jung Kinder bekommen - wie am Besten "verpacken"?

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von unbekanntverzogen - 11.01.10 - 10:08 Uhr

Hallo :-)

Ich habe eine Frage dazu wie ich am besten meinen Lebenslauf schreibe.

Meine Ausbildung habe ich 2003 beendet. Dann war ich leider erst mal bis 2004 arbeitslos. Habe wieder Arbeit gefunden - habe aber nach 8 1/2 Monaten mein erstes Kind bekommen. (Aktuell bin ich immer noch bei der Firma angestellt, aber wohl nicht mehr lange....)

Ich habe 3 Jahre Elternzeit beantragt. Das letzte halbe Jahr habe ich auf Minijobbasis wo anders gearbeitet (allerdings kein Zeugnis erhalten. Soll ich diesen Job weglassen oder auf Teufel komm raus auf mein Zeugnis bestehen???)

Wieder 8 Monate "gearbeitet" (gleiche Firma wie ab 2004) allerdings wieder schwanger und größtenteils im Krankenhaus.

Nebenbei arbeite ich seit einigen Monaten freiberuflich. Kommt das (in Bewerbungen) gut an oder ist das eher ungern gesehen?

Wie kann ich das am Besten im Lebenslauf bzw. der Bewerbung verpacken, dass es nicht ganz so schlimm aussieht #zitter

LG UV

Beitrag von EXPERTE - 11.01.10 - 10:26 Uhr

Hallo UV,

zunächst sollten Sie alle Stationen so in den Lebenslauf aufnehmen, wie sie auch tatsächlich waren. Dann schauen Sie sich das Gesamtbild an. Meist erkennen Sie dann schon, was mehr betont werden sollte und was weniger.

Nehme Sie auch den Minijob und die freiberufliche Tätigkeit auf (solange diese nicht unseriös sind ;-) ).

Weshalb haben Sie kein Zeugnis erhalten? Sie haben ein Recht auf Ihr Zeugnis. Meist reicht ein kurzer Brief vom Anwalt, denn die Arbeitgeber wissen, dass sie dazu verpflichtet sind (Wichtig: Das Zeugnis bitte prüfen lassen).

"Bedauern" Sie nicht, dass Sie früh Kinder bekommen haben. Sie haben allen Grund stolz zu sein. Sie haben eine abgeschlossene Ausbildung und trotz Kinder immer wieder (wenn auch in Nebentätigkeit) gearbeitet und damit Initative gezeigt.

Die Kinder werden ganz normal im Lebenlauf erwähnt, aber Sie müssen nicht weiter darauf eingehen. Man sieht ja an den einzelnen Stationen, dass Sie immer wieder im Berufsleben standen. Was bisher kein Problem war, wird also auch zukünftig kein Problem sein.

Solange Sie noch in einem Arbeitsverhältnis stehen (wenn auch ruhend), sollten Sie sich bewerben. Man bewirbt sich immer leichter aus einer Anstellung heraus.

Es grüßt,
CD

Beitrag von unbekanntverzogen - 11.01.10 - 10:40 Uhr

Vielen Dank!

Ich habe mich schon daran versucht etwas positives herauszufinden. Nur leider mag mir das nicht so recht gelingen.

Es wird sicher kein Chef gerne sehen, dass ich 2 mal kurz nach (bzw beide male vor ;-) ) Arbeitsbeginn schwanger war.

Am Ende der 2. Schwangerschaft hatte ich ein Beschäftigungsverbot. Muss ich darauf näher eingehen oder gilt das einfach für die Arbeitszeit?

Natürlich bedauere ich nicht Kinder zu haben :-) Aber ich habe etwas Angst, dass dieser Schritt meine berufliche Karriere schon alleine bei der Bewerbung sehr einschränkt.

Liebe Grüße
UV

Beitrag von EXPERTE - 11.01.10 - 11:49 Uhr

Da die Kinder nun da sind, sollten Sie sich nur noch auf das Weiterkommen konzentrieren. Die Sorge ist dennoch nachvollziehbar, lassen Sie sich davon aber nicht bremsen.
Es gibt 2 Arten von Bewerbern: Die Selbstbewussten die meist etwas übertreiben und die Ruhigen, die etwas zu zurückhaltend sind und sich nicht trauen auf den Putz zu hauen. Raten Sie wer erfoglreicher ist?

Beschäftigungverbote gehen niemanden was an und dürfen übrigens auch NICHT im Zeugnis auftauchen.

Das mit den 2 Schwangerschaften kann man übrigens nun auch positiv sehen, wenn man davon ausgeht, dass jetzt die Kinderplanung abgeschlossen ist ;-)