Kenia - wann impfen und was sonst beachten?

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Beitrag von nele27 09.04.09 - 10:10 Uhr

Hi Ihr Lieben,

ich fliege im Herbst nach Kenia auf Dienstreise ...

Jetzt frage ich mich, gegen was ich mich impfen lassen muss und wann??

Und muss ich sonst irgendwas beachten?
War vielleicht schon mal jemand von Euch da und kann mir Tipps geben?
Was ist da überhaupt für ein Wetter im Herbst?? #kratz


LG, Nele

Beitrag von wuestenblume86 09.04.09 - 10:48 Uhr

Hi Nele,

also du solltest gegen Diptherie und Tetanus geimpft (bzw. aufgefrischt sein) und ganz wichtig ist Hep A.
Jenachdem wo du hinfliegst auch Typhus und Malaria-Prophylaxe.
Allerdings hat die Maleria-Prophylaxe teilweise recht starke Nebenwirkungen und ich würde auf Grund dessen auf diese Verzichten und im Falle einer Infektion lieber ein Krankenhaus aufsuchen, denn es gibt gute Gegenmittel.

Im Herbst ist Regenzeit in Kenia #hicks schau mal hier auf die Klimatabelle http://www.holidaycheck.de/klima-wetter_Sonstiges+Kenia-ebene_rid-id_407.html

Wo fliegst du denn hin? Nairobi oder Mombasa?
Ich habe mal gelesen, dass man das Visum nur mit Dollar bezahlen kann am Flughafen!? #kratz

lg

Beitrag von hsicks 09.04.09 - 11:19 Uhr

Hallo ,

:-[ #klatsch #schock

ehrlich gesagt bin ich entsetzt über den " guten " Rat, die Malariaprophylaxe zu vernachlässigen und sich statt dessen bei einer erfolgten Ansteckung behandeln zu lassen. In meinen Augen völliger Nonsens - sorry !

Malarone ist bei weitem verträglicher als Lariam und ich kann Dir als Apothekerin nur raten, nicht nur mit diesem Mittel vorzubeugen, sondern auch andere Schutzmaßnahmen wie lange Ärmel und lange Hosen am Abend , Repellents , Moskitonetz zu befolgen, denn eine Malariainfektion ist weitaus gefährlicher, als meine Vorschreiberinnen denken mögen.

Ansonsten : siehe

http://www.nairobi.diplo.de/Vertretung/nairobi/de/04/Touristisches/seite__med._20reiseinfo.html

Wenn ich an Deiner Stelle wäre , würde ich mich konsequent durchimpfen lassen, wir haben das jedenfalls in den Neunzigern vor unserem ersten Südafrika-Jagdurlaub ins Bushveld gemacht.

einen schönen und sicheren Aufenthalt wünscht
Heike

Beitrag von hsicks 09.04.09 - 11:26 Uhr

PS :

Dein Hausarzt weiß am besten, in welchen Abständen welche Impfungen getätigt werden müssen, Du solltest jedenfalls so schnell wie möglich damit anfangen.

Manche Impfungn kann man zusammen verabreichen, bei anderen sind zeitliche Abstände einzuhalten, besonders auch bei Schluckimpfungen wie der gegen Thyphus .

Zu sonstigen Dingen würde ich die Botschaft befragen , die wissen über sicherheitsrelevante Dinge am besten Bescheid.

Und einen Reiseführer zu lesen wäre sicher auch hilfreich ! Es dauert ja noch ein bisschen bis zur Abreise ...

Gruß,
Heike

Beitrag von rachel31 09.04.09 - 11:03 Uhr

Hallo Neele,

wie meine Vorrednerin schon schreibt, diese Impfungen sind nötig.

In einigen Gebieten ist auch die Gelbfieberimpfung vorgeschrieben. Wir mussten uns impfen lassen dagegen, waren vor 1,5 Jahren in Kenia.

Zur Malariaprophylaxe: Es gibt 3 verschiedene Medikamente. 2 mit wirklich heftigen Nebenwirkungen, eines was deutlich weniger hat.

Lass Dich am besten vom Arzt beraten und informiere Dich auf der HP vom Tropeninstitut.

Zum Zeitpunkt kann ich Dir nicht genau sagen, wann welche Impfung notwenig ist. Wir sind sehr früh damit angefangen. Ich glaube, Hepatitis wird 2 oder 3 mal geimpft in bestimmten Abständen. Ganz sicher bin ich mir nicht mehr.

Wir waren im Oktober dort, hatten nicht einmal Regen. Es war schon heiß (ca 33°), aber noch auszuhalten. Im Dezember/Januar steigt das Thermometer über 40°.
Für mich war der Oktober die optimale Reisezeit. Allerdings auch, weil man zu der Zeit die Gnuwanderung beobachten konnte. Da Du eine Dienstreise vor Dir hast, wird das nicht so relevant sein!?

Ich wünsche Dir eine schöne Reise - uns hat der Afrikavirus voll erwischt!

