Wieviel Geld muss einem bleiben ?

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Beitrag von nina-keks 19.04.10 - 16:51 Uhr

Hallo !

Ich suche schon geraume Zeit im Internet nach einer Antwort, aber irgendwie werde ich nicht fündig.

Es geht um folgendes:
Wenn meine Mutter Grundsicherung beantragen würde und dann zum Beispiel Betrag X bekommt. Gibt es da dann eine Grenze wieviel ihr mindestens bleiben muss für Einkaufen etc. ! Also eben das Geld für Lebensmittel und Co.

Ich habe auf einer Seite gelesen, dass zusätzlich zur Grundsicherung noch Sozialhilfe dazu beantragt werden kann. Aber irgendwelche Beträge finde ich nicht, nichtmal Beispiel. (mir ist schon klar, dass das oftmals ganz konkret berechnet werden muss)
Gibt es nicht auch bei Hartz4 irgendeinen Satz der dann zum "Leben" bleiben muss?

Wäre dankbar, wenn da jemand weiter wüßte.

LG
Nina.

Beitrag von honolulumieze 19.04.10 - 16:54 Uhr

Bis auf Ausnahmen (Mehrbedarf wegen Krankheit, Schwangerschaft, Klassenfahrten der Kinder und dergleichen) muss doch alles vom Regelsatz bestritten werden. Der liegt meines Wissens nach bei +/- 350 Euro für eine Einzelperson. Als ALG II-Empfänger ist man zudem berechtigt, die Tafel aufzusuchen. Dort erhält man einmal die Woche (so jedenfalls bei uns) Lebensmittel.

Beitrag von nina-keks 19.04.10 - 17:03 Uhr

Danke Dir für Deine Antwort.

Ja dieser Regelsatz wird auch für die Grundsicherung herangezogen.
So wie ich das sehe hätte meine Mutter nach meinen Berechnungen im Idealfall ca. 300 € zur Verfügung. Da gehen dann ihre Versicherungen, die Kontoführungsgebühren und das Telefon von runter. Rest wäre dann für Lebensmittel, Medikamente, Pflegeartikel etc.!

Dann könnte sie vermutlich den Rest bis zum Regelsatz als Sozialhilfe dazubekommen, oder ? #kratz

Sorry wenn es ne dumme Frage ist, aber meine Mutter lässt sich da leider immer schnell von Behörden abspeisen und nun will ich da mal schauen, was sie eigentlich für Rechte und Möglichkeiten hat.

LG
Nina

Beitrag von honolulumieze 19.04.10 - 18:55 Uhr

Man möge mich korrigieren. Aber Sozialhilfe wurde doch durch ALG II ersetzt. Hat deine Mutter vor ALG II ALG I erhalten? Dann bekommt sie ja noch einige Zeit diesen befristeten Zuschlag beim Übergang von ALG I zu ALG II. Es ist nun mal so, dass man als Alleinstehender tatsächlich von den ca. 350 Euro leben muss. Und wie gesagt zur Tafel gehen kann. Ob es in einzelnen Gemeinden noch Heizkostenbehilfen gibt, weiß ich jetzt nicht. Das gab es ja zumindest bei der früheren Sozialhilfe. Vom Regelsatz muss sie ja auch noch den Strom bezahlen. Also Strom, Telefon, Versicherungen, ggfls. Auto und eben Lebensmittel. Wobei Pflegeartikel und die von dir genannten Kontoführungsgebühren dabei ja den geringten Anteil ausmachen...

Beitrag von arkti 19.04.10 - 19:20 Uhr

Sozialhilfe?
Die gibt es doch gar nicht mehr.
Sie muss mit dem ALG2 klarkommen, mehr gibt es nicht, ausser wie gesagt die Möglichkeit die Tafel zu besuchen.

Beitrag von sissy1981 20.04.10 - 09:05 Uhr

Meine Großmutter erhält als Grundsicherung genau die selben Beträge die sich auch als ALG2-Empfängerin bekommen hat (wenn ich mich nicht irre, wird ihr nicht wirklich viel -wenn überhauüt von ihrer Rente/Unterhalt des Exmannes anrechnungsfrei gestellt).

Soll heißen, man bekommt - wie der Name so schön sagt: Grundsicherung - und das muss reichen.

Da sie viele Medikamente/Hilfsmittel hat die keine Anrechnung finden (für einige Dinge gibt es Mehrbedarf, für eien Krankheit bekommt sie auch einen Zuschuss) kommen zumeist wir für einige Ausgaben auf.

Beitrag von wasteline 19.04.10 - 19:58 Uhr

Deine Mutter bekommt:

den Regelsatz
+ angemessene tatsächliche Aufwendungen für Unterkunft und Heizung
+ Kosten für Kranken-und Pflegeversicherung, wenn die nicht anderweitig abgedeckt sind

abgezogen davon werden eigene Einkünfte

Beitrag von nina-keks 20.04.10 - 12:56 Uhr

Danke Euch allen für die Antworten !

Wie das mit der Grundsicherung berechnet wird ist mir ja schon klar, also Regelsatz + Wohnen + Krankenkasse etc. !
Naja und davon werden halt ihre eigene Rente und die Witwenrente abgezogen.

Laut einer Online-Berechnung hätte sie dann noch 250 € maximal übrig.
Die Frage wäre also, ob sie dann noch was bis 350 € dazubekommen kann, denn DAS ist ja der Regelsatz.

LG
Nina

Beitrag von sissy1981 21.04.10 - 09:33 Uhr

Nein natürlich nicht.

Sie bekommt ja den Regelsatz + angemessene Wohnkosten abzüglich ihrer Einkünfte (Rente und Witwenrente).

Davon muss sie alles bestreiten. Wenn ihr in der jetzigen Situation noch 250€ im Monat (zum leben oder wie soll man das verstehen?) bleiben, dann ist dem so - und für einen alleinstehenden ja auch gut verkraftbar.

Reicht das nicht (weil zB noch ein Auto finanziert werden etc.) dann muss sie sich entweder einschränken oder falls das möglich ist auf familiäre Unterstützung ausweichen.

Hat sie Krankheiten, chronische Leiden die einen Zusatzbedarf darstellen kann sie den aber beantragen (wir wurden damals erst über die Seniorenbetreuung der Stadt darauf hingewiesen, evtl. gäbe es dort bei deiner Angehörigen auch noch die Möglichkeit einen Zuschuss zu bantragen?!)