KINDERGARTEN ODER VORSCHULE(FÖRDERKLASSE)

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums Kids & Schule .

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von blumchen 06.07.09 - 20:23 Uhr

Hallo!
Mein Sohn geboren Ende Juli 2003 ist dieses Jahr schulpflichtig!#augen
Habe mich aber entschieden ihn noch ein Jahr im Kiga(?)
zu lassen . Die gleiche Meinung hatte auch d. Gesundheitsamt und Kiga auch! Nun stehe ich vor der Wahl:noch ein Jahr Kiga oder diese Förderklasse(dachte immer das sei etwas für geistig Behinderte Kinder?#gruebel)
Und was wird in solchen Klassen gemacht?
Hat da jemand von Euch erfahrung?
LG Elena

Beitrag von s30480 06.07.09 - 21:54 Uhr

Hallo Elena,
meiner Schwester hat auch eine DFK Klasse besucht, im Endeffekt wars da so, dass sie das erste Jahr auf zwei Jahre verteilt gemacht haben. Sehr sehr viele konnten danach in die "normale" Grundschule wechseln. Eigentlich eine sehr gute Einrichtung.
LG Sandra

Beitrag von blumchen 06.07.09 - 22:16 Uhr

Hallo, Sandra!
Habe nicht so ganz verstanden...erste Jahr auf zwei Jahre verteilt ???? Wie geht das?

Beitrag von sinaundbenedikt 08.07.09 - 00:29 Uhr

Das bedeutet, das was Kinder in der regelschule in einem Jahr lernen, lernen Kinder in der Förderklasse in zwei Jahren.

Mein sohn wird ab September in eine DFK gehen, erst in die erste Klasse, dann in die 1a und wenn regelschulkinder in die 3. gehen, geht er dann in die 2.Klasse.

Sie nehmen dort den ganz normalen grundschulstoff durch , nur ein weniger langsamer.

Von der 3.-6. gibt es den grund und Hauptschulstoff oder einen extra Förderschulstoff, kommt aufs Kind drauf an. Und in den letzten 3 Jahren ist viel Berufsvorbereitender Stoff.

da mein Sohn eigtlich nur große Probleme mit der Sprache hat denke wird er nach 2-3 Jahren in die Regelschule wechseln können.

Beitrag von lisasimpson 06.07.09 - 22:06 Uhr

hmm, weiß jetzt nicht genau wo du herkommst.
es gibt VORSCHULEN- auch im sonderpädagogischen Bereich.
Also z.B. vorschulen, die an eine Sprachheilpädagogische Schuel angebunden sind, an Schulen zur individuellen lerförderung (das wohl eher was für euch in Betracht kommt?), an schulen zur Erziehungshilfe....

Das ist praktisch ne Vorbereitung auf die Schule, aber in form eines sonderpädagogsichen Kindergartens.
und es gibt (zumindet hier in Bayern. in ander nBundesländern weiß ichs nicht enau) Diagnose-Förderklassen der jeweiligen Sonderschulen. Diese Schulen machen innerhalb derersten 3 Schuljahre den Stoff von 2 Regel-Grundschuljahren (bei den DiaFös der Schule zur individuellen Lernförderung). die Kinder haben dann eben länger Zeit und können auch jederzeit ohne große Probleme in die Regelschule wechseln (häufig an neben nach dem 3. jahr in die 3. Klasse der regelgrundschule)

Ich würde mir alle Einrichtungen anschauen, die es bei euch gibt und mir genau erklären lassen ,was für euch geignet ist und welche vor- und nachteile es gibt..

lisasimpson

Beitrag von sandy_1 06.07.09 - 22:16 Uhr

Hallo Elena,

also mein Sohn ist noch bis zu den Sommerferien in einer GFK (Grundschulförderklasse, früher auch Vorschule oder Schulkindergarten genannt) und wird dann mitte September 7Jahre.
Da hier in BW eingeschult wird Stichtag 30.September war er letztes Jahr ein Pflichtkind, entweder 1.Klasse oder GFK. Ein weiteres Jahr KiGa geht hier bei uns nicht.

