Abbruch in der 21. SSW

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Beitrag von baby011009 13.05.09 - 17:14 Uhr

Hallo zusammen,

brauch jetzt echt mal eure Hilfe.

Wir waren am Montag zu nem Doppler-Ultraschall in der Klinik um zu prüfen, ob die Durchblutung meines Babys i.O. ist, da ich in der Schwangerschaft unter hohem Blutdruck leide.
Dabei wurde eine Fehlbildung am Köpfchen festgestellt. Der Chefarzt hat uns sofort einen Termin beim Spezialisten für pränatale Diagostik besorgt.
Da waren wir gestern und haben nun die furchtbare Gewissheit, dass unser Kind so stark geistig und körperlich behindert ist, dass es nur minimale Chancen hat, nach der Geburt zu überleben und es in diesem unwahrscheinlichen Fall auch nur ein paar Tage "dahinsiechen" könnte. Ihm fehlt die Verbindung zwischen den beiden Hirnhälften und der Kopf ist nicht normal gebildet, so dass das Gehirn auch außerhalb des Schädels wächst. Der rechte Arm ist total verkrüppelt und das Herz ist auch ganz anders wie normal und macht seine Arbeit auch nicht richtig.
Jede der Behinderungen einzeln wäre kein so großes Problem, aber in der Masse...
Mein Mann und Ich sind uns einig, dass wir aus Rücksicht auf uns und das zu erwartende "Leben" einen Abbruch vornehmen lassen wollen. Wir wollen uns und dem Kind unnötiges Leiden ersparen.
Hat jemand von euch Erfahrung damit, wie sowas abläuft? Geht das auch per Kaiserschnitt? Kann mir nicht vorstellen, das Leiden einer normalen Geburt durchzustehen ohne danach mein Kind in die Arme und mit nach Hause nehmen zu können.
Wir haben uns so auf das Kind gefreut und schon die ganze Wohnung voller Babysachen. Am Sonntag war noch alles i.O. und jetzt steht die ganze Welt Kopf.
Wir wissen absolut nicht, wie unser Leben danach aussehen soll, denken aber dass es für uns die einzige richtige Entscheidung ist.

Bitte helft mir...

Danke.

Beitrag von braybaby 13.05.09 - 17:25 Uhr

Hallo,

es tut mir sehr leid von Eurem Schicksal zu hoeren. Im allgemeinen werden babys bei so einem spaeten abbruch normal geboren, d.h. vaginal, weil man sich schneller/besser von einer solchen geburt erholen kann.
eine kaiserschnittnarbe wuerde einen nur and dieses trauma erinnern.

ich wuensche dir und deinem mann viel kraft.
und nochmals, mein beileid.

clare

Beitrag von feliwelker72 13.05.09 - 17:31 Uhr

Hallo Du arme Maus,

leider befasse ich mich auch gerade intensiver mit dem Thema, wie ein Schwangerschaft beendet werden kann... Durch Frühdiagnostik sind bei uns grosse Ängste geschürt worden und wir müssen abwarten und dürfen noch hoffen.

Aber ich habe gelesen, dass es in Holland möglich ist, eine Schwangerschaft bis zur 22 SSW operativ zu beenden. Das wird bei Dir zwar knapp, aber ich würde es auf alle Fälle probieren...

Der Link, der Dir vielleicht weiterhelfen kann:
http://www.nackentransparenz-forum.de/index.html

Die Entscheidung, die ihr getroffen habt, ist sicher absolut in Ordnung und es soll euch niemand reinreden; denn ihr müsst mit eurem weiteren Leben klarkommen...

Viel Glück und #liebdrueck (unbekannterweise)
Feli

Beitrag von bine0072 14.05.09 - 17:51 Uhr

Sorry, aber einen solchen Ratschlag zu geben, finde ich mehr als ethisch unvertretbar!

Bist Du Dir eigentlich bewusst darüber, wie ein solcher Abbruch in Holland vorgenommen wird?

