Hallo....
Ich habe nun endlich seit 1 Februar wieder einen Vollzeitjob...
Das ist noch untertrieben...Ich war vorher ca 5 Jahre ohne. Habe immer und immer wieder zwar auf 400 Euro gearbeitet aber eben nicht voll. Nun habe ich endlich etwas, was mir auch super Spass macht. Aber ich weiss nicht weiter.
Ich arbeite 280 Std im Monat für 1100 Brutto. Ich schaff es einfach nicht mehr. Bin vo früh 7 Uhr bis abends 20.30 arbeiten. Habe auch noch eine Familie, aber alles geht flöten. Ich komme heim, gehe schlaffen, stehe auf und ab zur Arbeit. Es macht mir Spass aber ich merke das mein Körper es nicht mehr lange mitmacht. Ich suche auch die ganze Zeit schon nach was anderem, aber noch hab ich leider nichts.
Jetzt könnt ihr mich steinigen aber ich bin am überlegen, diesen Job zu kündigen.
Was würdet ihr tun??
LG
Arbeit, ABER...
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Beitrag von babynana06 - 12.05.10 - 07:28 Uhr
Beitrag von bettlbauzl - 12.05.10 - 07:41 Uhr
Hi,
das ist ja Wahnsinn, so lange. Ich würde genauso denken und 1100 brutto ist ja nichtmal viel dafür - weiß ja nicht, welche Branche das ist.

Hast Du vorher gewußt, dass Du so Zeiten hast zum Arbeiten oder hast sich das jetzt erst so ergeben?
Überstürzen würde ich nichts. Erst kündigen, wenn Du was anderes hast.
Viel Glück und Durchhaltevermögen

Bettina
Beitrag von altehippe - 12.05.10 - 07:41 Uhr
wo nimmst du diesen wahnsinns überstunden her?
Beitrag von nebula - 12.05.10 - 07:41 Uhr
Hallo,
ich kann dich voll verstehen. Ich selbst arbeitete vor meiner Mamizeit auch viel. Von 6-20 Uhr war meine reguläre Arbeitszeit, mit viel Glück, wenn ich schaffte konnte ich on 13:30 bis 14Uhr kurz pause machen, aber meistens klappte dies nicht. Darüber hinnaus noch Partyservice, der gehörte mit zur Firma. Ich denke da brauche ich nicht viel von zu erzählen, wie es Partyservicemäßig abgeht kann man sich vorstellen. Manchmal 2-3 Std geschlafen oder manchmal auch nur kurz nachhause, frisch machen und wieder weg. Und das für 1034 Euro auf die Hand
Mein Rekord waren über 200 Std in der Woche, minimum 90-100 Std pro Woche. Über 4,5 Jahre lang 
Mein Freund aktruell auch. Er fängt morgens um 5 an, kommt gegen 20 Uhr nachhause (30km Arbeitsweg). Er bekommt 1360€ Brutto.
Ich sag dir, ausbeuterei ist das. Du hast recht wenn du dir etwas anderes suchst. Wenn du aber durch jetzige selbstkündigung ALG1 Sperre kassiert, sei die dessen bewusst, dass du auch wenn du als Übergang Hartz4 beantragen kannst, dort auch Sanktionen aufgebrummt werden.
Eventuell brauchst du das auch gar nicht, kenne deine finanziellen Verhältnisse ja nicht. Wenn du auf ALG1 noch auf ALG2 angewiesen bist und dich so mit dem Job nicht wohl fühlst, würde ich entweder sofort nach allem suchen, egal ob Teilzeit, 400€ oder anderer VZJob oder eben sofort kündigen. Das musst aber du entscheiden.
Hast du mal mit deinem Chef gesprochen? Wie waren die Arbeitszeiten denn geregelt, als ihr darüber gesprochen hattet?
Wir können uns einfach Kündigen leider nicht leisten, deshalb suchen wir nun nach neuen nebenbei. Am Freitag haben wir schon woanders Probearbeiten, zwar gleichwertiger Job aber zu viel besseren Konditionen.
Achso, ich rede in der Wir-Form, weil wir eine Familie sind und wir gemeinsam Wirtschaften, nicht etwa weil ich mich auf dem Gehalt meines Partners ausruhe. Gehe selbst auch arbeiten, so wie es eben geht. Bevor wieder Steine fliegen
Weil kann ja nicht angehen, dass Partner ein Wir sind. :)
Ich wünsche dir von ganzem Herzen viel Glück, dass du bald etwas besseres findest!!!