Was soll ich sagen... Es war die richtige Entscheidung und wir würden es immer wieder so machen, denn uns wurde es selber überlassen ob 1.Klasse oder GFK. Nach den normalen Tests und dann zusätzlich noch einen Schultest bei der Frühförderung, haben wir uns dagegen entschieden ihn einzuschulen..

Die GFK hier ist mit an die normale Grund- und Hauptschule hier angegliedert, im selben Gebäude wie die normale Grundschule.
Schulzeiten wie die in der 1.Klasse bis auf 2-3Stunden.
3mal die Woche 8.30-12Uhr und 2mal die Woche 7.40-12Uhr.
Verläßliche Grundschule kann man auch schon in der GFK dazu "buchen".

Es wird hier in der GFK viel gemalt, Schwungübungen usw. gemacht. Die Zahlen von 1-12 durchgenommen in richtiger Schreibweise, sowie die Arbeitsabfolge bei Arbeitsblättern geübt. Jetzt sind sie an der Uhr dran und lernen diese.
Es werden viele Reime geübt, teilweise auch mit Bewegungsabläufen.
Sport, Musik usw. gibt es genauso.
Bei Defiziten wird da gezielt angesetzt, z.b bei Sprachproblemen kommt einmal die Woche extra eine Logopädin aus einer Sprachheilschule und fördert die Kinder in kleinen Gruppen gezielt.

Die GFK ist einfach intensiver als eben die Vorschulübungen im KiGa.
GFK ist eben nur ein Schuljahr für die Kinder die in manchen Bereichen doch noch nicht ganz soweit sind. Sei es die Sprache, emotional, motorisch usw. auf keinen Fall sind in der GFK Kinder die geistig behindert sind oder so. Es können die Kinder nutzen die einfach dieses eine Jahr noch brauchen um zu reifen, jeder hat da irgendwo Schwächen, dennoch sind sich alle soweit sicher das die Kinder dies in diesem Jahr quasi aufholen und dann ganz normal das Jahr drauf eingeschult werden.


Es bringt den Kindern wirklich sehr viel. Alleine dieses Jahr merkt man einfach sehr deutlich und ich kenne niemanden der sagt, er würde sein Kind nicht nochmal in die GFK machen.


Ich weiß wohl auch das sehr viele diesen GFK skeptisch gegenüber stehen und meinen da kommen die Kinder rein die blöd sind oder sonstwas. Was aber auf keinen Fall stimmt. Es zählt eben nicht nur ob ein Kind schon rechnen/schreiben kann, sondern zur Reife gehört noch sehr viel mehr dazu.

Wenn noch Fragen hast, melde Dich einfach und ich versuche soweit es geht Dir zu antworten.

Lg, Sandra

Beitrag von blumchen 06.07.09 - 22:26 Uhr

Hallo, sandy 1 !
Ich komme auch aus BW.
Und wie gesagt muß ich eine Entscheidung treffen was für mein Kind am besten ist. Ein Jahr Kind sein lassen (Kiga)oder halt diese GFK!?
Wenn er in die GFK geht , wie ist es dann, braucht er einen Schulranzen und die Schultüte oder wie läuft das ab?
Werde mich aber noch diese Woche in Verbindung mit der Schule setzen.
LG Elena

Beitrag von blumchen 06.07.09 - 22:30 Uhr

Habe noch was vergessen...
Der Kindergarten hat kein Problem damit ,das mein Sohn noch ein Jahr in d. Kiga geht! Die würden Ihn gerne behalten!

Beitrag von sandy_1 06.07.09 - 22:42 Uhr

Hallo Elena,

also wie gesagt bei uns hier ging es nicht das mein Sohn noch ein Jahr im Kiga geblieben wäre.

