Ab wann sollten Kinder gehorchen?

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Beitrag von sunnyside-up 23.10.09 - 13:14 Uhr

Hi,

folgende Situationen (Paul 20Monate):

Wenn ich in der Küche steh und koche und möchte nicht das Paul an den Kühlschrank oder Lagerschrank geht,
ich sag nein, das möchte ich nicht. Hört er nicht.
Was tun? Immer nur wegnehmen?

Auch beim Spazierengehen. Er meint, er kann auf jedes Grundstück ohne Zaun gehen.
Ich sag, nee nee da wohnen wir nicht und nehme ihn weg.
Richtig so?
Ich sag es erst im normalen Ton, wenn er nicht hört sage ich es strenger.

Also ab wann, welches Alter hören bei solchen Kleinigkeiten Kinder. Oder ist das einfach noch die Neugier.
Was macht ihr, wenn Euer Kind nicht hört?

Grüßle Sunny

Beitrag von zimperlinchen 23.10.09 - 13:18 Uhr

Was soll der Kleine denn machen, während du kochst? Er beschäftigt sich halt auch irgendwie, damit musst du schon leben.
Wenn andere Leute ihr Grundstück nicht einzäunen, dann müssen sie schon damit leben, dass mal ein Kind oder Hunde drauflaufen, oder dass mal ein besoffener Autofahrer über den rasen fährt. Das ist dann Pech!

Mein Kind hört imer, wenn er nicht hört, komm ich und nehme ihn weg.

Beitrag von lisanne 23.10.09 - 13:20 Uhr

Hallo,
mein Kleiner ist erst 10 Monate und er bekommt ein "Nein" zu hören wenn er was nicht darf. Nach dreimal "Nein"nehme ich ihn weg und lenke ihn mit was anderem ab.

Größere Kinder kann man natürlich nicht einfach so "wegnehmen" . Mein großer Sohn ist drei und ich erklaere ihm immer warum ich ihm was verbiete, bzw. warum ich Nein sage. Er versteht es eigentlich immer. Macht er es trotzdem gibts halt ne Konsequenz und die muss er dann ausbaden.

LG Lisanne.

Beitrag von sunnyside-up 23.10.09 - 13:24 Uhr

Ja, aber wann hat er es verstanden?
So ab zwei Jahren oder wie?

Also heißt daß, wenn die "geistige" Reife da ist, horchen Kinder besser?

Beitrag von sparrow1967 23.10.09 - 13:29 Uhr

>>Also heißt daß, wenn die "geistige" Reife da ist, horchen Kinder besser?
<<

Richtig. Sie VERSTEHEN dann, was du möchtest und reagieren nicht nur wie ein dressierter Hund ;-)

sparrow

Beitrag von rynn3009 23.10.09 - 13:27 Uhr

Hallo :-)
Biete ihm doch Alternativen :
Einen Topf und Kochlöffel zum Krach machen oder auch-kochen.
Sina hat in unserer Küche eine eigene Schublade mit Spielzeug und Kochutensilien.
Kinder wollen nachahmen!

So abstrakte Grenzen wie ein fremdes Grunstück sind für ein Kind in dem Alter doch überhaupt nicht nachvollziehbar.
Und was ist daran so schlimm, wenn er das tut????

Steffi
+ Sina fast zwei Jahre

Beitrag von halvja 23.10.09 - 13:28 Uhr

"Was macht ihr, wenn Euer Kind nicht hört?"

Nein sagen, strenger Nein sagen, Kind wegnehmen, wo es nicht dran soll, Alternativen anbieten. Will er die Alternativen nicht und bekommt auch das andere nicht, wo er nicht dran soll, wird er bockig und beginnt furchtbar wütend zu heulen. Dann lass ich ihn "ausbocken" und nach wenigen Minuten hat er meist was anderes zum Spielen gefunden.

