Guten Tag!
Mein Mann und ich haben uns gemeinsam ganz bewusst dafür entschieden, dass einer von uns min. 2 Jahre mit unserem Kind zu Hause bleibt.
Das habe ich übernommen, da meine Jobsituation zum Zeitpunkt der Geburt unseres 1. Kindes mehr als besch... war, während mein Mann einen sicheren Job und ein anständiges Einkommen hat.
Ich bin während meiner Ausbildung (Versicherungsbranche) sehr schwer krank geworden (1 Jahr ausgefallen) und deshalb nicht übernommen worden.
Danach habe ich nie wieder eine echte Chance im Berufsleben bekommen, obwohl ich Bewerbungen in dreistelliger Höhe verschickt habe. Mein Abschluß war durch die lange Ausfallzeit natürlich nicht überragend und ich hatte natürlich auch keine Berufserfahrung.
Zudem war ich mit damals 20 Jahren noch ziemlich jung.
Mehr als Call-Center Stellen - eine davon zum Glück wenigstens als Kundenberaterin bei einer Versicherung - sind nie dabei rumgekommen.
Ich habe mich nun erstmal der Familie gewidmet.
Aktuell erwarte ich unser 2. Kind. Danach soll dann aber auch Schluß sein.
Das heißt, ich bewerbe mich jetzt nicht aktuell.
Wenn das "neue" Baby dann allerdings in den Kindergarten kommt (mit zwei oder drei Jahren) werde ich insgesamt locker 6 Jahre "draußen" gewesen sein.
Wie kann man so eine lange Familienphase verpacken ohne direkt aussortiert zu werden?
Diese lange Familienzeit steht nicht zur Diskussion, wir leben dieses Modell aus Überzeugung. Das heißt aber nicht, dass ich zu Hause bleiben möchte, bis das jüngste Kind in die Schule geht.
Aktuell arbeite ich auf Minijob Basis als Reinigungskraft - hat also nichts mit meinem erlernten Beruf zu tun.
Weiter engagiere ich mich ehrenamtlich (leite eine Krabbelgruppe, arbeite in der Gemeinde mit, Jugendarbeit...). Kann man sowas mit einbeziehen oder ist sowas völlig irrelevant?
Danke für Ihre Antwort!
Viele Grüße
Wie trotz langer Erziehungszeit nicht gleich aussortiert werden?
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Beitrag von kikaninchen - 11.01.10 - 13:32 Uhr
Beitrag von EXPERTE - 11.01.10 - 13:49 Uhr
Hallo kikaninchen,
Sie machen das vollkommen richtig: Sie arbeiten ja doch aktuell
.
Nehmen Sie also ruhig ehrenamtliche Tätigkeiten, Krabbelgruppenleitung etc. mit rein. Natürlich erleichtert dies weniger den Einstieg in ein spezielles Berufsfeld, aber allgemein erleichtert dies einiges, denn Sie zeigen, dass Sie Kinder UND berufliches sehr wohl verbinden können.
Können Sie sich auch vorstellen in der weiteren Elternzeit auf 400-Basis in Ihrer zukünftigen Wunschbranche tätig zu sein? Was wäre in diesem Fall möglich, was müssten Sie dafür noch tun? (erarbeiten Sie sich z.B. einen Zeitstrahl mit einem 3-6 Schritteprogramm). Würde die ein oder andere Fortbildung etwas erleichtern? Mit wem könnten Sie Kontakt knüpfen? Wer könnte Ihnen weiter helfen? In welchem Bereich könnten Sie quereinsteigen?
Die Frage ist: Was müssen Sie denn verpacken, wenn Sie zu der Familienauszeit mit Nebentätigkeit stehen?
Es grüßt,
CD
