Guten Morgen Frau Ostmann.
Unsere Kleine, mittlerweile 8 Monate alt, schläft nur auf dem Arm ein und wenn man sie dann ins Bettchen legt, denkt sie nicht mehr ans schlafen, sondern tobt dann da rum.
Außerdem schläft sie noch immer nicht durch. Sie möchte alle 3 - 4 Stunden ihre Flasche haben. Mit Tee oder ihrem Schnuller gibt sie sich nicht zufrieden.
Wie können wir das ändern?
Vielen Dank schon im Vorraus
schlafen
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Beitrag von lili-stern - 09.11.09 - 09:19 Uhr
Beitrag von EXPERTE - 09.11.09 - 10:04 Uhr
Guten Morgen,
zum Einschlafen auf dem Arm: Es gibt eigentlich 2 Möglichkeiten, entweder lassen Sie Ihre Tochter so lange auf Ihrem Arm schlafen, bis sie ganz im Tiefschlaf ist, das dauer aber so 10 bis 20 min, je nachdem wie schnell und ruhig / unruhig sie einschläft. Wenn sie gerade eingeschlafen ist und dann abgelegt wird, ist klar, dass sie aufwacht und protestiert.
Die ALternative ist: Sie nicht mehr auf dem Arm sondern im Liegen zum Schlafen zu bringen. Sie könnten sich mit ihr hinlegen oder sich zu ihr setzen, wenn sie in ihrem Bettchen liegt, und sie streicheln, halten, beruhigen.
Da wird sie sicher erst mal protestieren, weil sie es anders gewohnt ist, aber sie lernt: Mama ist da, alles ist gut, ich kann auch im Bett einschlafen. Sie könnten das, wenn Sie sich für diese Variante entscheiden, erst einmal beim Tagschlaf üben, da haben Sie selbst nciht den Druck schlafen zu wollen. Außerdem können Sie dann nach mind. 30 min ein Pause machen. Wenn sie bis dahin nicht eingeschlafen ist, wieder raus aus dem Bett, beruhigen, ein bisschen spielen, rumtragen usw. und später nochmal probieren - auf die gleiche Art.
Wichtig ist, sich klar zu machen, dass Protest an sich nicht schlimm ist, es ist Ihre Entscheidung, wie viel sie Ihrer Tochter zumuten wollen / müssen (denn es geht ja auch um Ihre Kräfte und Grenzen). Sie bleiben bei ihr, das heißt, Ihre Tochter fühlt sich nicht allein!
Gleiches gilt für die nächtliche Flasche. Sie ist sie gewohnt, fordert sie ein. und es ist ihre Entscheidung, nach Ihren Kräften, wie lange Sie das mitmachen können und wollen. Ihre Tochter wird protestieren, wenn sie die Flasche nciht mehr bekommt, aber wenn es nichts anderes gibt als Schnuller (oder Tee - aber ist das besser?), wird sie sich daran gewöhnen. Sie müssen dazu aber ganz klar und sicher sein: Du brauchst eigentlich die nächstliche Milch nicht mehr, ich bin zu erschöpft um das beizubehalten, deshalb ist es in ordnung, wenn du stattdessen den Schnuller (und meine Nähe!) kriegst. Wenn Sie das so nciht sagen können oder wollen, dann ändern Sie bitte ncihts. Mit der Zeit wird das vielleicht auch von allein besser und Sie können sich ja eine Frist setzen, damit das Ganze nicht endlos erscheindt. z.B. wenn sie 1 Jahr ist und immer noch nachts mehrmals die Flasche möchte, gewöhne ich es ihr ab. Oder mit 15 Monaten oder zu Weihnachten oder oder.
An sich ist es nichts Schlimmes, wenn ihre Tochter nachts die Flasche möchte, es ist halt anstrengend und da ist die Frage, wie lange ist es für Sie in Ordnung.
Wenn Sie ihr die nächtliche Flasche abgewöhnen, machen Sie es am besten schrittweise. Z.B. nur noch 2 x in der Nacht, nach einer Woche nur noch einmal, dann gar nicht mehr.
Und für alle Umgewöhnungsdinge rechnen Sie mit ca. einer Woche, bis Sie wirklich merken, es ändert sich was. Viel länger sollten Sie ncihts versuchen, wenn es keine Ändeurng gibt (wenn sie z.B. auch nach 7 Nächten noch so stark protestiert / so schlecht einschläft / so viel weint wie am Anfang. Dann hat es einen grund, sie kann es nicht, oder Ihre Botschaft ist nicht klar genug. dann heißt es warten und nach einiger Zeit nochmal probieren, vielleicht gelingt es ihr besser und Sie sind klarer, wenn sie größer ist.
Ich wünsche Ihnen einen guten Weg fürs (Ein-)Schlafen und alles Gute,
Frauke Ostmann
