Hallo!
Ich habe gerade schon die Suchfunktion benutzt, aber leider keine Antwort gefunden.
Mein Vater ist seit einigen Jahren schon Renter und bekommt eine nicht ganz so große Rente.
Meine Mutter hat auch immer Vollzeit mitgearbeitet, es ging es ihnen also gut. Mit 55 Jahren wurde sie dann gekündigt. Sie war total traurig, hat sich aber mit meiner Hilfe fleißig beworben. Sie bekam 1 Jahr lang Arbeitslosengeld, während dieser Zeit hat sie unzählige Bewerbungen geschrieben. Nun bekommt sie kein Arbeitslosengeld mehr und nach den ganzen Absagen (aufgrund ihres Alters) hat sie es aufgegeben, noch mal einen Vollzeit- oder auch nur Teilzeitjob zu bekommen. Sie geht jetzt nebenbei Putzen, aber das reicht nicht.
Ich habe mal für sie gegoogelt und festgestellt, dass sie ein Anspruch auf ALG II hat. Sie schämt sich aber zum Jobcenter zu gehen. 
So langsam kann ich die beiden finanziell nicht mehr unterstützen.
Daher meine Frage: Kann meine Mutter auch zur Tafel gehen, obwohl sie kein ALG II bezieht?
Ich habe was von einem Berechtigungsschein gelesen. Wo bekommt man den? Muss man dafür ALG II Empfänger sein?
Ich würde ja auch für sie zur Tafel fahren, aber ich weiß ja nicht, ob die mir was geben würden. 

Gruß
Melanie
Kann sie zur Tafel gehen?
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Beitrag von melmystical - 07.05.10 - 13:23 Uhr
Beitrag von duchovny - 07.05.10 - 13:30 Uhr
Hi,
ich würde zur Tafel gehen und fragen, die wissen wo es den Berechtigungsschein gibt. Und es ist war, dass geht auch ohne ALG II zu empfangen.
Nur meinst, deine Mutter wird sowas beantragen wenn sie schon kein ALG II beantragen will?
LG Susanne
Beitrag von melmystical - 07.05.10 - 13:38 Uhr
Sie wird es nicht gerne wollen, deshalb würde ich ja dort für sie hinfahren, aber das Beantragen muss sie schon selber machen, stimmt schon.
Beitrag von marion2 - 07.05.10 - 13:31 Uhr
Hallo,
füll mit deiner Mutter das Formular aus:
http://www.arbeitsagentur.de/nn_26642/Navigation/zentral/Formulare/Buerger/Arbeitslosengeld-II/Arbeitslosengeld-II-Nav.html
und gib es mit ihr gemeinsam ab.
Bei der Tafel anzustehen ist viel schlimmer als zum Jobcenter zu gehen. Außerdem könnten die ihr evtl. noch nen Job vermitteln, bei dem mehr rauskommt.
Es ist keine Schande, HILFE anzunehmen.
Gruß Marion
Beitrag von yale - 07.05.10 - 13:33 Uhr
Also deine Mutter muss sich nicht schämen sie hat immer gearbeitet im gegensatz zu manch anderen Hilfeempfängern.
Sie sollte sich schnell mit der zuständigen ARGE in verbindung setzten.
ich glaube man muss seinen Bewilligungsbescheid bei der Tafel vorzeigen sonst könnte ja jeder kommen und es soll ja nur für diejenigen sein die wirklich bedürftig sind.
Ruf doch mal bei der Tafel eurer Stadt an und frag nach ob es möglich ist,schildere die Situation sie helfen dir bestimmt weiter.
Alles gute
Beitrag von manavgat - 07.05.10 - 13:41 Uhr
Sie soll verflixt noch mal die sozialen HIlfen nehmen, die ihr zustehen!!!! Geh halt mit auf's Amt, wenn sie sich allein nicht traut.
Gruß
Manavgat
Beitrag von kati543 - 07.05.10 - 13:46 Uhr
Ja, mit dem berechtigungsschein bekommt man auch als Nicht-ALG2 Empfänger etwas. Aber weisst du in der Arge sitzt du mit vielen anderen (ebenfalls ALG2-Empfängern) in einem Gebäude. Bei den Tafeln stehst du manchmal 2 Stunden lang an. Alle vorbeilaufenden Passanten können dich da sehen. Ich finde es persönlich viel schlimmer wenn das ganze Viertel weiß, dass man auf so etwas angewiesen ist, als dass es die Angestellten der Arge wissen. Mal abgesehen davon kann einem bei der Arge wirklich besser geholfen werden. Aber mal abgesehen davon. Wie ist denn deine Mutter versichert? Es zahlt doch niemand KV für sie, oder zahlst du das auch? Was macht sie denn, wenn sie mal krank ist?
Beitrag von melmystical - 07.05.10 - 13:49 Uhr
Soviel ich weiß, ist sie bei meinem Vater mitversichert, also familienversichert.
Beitrag von kati543 - 07.05.10 - 14:03 Uhr
Überprüfe das sicherheitshalber nochmal. Das ist nämlich wirklich wichtig.
Beitrag von sassi31 - 07.05.10 - 13:52 Uhr
Hallo,
um hier Lebensmittel bei der Tafel zu bekommen, muss man einen Berechtigungsschein bzw. Stadtpass vorlegen. Den bekommt man bei der Bürgerberatung, wenn man seine Bedürftigkeit nachgewiesen hat.
Gruß
Sassi
Beitrag von bruchetta - 07.05.10 - 15:54 Uhr
Deine Mutter hat ihr ganzes Leben lang gearbeitet und eingezahlt, nun steht ihr die Hilfe allemal zu!!!
Ich finde es auch "schlimmer" zur Tafel zu gehen als zur Arge.
Sie braucht sich nicht zu schämen, sie kann nichts dafür!!
Beitrag von oma.2009 - 08.05.10 - 07:05 Uhr
Hallo,
deine Mutter soll schnellstens Arbeitslosengeld II beantragen.
Das Amt zahlt dann doch auch noch in ihre Rentenversicherung
mit ein. Und Krankenversicherung wird doch dann auch übernommen.
Ist deine Mutter jetzt überhaupt Krankenversichert?
Klemm´ dir deine Mutter "unter den Arm" und dann geht ihr zusammen los.
LG
