Schlafen- 11Monate altes Baby

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Beitrag von engelchen1989 - 09.11.09 - 09:19 Uhr

Guten Morgen,

mein Sohn ist 11 Monate alt und hat schon immer große Probleme mit dem Schlafen. Ich habe ihn 10 Monate lang jeden Tag mehrmals in den Schlaf getragen.
Ich bekomme oft Kritik von anderen Eltern mit älteren oder gleichaltrigen Kindern. Ich solle ihn einfach hinlegen und meckern lassen. Das würde mir aber das Herz brechen!
Mitlerweile schläft er ab und zu alleine ein. Das kommt aber sehr selten vor!
Ich habe das Gefühl er hat Angst vor seinem Bett. Sobald ich mit ihm ins Zimmer komme und er sieht das Bett schreit er.
Er muss tief uns fest schlafen damit ich ihn hinlegen kann und selbst dann wird er oft wach und ich muss ihn wieder beruhigen.
Das zehrt natürlich an meiner Kraft und ich frage mich wann er endlich lernt alleine einzuschlafen.
Wie bekomme ich die Panik weg die er entwickelt wenn es ans Schlafen geht?
Kann er das überhaupt lernen oder muss ich warten und hoffen, dass es sich irgendwann bessert?
Mache ich etwas falsch? Bin ich evtl wirklich nicht "hart" genug. Sollte ich konsequenter sein?

Viele Fragen auf die ich hoffe eine Antwort zu bekommen!
Liebe Grüße,
Sabrina

Beitrag von EXPERTE - 09.11.09 - 10:21 Uhr

GutenMorgen Sabrina,

als erstes: Lassen Sie sich nicht verunsichern von anderen Eltern! Sie handeln aus dem Bauch raus und das ist grundsätzlich richtig!

Nun sind Sie aber anscheinend an einem Punkt, wo Sie selbst nciht mehr können (kein Wunder, das klingt dochsehr anstrengend).

Ich habe 2 Gedanken bei Ihrer Schilderung:

1. Legen Sie eigene Unsicherheiten und Ängste mit in das Babybettchen? Kann es sein, dass Ihr Sohn Ihre Unsicherheit spürt (kann ich ihn da hinlegen, kann ich das bringen, hat er da nicht Angst) und entsprechend - sozusagen für Sie mit - reagiert? Die wenigsten Babys haben von sich aus Angast vorm Bett - auch nciht vor Dunkelheit, wohl aber möchten Sie sich sicher und geborgen fühlen. und dazu gehört auch, dass die Mutter diese Sicherheit ausstrahlt. Sehr viele Eltern hatten selbst als Kinder schlechte Erfahrungen mit dem einschlafen, wurden allein gelassen, hatten Angst im Dunkeln usw. Diese eltern tun sich natürlich schwer, die eigenen Erlebnisse "rauszuhalten". Natürlich meine ich nicht, diese Eltern sollten vergessen, wie es ist allein gelassen zu werden, aber sie sollten sozusagen die eigenen erfahrungen nebendran stellen, wahrnehmen (vielleicht mit der Erkenntnis: Allein lassen und rausgehen möchte ich nciht, das hat mir auch nciht gut getan) und dann schauen, was kann der Grund für das Schreien oder den Protest meines Kindes jetzt sein?
Ob da bei Ihnen etwas passt, anklingt, weiß ich natürlich nicht.

Nun zum 2. Gedanken: Es gibt nciht nur die 2 Extreme "Zum Einschlafen tragen" und "allein einschlafen". da gibt es einiges dazwischen. und je älter und schwerer Ihr Sohn wird, um so dringender ist es vielleicht diese Möglichkeiten dazwischen anzuschauen. dabei sollten Sie natrlich immer schauen, was ist Ihr Gefühl dabei, passt das für mich und mein Kind?

Sie könnten z.B. anfangen damit, dass Sie Ihren Sohn schon im wachen oder halbwachen zustand ins Bett legen, dann bei ihm bleiben und ihn so in den Schlaf begleiten. Oder Sie legen sich gleich mit Ihm ins große oder angebaute Bett.
Bei allen Möglichkeiten hat er Ihre Nähe, kann aber doch langsam lernen, im Liegen einzuschlafen.

Wenn Sie das einschlafen in seinem Bett (oder im großen bett) begleiten, gibt es keinen grund für Angst wohl aber für Protest (Mama, das will ich anders, so fällt's mir schwerer, warum machst du's nciht wie immer, das ist doch viel einfacher?).
Wenn Sie sich also für einen Schritt in diese Richutng entscheiden, müssen Sie den Protest aushalten. Sie können das Ganze tags beginnen (abends und nachts erst mal alles beim alten lassen). dann schauen Sie, ob er es schafft, in seinem Bettchen mit Ihrer Begleitung (oder gemeinsm mit Ihnen liegend) innerhalb einer 1/2 h einzuschlafen, wenn nciht, nehmen Sie ihn raus, machen eine Pause (beruhigen, spielen, ablenken) und versuchen es nach einer Weile noch einmal. Wenn es dann wieder nicht klappt, wiederholen Sie das Ganze - schliimmstenfalls immer wieder.

Ca. 1 Woche müssen Sie rechnen, bis sich eine Ändeurng einstellt oder zumindest abzusehen ist. Wenn sich nach einer Woche gar ncihts tut, brechen Sie ab. dann kann er es nciht, oder es sind doch Ihre Ängste oder Ihre Unklarheit / Unsicherheit, die es verhindert haben.

Dann können Sie es nach 1 Monat oder 3 Monaten oder... nochmal versuchen.

Das ist aber nur eine Möglichkeit, Sie können natürlich auch weiter so machen, wie bisher, er scheint es ja zunehmend zu schaffen, im bett (sogar allein) einzuschalfen. Vielleicht gibt sich das Problem von allein. es ist die Frage Ihrer Kraft, ob und wie lange Sie noch warten, oder es angehen.

Wie auch immer Sie sich entscheiden, lassen Sie sich nicht verunsichern! Alles Gute
Frauke Ostmann