Beitrag von altehippe - 12.05.10 - 07:45 Uhr
nebenbei, ne woche hat nur 168 stunden
Beitrag von nebula - 12.05.10 - 08:12 Uhr
Stimmt
Naja jedenfalls hab ich die teilweise voll gehabt. Was hab ichn da grad gerechnet?
6-19/20 uhr und darüber hinnaus eben Partyservice, kann man sich vorstellen wie der abläuft. Freizeit hatte ich jedenfalls keine mehr
Beitrag von rosaundblau - 13.05.10 - 09:58 Uhr
Die hast Du teilweise voll gehabt???
Kein Mensch kann 7 Tage a 24 Std. am Stück arbeiten.
Wie lautet Deine Berufsbezeichnung? Märchentante?
oder eher was adeliges .... Baroness Münchhausen?
Beitrag von snowy - 12.05.10 - 07:52 Uhr
Zitat:
"Ich sag dir, ausbeuterei ist das. Du hast recht wenn du dir etwas anderes suchst. Wenn du aber durch jetzige selbstkündigung ALG1 Sperre kassiert, sei die dessen bewusst, dass du auch wenn du als Übergang Hartz4 beantragen kannst, dort auch Sanktionen aufgebrummt werden. "
Zitatende
Ich möchte mal das Arbeitsamt sehen, welches eine ALG1 Sperre verhängt wenn das Amt von diesem Lohndumping Kenntnis erhält.
Und wenn du schon von Ausbeuterei schreibst, so haben die Firmen ein Leichtes solange es Arbeiter gibt die dieses mitmachen!
Was die Stundenangaben angeht, die du hier vorbringst habe ich so meine Zweifel, vor allem auf die 200 Std.
Beitrag von nebula - 12.05.10 - 08:10 Uhr
Ob du mir das glaubst oder nicht, interessiert mich reichlich wenig. Ich weiß ja wie es war und genug Zeugen dafür gibts auch. Urbia ist sowieso ein Kapitel für sich. Geglaubt wird hier sowieso wenig, außer es geht um Hartz4 :) Die Firma gibt es heute nicht mehr, weil ihm einer nach dem anderen Abgesprungen ist.
Sobald einer mehr arbeitete, glaubt es einem keiner.
Beitrag von snowy - 12.05.10 - 08:44 Uhr
Es gibt also Zeugen dafür, dass du 200 Std. in der Woche gearbeitet hast.
Ist klar.....
Beitrag von windsbraut69 - 12.05.10 - 09:47 Uhr
Ja, man muß schon aufpassen, nicht zu sehr zu besch....en mit der Arbeitszeit :)
Beitrag von windsbraut69 - 12.05.10 - 09:46 Uhr

Erzähl mal Google und Wikipedia, dass DEINE Woche unter Zeugen 200 Stunden hatte....
Beitrag von mamavonyannick - 12.05.10 - 08:14 Uhr
Sorry... aber wenn man keine Ahnung hat. Was glaubst du eingentlich, was in manchen Regionen für Gehälter normal sind? Bei uns gibst ein großes Unternhemen, über 1500 Stellen. Und man bekommt Vollzeit 1300€ (inkl Zulagen für WE und Feiertage). Das Arbeitsamt vermittelt die Leute selbst dort hin!!! Meine Schwester abretiet da... uns sie ist froh "so viel" Geld zu bekommen. Vorher lag sie bei 1150€ für Vollzeit. Soviel zum Thema Lohndumping und das Arbeitsamt verhängt nie im Leben eine Sperre.
m.
Beitrag von snowy - 12.05.10 - 08:48 Uhr
Ach und die arbeiten auch 280 Std.?
Es ist zweitrangig ob das Arbeitsamt dahin vermittelt, es gibt immer noch Stellen die prüfen können und auch das Arbeitsamt arbeitet nicht immer optimal, dass heisst aber nicht dass die Führung eines solchen so eine Vorgehensweise für gut befindet.
Wenn du schreibst "bekommt"...reden wir dann hier vom netto oder vom Brutto? Denn Brutto bekommt man ja so gesehen nicht. Dass du der Meinung bist ich hätte keine Ahnung, zeigt nur mal wieder die Voruteile die so herrschen....aber was solls, ich kann damit leben denn ich arbeite für so einen Lohn nicht!

