Hallo,
es geht um meine Schwiegermutter 74 Jahre alt. Altersdemenz, Inkontinent, Diabetis ...
Mein Schwiegervater ist Rentner und Sie ist seit 20 Jahren in Deutschland hat aber nie hier gearbeitet. Ihre Aufenthaltserlaubnis wird alle 4 Jahre verlängert. Mein Schwiegervater hat sich getrennt und hat jetzt eine Neue...jüngere.. Meine Schwiegermutter steht jetzt mittellos da. Er will ihr auch kein Geld geben. Sie wohnt zur Zeit bei uns. Das geht in einer 3 Zimmerwohnung nicht auf Dauer. Wir haben bisher noch kein Pflegeantrag gestellt, da sie noch keine eigene Wohnung hat. Wir können Ihr das auch alles nicht finanzieren. Höchsten 250 Eur können wir ihr im Monat dazu geben.. Habt ihr eine Idee was wir machen können. Sie hat keine Wohnung mehr und auch kein Geld. Danke
befristete Aufenthaltserlaubnis. Wohngeld, Sozialhilfe Anspruch?
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von janel - 05.05.10 - 16:09 Uhr
Beitrag von risala - 05.05.10 - 16:33 Uhr
Hi,
ist Deine Schwiegermutter verheiratet? Dann MUSS der Ehemann Unterhalt zahlen. Das mal vorab.
Am Besten wird es sein, wenn Du bzw. Dein Mann mal bei der Caritas o.ä., der Krankenkasse und der Gemeindeverwaltung vorstellig werdet und euch wg. Unterbringung (Pflegeheim wird ja scheinbar nötig sein) und den daraus resultierenden Kosten / Kostenübernahme erkundigt.
Warum hat sie denn nach so langer Zeit keine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung?
Gruß
Kim
Beitrag von janel - 05.05.10 - 22:34 Uhr
Ja sie ist verheiratet. Aber mein Schwiegervater interessiert das nicht. Er ist ja auch 75 und denkt sich ich lebe jetzt mal mein Leben. Ganz schlimme Situation
Beitrag von risala - 06.05.10 - 15:28 Uhr
Hi,
ob das Deinen SV interessiert oder nicht ist egal. Rechtsanwalt einschalten, Unterhalt einfordern - fertig.
Es kann halt passieren, dass man sich auch im Alter nochmal neu verliebt. Finde ich absolut ok - aber dann muss man auch alle Konsequenzen tragen.
Ich würde euch wirklich eine kompetente Beratungsstelle auch bezügl. der Wohnung / Pflegeheim, etc empfehlen! alleine werdet ihr das nicht hinbekommen!
Gruß
Kim
Beitrag von nobility - 05.05.10 - 17:24 Uhr
Natürlich gibt es da Ideen. Das wäre doch gelacht. Da gibt es doch genügend Einrichtungen, die sofort und sehr gerne helfen. Schließlich ist Deutschland doch das Schlaraffenland Weltweit.
Beitrag von fienchen1101 - 05.05.10 - 17:41 Uhr
<<<<Schließlich ist Deutschland doch das Schlaraffenland Weltweit. <<<<<<
Leider. 
lg
Fienchen
Beitrag von shmenkman - 05.05.10 - 18:53 Uhr
Hallo!
Soweit ich weiß, steht es dir (und auch Finchen) frei in ein Land mit weniger gutem Sozialsystem zu ziehen, wenn dir die gute Absicherung in Deutschland so gar nicht behagt.
Die Auswahl ist groß, nur zu!
B.
Beitrag von fienchen1101 - 05.05.10 - 19:10 Uhr
Warum soll ich in ein Land ziehen, welches ein weniger gutes Sozialssystem hat? Wat fürn Argument
.
Ich bin Deutsche und ich bin froh in Dtl. zu leben. Es ist gut zu wissen, dass, wenn ich Hilfe benötige, der Staat mich nicht im Stich lässt.
Warum soll Deutschland aber eine alte Frau im Alter unterstützen, die keine Deutsche ist und nie hier gearbeitet hat? Sie hat also nie in die Sozialkasse hier eingezahlt. Es steht ihr dann doch auch frei, wieder in ihr Land zurückzukehren um dort die dortigen Leistungen zu empfangen, die ihr zustehen.
lg
Fienchen
Ps: Dieses Posting von mir ist nicht als rechtsradikal aufzufassen.
Pps: Sorry für die wirre Schreibweise, hatte nen sehr anstrengenden Arbeitstag und mein Kopf ist bereits fast leer und ich hoffe, du weißt wie ich das meine.
Beitrag von shmenkman - 05.05.10 - 19:45 Uhr
Dein "Leider" + trauriger Smilie drückt nunmal Bedauern aus.
Deswegen gehe ich davon aus, dass du das Sozialsystem in Deutschland nicht befürwortest.
Wohin sollen wir eigentlich die ganzen deutschen Hausfrauen abschieben, die noch nie in die Rentenkasse eingezahlt haben? Es gibt durchaus auch (noch!) solche Fälle.