Unverantwortlich ein solches Posting zu verfassen!

Man sollte es löschen - ganz einfach.

Ich selbst habe ein behindertes Kind verloren und denke, dass man einem Kind, egal wie es zur Welt kommt, einen würdigen Tod schuldig ist und keine
intrauterine Zerstückelung!

Und nichts - gar nichts anderes wäre ein solcher Spätabbruch in Holland.

Menschenunwürdig - PUNKT.

Als Mutter geht mir beim Lesen eines solchen Beitrages wirklich die Galle über.

Beitrag von sasula 14.05.09 - 19:56 Uhr

#pro

Beitrag von feliwelker72 14.05.09 - 20:00 Uhr

Du, dann lass' doch den Beitrag löschen!

Ich bin der Ansicht, dass es jeder für sich entscheiden soll, wie er seine Schwangerschaft beendet, wenn es denn schon wirklich soweit kommen muss - was tragisch genug ist. Aber ist schon klar, dass bei so einem heiklen Thema sehr unterschiedliche und extreme Ansichten herrschen - auf die eine wie auf die andere Weise auch.

Ist ja okay, wenn Du da komplett anderer Ansicht bist und ich ziehe auch den Hut vor Deiner Ansicht - aber lass' doch bitte jeden selber entscheiden, was er für sich und das Kind als besser erachtet

Beitrag von manja. 13.05.09 - 18:12 Uhr

Mein Beileid!
Das das eine sehr schlimme Erfahrung ist, ist klar. Nun gehts aber erst mal um die sachlichen Dinge: Ein medizinisch indizierter SSAbruch ist in dieser Zeit durch eine kurzfristig einberufene Kommision in der Klinik, am besten, wo die Diagnostik gemacht wurde, zu besprechen und die Zustimmung ist nötig. Das und das weiter Vorgehen hängt auch davon ab, an wen man gerät (Einstellung,krichliche Einrichtung..). Normalerweise sollte das Kind eine Spritze bekommen, um keine Qualen bei der Geburt durchstehen zu müssen und würde vaginal geboren. Ich kann dir auch nichts anderes empfehlen, denn nach Kaiserschnitt krauchst du 4 Wochen und kannst mindestens 1 Jahr nicht erneut schwanger werden. Die Geburt ist in dieser Zeit wohl recht schnell.
Einziger anderer Weg ist Holland. Dort gint es Abtreibungen bis zur 22. Woche. Du musst zwar ca. 500 Euro bezahlen, hast aber weder die Kommision noch die geburt. Aber dazu müsstest du dich dort erkundigen, kenne mich nicht so aus.
Alles Gute

Beitrag von beatchen 14.05.09 - 08:47 Uhr

Hallo Mania,

hab aus purem Zufall hier gelesen,habe selbst vor über vier Jahren meine Sohn in der 22.Woche still gebären müssen..
Rein medizinisch war es vielleicht ein Abbruch,aber das Wort ABTREIBUNG find ich in dieser Verbindung wirklich fürchterlich:-(:-(:-(

Für mich war es eine Entscheidung aus Liebe....der schwerste Weg,den ich in meinem bisherigen Leben gehen mußte....:-( aber das beste für meinen #stern Elias....