Hofeinfahrten: Wir gehen nur dort, wo es auch weitergeht, so erkläre ich ihm das. Klar ist das ein Kampf, wenn gerade auf dem Grundstück, wo er nicht hinsoll, so schöne Blumen stehen, aber ich würde mich auch ärgern, wenn fremde Kinder meine Blumen rupfen, nur weil ich mich nicht komplett einzäunen mag oder finanziell nicht kann oder eine Fahrzeugeinfahrt freibleiben muss! Dann gibt es eben ein klares Nein!

Wie lange das dauert? Keine Ahnung, ich höre heute noch nicht immer auf meine Mama *lach* Ich denke, das ist ein ewiger Kampf und Lernprozess. Du musst eben geduldig bleiben und auch konsequent! Wird schon irgendwann #blume

Beitrag von rynn3009 23.10.09 - 13:30 Uhr

Ach so :
Ich finde, gehorchen hört sich komisch an.
Meine Tochter " gehorcht", wenn ich ihr nachvollziehbare Gründe nenne, warum ich etwas nicht will.

Versuch Deinem Kind einfach liebevoll Dinge zu erklären.
Und das immer wieder, wenn es sein muss.

Steffi

Beitrag von xiangwang 23.10.09 - 13:48 Uhr

hi,

Joana (17 monate) ist eigendlich bei freunden mit kindern ein vorzeige kind. Sie hört wunderbar, und was sie alles versteht KLASSE. Aber es gibt auch die andere seite.
Das wort NEIN & Vorsicht kennt sie eigendlich am längsten, doch diese werden super gern zu hause Ignoriert.

Ich weis das sie komplexe sachen versteht dann diese aufjedenfall auch, aber einfach nicht wollen. Nochmal austesten wie weit man gehen kann. Immer wieder.

Wenn wir spazieren gehen, sie an der Hand und meint sdich losreißen zu müssen, hol ich sie zurück. An der str. versteh ich da absolut garkeinen spass mehr, da wird sie dann bei 3 mal los reißen in den Kinderwagen gesetzt.

Kochen oder andere Dinge muss ich meiner vorschreibenrin recht geben, kinder ahnen nach. Ich lenk joana mit immer wieder "neuen" spielsachen ab.
Das heisst ich hab alle ihre spielsachen in beuteln /Dosen / Eimern/ bestimmt 8 verschiedene oder mehr, und tausch auch immer deren plätze, taj so bleiben die immer interresant.

Viel erfolg
A&J

Beitrag von sunnyside-up 23.10.09 - 13:59 Uhr

Na dann mach ich ja soweit alles richtig.

Es ist eine langwierige Sache, aber was das jeden Tag an Nerven kostet#schwitz

Beim Spazierengehen, will ich ihn ja auch alles entdecken lassen.
Nur wenn es zur Straße geht, oder Grundstückgrenzen, will er partout nicht an der Hand gehen.
Und wenn er dann anfängt zu bocken...:-[
Paul wird ja auch größer und kräftiger und dann so ein Bündel in den Kinderwagen hieven.
Oje!
Hatten wir Gott sei Dank kaum, aber ich mach mir vorab schon mal meine Gedanken.

Beitrag von raena 23.10.09 - 15:46 Uhr

Mit dem langwierigen Prozess hast du recht ;-)

Kinder lernen nur aus Konsequenzen, aus Grenzen und aus Lob.

Bei manchen Sachen verstehen sie sehr schnell wie und warum etwas so ist und verhalten sind "richtig" bei anderen Sachen, dauert es viel länger.

Wenn er etwas richtig macht, dann ihn loben, ihm zeigen, dass man jetzt stolz auf ihn ist und man sich darüber freut. Dann wird er dieses Verhalten wiederholen, denn er will ja grundsätzlich mal seinen Eltern "gefallen".

Wenn er etwas nicht machen soll, dann sofort reagieren und nein und das Tun einschränken (wegnehmen, festhalten, etc). Ein Nein verpufft erstmal in der Luft, nur wenn es mit einer spürbaren Grenze verbunden wird, bekommt diese Nein aus eine tatsächliche Bedeutung.