Und keine Sorge, als radikal habe ich nichts an deinem Beitrag empfunden.
Ich mag diese kurzsichtige Haltung einfach nicht. Wie du selbst sagst, haben wir großes Glück, hier zu leben und wir alle sollten versuchen ein wenig sozialer und menschlicher zu denken.
Egoismus nimmt in Deutschland immer mehr Raum ein, die Angst, zu kurz zu kommen schürt Missgunst und latente (!)Fremdenfeindlichkeit.
Ich habe Verständnis für die Ängste, die so mancher hat, aber wir sollten uns nicht verleiten lassen Stammtischparolen nachzuplappern, denn das vergiftet das Klima in diesem Land und am Ende leiden wir alle darunter.
Ich wünsche dir einen schönen Feierabend!
Belma
Beitrag von mondlaus - 05.05.10 - 21:33 Uhr
Das unterschreibe ich...
Beitrag von janel - 05.05.10 - 22:36 Uhr
na das hat gesessen
Beitrag von .roter.kussmund - 05.05.10 - 23:47 Uhr
"Wohin sollen wir eigentlich die ganzen deutschen Hausfrauen abschieben"
die bleiben selbstverständlich in ihrem heimatland.. sie gehört schließlich
zur Fam. Deutschland.. während der "besuch" wieder gehen muss.
Beitrag von nele27 - 06.05.10 - 09:09 Uhr
Ihr Mann hat aber, so wie ich das verstanden habe, genauso wie ein deutscher Mann mit Hausfrau ewig Steuern ins DEUTSCHE System bezahlt.
Warum sollte diese Frau schlechter gestellt sein als eine deutsche Hausfrau?? Ihr hätte längst eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung zugestanden - es sei denn sie ist kriminell.
Nele
Beitrag von fienchen1101 - 05.05.10 - 23:55 Uhr
<<<Deswegen gehe ich davon aus, dass du das Sozialsystem in Deutschland nicht befürwortest. <<<<
Doch, im Großen und Ganzen befürworte ich unser Sozialsystem. Es ist natürlich verbesserungswürdig, aber ansich ist es in Ordnung.
<<<Wohin sollen wir eigentlich die ganzen deutschen Hausfrauen abschieben, die noch nie in die Rentenkasse eingezahlt haben?<<<
In den meisten Fällen war es ja so, dass deren Ehemänner genug verdient haben, sodass die Frauen es sich leisten konnten, daheim zu bleiben. Und warum sollte es ihnen nicht zustehen, dann die Mindestrente zu bekommen?
<<<wir alle sollten versuchen ein wenig sozialer und menschlicher zu denken. <<<
Richtig. Aber in erster Linie sollte man erstmal an seine eigenen Leute denken.
<<<Egoismus nimmt in Deutschland immer mehr Raum ein, die Angst, zu kurz zu kommen schürt Missgunst und latente (!)Fremdenfeindlichkeit.
<<<
Ich gebe zu, es ist sehr egoistisch.
Deutschland ist aber hoch verschuldet. Deutschland gibt und gibt trotzdem. (Haiti, Tsunami, Griechenland etc.pp) Klar, dass es Missgunst schürt. Wenn man dann noch zu hören bekommt, dass ausl. Mitbürger (die nur befristet oder geduldet in Deutschland leben) Sozialgelder bekommen, dann wird man natürlich sauer.
Mal andersrum gefragt: Angenommen ich lebe seit 20 Jahren immer nur befristet in der Türkei, würde ich im Falle eines Falles dort Unterstützung bekommen? Würde die Türkei mir das Pflegeheim bezahlen?
lg
Fienchen
Beitrag von shmenkman - 06.05.10 - 09:41 Uhr
Guten Morgen Finchen!
Du schreibst:
"In den meisten Fällen war es ja so, dass deren Ehemänner genug verdient haben, sodass die Frauen es sich leisten konnten, daheim zu bleiben. Und warum sollte es ihnen nicht zustehen, dann die Mindestrente zu bekommen?"
Der Ehemann der besagten Frau hat ebenfalls gearbeitet und offenbar konnten sie es sich genauso leisten zu Hause zu arbeiten.
Der Sachverhalt ist exakt derselbe, außer dass in ihrem Pass eine andere Nationalität steht.
Ist das für dich Grund genug, eine alte kranke verlassene Frau abzuschieben, in ein Land in dem sie niemanden mehr hat?
"Aber in erster Linie sollte man erstmal an seine eigenen Leute denken"
Wie definierst du die eigenen Leute? Mir persönlich ist es erstmal schnuppe, was im Pass eines Menschen steht. Sie lebt hier seit 20 Jahren, ist krank und wurde mit 74 Jahren von ihrem Mann verlassen.
Das reicht um mich als Bürgerin dieses Landes mitverantwortlich für die bedürftige Frau zu fühlen.
