6. Kl. Realschule - Welchen Zweig wählen?

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Beitrag von rosabuntstift 30.03.09 - 11:51 Uhr

Hallo
Meine Tochter 6. Kl. Realschule (BY) muss sich nun für einen von vier Zweigen entscheiden.
Notentechnisch würden alle 4 in Frage kommen.

Die engere Wahl ist nun auf den:

1. kaufmännischen Zweig mit Prüfung in der 10 Klasse in
Rechnungswesen-Wirtschafts u. Rechtslehre.
oder
2. sprachlichen Zweig mit Prüfung in der 10 Klasse in
Französisch.

Sie will unbedingt den sprachlichen Zweig wählen, wir versuchen ihr den kaufmännischen Zweig schmackhaft zu machen.

Welcher ist besser bzw. sinnvoller?
Wie weit soll das Kind entscheiden?
(kann ein Kind mit 12 schon eine Entscheidung für ihr Leben treffen?)
Sie weiß auch nicht wirklich was sie später einmal machen will.
Zwingen können wir sie nicht, aber wir sind der Meinung der französische/sprachliche Zweig ist nicht der Richtige für sie.

Französich ist nicht leicht, helfen/unterstützen können wir sie darin nicht wirklich, eigentlich gar nicht.

Ein späteres Wechseln in einen anderen Zweig ist nicht mehr möglich!
Die Schulinformationsveranstaltung hat die Entscheidung nicht leichter gemacht.

Ist Französich zu schaffen?
Wer hat bereits Erfahrungen in diesen beiden Hauptwahlfächern gemacht?

Hat einer Ratschläge , Tipps, Informationen........?

Vielen Dank und Gruß
rosabuntstift

Beitrag von hustinetten 30.03.09 - 12:18 Uhr

Warum sollte Französisch nicht zu schafffen sein?

Wieso glaubt ihr, dass es der falsche Weg für sie sein?

Wir hatten auch viele Wahlfächer an meiner alten Schule, bei KEINEM hätten meine Eltern mir helfen können, dennoch habe ich die Fächer gewählt, die mich interessiert haben, und nicht die, die meine Eltern für wichtig erachtet haben. Gut, dann lernt man eben mehr mit Freunden, als mit den Eltern, aber je höher die Klassen, desto weniger Lust hat man überhaupt mit den Eltern zu lernen.
Ich würde meine Kinder die Fächer wählen lassen, die sie interessieren, in denen sie begabt sind. Allerdings würde ich vielleicht ein bisschen ins Gewissen reden, wenn ich das Gefühl hätte, dass die Wahl nur wegen dem besten Freund / der besten Freundin getroffen wurde.

lg

Beitrag von miss-bennett 30.03.09 - 13:00 Uhr

Ich war im Gymnasium und meine Eltern konnten mir nie helfen. Daher bin ich auch dafür, dass meine Kinder die Sachen machen, egal in welcher Schule sie sind, die ihnen Spaß machen und sie auch wirklich interessieren. Nur, was kann ein 12-jähriges Kind schon für Zukunft entscheiden??? Ich finde es hart, genauso wie mit der 4-jährigen Grundschule. Mir wären 8 Jahre lieber, dann sind sie alt genug (oder sollten es zumindest sein) um entscheiden zu können, wie es weiter geht.

Beitrag von miss-bennett 30.03.09 - 12:56 Uhr

Hallo rosabuntstift!

Wir sind heute abend auf der Infoveranstaltung, bin schon gespannt!
Unser Sohn ist überhaupt nicht sprachbegabt, das fällt schon mal weg. Ich hoffe, dass er den technischen Zweig nimmt oder Mensch und Umwelt, aber er quasselt vom Kochen #kratz Das kann er doch zu Hause lernen, habe ich ihm gesagt und dafür nur ein mitleidiges Lächeln geerntet #hicks Dabei koche ich sehr gut... Na ja...

Ich denke, das was er sich aussucht, soll ihn auch wirklich interessieren, dann schafft er es auch.
Meine Sorge betrifft eher die Lehrer. Es gibt eine Lehrerin, mit der er überhaupt nicht klar kommt und, egal was sie für ein Fach nun übernimmt, wird er den nicht wählen wollen. Ich weiß, dass die Lehrer kommen und gehen, aber etwas Sympathie muss schon dabei sein, oder?

Also, viel Glück! #klee

Gruß, Miss Bennett

Beitrag von claudia_71 30.03.09 - 17:41 Uhr

Hallo!

Seid ihr auch in Bayern? Unser Sohn ist jetzt 7.Klasse Realschule, technischer Zweig, und die haben auch Haushalt/Ernährung als Fach, und auch da wird gekocht.
Unser Großer hatte NIE was mit Kochen im Sinn, aber ihm gefällts total gut, wird werden auch daheim immer wieder bekocht #mampf - lecker!

LG Claudia

Beitrag von miss-bennett 31.03.09 - 08:57 Uhr

Nein, wir sind in BW.

