt...

Gruß,

MM

Beitrag von monibln - 20.11.07 - 12:16 Uhr

Hallo,

du hast natürlich recht. Man hat da schon noch viel Zeit. Aber das war doch gar nicht ihre Frage. Sie hat sich schon für die Familienplanung entschieden.
Daher finde ich es nicht so hilfreich, wenn ihr alle nur sagen, sie solle doch noch ein bischen warten.
Und wenn man für ein Kind sorgt, finde ich es normal, dass der Vater dann seinen finanziellen Beitrag leistet für Mutter und Kind.
Man kann das Leben eben nicht immer ganz genau planen, erst Studium, dann lange im Job, dann Kind. Und dann hat man gerade ein spannendes Projekt, die Beförderung steht an usw. und irgendwann ist es zu spät für ein Kind.
Das persönliche Glück ist doch auch wichtig.
Ich habe mich daher bewusst früher für ein Kind entschieden. Jetzt hab ich Zeit, kann mir das Studium einteilen und danach sofort im Job einsteigen ohne dann wieder Pause machen zu müssen.

LG

Beitrag von monibln - 19.11.07 - 21:14 Uhr

mir ist noch was eingefallen.
Am optimalsten ist natürlich, wenn du erstmal einen sicheren Job findest.
Aber wenn der Wunsch nach der Familie da ist, finde ich es schwer, dem nicht nachzugeben. Ging mir ja auch so.
Und ihr habt euch da ja eigentlich auch schon entschieden, oder?

Beitrag von meusemuckel - 20.11.07 - 06:54 Uhr

#heul"am optimalsten" #heul

Beitrag von cat_t - 20.11.07 - 08:33 Uhr

Hallo #blume

ich "finanziere" meine Mann auch. Na und? Wir sind verheiratet und haben eine Familie. Anders würde es allerdings aussehen, wäre er wegen Faulheit daheim....

Sprecht drüber, das gehört zu einer Partnerschaft dazu.

#liebdrueck
Sanne #sonne

Beitrag von kadootje - 20.11.07 - 14:05 Uhr

Hallo!

Wir haben das schon komplett durch... Als wir uns kennenlernten, sind wir sehr schnell zusammengezogen. Kurz darauf wurde mein Freund arbeitslos und ich habe ihn "finanziert". Er hat dann wieder arbeit gefunden und ein Jahr später haben wir geheiratet; ein weiteres jahr später kam unser Sohn zur Welt und ich habe Elterzeit genommen. Da hat mein Mann für das Familieneinkommen gesorgt.
Für uns war das immer selbstverständlich, und keiner mußte groß um irgendetwas "bitten". Ich würde auch nicht sagen, das einer den anderen "finanziert" hat. Wir tragen beide zum Familieneinkommen bei und wenn ein Teil wegbricht, ist das Familieneinkommen eben kleiner und man muß eben mehr haushalten...

LG,
Michelle