Ob ich ihn eher ein Jahr im Kiga gelassen hätte oder GFK wenn ich die Wahl gehabt hätte weiß ich nicht. Aber die GFK bereitet schon sehr gut vor. Die Kinder lernen da einfach schon den ganzen Ablauf. Wie gesagt uns blieb halt einfach nur GFK oder 1.Klasse.
Muß dazu sagen. Bei uns im Kiga ist seid 2Jahren dieses offenen Konzept und da ja immer mehr an arbeit auf die Erzieherinnen zukommt, bleibt halt für vieles keine Zeit mehr. So intensiv Schulvorbereitung wurde da nur gemacht, wenn einmal die Woche die Kooperationsleherin da war. Klar kann man daheim auch viel machen, aber die Situation daheim alleine und dann im Kiga/schule ist doch anders, gerade was das konzentrieren in größeren Gruppen angeht usw.

Er hat in der GFK auch ganz normal ein Schulranzen, Material (Schnellhefter, Hefte usw.) gebraucht, aber nicht so viel wie in der 1.Klasse. Da bekamen wir auch eine Liste was gebraucht wird z.b welche Stärke die Bleistifte und nur Holzmalstifte in Dreieckform die größeren, Scheren, Lineal, Kleber und das alles.
Schultüte hatte er keine und wurde auch ausdrücklich nicht erwünscht. Das dies eben der 1.Klasse nicht vorgegriffen ist. War zwar schon am anfang bißchen komisch, aber jetzt freut er sich dafür umso mehr auf seine Schultüte

Mach das mal. Frage mal in der Schule nach.
Bei uns kann man sogar die GFK vorher mal besuchen und sich das anschauen bzw. bei Fragen einen Termin ausmachen wo man mit den Lehrerinnen sprechen kann.

Lg, Sandra

Beitrag von blumchen 06.07.09 - 22:51 Uhr

Vielen#herzlich#danke !
Hast einen sehr guten und ausführlichen Bericht geschrieben#pro! Jetzt sehe ich diese GFK schon ganz anders!
LG Elena

Beitrag von caro300 07.07.09 - 08:56 Uhr

Wenn du ihn in den kindergarten weiter schickst, hat er meiner Meinung nach noch ein Jahr mehr Kindheit. Die Förderklasse ist eben schon richtig Schule und die Kinder so wie ich das gelesen habe, lernen dort schon die Dinge, die sie eigentlich dann im ersten Schuljahr lernen sollten. Meinen Sohn habe ich auch zurückgestellt, gab bei uns keine Frühförderklasse und ich glaube ich hätte ihn auch dort nicht hingegeben, ob die Lehrer in der Grundschule nicht doch an das Kind anders rangehen, wenn es aus einer Förderklasse kommt? Das ist doch bestimmt nicht für alle Lehrer ein positives Merkmal. Ist halt meine Meinung.
Ich übe jeden Tag mit meinem Sohn Schwingübungen, Buchstaben, Zahlen etc. und ein bißchen wird er hoffe ich in der Schule lernen. Wir sind gerade im Ausland und wenn er im September eingeschult wird, hat er seinen ersten Auslandaufenthalt hinter sich. Er ist in dieser Zeit ganz ohne Kindergarten auch viel reifer geworden. Selbst so hat er sich gut entwickelt und freut sich auf die Schule.
Jeder muss das natürlich nach seinem Gefühl entscheiden.
LG
Carola

Beitrag von parzifal 07.07.09 - 21:17 Uhr

"...ob die Lehrer in der Grundschule nicht doch an das Kind anders rangehen, wenn es aus einer Förderklasse kommt?..."

Für solch eine Meinung sollte aber schon eine nachvollziehbare Begründung bestehen.

Ich halte diese Meinung für vollkommen falsch.

Und ich weiß, dass insbesondere Grundschullehrerinnen sehr wohl Ihre Lieblinge haben können oder etwas an der Klatsche haben können.