Und wenn es bei bestimmten Sachen immer wieder zu "Unstimmigkeiten" kommt, dann überprüf mal ob die Regeln nach denen es Ok / Nicht ok ist auch für ihn klar nachvollziehbar ist. Beispiel. Mira ist beim Essen immer aufgestanden. Manchmal weil sie schon viel gegessen hatte, sagten wir nix und es war ok. Manchmal war es uns aber einfach noch zu früh und dann haben wir "geschimpf" das sie nicht aufstehen darf. Das war sowohl für sie als auch für uns immer stressig. Dann ist mir aufgefallen, dass sie ja gar nicht ahnen kann wann es ok ist und wann nicht, weil wir als Regelgeber nciht zuverlässig sind. Also hab ich gesagt, dass sie vorher fragen soll bevor sie aufsteht. ... was soll ich sagen ... es funktionierte sofort .... jetzt weiß sie ob es ok ist oder nicht und wir Eltern müssen uns nicht mehr aufregen!

LG
Tanja

.... aber wie gesagt es ist mühsam, denn es gibt soviel Verhaltensweisen und die muss man ja erstmal alle durchprobieren .... ;-)

Beitrag von qayw 23.10.09 - 16:13 Uhr

Hallo,

als Merle in dem Alter war, habe ich das auch so gemacht wie Du.

Wenn sie in der Küche trotz mehrmaliger Ermahnung den gleichen Unsinn gemacht hat, habe ich sie auch mal rausgeworfen, sprich' nach nebenan ins Wohnzimmer befördert. Das ist heute noch so.
Klar kann man versuchen, die Kinder zu überreden, sich mit was anderem zu beschäftigen, aber bei Merle funktioniert das selten. Sie weiß eben, was sie will. Das war schon so als sie noch ganz klein war.

Zum Thema fremde Grundstücke: Heute versteht Merle ja viel mehr als mit 20 Monaten. Da sage ich dann bei fremden Grundstücken, daß da andere Leute wohnen und daß sie ja auch nicht will, daß fremde Leute einfach in ihr Zimmer gehen. So wollen die Leute eben auch nicht, daß sie auf ihr Grundstück geht. Das versteht sie und läßt es bleiben.

Kinder hören übrigens auch mit 10 Jahren nicht unbedingt auf das, was man ihnen sagt. ;-)

LG
Heike und Merle (2,5 Jahre)

Beitrag von susanne2609 23.10.09 - 17:19 Uhr

Johanna hatte keinen altersbedingten Freifahrtschein, um nicht zu hören. Aber ich habe ich einen schönen Spruch im Ohr, wenn ich gerade wieder mal völlig genervt "nein" sage.

Der Satz lautet: "Alternativen anbieten, nicht nur einfach nein sagen!!".

Und das wichtigeste ist dann, bei dem "Nein" auch konsequent zu sein.

Beitrag von guglhupf22 23.10.09 - 20:09 Uhr

Ähm... ich glaube du siehst das etwas zu eng.
Biete ihm Alternativen an, ich meine wenn du kochst ist ihm langweilig. Anna hat zb. eine lade, die darf sie ausräumen, alle anderen sind tabu. Das ist die Lade mit den Tupper-Sachen. Da versteck ich dann manchmal Bücher drinnen oder kleine Figuren, und dann ist sie immer ganz erstaunt was sie so alles findet!

Oder beim Spazieren gehen, ich meine... auf jedes Grundstück ohne Zaun zu gehen.. .ja mei...
Also wenn du immer nur NEIN, NEIN sagst, dann vergeht ihm die Lust am Spazieren gehen. ich meine, wenn das ein schön angelegter Garten ist dann ok, aber wenn nur ne stick normale Wiese ist....

Anna ist jetzt bald 2 1/2 Jahre und versteht alles und auch wenn ich NEin sage... aber tun tut sie trotzdem nicht das was sie soll... aber ändert sich das jemals???? #schein

LG Karin