Trennung! Was muss ich jetzt tun? Kind, Wohnung, Auto...

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Beitrag von flesh 09.11.08 - 20:09 Uhr

Hallo!

Ich habe mich nach monatelangem hin und her von meinem Partner getrennt. Er ist heute zu seinen Eltern gezogen. Wir sind nicht verheiratet. Wir haben ein gemeinsames Kind (fast 13 Monate). Vor zwei Jahren haben wir eine Wohnung gekauft. Wir beide stehen im Kreditvertrag, aber er bezahlt als Alleinverdiener alle Raten.
Ich weiß nicht was jetzt als erstes zu tun. Was passiert mit der Wohnung? Wo soll ich hin wenn ich raus muss? Wer soll meine Miete bezahlen? Ich kann zu keinem Anwalt gehen, da ich keinen Pfennig Geld habe. Das Auto und die komplette Wohnungseinrichtung bis zum letzten Teelöffel habe ich von meinem Ersparten bezahlt. Es gehört also eigentlich alles mir. Kann er davon was mitnehmen?

Was ist die erste Anlaufstelle?

Bitte helfe mir irgendjemand, ich bin wirklich am Ende.

Grüße, TAnja

Beitrag von jules1971 09.11.08 - 20:17 Uhr

Hallo,

Dein Ex ist sowohl für das Kind als auch für Dich unterhaltspflichtig.
Laß Dich von einem Anwalt (auch wegen der anderen Sachen) beraten und vertreten. Dafür bekommst Du, wenn Du kein Einkommen hast, Prozesskostenhilfe.

Gruß,
Julia

Beitrag von fruehjahrskind 09.11.08 - 20:25 Uhr

Hallo Julia,
Prozesskostenhilfe klingt nach der Übernahme der Kosten, wenn es zum Prozess kommt.
Aber was ist denn mit den Anwaltskosten, wenn man einfach erstmal zu einem Beratungsgespräch zu einem Anwalt gehen will/muss? Auf einer Internetseite eines örtlichen Anwaltsbüros steht, dass ein 1. Beratungsgespräch bis 30 Minuten 59,- Euro kostet. 30 Minuten ist nicht viel und 59,- Euro muss man auch erstmal haben (wenn man gar kein Einkommen hat).
Was ist eigentlich, wenn der (Ex-)partner nicht 'sofort' anfängt etwas zu zahlen. Woher soll man das Alltägliche kaufen für sich und das Kind?

LG
Fruehjahrskind

Beitrag von jules1971 09.11.08 - 20:38 Uhr

Hallo,

soweit ich weiß, muss es nicht gezwungenermaßen zum Prozess kommen, um Prozesskostenhilfe bewilligt zu bekommen. Die zweite Möglichkeit ist ein Beratungsschein, den man für 10,- beim Amtsgericht bekommt.

So lange der Ex-Partner nicht zahlt, können ARGE mit Alg II und Jugendamt mit Unterhaltsvorschuß in Vorleistung gehen.
Da hier aber eine Eigentumswohnung eine Rolle spielt, sollte man sich auf alle Fälle vom Anwalt beraten lassen. Außerdem muss man eh der ARGE nachweisen, dass man sich um die Erfüllung der Unterhaltsansprüche bemüht, da jegliche Unterhaltszahlungen auf eventuelle Alg II-Leistungen angerechnet werden.

Gruß,
Julia

Beitrag von muttiator 13.11.08 - 07:57 Uhr

Ich hab mir schon öfter so einen Beratungsschein geholt und musste nie was zahlen!
Verdienstnachweis und Kontoauszüge musste ich mitbringen!