LG
Rachel

Beitrag von wuestenblume86 09.04.09 - 11:11 Uhr

Ja Hep A sind drei Impfungen, wobei die Wirkung ab 24 Stunden nach der ersten Impfung eintritt ;-) die Folgeimpfungen garantieren nur die langanhaltende Wirkung des Impfstoffes.

Am besten ist es, wenn die TE ihren Arzt konsultiert, denn der kennt sie am besten und wird auch nötige Maßnahmen vorschlagen.

Eine Gelbfieberimpfung ist nicht notwendig, es sei denn man hat vorher ein Gelbfiebergebiet besucht #schwitz

Beitrag von nele27 09.04.09 - 11:46 Uhr

Hi,

danke schön für Eure Tipps!

Ich fliege nach Nairobi! Ich weiß noch nicht genau, wo ich hinkomme ... unsere Gruppe wird dreigeteilt. Es gibt zur Auswahl Mombasa, Malina oder so ähnlich (auch am Meer) und ein Kaff mitten in der Pampa #schock

Zur Malaria: Unser Gruppenleiter (Pastor) nimmt auch nicht die Prophylaxe, sondern kauft sich immer so riesen silberne Pillen vor Ort und schluckt die bei Bedarf. Weiß auch nicht, was ich davon halten soll #kratz Er hatte wohl auch schon Malaria und meinte, es sei nicht so schlimm... Hmm. Ich hab echt keine Ahnung davon!

Meine Diphterie-Impfung ist von 1980, habe gerade geschaut, da muss ich wohl hin. Tetanus ist von 1990 und Polio von 1980 (kurz nach der Geburt #hicks)

Dann mache ich mal einen Termin beim Hausarzt... scheint ja, dass das bald losgehen muss mit den Impfungen. Wie viel kostet das denn? Ich muss den Betrag nämlich vorstrecken..

Und wie sieht es aus mit dem Essen/ Durchfall und so?

Wir werden in einem Guesthouse wohnen, das an die Gemeinde angeschlossen ist, die wir besuchen. Ich weiß nicht, wie der KOmfort da ist (unsere Vorbereitungstreffen kommen erst noch #huepf)

Ich hoffe doch, dass ein Ausflug trotz Arbeit mal drin sein wird. Kann man sowas im Zweifel auch alleine buchen (also wenn die Reisegruppe nur aus Strebern besteht :-)) oder ist das als Frau schlecht??

LG, Nele

Beitrag von wuestenblume86 09.04.09 - 12:10 Uhr

Also ich finde Kosten, Wirkung und Nutzen sollte abgewogen werden.
Im Falle der medikamentösen Malariaprophylaxe ist die Meinung generell ambivalent.
http://www.reisemed.at/malaria.html
In diesem Link wird das gut erörtert.

Sofern du noch nicht gegen Hep B auch geimpft bist, solltest du dich mit Twinrix impfen lassen und da brauch man drei Impfungen und die Kosten jeweils 60 Euro wobei ich auch schon gehört habe das manche nix zahlen müssen #kratz frag am besten die Kosten betreffend deinen Hausarzt, denn der sollte ja seine Kostennote kennen ;-)

Eine Safari machst du ja auch in einer Gruppe und da kann dir als Frau wenig passieren.
Ich wollte dieses Jahr auch alleine nach Kenia fliegen :-)

Beitrag von hsicks 09.04.09 - 13:17 Uhr

Hallo,

ich habe den Link-Beitrag aus Österreich gelesen und trotz angesprochener Risiko-Nutzen-Kostenabwägung geht die Meinung tendenziell ausdrücklich hin zur Empfehlung einer angemessenen Malaria-Prophylaxe, da die Stand-by Medikation ein hohes Risiko birgt und unbedingt schnellstens und genau nach Vorschrift ausgeführt werden muss und man schlechte Karten hat, wenn sich dann erst herausstellt, dass man auf die gegebenen Mittel nicht genügend anspricht - tolle Aussicht !

Meine Meinung : wer an diesen Tabletten sparen will, nachdem das meiste Geld für Flug und Vergnügen bereits ausgegeben wurde, dem ist nicht zu helfen - soll er doch mit seiner Gesundheit spielen aber danach bitte nicht die Solidargemeinschaft der Krankenversicherten im Heimatland - sprich : unsere deutschen krankenkassen - mit den Folgekosten belasten .

Was die Impfungen betrifft, so weiß das der Arzt am besten, welche bezahlt werden und welche nicht.
So wie ich Nele verstanden habe, bekommt sie die Impfungen wohl bezahlt und muss lediglich in Vorlage treten .

Gruß,
Heike

Beitrag von wuestenblume86 09.04.09 - 13:32 Uhr

Hallo Heike!

Da musst du mich falsch verstanden haben, denn es geht mir nicht um die Kosten welche die Malara-Prophylaxetabletten verursachen, sondern schlicht weg um die Nebenwirkungen.
Ich habe diese Tabletten einmal genommen und es ging mir nur schlecht...Magenkrämpfe, Übelkeit, Kopfschmerzen! Nie wieder !!!!