Stille Grüße
Beate mit ihrer Rasselbande und dem #stern Elias

Beitrag von frechesdingnrw 13.05.09 - 18:53 Uhr

Hallo
erstmal tut es mir sehr leid für Euch das Ihr diese Erfahung machen müsst aber tut Euch einen Gefallen und lasst es nicht "operativ" machen
Es ist so oder so Euer Kind und vielleicht wollt Ihr Euch auch verabschieden und so hart die *normale* Geburt sein wird so ist es Eure Erinnerung mit der Ihr dann auch trauern könnt.
Wenn die Behinderungen so schwerwiegend sind dann wird Euer Kind die Schwangerschaft nicht durchsteen ? verstehe ich das richtig? dann lasst doch vielleicht Euer Kind entscheiden und Ihr könnt Euch in Ruhe verabschieden.
Ist nur ein Gedanke entscheiden müsst Ihr natürlich selber aber man neigt dazu zu denken ...schnell raus damit und weg und so wenig wie möglich mitbekommen aber der richtige Weg ist es nicht immer
Vielleicht gehst Du mal auf die Seite Sterneninder.de da sind viele die das gleiche Schicksal haben oder hatten die dir vielleicht helfen können.
So oder so wünsche ich Euch viel Kraft und #kerze für Euren kleinen Stern
Lieben Gruß Eve

Beitrag von sanny79 13.05.09 - 18:56 Uhr

Hei #liebdrueck

Es tut mir leid was ihr da grad durchmachen muesst! Niemand sollte vor so einer entscheidung stehen muessen, aber ihr habt sicher die richtige fuer euch getroffen!

Was den abbruch angeht, so hab ich schon von vielen die ihr kind still auf die welt bringen mussten gelesen das dies auf natuerlich weg geschieht, also vaginal. Einige von ihnen waren auch sehr skeptisch dazu, haben es aber spaeter nicht bereut, speziell weil sie einen abschluss der schwangerschaft bekommen haben. Es gibt sicher seine gruende das man die vaginale methode vorrangig empfohlen hat, vielleicht findest du mehr dazu im www.

Egal fuer was du dich entscheidest, so wuensch ich dir alles gute!#klee

LG

Beitrag von schneckendorn 13.05.09 - 19:02 Uhr

Es tut mir so doll leid für Euch!!!!
Ich weiss wie Ihr euch fühlt, mein Mann und ich mussten unseren Engel am 28.02.2009, in der 21.SSW gehen lassen.
Ich habe auch an einen Kaiserschnitt gedacht, aber die Hebammen erklärten uns das es für die "Verabschiedung" von unserem Baby nötig ist das Kind normal zur Welt zu bringen.
Ich lag dann ca. 10 Std in den Wehen, aber ich habe diese letzten Stunden mit meinem Baby sehr genossen trotz des Schmerzes. Ich habe direkt bei der Geburt auch gemerkt wie entspannend es für mich und unser Baby war. Mein Mann war die ganze Zeit bei mir und selbst er sagt jetzt das er froh ist das wir unser Baby normal zur Welt gebracht haben, wir hatten Zeit uns voneinander zuverabschieden, wir drei.
Ich denke jeden Tag an meinen Engel.
Die ersten Tage und Wochen waren so schrecklich und das kann Euch auch leider niemand abnehmen, aber Du wirst spüren das es Deinem Baby im Himmel gut geht.
Ich schaue jeden Tag in den Himmel und spüre meinen Schatz. Wir haben unser Baby beerdigen lassen und fahren jedes WE zum Friedhof und sagen unserem Baby wie es uns geht, was wir machen. Was die Planung um ein Geschwisterchen macht, alles.
Es ist für uns sehr wichtig gewesen einen Ort zu haben wo wir hingehen können.
Ich wünsche Euch alle Kraft dieser Welt um diese wirklich schwere Zeit durch zustehen. Ihr solltet aber nie vergessen das ihr euch beide habt.
sorry, wenn zuviel #bla auf einmal.

Schneckendorn mit #stern Flipsi ganz fest im #herzlich

Beitrag von linebine 13.05.09 - 19:22 Uhr

Hallo

Ich fühle mit dir,bin in der selben Situation wie du,nur das bei uns in der 19 ssw bei einer normalen Kontrolle festgestellt wurde das das Herz nur sehr langsam schlägt und es im ganzen Körper Wassereinlagerungen hat,nun bin ich in der 20 ssw!

Ich musste dann gleich in die Klinik wo US,Doppler und FU gemacht wurde! Diagnose schwerer Herzfehler keine überlebens-chancen!

