Wann erfolgt die REHA nach Hüft-OP?(Künstl. Hüftgelenk)LANG

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Beitrag von libertas 17.11.08 - 19:51 Uhr

Hallo,
ich hoffe, hier kennt sich jemand aus:
Mein Schwiegervater wurde letzten Freitag an der Hüfte operiert, er bekam ein künstliches Hüftgelenk.
Die erste OP erfolgte Donnerstag (da gab es eine nicht-zementierte Prothese), da er sich das aber auskugelte gab es Freitag eine teil-zementierte.
Ich bin ja medizinischer Laie und habe mich nur im Web schlaumachen können (Ärzte waren bislang unerreichbar).
Heute war Papa ganz schön aufgelöst, es hieß immer von der Krankenkasse aus, dass er im Anschluss an die OP (evtl 2 Wochen Wartezeit) in die REHA sollte, um dort stationär behandelt zu werden.
Ich kann mir bei ihm vorstellen, dass es bei ihm eh etwas schwieriger wird, da er starkes Übergewicht hat und zudem sich fast 8 Monate kaum bewegt hat (Fehldiagnose, seine Erkrankung war nicht erkannt wurden, er hatte höllische Schmerzen und konnte sich nicht bewegen).
Heute teilte ihm ein Arzt mit, er müsse bis Januar mit der REHA warten, dann solle er ambulant jeden Tag ins Krankenhaus fahren (30 Min mit dem Auto ein Weg über Landstraße), zufällig wäre dann ja auch gerade das neue, ambulante REHA-Zentrum des Krankenhauses fertig...#kratz
Er müsse erst wieder vollständig hergestellt sein und wieder "alles können" bevor er in die Raha soll--und sich in der Zwischenzeit zuhause tummeln.
Ich dachte erst, er hätte etwas falsch verstanden, aber seine Mitpatienten bestätigten es lebhaft, ihnen selbst (alles Hüft- und Kniepatienten ist dasselbe erzählt worden).
Abgesehen davon, dass es für mich keinen Sinn macht (was nützt die REHA, wenn er schon alles wieder kann--soll er da Stabhochspringen lernen oder was?) steht in allen Gesundheitsseiten, dass die direkte REHA so wichtig sei, damit man wieder mobil wird, lernt, mit dem neuen Gelenk umzugehen, es richtig zu belasten, wieder Muskeln aufzubauen etc.
Ich werde weiter versuchen, einen Arzt zu erwischen und die Tage mit der Krankenkasse sprechen (ich warte auf den Rückruf, werde immer vertröstet!), es würde mich aber sehr freuen, wenn ihr mir inzwischen von euren Erfahrungen bzw denen eurer Eltern oder Bekannten erzählen könntet.
Für mich klingt es so, als wolle sich die Klinik auf Kosten der Gesundheit meines Schwiegerpapas eine Geldquelle sichern, aber vielleicht bin ich auch auf dem falschen Dampfer....
Vielen Dank für eure Hilfe schon einmal im Voraus!#danke

Beitrag von claudiab 17.11.08 - 20:03 Uhr

Hallo,

bei meinem Vater war es das gleiche (Entfernung eines Lungenfluegels nach Lungenkrebs), die Reha-Klinik ist aber nicht seiner OP Klinik angeschlossen gewesen. Ende November letzten Jahres war die OP, Anfang Januar ging es zur Reha. Begruendung: Er solle ja soweit wieder fit sein um an den Uebungen etc. teilnehmen zu koennen. Klang fuer mich plausibel.

Alles Gute,
Claudia

Beitrag von ina_ragna 17.11.08 - 20:09 Uhr

Hallo!

Bei meiner Mutter war das anders. Sie wurde mittlerweile an beiden Hüften operiert.

Das erste Mal ist sie direkt im Anschluss an das Krankenhaus in die Reha gegangen.

Und das zweite Mal (vor 2 Jahren) hatte sie einen Tag "Aufenthalt" zu Hause und ist dann in die Reha gefahren. Das war alles wenige Tage vor Weihnachten gewesen.

Ihr wurde erklärt, dass es sehr wichtig ist, direkt nach der OP zur Reha zu kommen.

#blume

LG
Ina

Beitrag von bienchen1975 18.11.08 - 08:34 Uhr

Hi,
meine Mutter hatte letzes Jahr die Hüft-OP. Sie hatte einen Tag Aufenthalt daheim und hatte dann direkten Anschluß an die Reha. Wobei meine Mutter jeden morgen abgeholt wurde und nachmittags ging es wieder zurück.
Länger hätte es mein Vater wohl auch alleine nicht ausgehalten (rein Hausmannstechnisch:-)) Und ich wohne leider 270 km weit entfernt.

Aber eigentlich macht das das KH, zumindest sagen die Bescheid wann es genau losgehen kann. Außerdem empfehlen die ja auch was.

Frag gleich bei seiner KK nach, ruf in dem Reha-Zentrum an, frag dort nach.
Man sollte direkt nach einer Hüft-TEP wieder anfangen!!! Grade Schwergewichtige haben eh ihren Schwierigkeiten wieder ans Laufen zu kommen. War bei meiner Mutter genauso. Sie läuft noch heute ungern......

Alles Gute
Bienchen

Beitrag von rehlein79 18.11.08 - 09:54 Uhr

Hallo,

mein Papa ist vor 3 Wochen operiert worden. Er ist Montags entlassen worden und Mittwochs begann die ambulante Reha. Er wird morgens abgeholt, macht die Reha und kommt abends wieder. Insgesamt erst mal 3 Wochen und dann wird entschieden, ob es eine Verlängerung gibt.

Lg,
Rehlein

Beitrag von majixx 18.11.08 - 20:21 Uhr

Hallöchen!

Ich arbeite in einer Reha-Klinik - sitze also sozusagen direkt an der Quelle - und die meisten TEP-Patienten kommen im direkten Anschluss aus dem KKH zu uns. Manche sind vorher vielleicht noch ein, zwei Tage zuhause, aber das sind auch meistens diejenigen, die "nur" Gehstützen haben und voll belasten dürfen.
Es kann nicht richtig sein, dass dein Schwiegervater erst mal ein Weilchen zuhause sein soll, denn wie du schon sagtest, er muss ja lernen mit dem Gelenk umzugehen, Muskeln aufbauen etc. Das geht nicht ohne Fachpersonal.
Ich würde dir auf jeden Fall auch empfehlen, dich mit der KK in Verbindung zu setzen, lass dich nicht vertrösten!

Alles Gute für deinen Schwiegervater!

Lg, Bianca

Beitrag von libertas 19.11.08 - 23:07 Uhr

Einen ganz herzlichen Dank, ich wollte mich eigentlich gestern noch bedanken und hab es ganz vergessen!

Ich habe mit der Krankenkasse alles besprochen und mein Schw-Papa bekommt eine ganz normale REHA im Anschluss auf den Krankenhausaufenthalt.

War ne ganz seltsame Sache, die vom Krankenhaus wollten wirklich, dass er erst im Januar in die ambulante geht, die Krankenkasse fand das auch merkwürdig.

Puh, heute kann ich wieder gut schlafen!

Vielen Dank!#blume