Hast du ernsthaft das Gefühl, dass dir jemand etwas wegnimmt? Die Hilfen für andere Länder sind ein selbstverständlicher Akt der Solidarität in der Staatengemeinschaft, weltweit und auch innereuropäisch.
Der Staatshaushalt funktioniert einfach nicht wie die Haushaltskasse zu Hause.
Wäre Deutschland von so einer Krise oder gar Naturkatastrophe betroffen, wären wir sicher auch dankbar für die Hilfe.
Warum stößt es dir eigentlich so übel auf, wenn hier lebende Ausländer Sozialleistungen beziehen? Die Steuern, die von den Millionen Ausländern bezahlt werden, stören dich sicher nicht, oder?
Worauf ich hinaus will, ist: bitte denke nicht so beschränkt.
Es ist alles etwas komplexer als es den Eindruck macht.
Möchtest du wirklich in einer Gesellschaft leben, die geprägt ist von sozialer Kälte und Egoismus? Ich nicht! Und ich werde alles tun um der Entwicklung gegenzusteuern.
Achja, zu deiner Frage bezüglich Leistungen in der Türkei: Ich weiß es nicht, genauso wenig, wie ich weiß, ob der Dame hier etwas zusteht.
Aber abgesehen davon sollten wir den Maßstab doch besser nicht bei Ländern anlegen, die noch nicht soweit entwickelt sind, oder?
Ich meine, wir vergleichen doch auch nicht das deutsche Bildungssystem mit dem in der Ukraine sondern mit dem in den skandinavischen Ländern.
Verstehst du was ich meine?
Langfristig ist deine Haltung einfach gefährlich, denn sie sucht nach Sündenböcken für die eigene Unzufriedenheit. Wohin das führen kann, muss ich nicht nochmal ausführen.
Ich wünsche dir für heute einen weniger stressigen Arbeitstag,
Belma
Beitrag von nele27 - 06.05.10 - 11:17 Uhr
Guter Beitrag!
Kleine Ergänzung: Vor nicht allzu langer Zeit, nämlich 1945, wurde unserem Land massiv von anderen Ländern geholfen. Ohne die hätten wir blöde dagestanden. Und sie haben geholfen, obwohl wir sie vorher beschossen haben... natürlich war auch Eigennutz dabei, aber man hätte Deutschland auch wesentlich kleiner halten können.
Auch beim Hochwasser 2002 haben Bürger anderer Staaten uns geholfen.
Ich kann über dieses "erstmal wir" immer nur den Kopf schütteln bzw. brechen 
Habe manchmal das Gefühl, uns gehts zu gut, dass wir uns eine solche Einstellung leisten. Wer viel hat, scheint nur wenig abgegen zu wollen - traurig.
Nele
Beitrag von zeitblom - 06.05.10 - 17:10 Uhr
Ich wünschte, ich könnte so gelassen und überzeugend argumentieren...
Beitrag von shmenkman - 06.05.10 - 18:30 Uhr
Danke für die Blumen!
Beitrag von nusch - 06.05.10 - 06:35 Uhr
Man lässt eine Frau 20 Jahre in Deutschland bleiben, aber wenn sie alt und krank ist, soll man sie abschieben - das nenn ich mal eine soziale Einstellung *ironie off*
Unmöglich!
Natürlich ist in erster Linie der werte Gatte, der sich nun entschieden hat, seinen Ruhestand mit einer Jüngeren zu versüßen, für die arme alte Frau zuständig.
ABER: man kann doch nicht alle kranken, bedürftigen, alten Ausländer, die Jahrzehnte hier bleiben durften, weil der Gatte auch in das Sozialsystem eingezahlt hat, dann abschieben, wenn sie Hilfe brauchen - pfui!
Beitrag von king.with.deckchair - 06.05.10 - 08:27 Uhr
Diese Fälle gibt es inzwischen leider öfter als man denkt.
Beitrag von nusch - 06.05.10 - 16:43 Uhr
Meinst, Du das alte, kranke Ausländer abgeschoben werden?
Beitrag von nusch - 06.05.10 - 16:47 Uhr
Ich kauf mir ein wenig Zeichensetzung und Rechtschreibung
:
Meinst Du, dass alte, kranke Ausländer abgeschoben werden?
Beitrag von king.with.deckchair - 06.05.10 - 13:04 Uhr
Dummes Geschwätz.
Beitrag von jeannylie - 05.05.10 - 17:46 Uhr
Frag doch bei der Krankenkasse nach oder beim Sozialamt direkt.
LG
Beitrag von shmenkman - 05.05.10 - 19:29 Uhr
Hallo!
Ich weiß ja nicht, welche Nationalität deine Schwiegermutter hat, aber vielleicht kann der Attaché des Konsulats helfen.
Ich musste wegen der Halbwaisenrente zum türkschen Konsulat, und da ist der Attaché für die Sozialleistungen und Renten aus dem Heimatland zuständig.
Vielleicht steht ihr etwas zu, zumindest können die dort Auskunft geben.
Ansonsten ist ihr Mann tatsächlich unterhaltspflichtig.
Alles Gute für euch,
Belma
