Hallo.
Weis jemand von euch wie Hoch die Grenze des Verdienstes ist, welches auf einen Arbeitslosen Partner angerechnet wird?
Ich habe folgende Situation:
Mein Partner ist Soldat - verdient normal.
Ich bin Studentin - bekomme noch Bafög.
Ab Juni bin ich fertig - habe dann ein Einkommen von 0€.
Gesetz dem Fall ich werde Arbeitslos - womit man ja immer rechnen muss.
Nun gehe ich davon aus, dass ich kein Hartz4 bekomme, da mein Freund ja verdient.
Zur Zeit bezahlen wir alles Hälfte/Hälfte.
Nun hab ich das mal durchgerechnet und fand das erschreckend.
Mein Freund muss ja dann alles was jetzt durch zwei ging gallein bezahlen: Miete, Strom, Heizung, Telefon/Internet/Kabelfernsehen (ist bei uns ein Verbund).
Und zusätzlich noch Dinge die mich betreffen wie meine Krankenversicherung.
Dazu kommen noch Dinge wie seine Unterkunft am Standort wo er stationiert ist, die Verpflegung dort, die Fahrtlkosten etc.
Summa summarum komme ich auf ca. 200€ MEHR als er verdient!
Wie soll das gehen?
Wie viel darf er verdienen damit ich noch Anspruch auf finanzielle Unterstützung habe?
Bin ich gezwungen mich von meinem freund zu trennen damit ich nicht unserer beider Existenzen ruiniere?
Agony
Wie hoch ist der Satz des anzurechnenden Einkommens?
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Beitrag von the_love_of_agony - 20.11.07 - 14:41 Uhr
Beitrag von the_love_of_agony - 20.11.07 - 14:43 Uhr
jetzt fällt mir grad ein: mit 0€ Einkommen kann ich mir nicht mal mehr Verhütung leisten.
Beitrag von terminor - 20.11.07 - 14:58 Uhr
Warum?
KEIN Sex ist doch kostenlos!
zudem biste ja nicht krnak oder ähnliches und durchaus in der Lage zu arbeiten (Regale auffüllen bei LIDL, Zeitung austragen, etc.) bis Du was adäquates gefunden hast....
Beitrag von the_love_of_agony - 20.11.07 - 15:01 Uhr
Aha.
Das ist mir schon klar.. das werd ich auch tun wenn ich was bekomme - ich hab 9 jahre nebenbei bei Kaufland gearbeitet.
Mir geht es tatsächlich um den Fall GAR NICHTS zu bekommen an Arbeit.
Ich möchte einfach nur über den Ernstfall informiert sein und dann nicht wie die Kuh vorm Uhrwerk stehen.
Agony
Beitrag von terminor - 20.11.07 - 15:03 Uhr
noch was so als tipp...
wenn du im juni fertig bist, sollteste dich jetzt schon bewerben... momentan siehts auf dem arbeitsmarkt für akademiker ja gut aus.
was haste denn studiert?
Beitrag von the_love_of_agony - 20.11.07 - 15:09 Uhr
Ja ich bewerbe mich auch schon , zumindest schaue mich um was ich machen kann.
Ich habe Medienpädagogik, Soziologie und Philosophie studiert.
Leider hab ich auch kaum Überblick darüber was genau ich alles damit machen kann.
Beitrag von terminor - 20.11.07 - 15:18 Uhr
In so einem Fall könnte eine professionelle Personalberatung (nein, keine Zeitarbeitsfirma!) helfen. Die können Dir mit Sicherheit Berufsbilder nennen, die man mit Deinen Qualifikationen anstreben kann. Kostet natürlich etwas, hilft Dir aber mit Sicherheit weiter. Das gleiche sollte auch die Berufsberatung des AA anbieten, denke ich mal.
Hast Du keine Pflichtpraktika absolviert, in denen Du mal in verschiedende Berufe reinschnuppern konntest?
So ein Bewerbungsprozess dauert im Schnitt 3 Monate. Schieb es also nciht auf die lange Bank. Bewerbungen kannst Du übrigens später steuerlich absetzen (8,xx € pro Bewerbungsmappe)...
Beitrag von the_love_of_agony - 20.11.07 - 15:26 Uhr
Doch ich habe 3 Semester Praktika gemacht .. aber nicht wirklich unterschiedliche.
ich habe ein Seminar online entworfen und konzipiert.
Es dann durchgeführt und anschließend ausgewertet und die Studenten betreut.