Wir haben uns dazu entschlossen eizuleiten!
Die Ärzte werden dir sicher raten es auf normalem Wege zu bekommen,da es besser ist für die Verarbeitung und für deinen Körper!

Ich werde mir wohl eine PDA geben lassen,damit ich wenigstens nicht so dolle schmerzen habe,aber meine 1 Reaktion war auch kann man es da nicht einfach rausholen!

Momentan lese ich das Buch"Gute Hoffnung-Jähes Ende" und es hilft mir enorm!

Wenn du mehr wissen willst kannst du mich über VK anschreiben

Es tut mir so leid für dich und alle die dieses schreckliche Schiksal durchmachen müssen!

Liebe Grüsse Linebine

Beitrag von mumpi08 13.05.09 - 19:46 Uhr

Ein ganz liebes Hallo,

ich erinnere mich noch gut daran, wie ich zum ersten Mal von einer stillen Geburt gehört habe!
Ich fand es schrecklich und fragte mich damals, wieso man einer Frau zumutet ein Kind auf natürlichem Wege zu gebären, das im schlimmsten Falle bereits gestorben ist.
Richtig aufgeregt habe ich mich darüber, obwohl es mich ja selbst gar nicht betraf.

Inzwischen sehe ich das ganz anders.
Heute denke ich, dass es genau richtig ist, sein Kind still zu gebären. Es ist eine Chance, die Chance es bewusst zu erleben, dass man Mutter wird, dass man eine Rolle im Leben dieses kleinen Menschen spielt, dass man die Möglichkeit nutzt, in diesem Falle die einzige Möglichkeit, sich als Mutter zu verhalten, nämlich in dem man das Baby gebährt! Du wirst es nicht füttern können, es nicht windeln, es wird nicht nach deiner Hand greifen können.
Nur das eine kannst Du tun, den Prozess erleben, der Dich zur Mutter macht, die Geburt!
Es ist wichtig, dass Du das erlebst. Für Dich, für das Wissen, dass Du alles für dieses Baby getan hast, was Du tun konntest, ihm einen würdigen Abschied bereiten.
Tu Dir nicht diese grässliche OP an, von der Du eine riesige Narbe behälst, bei der es zu Komplikationen kommen kann und von deren Schmerz Du Dich erst nach Wochen erholst.
Es ist die Geburt Eures kleinen Kindes, nehmt sie Euch nicht weg.

Ganz liebe Grüße

Mumpi mit #stern ganz fest im Herzen

Beitrag von angelpearl182 13.05.09 - 20:51 Uhr

Ich habe in der 16.ssw vur 17 Jahren eine Stille Geburt gehabt, damals war alles noch anders. Ich war nicht im Kreissaal, lag im normalen Doppelzimmer mit noch eine Mama die um ihr Baby kämpfte und die Ärzte waren nicht sehr feinfühlig. Als ich plötzlich früh sehr starke Blutungen bekam sagten die Ärzte, ich soll doch aufstehen und mit zum Untersuchungsraum laufen, vieleicht fällt das Baby dann gleich raus, das war bevor er schaute, ob es noch lebt. Da es aber fest noch saß und tot war haben sie einen Wehentropf gelegt und mich da im Zimmer alleine gelassen. Toll, nach 9 Stunden extremen Schmerzen und das schreien von kleinen Babys auf der Station zu hören kam dann mein Zwerg in einer Bettpfanne zur Welt, außer der Nabelschnur habe ich nichts von ihm gesehen. Ich erfuhr erst 2 Jahre später, das es ein Junge war. Ich glaube, hätte ich die möglichkeit gehabt, mich von ihm zu verabschieden, so wie man es heute kann, dann hätte ich schneller und leichter damit umgehen können. Es ist wichtig für die Seele, einen richtigen Abschluß zu machen!, Ich würde immer wieder eine Stille Geburt vorziehen und keinen KS!

