Ich kann es mir nicht erklären

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Beitrag von paulina85 - 09.11.09 - 10:58 Uhr

Ich habe mal eine Frage, meine Maus (6 Monate) hat schon immer sehr wenig geschlafen.
Im Moment sieht es so aus, Mittagsschlaf dauert ne halbe Stunde, dann ist sie wieder wach, obwohl sie noch müde ist schläft sie nicht mehr.
Nachmittags schläft sie nur im Kiwa, mal ne halbe Stunde.
Abends geht sie eigentlich problemlos ins Bett, wacht aber meist alle 3 Stunden auf, mal öfter mal weniger(oft auch ohne Hunger)
Morgens hat sie meist um 6 Uhr ausgeschlafen, ist aber noch hundemüde von der Nacht. Vormittags bekomm ich sie nicht ins Bett, egal wie müde sie ist, dann halt wieder mittags, was aber meist auch ewig dauert bis sie einschläft.

Man kann eigentlich sagen, sie ist dauer müde, aber kommt nicht in den Schlaf.

So weit so gut, hab mir bisslang gedacht, ist halt so, kann ich eh nix dran machen.

Nun hat sie am Wochenende bei meiner Mama geschlafen und was ist, die Maus hat fast nur geschlafen.

Haben sie um halb 4 hingebracht. Dann hat sie von halb 5 bis halb 8 geschlafen. Dann wieder von 10 Uhr abends bis 1 Uhr hat sage un schreibe 1x nachts getrunken und hat bis halb 7 geschlafen ohne ständiges Wachwerden.

Dann hat sie von 8-10 nochmal geschlafen und hat um halb eins nochmal 2 Stunden Mittagsschlaf gemacht.

Ich war total baff als sie es mir erzählte.

Nun meine Frage: Was mache ich falsche, das meine Maus zuhause kaum schläft.

Glg Jessica

Beitrag von EXPERTE - 09.11.09 - 16:57 Uhr

Hallo Jessica,

das ist ja eine gute und schlechte Nachricht zugleich, die Sie da von Ihrer Mutter bekommen haben. Eigentlich toll, dass Ihre Tochter es geschafft hat, sich mehr Schlaf zu holen. Aber auch gemein, dass sie das bei Ihnen nicht macht.

Eine Erklärung dafür: Ihre Mutter kann sicher gelassener damit umgehen, denn sie gibt die Enkelin ja wieder ab, wollte Ihnen was Gutes tun / Zeit schenken. Bei Ihnen zu Hause hat sich das über lange Zeit so eingespielt, dass Ihre Tochter eben nicht mehr Schlaf findet.

Meine Ideen für Sie:
Es fällt Ihrer Tochter anscheinend schwer, in den Schlaf zu finden, auch wenn sie müde ist. Vielleicht liegt das daran, dass Sie sich erst trauen, sie zum Schlafen zu bringen, wenn sie richtig müde ist - und damit die einfachste und beste Einschlafzeit schon vorbei ist.
Also probieren Sie mal, sie früher (wenn sie gerade müde wird) zum Schlafen zu bringen.
Wichtig ist natürlich auch, wie Ihre Tochter einschläft. dazu schreiben Sie nichts. Ideen zum in den Schlaf begleiten finden Sie in meinen anderen Antworten in diesem Forum. da können Sie schauen, ob etwas zu Ihrer Einschlafsituation passt.
Achten Sie auf jeden Fall darauf, selbst ruhig und gelassen zu bleiben. Das Einschlafen Lassen ist ein Angebot von ihnen für Ihr Tochter, die es mal leichter mal schwerer annehmen kann. Bleiben Sie dran, auch wenn sie nicht gleich einschläft.
Und versuchen Sie, ob Ihre Tochter nach einem kurzen Schläfchen vielleicht doch weiter schlafen kann. Das heißt: schnell da sein, wenn sie am Aufwachen ist und dann beim Wiedereinschlafen begleiten, bevor sie richtig wach ist. Manchmal klappt das.
Wenn nicht sollte sie auf jedenfall so oft wie möglich schlafen. Achten Sie auf ihre Müdigkeitssignale.

Und dann können Sie ja mal überlegen, auf welche Art das Einschlafen besser funktionieren könnte (vielleicht hat Ihre Mutter da was anders gemacht?). Oft geben Eltern zu schnell auf, wenn ihr Baby nach 10 min noch nicht eingeschlafen ist. Bleiben Sie ruhig 30 min dran!

Sie können ja auch erst mal ausprobieren, was ist, wenn Ihre Tochter insgesamt mehr schläft (egal wie und wo) - ohne eine bestimmte Einschlafmethode auszuprobieren. Häufig schlafen die Babys besser in der Nacht, wenn sie insgesamt genug schlafen.

Schlimmstenfalls bleibt's erst mal wie es ist, dann nehmen Sie sich (und Ihrer Tochter) wenn möglich öfters eine Auszeit, es gibt ja jemanden, bei dem es gut funktioniert;-)

Also: außergewöhnlich ist das nicht, aber super anstrengend. Genügend / mehr Schlaf ist ein Ansatzpunkt für besseren Schlaf. Methoden finden Sie in meinen Antworten auf andere Fragen. Und sorgen Sie gut für sich, damit Sie durchhalten.

Alles Gute
Frauke Ostmann