Ich werde mich so schnell als möglich bewerben.
Beitrag von terminor - 20.11.07 - 15:27 Uhr
na dann biste ja im groben Umfeld vom Personalmanagement gelandet. Ist ja schonmal ein Ansatz, um bei Stepstone oder Monster zu schauen...
Und Evaluation ist ja schon spezifischer. Da werden immer Leute gesucht...
Beitrag von the_love_of_agony - 20.11.07 - 15:32 Uhr
Stimmt.., ich könnte mich ja auch in der soziologischen Richtung bewerben .. Meinungsforschungsinstitute oder so.
Beitrag von meusemuckel - 20.11.07 - 15:22 Uhr
"Ja ich bewerbe mich auch schon , zumindest schaue ich um was ich machen kann.
Ich habe Medienpädagogik, Soziologie und Philosophie studiert.
Leider hab ich auch kaum Überblick darüber was genau ich alles damit machen kann. "
So groß kann Deine Existenzangst ja nicht sein bei dem Engegement...
Gruß,
MM
Beitrag von the_love_of_agony - 20.11.07 - 15:29 Uhr
Ich bin leider ein Mensch mit sehr großen Ängsten was die Zukunft angeht.
Ich tue 120% von dem was möglich ist und ich hab bisher auch immer alles geregelt bekommen - aber wenn ich nicht weis was auf mich zu kommt oder ich auf ungewisse Zeiten zu gehe, bereitet mir das einfach schlaflose Nächte.
Ich bin schon immer sehr engagiert gewesen, aber dennoch halte ich nichts davon die Augen vor möglichen Notlagen zu verschließen.
Ich möchte auch für diesen Fall einen Plan-B in der Hand haben.
Beitrag von goldtaube - 20.11.07 - 14:52 Uhr
Ob ihr ALG II bekommen könnt, hängt davon ab wieviel er genau verdient und wie hoch euer ALG II Bedarf ist und was an Vermögen da ist.
An ALG II Bedarf hättet ihr x 2x 312 Euro (Regelsatz für euch) + angemessene Miete + Heizkosten
Angerechnet wird natürlich das Einkommen. Aber nicht alles. Vom Bruttogehalt wird ein Freibetrag berechnet. Dieser berechnet sich in eurem Fall folgendermaßen:
100 Euro Grundfreibetrag + 20 % vom Rest bis 800 Euro + 10 % vom Rest ab 800 Euro bis 1200 / 1500 Euro. Jeder Euro der über 1200 / 1500 Euro liegt, wird komplett angerechnet.
Der Freibetrag wird dann vom Netto abgezogen und das was übrig bleibt angerechnet.
Um genaueres zu sagen müsstest du kurz schreiben wie hoch eure Miete inkl. Nebenkosten ist und wie hoch eure Heizkosten sind. Telefon/Internet/Kabel/Strom etc. interessieren nicht.
Wenn ihr ergänzend ALG II bekommen würdet, dann wärst du darüber krankenversichert. Wenn nicht, dann müsstest du dich freiwillig versichern, was dann im Monat ca. 120 -150 Euro kostet.
Beitrag von the_love_of_agony - 20.11.07 - 14:59 Uhr
Ohje das ist aber kompliziert.
Also mein Freund verdient ca. 1700 Netto (keine Abzüge da Soldat)
Miete haben wir 435€ kalt + 40€ Strom monatlich + ca. 130€ Nebenkosten haben wir mit Heizung, Wasser im Monat.
Das ist so zum Leben genug.
Aber wenn er meine Krankenversicherung etc. auch noch mit tragen muss siehts bitter aus.
Wird denn gar nicht angerechnet dass er dort wo er stationiert ist auch noch Unterkunft und Verfplegung zahlen muss?
Danke Agony
Beitrag von goldtaube - 20.11.07 - 15:03 Uhr
Also erst einmal wäre euer Bedarf 624 Euro + 435 Euro + 130 Euro = 1189 Euro.
Wobei hier noch zu prüfen wäre ob die Miete angemessen ist. Das hängt von eurer Stadt ab wie hoch die Miete maximal sein darf, damit sie von der ARGE übernommen wird. Im Falle das die Miete nicht angemessen ist, bekommt ihr im Falle eines ALG II Bezuges 6 Monate lang die volle Miete, danach nur noch die angemessene.
Leider schreibst du nicht wieviel er Brutto verdient. Das müsste man noch wissen um den Freibetrag zu berechnen.