Beitrag von dagmar71 13.05.09 - 22:05 Uhr

Hallo,

es tut mir wahnsinnig leid, was Ihr beiden jetzt durchmachen müsst.

Wir mussten letztes Jahr im Frühjahr unseren kleinen Kiwi (ist leider noch in NZ gestorben) in der 20.SSW "ziehen" lassen. Das Herzchen hatte aufgrund eines schweren Herzfehlers aufgehört zu schlagen. Kurz vorher wurde noch ein Gendefekt fest gestellt.

Durch die Empfehlung meiner Schwägerin bin in nach Frankfurt in die Uniklinik gegangen und fühlte mich dort sehr gut aufgehoben und beraten.

Die Geburt wurde eingeleitet und mir wurde mehrfach von Schwestern und Ärzten gesagt, sobald ich etwas spüre, solle ich mich melden. "Schmerz wäre in diesem Fall unangebracht." Und so war es dann auch. Ich bekam eine PDA, so daß ich nichts spürte. Leider musste ich danach trotzdem nochmal in den OP zur Ausschabung, was meinen Kreislauf gar nicht bekam. Nach der Ausschabung war ich körperlich ein wenig fertig, was wohl aber mehr vom Kopf her rührte.

Im Krankenhaus selbst wurde uns sehr viel Zeit und Gespräche (von Ärzten und Schwestern) entgegengebracht. So daß ich hierzu sagen muss, trotz der schrecklichen Erfahrung fühlte ich mich sehr gut betreut!

Unser Baby haben wir uns nicht angeschaut, obwohl ich noch ein paar Wochen damit haderte. Die Ärzte rieten uns ab, da es bereits seit 3 Wochen tot war und durch die Medikamente etc. vielleicht nicht den gewünschten Effekt der Verabschiedung bieten kann.

Die ersten Wochen waren recht schlimm für mich. Alle Welt ging zur Tagesordnung über. Mein Mann hatte keine Zeit und keinen Kopf - wir waren gerade von einem langen Auslandsaufenthalt wieder gekommen und mussten wieder Fuß fassen.

Nach 3 Monaten war ich aber vom Kopf und Körper wieder "hergestellt" und mein Kinderwunsch wieder erwacht. Am Samstag werde ich testen ;-) hat dann auch lange genug gedauert.

Die Erinnerungen gehen nicht weg, aber ich kann für mich sagen, sie verblassen und vermischen sich mit den schönen Gedanken. Zu meiner Schmerzbewältigung hat mir natürlich auch meine große Tochter (4,5 Jahre) geholfen! Ich habe recht viel im Internet gelesen, Literatur gekauft.... - im Endeffekt habe ich dann festgestellt, wir hatten ein schlimmes Schicksal, aber viele Frauen sind noch schlimmer dran. Bitte nicht falsch verstehen, aber ich glaube, es hat mich in diesem Moment aufgebaut, zu wissen, wir haben ein gesundes Kind und dieses Mal war es eine Laune der Natur.

Fühl Dich ganz doll gedrückt und falls Du reden möchtest, kannst Du mir gerne jederzeit schreiben...

lg Dagmar

Beitrag von blume82 14.05.09 - 07:27 Uhr

Hallo,

ich weiß von einer Bekannten die ihr Kind auch in der 20 SSW per stiller Geburt bekommen hat, dass die Ärzte keinen KS machen weil es einfach zu gefährlich für die Gebärmutter ist.

Sie wollte erst auch einen KS und keine stille Geburt und die Ärztin meinte aber das die Gebärmutter noch sehr klein ist und das die Gefahr sehr groß ist das sie bei der Op verletzt wird und evt. sogar entfernt werden muss.

Sie war nachher sehr "glücklich" das sie das bewußt auf die Welt gebracht und und ganz bewußt die Stunden vor und auch nach der Geburt mit dem Kind verbracht hat.