Und im Zuge dessen eben auf Grund der massiven Nebenwirkungen habe ich schon mehrfach gelesen, dass auch eine Reise ohne Malaria-Prophylaxe möglich ist und es eben Gegenmittel gibt.
Imho war ich schon in afrikanischen Krankenhäusern und sie entsprachen zwar nicht deutschen Standards, aber so schlecht wie derren Ruf vorraus eilt sind sie in Grpßstädten wie Mombasa, Kairo, Windhoek etc. auch nicht.

lg

Beitrag von nele27 09.04.09 - 13:46 Uhr

Hi,

mir geht es vor allem darum, das Risiko krank zu werden, möglichst zu vermeiden. Mein AG zahlt eine Menge Geld, damit ich vor Ort bin und arbeite und das möchte ich dann auch tun ...

Deswegen überlege ich, was mit weniger Risiken und Nebenwirkungen verbunden ist #kratz

Beitrag von hsicks 09.04.09 - 19:56 Uhr

Hallo,

ich habe in den Neunzigern Lariam bei unserem Aufenthalt an der Grenze Südafrika/Zimbabwe genommen, mein Mann und unsere Kids von 8 und 7 Jahren auch und wir vertrugen es alle super gut. Nur mein Bruder hatte ganz leichte Beschwerden, die aber gut zu ertragen waren und von denen ich nicht zweifelsfrei weiß, ob sie vom Lariam kamen.

Du siehst, jeder reagiert anders und ich als Frau vom Fach könnte mir einfach nicht verzeihen, da etwas an Vorsorge zu versäumen.

Malarone habe ich nicht selbst ausprobiert, aber in Afrika-Jagdforen gelesen, dass es in der Regel sehr gut vertragen wurde. Natürlich gilt für Lariam und andere Arzneimittel, dass Alkohol tabu sein sollte.

Bist Du sicher, dass Deine Beschwerden eindeutig dem Malariamittel zuzuordnen waren ?

Weißt Du, jeder ist für sich selbst verantwortlich und wenn Du für Dich entscheidest, dass Du es so und nicht anders machen willst, ist das für Dich OK, nur wäre ich dann vorsichtig, anderen zu empfehlen, diese Chance auf Vorbeugung nicht zu ergreifen. Wir haben es der afrikanischen Bevölkerung voraus, dass wir genug Geld haben, um uns gegen diese oftmals tödliche Krankheit zu schützen, die Menschen dort haben keine Wahl, weil sie kein Geld haben.

In diesem Sinne Dir noch viele schöne Afrika-Erlebnisse, gegen den Afrika-Virus gibt es zum Glück keine Impfung und ich trage ihn auch in mir und träume von einem Trip ins Okawango-Delta zur Silberhochzeit in 3 Jahren.

LG,
Heike

Beitrag von hsicks 09.04.09 - 13:04 Uhr

Hallo Nele ,

essensmäßig folge ich der Empfehlung der ehemaligen britischen Kolonialherren :

Cook it, boil it, peel it or forget it !

Also nichts Rohes und Ungeschältes, Wasser nur in Form von Mineralwasser , das gleiche gilt für Cola etc. und immer ohne Eiswürfel .

Du wirst sicher auf den Infotreffen noch viele weitere Tipps bekommen.

da ich momentan von daheim aus schreibe , kann ich Dir keine Preise für Impfungen ad hoc sagen.

Malaria IST schlimm und ich würde nicht in ein kenianisches Krankenhaus eingeliefert werden wollen, weil ich zuviel Angst hätte, mir da noch weitere Infektionen zuzuziehen .

Gruß,
Heike

Beitrag von anila 09.04.09 - 20:51 Uhr

typhus impfung fehlt noch.. das sind drei kapseln zum schlucken.
(bekommst dann einen richtig schönen "flotten otto" davon... )

gehe zeitig genug zum arzt, denn einige medikamente mußt du bereits vier wochen vor reiseantritt einnehmen.
außerdem müssen sie in der apotheke bestellt werden. :-)

Beitrag von zzora 14.04.09 - 06:51 Uhr

Hallo,

ich bin seid fast einer Woche wieder hier in Deutschland.
In Kenia ist nirgends eine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben, ausser man kommt aus Tansania.
Dein Impfbuch sollte auf dem neusten Stand sein.
Ich habe immer eine Malariaprophylaxe eingenommen - es stimmt das es gute Medikamente gegen Malaria gibt, aber wenn man eine hat, dann KANN man sehr lange davon haben. Ich hatte bisher noch nie Probleme mit den Tabletten. Im Oktober ist nicht Herbst in Kenia wie beschrieben, sondern Frühling dort aber für unsere Verhältnisse trotzdem sehr warm.
Meintest Du Malindi?
Melde Dich doch einfach mal per PN bei mir.

Liebe Grüsse und Kwa Heri

zzora