Wenn er dauerhaft wo anders ist, wird ggf. auch noch berücksichtigt, dass er dort auch Unterkunft und Verpflegung zu zahlen hat.
Beitrag von the_love_of_agony - 20.11.07 - 15:08 Uhr
Sein Bruttoeinkommen ist gleich seinem Nettoeinkommen - er hat keine Abzüge.
Bleibt also hin wie her bei den 1700€.
Ja er ist dauerhaft woanders - also immer 3 Jahre an einem Standort in verschiedenen Ecken Deutschlands.
Sind denn Dinge wie Krankenversicherung mit den Bedarf eingerechnet?
Das macht doch schon locker 120€ im Monat aus - die ich bzw. er bezahlen muss.
Beitrag von goldtaube - 20.11.07 - 15:21 Uhr
Wenn sein Bruttoeinkommen = Nettoeinkommen ist, dann hat er einen Freibetrag von 280 Euro. Würde auch dabei bleiben, wenn er ein höheres Bruttoeinkommen hätte. Da die Grenze für den Freibetrag bei 280 Euro liegt, wenn man keine Kinder hat.
1700 Euro - 280 Euro = 1420 Euro anzurechnendes Einkommen. Damit liegt ihr über euren Bedarf und würdet kein ALG II bekommen. Du müsstest dich dann selber krankenversichern.
Du müsstest dich mal bei der ARGE erkundigen wie es aussieht mit den Unterkunftskosten die zusätzlich anfallen. Den Regelsatz für ihn von 312 Euro gibt es aber nur einmal.
Beitrag von the_love_of_agony - 20.11.07 - 15:35 Uhr
Hmm das wird echt knapp dann bei uns...
Na dann muss ich zur Not echt sehen dass ich einen 400€ Job bekomme um die Arbeitslosenzeit zu überbrücken.
Ich danke dir vielmals.
Beitrag von friendlyfire - 20.11.07 - 19:46 Uhr
Hallo Agony,
mach dich jetzt mal nicht im Vorfeld verrückt. Bewirb dich und dann wirst du schon was finden. Du malst den Teufel an die Wand obwohl du noch keine Sorgen haben brauchst.
Und mit 1700 Euro von deinem Freund müsstet ihr schon kurzfristig schon hinkommen, zu zweit.
und nen 400 Euro Job findest du auch mit sicherheit erstmal.
Wir haben ca. 2000 und unsere Wohnung kostet schon fast 600 Euro im Monat und wir haben ein kleines Kind und es reicht gut aus.
Sorge dich nicht zu sehr.
Aber wenn du dich so sehr stresst, dann rate ich dir, den Kinderwunsch wirklich auf später zu verschieben, bis du nen Job hast. Denn mit Kind auf Jobsuche, da wirst dir noch härter tun und wenn du eh Angst hast, dass es so prekär wird, dann wartet lieber noch.
Denn Zukunftsangst ist wirklich schlimm. Ich muss sagen, ich bin wirklich froh, dass ich schon einen Job habe wenn ich dann fertig bin, denn ich kenne genug Mädels die jetzt am Ende vom Studium ähnliche Gedanken haben.
Aber, was ich mich frage, ihr habt ja schon mit der Kinderplanung angefangen. Da habt ihr doch sicher drüber geredet wie ihr das dann im Falle eines Kindes mit den Finanzen handhabt. Denn Studium und Kind und Job, wenn der Freund, wie du geschrieben hast, oft weg ist, geht ja gar nicht. Wie hättet ihr das da dann gemacht?
Denn mit Kind ist man finanziell noch stärker eingeschränkt als ohne...
Mach dich nicht verrückt, sicher hat dein Freund da auch verständnis und ihr findet ne Lösung bzw du nen Job!
Viel Glück und nicht so viele negative Gedanken,
friendly
Beitrag von muggles - 21.11.07 - 12:44 Uhr
1. Du bewirbst Dich auf Stellen, die zu Deinem Studienprofil passen (auch als Trainee hat mein ein Einkommen)
2. Falls Du zum Sommer naechsten Jahres nichts gefunden hast, meldest Du Dich bei einer Zeitarbeitsfirma, die Dich dann in einen normalen Buerojob vermitteln. Das Gehalt ist zwar nicht doll, aber zumindest etwas.
Also kein Grund, in Panik zu verfallen.
Claudia
PS: Laut VK wuenscht Ihr Euch kurzfristig ein Kind - wie passt das denn zu Deinem Ausgangsposting?
