Guten Tag!
Ich schildere mal meine Arbeitssituation und würde gerne Eure Meinung dazu wissen:
+ Vollzeitstelle (40-45 Stunden die Woche)
+ einfache Fahrt zur Arbeit ca. 90 Minuten (ergo 3 Stunden am Tag Fahrt)
+ Assistentin in Systemgastronomie (Mac-ähnlich)
+ NUR stehen, zum sitzen muss ich durch den gesamten Laden
+ keine Liegemöglichkeit
+ totale Minderbesetzung (oft alleine im Verkauf)
+ keine Rücksicht von Mitarbeitern - eher das Gegenteil
+ zu Monatsbeginn gegen meinen Willen für ein Jahr in andere Filiale versetzt
+ 1. Schwangerschaft nach über 3 Jahren KiWu - sehr ängstlich
+ seit 3 Wochen krank wegen Blutungen in Früh-SS
Meine Familie rät mir nun, dass ich gar nicht mehr arbeiten gehen soll.
Der enorme Stress und die grosse Verantwortung sind eine grosse Belastung. Ich gehe mit totalen "Bauchschmerzen" zur Arbeit und fühle mich dem Ganzem nicht mehr gewachsen.
Soll ich meine FÄ auf ein Beschäftigungsverbot ansprechen?
Muss ich mich eher zusammenreißen?
Ich hoffe auf viele Meinungen von Euch!

Beschäftigungs-Verbot
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Beitrag von suselinchen - 21.11.07 - 13:34 Uhr
Beitrag von ipek27 - 21.11.07 - 13:39 Uhr
Hallo,
also erst mal würde ich deine und dem babys gesundheit nicht aufs spiel setzen, und würde mit dem FA darüber sprechen was er denn dazu sagt..
Habe auch so ein ähnlichen Beruf, aber als Frisörin..
In der Früh-ss wie du auch SB gehabt und die Ärztin wollte mich komplett raus nehmen..
Da ich aber mein Beruf liebe, habe ich mir die Arbeitsstunden vom Arzt auf nur noch 4 Stunden am Tag reduzieren lassen..
In deinem Falle aber, würde ich mich komplett raus nehmen lassen..
Ich drücke dir die Daumen und das alles gut wird..
Lg Ipek mit
21ssw
Beitrag von suselinchen - 21.11.07 - 13:52 Uhr
Ich danke Dir.
Weisst Du, ich mag meinen Beruf eigentlich sehr gerne.
aber in der jetzigen Situation, hat sich eben sooooo viel geändert.
Ich werde es wohl beim nächsten Termin mal ansprechen.
LG Susi
Beitrag von wunschmama83 - 21.11.07 - 13:42 Uhr
Hallo Du!
Ich würde mit Deinem FA sprechen. Wobei ich denke, dass es in Deinem Fall ja begründet ist, wenn Du schon Blutungen hattest.
ich habe auch ein BV bekommen, musste geschlagene 4 Wochen darum kämpfen. Ich arbeite bei einem Kinderarzt und bin gegen Ringelröteln nicht immun. Mein alter FA und mein Chef meinten, stellen sie sich nicht so an, früher ging man auch in die Arbeit.
Habe dann den Arzt gewechselt und der hat die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen, ich solle um Himmels Willen ja nicht arbeiten gehen.
Kämpfe darum! Gib nicht auf!

Wunschi
9 ssw
Beitrag von suselinchen - 21.11.07 - 13:53 Uhr
Danke für deine Meinung.
Fachlich schätze ich meine FÄ sehr, wie sie sowas sieht weiss ich natürlich nicht.
Ich werde es mal ansprechen...
LG
Beitrag von claudiab80 - 21.11.07 - 14:00 Uhr
Hallo,
also ich finde, dass man sich über das Beschäftigungsverbot im Allgemeinen immer zu große Sorgen macht.
Freilich ist es eine unangenehme Sache.
Aaaaaber, es steht auch ganz klar im Gesetz, sobald eine Berufstätige den Arbeitgeber darüber informiert hat, dass sie schwanger ist, MUSS sich dieser an das Mutterschutzgesetz halten und besondere Rücksicht nehmen.
Die Generellen Beschäftigungsverbote werden im Mutterschutzgesetz genau aufgeführt.
Es gibt aber auch das individuelle Beschäftigungsverbot für den Einzelfall nach §3
Danach dürfen nämlich Schwangere nicht an ihrem Arbeitsplatz beschäftigt werden, wenn dadurch das Leben oder die Gesundheit von Mutter oder Kind gefährdet ist.
Das individuelle Beschäftigungsverbot wurde vom Gesetzgeber eingerichtet, um zu erreichen, dass eine werdende Mutter sofort das Arbeiten aufhört, wenn auch nur das kleinste Risiko für sie oder das Kind auftritt.
Ich finde immer, dass das einzige Problem an der ganzen Sache die Arbeitgeber sind, die sich noch nie mit dem Mutterschutzgesetz beschäftigt haben und es auch nicht tun.
Und deswegen finde ich dieses BV völlig in Ordnung
Denn sollte irgendwann mal etwas mit dir oder mit dem Kind sein - es dankt dir niemand und dein Arbeitgeber am aller wenigsten.
Da sollte man so vernünftig sein und nur an sich und das Kind denken.
Ich habe mir auch ziemlich früh eines ausstellen lassen und bin froh, dass ich es gemacht habe.
Red einfach mal mit deinem Arzt.
Liebe Grüße
Beitrag von suselinchen - 21.11.07 - 14:15 Uhr
"Denn sollte irgendwann mal etwas mit dir oder mit dem Kind sein - es dankt dir niemand und dein Arbeitgeber am aller wenigsten."
....damit hast du wohl leider recht.
Hast Du es problemlos bekommen?
Irgendwie sehe ich das alles mit so ner blöden moralischen Verpflichtung.
Ich werde mal sehen.
Danke.
Beitrag von claudiab80 - 21.11.07 - 15:23 Uhr
Ja, ich habe es problemlos bekommen.
Mein FA wollte mich bis zum Mutterschutz krankschreiben und erwähnte aber aber auch gleichzeitig die Möglichkeit des Beschäftigungsverbotes.
Die Entscheidung hat er sozusagen mir überlassen, er hat es mir dann eben nur attestiert.
Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich einen ziemlich gefährlichen Beruf habe und somit stand für mich außer Frage, wofür ich mich entscheide.
DU musst an Dich und Dein Kind denken und dir nicht darüber den Kopf zerbrechen, was wohl der Arbeitgeber über dieses Beschäftigungsverbot denken wird.
Sei vernünftig und nimm es an, wenn dein FA genauso drüber denkt. Alles andere ist egal.
Claudi
Beitrag von zaubertroll1972 - 21.11.07 - 23:39 Uhr
Hallo,
soweit ich weiß bekommt man ein BV wenn Gefahr für das Leben von Mutter oder Kind besteht.
Wiso reicht denn die AU nicht?
Mir nichts, Dir nichts darf kein Gyn ein BV aussprechen soviel ich weiß.
LG Z.
