...

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von anscher - 09.11.09 - 10:11 Uhr

hallo,

mein sohn 11. mon. (ehemaliges schreikind) hat folgendes schlafverhalten. die ersten ca. 7 wochen ist er im 2h rhythmus wach geworden und wurde gestillt. er hat die ersten 17. wochen geschrien und wurde ausschließlich getragen. er schläft seit dem 2. tag seines lebens bei uns im familienbett, weil er sich nicht ablegen ließ/läßt.

danach fing es an, dass er im 45min takt munter wurde (tags und nachts - waren so um die 10-15x munter je nacht) abends hat er meist 2-4h geschrien, bis er irgendwann erschöpft eingeschlafen ist. er hat nie allein schreien "müssen", sondern wurde immer getragen/gewiegt und im arm gehalten.

das ganze ging bis zum ca. 7.lebensmonat, dann hat er angefangen 2-5h die nacht munter zu sein. (5 tage die woche, die restlichen nächte war er ca. 6-8x munter)

momentan hat sich das ganze ein wenig beruhigt (ich will es nicht beschreien!!) er schläft nun immer besser abends ein, aber wacht immer noch sehr häufig auf. er hat am anfang keinen nuckel genommen und beruhigt sich auch nur durch die brust. die kann ich jetzt irgendwann gegen einen nuckel austauschen. bis zum ca. 6 lebensmonat konnte ich nicht aufstehen und"musste" quasi neben ihm liegen bleiben, weil er sofort gemerkt hat, wenn ich nicht mehr da war. bei meinem mann schreit er sich die seele aus dem leib, wenn er versucht ihn zu beruhigen bzw. schlafen zu legen. (wir haben das viell. 4x in der ganzen zeit versucht in verschiedenen abständen)

wir haben einen rhythmus und so schläft er zumindest tagsüber mom. recht "zuverlässig", wenn er müde ist. das war früher gar nicht so.

ich will nicht, dass er "durchschläft" aber ich verstehe sein schlafverhalten so gar nicht??!

er ist mittlerweile ein wirklich fröhliches kind, welches aufgeschlossen ist und kaum mehr grundlos schreit.

lg anscher (lzs - 26 tage #verliebt)

Beitrag von EXPERTE - 09.11.09 - 11:46 Uhr

Hallo,

da haben Sie ja schon einiges durchgemacht und durchgestanden, gut begleitet. Glückwunsch, dass es langsam besser wird, und meine Hochachtung vor Ihrer Leistung - dafür müsste man eigentlich ein Managergehalt kriegen ;-)

Unruhige, sogenannte Schreibabys haben in der Regel Schwierigkeiten runter zu kommen, in den Schlaf zu finden, sich zu entspannen und: bei zu viel Reizen / Anregung abzuschalten. Deshalb der Fachbegriff "Regulationsstörungen".
Das ist ein vorübergehendes Problem, was aber oft in Form von "schwierigem schlafen" nachwirkt. das liegt einfach daran, dass Ihr Sohn vermutlich immer noch leichter erregbar ist, reizoffener als andere und es schwieriger hat runterzukommen. Oft sind solche Babys / Kleinkinder äußerst fit, neugierig, viel in Kontakt mit anderen - und zum Glück entschädigt das für die anstrengenden Schrei- oder Nicht-Einschlaf-Phasen.

Also, es ist bei Ihrem Sohn durchaus "normal", wenn man die ganze Geschichte ansieht, es wird zunehmend besser, sie begleiten ihn sehr gut, was ihm sicher hilft.

Die Frage ist nur, ob es für Sie so o.k. ist, oder ob Sie zu angestrengt und müde sind. dann können Sie langsam auch überlegen, was Sie von ihm noch fordern können. Denn wo die Mama an ihre Grenzen kommt, hat der Sohn auch nichts mehr von ihr.

Achten Sie also weiterhin gut auf Ihren Sohn aber auch auf sich. Alles Gute dabei
Frauke Ostmann