Gestern war der Infoabend. Das Kochen kommt im Fach Mensch und Umwelt vor, da gibt es Kochen, Textilien, Umweltbewusstsein, Konsumverhalten... Meiner Meinung nach, alles Sachen, die man den Kindern zu Hause mitbringen sollte. Die Kinder sollen auch so wissen, was eine vernünftiger Ernährung ist... Meine beiden Großen sind auch so schon fleissig am Kochen und Backen. Klasse, wenn die Mama den Kuchen probieren kann

Von diesem Fach habe ich etwas mehr in Richtung Umwelt erwartet, a la Greenpeace ;-)

Und bei Technik wird er wohl bleiben, halt ohne Kochen bei uns. Das techn. Werkeln macht ihm Spaß. Und bei Französisch würde er nicht vom Fleck kommen.

Was mir gefallen hat, war die Rede des Konrektors. Auch wenn das Kind jetzt kein Französisch nimmt, kann es doch nachher Abi machen (also ein Gymnasium besuchen). Puh, bin ich erleichtert!

Gruß, Miss Bennett

Beitrag von mimi1410 30.03.09 - 12:58 Uhr

Hi,

der sprachliche Zweig hat den Vorteil, dass sie eine zweite Fremdsprache hat - nicht zu unterschätzen wenn sie nach der Mittleren Reife vielleicht noch weiter machen will bis zum Abitur.
Was will sie denn?

LG Mimi

Beitrag von arkti 30.03.09 - 13:10 Uhr

Also erstmal welche 4 Zweige, du hast doch nur 2 geschrieben #kratz
Oder hast du die 2 anderen schon für sie ausgeschlossen?

Du siehst doch wie sie in Französisch klar kommt. #kratz
Ein Kind irgendwo reinzudrängen ist wohl der äusserst falsche Weg.

Meine Eltern konnten mir damals in Französisch auch nicht helfen, hab es trotzdem geschafft.

Wenn sie plant das Abi zu machen ist Französisch eindeutig die richtige Wahl, denn da brauch sie eine zweite Fremdsprache.





Beitrag von rosabuntstift 30.03.09 - 13:20 Uhr

Hi,

Was sie will??????????????
keine Ahnung!
Sie hat noch absolut keine Vorstellung was sie später einmal machen will.
Verständlich!
Manche wissen mit 20 noch nicht was sie werden oder arbeiten wollen, wie soll das ein 11 o. 12 jähriges Kind wissen.

Der mathematische oder Werken-technische Zweig will sie aber absolut nicht, obwohl sie in Mathe gut ist.

Kaufmännisch würde sie evtl. mal in Firmen oder Behörden unterkommen.
mit Französisch würde ihr der Weg zum allg. Abitur offen stehen.

Fachabitur oder sonst. weiterführende Schulen würde sie aber auch ohne Französich machen können.

Das "Problem" ist, in Englisch ist sie mittelmäßig, nicht gut aber auch nicht schlecht, sie muss halt was tun.

Ja ja, die Infoveranstaltung,
da haben die Französichlehrer gute Arbeit geleistet,
schöne Musik aufgelegt, Uraubsbilder gezeigt, einige leichte Wörter aufgeschrieben ein Witz hier und da, schon hat man die Kinder begeistert.
Die Lehrerin in W&R dagegen, hat trocken aber mit allem Ernst ihr Fach vorgestellt ohne es zu beschönigen.

Na, ja mal sehen.

Danke schon mal für eure Antworten.
rosabuntstift


Beitrag von hanni1963 30.03.09 - 14:05 Uhr

Hallo,

ihr habt doch sicher einen Beratungslehrer an der Schule.

Sprecht doch mal mit ihm.

LG

Hanni

Beitrag von arkti 30.03.09 - 22:05 Uhr

Wo wohnt ihr denn?
Also hier hat man generell ab Klasse 6 für mindestens 1 Jahr Französisch, wenn man es dann nicht abwählt halt weiter bis zur 10.

Beitrag von elifriend 30.03.09 - 16:21 Uhr

Ich würde auf jedem Fall dem Kind die Entscheidung überlassen, denn wenn sie sich zu etwas gedrängt fühlt, wird sie ohne jede Motivation ans neue Schuljahr herangehen.
Im Prinzip ist es egal, für welchen Zweig sie sich entscheidet. Mit Französisch steht ihr trotzdem eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich offen und eine weitere Fremdsprache ist da sicher nicht unvorteilhaft.

Beitrag von danerl 31.03.09 - 06:27 Uhr

Hallo
ehrlich gesagt würde ich sie selbst entscheiden lassen,
sie muss doch wissen, was auf sie zukommt und was sie will.
Ich habe eine fast 12jährige Tochter und ich würde ihr da nicht reinreden.
Schließlich muss sie das dann lernen was auf sie zukommt und ich denke die können das sehr gut selbst entscheiden.
In der 4. Klasse wenn sie sich für eine weitere Schule entscheiden müssen, muss man sie auch teilhaben lassen und ich denke irgendwann müssen sie das selbst.
Ich würde da auf meine Tochter vertrauen, sie weiss was sie will und tut
LG
Moni