Wann Kindergartenreif? Mama kann nicht loslassen?

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Beitrag von juju79 15.12.09 - 13:39 Uhr

Hallo Zusammen,

mein Großer kam mit gut 3 Jahren in den Kindergarten und hat sich lange sehr schwer getan :-(
Nun wird mein Kleiner Ende Feb. 3 Jahre alt und hat nun einen Platz ab März.
Ich habe das Gefühl, dass er noch nicht so weit entwickelt ist, wie vielleicht andere 3-jährige :-(
Spricht noch nicht soviel und eher undeutlich, ist noch ein richtiger Falentin und überschätzt sich manchmal. Und will das Mama ihn noch oft füttert oder anzieht. Wahrscheinlich oft der Bonus des zweiten Kindes.
Nun war ich Gedanklich eher, dass ich ihn im Sept mit seinem Bruder in die gleich Gruppe gebe und das er solange noch zuhause ist.
Nun hatte ich Gespräche, dass es insgesamt wohl besser ist im März ihn in Kiga zu stecken. Eher getrennte Gruppen und diese ist nur eine sehr kleine Gruppe, da die Kinder nur zwischen 2-4 Jahre alt sind.
Nun merke ich, dass ich mit enorm schwer tue.
Frage mich oft, ob er wirklich bereit ist oder ich ihn überfordere und ich merke, dass ich ihn wohl nicht so recht loslassen kann :-(
Wie schafft ihr das oder habt ihr Tips?
An was habt ihr gesehen, dass eure Kinder reif für den Kindergarten waren?

Liebe Grüße, Julia

Beitrag von nila76 15.12.09 - 13:59 Uhr

Hallo Julia,
ich glaube, das Problem ist nicht dein Sohn, sondern eher du (ohne das ich dir zu nahe treten will). Grade wenn er in vielen Sachen noch nicht so weit "scheint" (ist ja immer objektiv zu sehen) wäre es für ihn gut, in eine KiGa Gruppe zu kommen. Und wenn da eh nur 2-4 jährige betreut werden..umso besser.

Ich glaube, du kannst einfach noch nicht loslassen, das hat aber nichts mit der KiGa Reife ansich zu tun.

Mir ging es im November nämlich ähnlich. Theresia hat überraschenderweise einen Krippenplatz bekommen, musste mich von heute auf morgen entscheiden, ob ich ihn will und ein keine Woche später ging es schon mit der Eingewöhnung los.
Bei Carolina hatte ich fast ein Jahr zeit, mich seelisch darauf vorzubereiten.
Jetzt sollte auf einmal Theresia in den Kiga..meine Kleine, vormittags auf einmal kein Kind mehr da..das war komisch. Meine Große abzugeben viel mir leichter, weil ich ja die Kleine noch zu Hause hatte.

Aber den Kindern tut ein KiGa (in der Regel) soooo gut. Was Carolina und Theresia für Fortschritte dort gemacht haben. Das wirst du ja vermutlich von deinem Großen kenne.

Lerne loszulassen, auch wenn es grade bei den letzten Kindern irgendwie schwerer fällt. Noch hast du ja ein paar Monate.

Ob er KiGa reif ist, wirst du dann in der Eingewöhnungsphase merken, nämlich ob sie gut oder schlecht verläuft.

Noch eine schöne Rest-Adventszeit
Liebe Grüße
Nicole

Beitrag von nana141080 15.12.09 - 14:23 Uhr

Hallo,
ich finde eine kleine Gruppe zur Eingewöhnung sehr gut. Mein Großer (ähnlich so wie dein Kleiner vom Charakter anscheinend) wurde im März 2008 3 Jahre alt und kam in die 10er Gruppe nachmittags. Da waren nur 2 kleine Gruppen und in der Nachbargruppe sein Cousin.

Zum eingewöhnen war das super da er im Sommer dann in die Große Gruppe kam (24Kids) und dann nicht sofort in "kalte Wasser" geschmissen wurde;-).

Versuchs ruhig:-D

vg nana

Beitrag von h-m 15.12.09 - 15:53 Uhr

Meine Tochter hab ich schon als Baby zur Tagesmutter gegeben und mit 14 Monaten in die Kita. Es ging nicht auch nicht anders. Jedoch finde ich auch, in Deutschland machen viele Mütter zu viel Theater darum. In vielen anderen Ländern ist Usus, dass die Kinder schon in Fremdbetreuung sind, bevor sie 3 Jahre alt sind. Dafür brauchen sie meiner Meinung nach keine besondere "Reife".

Gerade solche Bequemlichkeiten wie gefüttert und angezogen werden, werden den Kindern da schnell abgewöhnt. Sind ja keine Babys mehr.

Und im übrigen gibt's auch genügend Erwachsene, die undeutlich sprechen und sich manchmal überschätzen.

Beitrag von mabo02 15.12.09 - 18:52 Uhr

Gerade bei dem was du über dein Kind sagst, würde ich sagen dass es höchste Zeit wird, dass es unter andere Kinder kommt..

Lass los und gönn es deinem Kind.
Es kann ihm nur guttun.

Beitrag von kati543 15.12.09 - 18:57 Uhr

Ich denke auch eher, dass dein Kleiner ein sehr cleveres Kind ist und dass du eher diejenige bist, die ein Problem mit dem Kiga Start hat. Ich hatte heute das Elterngespräch im Kiga und muß sagen, ich bin froh, dass es so etwas gibt, ansonsten würde ich immernoch denken, dass mein Sohn sich nicht anziehen kann ;-) .
1. Sprache ist kein Problem. Mein Sohn spricht 2-Wort-Sätze und auch sehr undeutlich - im Kiga ist er voll akzeptiert bei den Kindern.
2. Die Entwicklung ist auch kein Problem. Im Gegenteil lernen Kinder von Kindern schneller als von Erwachsenen. Mein Sohn ist übrigens entwicklungsverzögert - um genau 12 Monate.
3. Bist du sicher, dass er sich überschätzt, oder bist du einfach nur ängstlich und willst ihn vor Stürzen,... bewahren? Ohne blaue Flecke lernen Kinder nicht.
4. Sehr cleveres Kind, was sich füttern läßt - macht sicher auch der Mama Spaß, ist aber eher schlecht für die Entwicklung. Wenn du schreibst, er läßtz sich gern füttern, dann kann er offensichtlich selber essen und sich anziehen, er kennt aber auch die einfache Alternative.
5. Gib ihn nicht zum Bruder in die Gruppe. Es sind 2 eigene Personen und sie sollten die Möglichkeit haben, sich getrennt voneinander zu entwickeln und einen getrennten Freundeskreis aufzubauen. Dein Kleiner wird zwangsweise sonst anfangs nur hinter dem (ihm bekannten) Bruder herrennen und der Bruder wird sich dadurch vielleicht gestört fühlen.

Dein Kind braucht den Kindergarten und den Kontakt zu gleichaltrigen. Ein Bruder ist sicher super für die Entwicklung, aber kann keine Freunde ersetzen. Dein Kind versucht dich schon auszunutzen wo es kann und du fällst darauf rein ;-) . Es ist mehr als Kindergartenreif.