Orthopäde oder Osteopath???

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Beitrag von lisamey 01.04.08 - 21:05 Uhr

Hi,

wo liegt denn der Unterschied????

Beitrag von tragemama 01.04.08 - 23:17 Uhr

Der Orthopäde ist ein Arzt mit Facharztausbildung "Orthopädie". Der Osteopath ist Osteopath und kein Arzt.

Andrea

Beitrag von sali123 02.04.08 - 06:39 Uhr

Morgen,

ein Osteopath sollte in der Regel auch eine gut fundierte Spezialausbildung, die über mindestens 2 Jahre geht haben. Es ist eher die sanfte Rückenbehandlung wie Dorn Theraphie, Craniosacral, Muskelstimmulation oder Fußreflexzonenmassage.
Er wird versuchen mit speziellen Handgrifftechniken die Bewegungsstörungen im Bereich WS, Gelenke und Extremitäten zu lösen.
Ein Orthopäde ist ein Schulmediziner der spritzen kann, Medikamente verschreiben kann, ect.

mfg Franzy

Beitrag von melaena 02.04.08 - 08:28 Uhr

Ein Orthopäde hat 6 Jahre lang Medizin studiert, ein bundesdeutsch einheitliches Examen abgelegt und dann nochmal etwa 6 Jahre lang eine Facharztausbildung mit festgelegten Inhalten absolviert. Die Behandlungsmethoden sind evidenzbasiert, das heißt Medikamente und Therapien die er verschreibt haben in Studien Ihre Wirksamkeit belegt.

Die Ausbildung zum Osteopathen ist gesetzlich nicht geregelt, das heißt es ist nicht nachvollziehbar, was jemand, der sich Osteopath nennt wann, wo und wie intensiv gelernt hat. Die Behandlungsmethoden der Osteopathie sind schulmedizinisch umstritten, da eine Wirksamkeit die über den Placeboeffekt hinausgeht nicht bewiesen wurde.

Beitrag von stern76 02.04.08 - 10:17 Uhr

Hallo,

ich schließe mich mit Sali´s Meinung an.

Nur ein Orthopäde-kann noch viel mehr. Akupunktur oder Lasebehandlungen. ER kann auch die Wirbel wieder einrenken-dazu muß er eine Ausbildung haben und darf das nicht ohen weiteres machen.

Beim Orthopäden zahlt du nichts, wenn du kein Privatpatient bist. Bei Osteopthaten schon.

Der Orthopäde, kann dich weiter überweisen der andere nicht.

In der ersten Linie sollte mann erst zum Orthopäden gehen, dann könnte mann sich evtl noch entscheiden für den anderen.

LG Anne

Beitrag von kwax1973 02.04.08 - 17:59 Uhr

Hallo!

Orthopäde: studierter Mediziner, Facharzt, befasst sich mit der Entstehung, Verhütung, Erkennung und Behandlung angeborener oder erworbener Form- oder Funktionsfehler des Stütz- und Bewegungsapparat, also der Knochen, Gelenke, Muskeln und Sehnen, sowie mit der Rehabilitation des Patienten.
So sollte es zumindest sein.

Osteopath: in Amerika gleicht die Grundausbildung eines Osteopathen der eines Schulmediziners, später erfolgt die Differenzierung (s. bei uns "Facharzt für...")
In Deutschland gibt es diesen Beruf nicht einheitlich geregelt.
Die meisten Osteopathen sind Physiotherapeuten, Heilpraktiker und auch manchmal Schulmediziner.
Die Ausbildung dauert in der Regel 5-6 Jahre, ist meistens berufsbegleitend und umfaßt ca. 1350-1500 Std., d.h. ca. 26-30 Tage im Jahr.
Ein guter "Osteopath" bezieht den ganzen Menschen mit in die Behandlung ein, also nicht nur die Region, die gerade Probleme macht. Er unterstützt durch verschiedenste Techniken die Selbstheilung des Körpers da, wo der Körper Unterstützung braucht. Er betrachtet dabei das muskulo-skellettale System, die Organe, Nerven, Bindegewebe, das cranio-sacrale System u.a.
Gibt es Unklarheiten, empfielt er in der Regel zur Abklärung den Gang zum Facharzt.
Wichtig zu wissen ist, dass die Ausbildung und Berufsbezeichnung in Deutschland nicht gesetzlich geregelt sind.
Daher sollte man den Ausbildungsgang eines Therapeuten erfragen.


Gruß