LG

Beitrag von binchen73 14.05.09 - 07:31 Uhr

Hallo,

es tut mir sehr, sehr leid für Euch!
Eure Entscheidung kann ich aber verstehen!

Auch ich bin der Meinung, daß eine "normale Geburt" auf ALLE FÄLLE besser ist!
Als ich letztes Jahr erfahren habe, daß unser Lukas an Triploidie leidet und keine Lebenschance hat haben wir auch zugestimmt die Geburt einzuleiten!

Am Anfang dachte ich auch die spinnen als sie mir sagten ich müssen ihn normal entbinden!

Ich wollte einfach, daß das alles ganz schnell vorbei ist und ich nicht noch eine Woche warten muß und dann auch noch das durchstehen muß!

Aber wirklich, glaub´s mir, das war genau das richtige! Ich konnte mir das vorher auch nie vorstellen, wenn ich sowas gelesen habe aber es ist wirklich so!

Durch das, daß ich "so gut" vorbereitet ins KKH ging wurde es ein Tag, an den ich mich trotz allem sehr gerne zurückerinnere!
Ich war in der 15. SSW, unser Lukas also noch sehr, sehr klein! Aber wir durften ihn kennenlernen! Im Krankenhaus waren alle sehr nett, sie machen das leider tagtäglich mit!

Wir durften ihn bei uns haben, ihn berühren, halten und uns verabschieden!

Wirklich, ich würde es immer wieder so machen!!!!!!

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft! Du schaffst das! Auch wenn man es nicht für möglich hält und am liebsten davonlaufen würde!

Liebe Grüße
Sabine

Beitrag von sasula 14.05.09 - 09:00 Uhr

Hallo,

es tut mir sehr leid, dass ihr euer Baby gehen lassen müsst....

Ich musste letztes Jahr im Januar die Schwangerschaft beenden, da unser Sohn auch keine überlebens Chance gehabt hätte.

Bei uns war es auch so, dass die einzelnen Behinderungen, die er gehabt hat nicht schlimm waren, aber dadurch, dass so viele Dinge dazukamen und er auch kein Kleinhirn hatte, haben wir in der 25.SSW die Schwangerschaft abgebrochen.

Ich fand den Gedanken, den kleinen normal auf die Welt zu bekommen furchtbar. Ich hab gedacht, dass ich das nicht schaffe.

Die Ärzte machen aber keinen Kaiserschnitt, da es für die Verarbeitung sehr wichtig ist. Auch ist die Infektionsgefahr viel zu groß.

Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich Julian normal entbunden habe. Ich hab mich in diesem Augenblick trotzdem wie eine Mama gefühlt.

So markaber das auch ist, aber ich denke ihr solltet euch schon gedanken über die Zeit nach der Geburt machen. Wollt ihr euer Baby beerdigen lassen usw. Das kommt sonst alles so schnell. Wir hatten damals kaum Hilfe und die Ärzte haben auch gedrängt, dass alles schnell von der Bühne geht....

Mir war es aber sehr wichtig, dass ich mich von Julian verabschieden konnte. Wir haben Fotos gemacht und auch einen Fussabdruck... Das hilft mir jetzt unheimlich, wenn ich totale Sehnsucht nach ihm habe.

Wenn du noch Fragen hast, kannst du mich gerne anschreiben.

Suse

Beitrag von rosinen 15.05.09 - 17:53 Uhr

Hallo,

es tut mir wirklich unglaublich leid. Auch wir haben unseren kleinen in de 21 SSW gehen lassen müssen.

ICh habe Louis normal auf die Welt gebracht und es war im nachhinein nicht schlimm, sondern eher gut so, da er nicht so aus mir herausgerissen wurde, sondern ich konnte mich durch die Geburt Schritt für Schritt von ihm verabschieden und mich darauf einstellen.

Ich wünsche EUch ganz viel Kraft für den noch bevorstehenden Weg.


lg Rosi