Ausbildung, Umschulung und ein Kind

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Beitrag von salome25 - 11.01.10 - 22:04 Uhr

Guten Abend,


also ich bewerbe mich mit 27 Jahren noch mal neu als Azubi für den Beruf der Personladienstleistungskauffrau. Ich bin geschieden und alleinerziehende Mutter. Mein soziales Umfeld garantiert mir einen reibungslosen Ablauf der Ausbildung. Habe alles doppelt und dreifach abgesichert und habe trotzdem noch das Gefühl, dass das Kind als eine Art Hindernis angesehen werden könnte und ich deshalb vorab aussortiert werde. Das mit der neuen Ausbildung bzw. Umschulung ist mit der Arge abgesprochen, habe da ne super Ansprechpartnerin. Ich habe jahrelang in branchenfremden Umternehmen gearbeitet. Habe Friseurin gelernt und habe schnell nach der Ausbildung vor 8 Jahren den Anschluss verloren. Zwischendurch kam meine Tochter zur Welt und nun sehen mich die Arbeitgeber im Friseurhandwerk als unerfahren und nicht mehr lernfähig an. Bisher habe ich als Wiedereinsteigerin 35 Absagen bekommen. Nun bin ich arbeitslos und möchte eben auch diese neue Ausbildung machen, habe das Interesse am Friseurberuf verloren. Ohne Ausbildung würde ich dann so oder so als Hilfsarbeiterin enden und das will ich nicht.

Sollte ich das Kind vielleicht im Lebenslauf erstmal weglassen??? Falls ich dann Erfolg hätte und zum Gespräch engeladen werden würde, könnte ich es doch dann erwähnen und dazu sagen, dass ich gern eine Chance habe wollte vorsprechen zu dürfen....

Oder was gibt es sonst für Möglichkeiten? Meine Bewerbung wurde schon auf den aktuellen Stand gebracht durch unser ansässiges Bewerbercenter, das ich in Anspruch nehmen darf, weil ich ohne Arbeit bin.

Ich danke schon mal für die Antwort

:-D

Beitrag von EXPERTE - 12.01.10 - 12:36 Uhr

Hallo Salome,

wie bereits in einigen der anderen Antworten bemerkt (sie können ja mal nachlesen), kann es unter Umständen hilfreich sein, Familienstand und Kinder im LL gar nicht zu erwähnen.
Ob und wann Sie dann im Gespräch darauf zu sprechen kommen ist eine andere Sache. Meist gibt es eine kleine Einheit im Gesprächsverlauf, in der Sie persönliches erwähnen können. Wichtig ist dabei dann, dass Sie überzeugend vermitteln, in wie weit die Betreuung auch im Krankheitsfall gesichert wäre.

Es gibt aber nicht nur "mütterfeindliche" Arbeitgeber ;-). Ich kenne einige, die gerne Mütter einstellen (belastbarer, organisierter etc.). Manche Firmen werben auch speziell mit Familienfreundlichkeit (siehe Unternehmenspräsentation auf der jeweiligen Homepage) und bieten sogar interne Betreuungsgruppen an (dann arbeitet es sich u.U. auch entspannter, wenn man weiß, dass man im Notfall nur die Treppe runter muss, wenn etwas wäre).

Alles Gute für Ihren Ausbildungswunsch,
CD