nächtliches Aufwachen

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Beitrag von daniela1984 - 09.11.09 - 11:37 Uhr

Hallo !

Erstmal, super das man sich hier jetzt mal von einem Experten einen Rat/Tip holen kann. #danke

Auch wir haben z.Z. das Problem, dass unser Sohn Linus (16 Monate) nachts sehr schlecht schläft.
Abends haben wir ein festes Ritual, nach dem wir tagtäglich verfahren.

Es gibt zwischen 18h und 18:30h Abendessen. Danach werden die Zähne geputzt und der Kleine wird "bettfein" gemacht. Dann legen wir ihn in seinen Schlafsack und er bekommt auf meinem Arm die Nachtflasche (Bebivita Abendfläschchen) und danach seinen Schnuller. Dann lege ich ihn hin und die Spieluhr wird einmal aufgezogen. Das klappt soweit auch alles prima. In der Regel schläft Linus dann auch ohne zu meckern selbst ein. Manchmal schimpft er vielleicht 5 Minuten vor sich hin, aber auch das ist okay. (Ins Bett geht er so zwischen 19:30h und 20h.)

Das nächtliche Drama beginnt meistens dann so zwischen 0h und 1h. Da wird er dann das erste Mal wach. Einer von uns beiden geht dann hin und meistens liegt es dann daran, das er seinen Schnuller verloren hat und diesen haben will. Dann bekommt er seinen Schnuller, die Spieluhr wird erneut aufgezogen und er döst wieder ein. Es vergeht meistens jedoch nicht mal eine Stunde und er weint wieder. Also das selbe Spiel von vorne. Das geht dann so bis ca. 2:30h. Dann knurrt sein Bauch so sehr, dass er nochmal eine Milch bekommt. Manchmal klappt es danach dann so gut, dass er bis morgens so um 7h weiterschläft, aber größtenteils ist es so, dass er immer wieder wach wird.

Ich habe schon einiges versucht, aber irgendwie hilft nichts. Wenn er nachts auf meinen Arm möchte, nehme ich ihn raus und er darf noch kuscheln, manchmal klappts, manchmal nicht. Dann habe ich versucht ihn liegen zu lassen und einfach nur zu streicheln um ihm zu zeigen, dass ich da bin, aber auch das hilft nur selten. Ich hatte ihn auch schon mit in unserem Bett (Linus durfte bis mitte September, sobald er nachts wach wurde zu uns ins Bett - seitdem habe wir es ihm abgewöhnt - es hat ohne weiteres geklappt und er hat sofort in seinem Bettchen geschlafen und das auch ganz ohne Probleme, sogar teilweise durch), aber da schläft er dann gar nicht mehr. Dann war ich zwischenzeitlich so verzweifelt und auch übernächtigt, dass ich mich mit ihm mal auf unsere Couch gelegt habe, aber auch da hat er nicht wirklich geschlafen.

Wie Sie sehen, ich weiß mir so langsam nicht mehr zu helfen und hoffe, dass Sie evt. einen Ratschlag für mich haben.

GLG
Daniela mit Linus & Muggelchen (29. SSW)

Beitrag von EXPERTE - 10.11.09 - 11:42 Uhr

Hallo Daniela,

Sie haben wirklich schon vieles probiert und leider kann ich Ihnen nichts wirklich Neues sagen.. Ich versuche mal zu sortieren:

Linus wird nachts häufig wach, das ist normal, daran werden wir nichts ändern können. dann ist er es gewohnt zum Einschlafen hilfe von Ihnen zu bekommen - anders schafft er es nicht / oder es fällt ihm schwer.

Das wäre also der einzige Ansatzpunkt. Wenn Sie möchten, dass er ohne Ihre Hilfe wieder einschläft (das wirkt dann wie durchschlafen), müssen Sie ihm die Hilfen schrittweise abgewöhnen.
Das haben Sie ja schon versucht, vielleicht nicht systematisch und lange genug?

Mein Vorschlag also: überlegen Sie sich eine Einschlafhilfe, die Linus verkraften könnte, die weniger Aufwand für Sie bedeutet, also eine Entlastung ist (wichtig, auch im Hinblick auf das Baby, das spätestens, wenn es geboren ist, auch Zeit, Energie, Aufmerksamkeit fordern wird). Dass Sie ihn grundsätzlich zeigen, dass Sie da sind, er nicht allein ist, finde ich wichtig und richtig.

Wenn Sie sich also entschieden haben, z.B. ihn nicht mehr rauszunehmen, hinzugehen, ihm beim Schnuller suchen zu helfen (vielleicht lernt er, ihn selbst zu finden, oder Sie legen mehrere bereit), ihn zu streicheln und zu beruhigen - dann tun Sie das eine Woche lang konsequent, wenn möglich jede Nacht. Zur Erleichterung würde ich aber den Aufwand verringern, z.B. indem Sie eine Matratze neben das Kinderbett legen oder das Bett neben die Couch stellen.
Wichtig ist, dass es für Sie eine Erleichterung und für ihn einen Schritt in Richtung allein einschlafen ist.

Nach einer Woche sehen Sie, ob das Ganze erfolgsversprechend ist oder nicht - dann brechen Sie ab.

Schlimmstenfalls wird er weiter so oft wach und nichts hilft, dann machen Sie es sich aber bitte leichter - Bett neben Ihres oder so. Sonst schaffen Sie das nicht auf Dauer.

Eine neue methode habe ich also nicht, nur die die Sie schon aufgezählt haben. Neuerung nur konsequent dranbleiben und bei einer methode bleiben + Erleichterung für Sie.

Ich hoffe, ein bisschen was bringt Ihnen diese Antwort, alles Gute
Frauke Ostmann