Beitrag von mamavonyannick - 12.05.10 - 09:13 Uhr
Natürlich reden wir von Brutto!!! Oder kannst du sagen, was die 1500 leute alle für Steuerklassen haben, um bei jedem Einzelnen das Netto zu wissen. Und natürlich bekommt man das Brutto nicht auf die Hand. Deswegen erhalte ich trotzdem einen gewissen Betrag Brutto (der steht im vertrag) und bekommen dann nach den Abzügen das Netto ausgezahlt. Wie hoch das netto ist, ist individuell.
Und das du so einen Lohn nicht arbeitest, dass zeigt, dass es bei euch scheinbar mehr Möglichkeiten gibt. Wenn das aber der normale Region in einer Region ist, was willst du dann tun? Weg ziehen? Und was machen dann die restlichen 1499 Leute, die ebenfalls "so blöd" sind, für solch einen Lohn zu arbeiten? Auch weg ziehen? Es ist einfach zu sagen, ich würde dafür nicht arbeiten gehen, wenn in der eigenen Region andere Bedingungen herrschen. Aber welche Alternative haben die, die dort wohnen???
Und meine Schwester hat knapp 1100€ raus (wie gesagt mit Zuschlägen). Macht nach 160 Stunden im Monat ca. 6,88. Also doch "deutlich" mehr als der von dir zitierte Dumpinglohn. Da lohnt sich doch das Arbeiten gleiche viel mehr, was!
m.
Beitrag von windsbraut69 - 12.05.10 - 09:49 Uhr
Das persönliche Einkommensniveau hängt wohl definitiv nicht nur von der Region ab, oder?
Beitrag von mamavonyannick - 12.05.10 - 10:06 Uhr
Nicht nur... sicher. Aber es spielt eine große Rolle! Und wenn ein westdeutsches Unternhemen innerhalb kurzer Zeit so stark expandiert, dass es noch 2 weitere Standorte aufmacht, die Leute ca. 1 stunde Anfahrstweg in Kauf nehmen und insg. 1500 Leute dort beschäftigt sind, wirds ja nun nicht nur an der mangelnden Qualifikation liegen.
Ein Beispiel: Ein Bekannter, dessen Stelle ich derzeit bei einem anderen Unternehmen innehabe, war jetzt 2 Jahre bei BMW beschäftigt zu einen guten Gehalt. Der Vertrag lief aus, wurde nicht verlängert. Jetzt arbeitet er bei dem von mir genannten Unternehmen und verdient brutto ca die Hälfte weniger. Warum macht er das wohl? Qualifikaion gesunken oder evtl doch zu wenig gut bezahlte Stellen in unserer Region?
m.
Beitrag von windsbraut69 - 12.05.10 - 10:47 Uhr
Ja beides natürlich aber es wird auch bei Euch nicht jeder das Gleiche verdienen. Darauf wollte ich hinaus.
Die Einkommen sinken m. E. aber auch unabhängig von der Region ohnehin - hier ist das in großen Unternehmen auch sehr deutlich erkennbar.
Beitrag von snowy - 12.05.10 - 13:29 Uhr
So nun haben wir fest gestellt dass du von Brutto redest.
Die Individualität des Netto ist gar nicht mehr so arg schwankend da man ja von "fast nichts" kaum was abziehen kann. Aber das ist ja auch nicht der Knackpunkt.
Wieso zeigt dir meine Einstellung dass es hier angeblich in der Region besser aussieht mit den Arbeitsplätzen, nur weil ich für den Hungerlohn nicht arbeiten gehe? WIr reden hier immer noch vom Themenstarterposting und den 280 Std.!!
Stell dir mal 1499 Leute vor die jeweils 280 Std. im Monat arbeiten für den Niedriglohn und dagegen vorgehen, dass solche Löhne gezahlt werden. Man sollte gemeinsam etwas bewegen. Stell dir mal vor alle gehen vor Gericht, was das für Schlagzeilen mit sich zieht? Das wäre mal eine Bewegung! Solange es Menschen gibt die sich das gefallen lassen wird es in Städten Firmen geben die solche Menschen beschäftigen dürfen.
Mir tun die Arbeiter dort wirklich leid, doch es wäre auch möglich etwas zu unternehmen.
Beitrag von snowy - 12.05.10 - 09:02 Uhr
Kleine Ergänzung noch:
"5,20 Euro Stundenlohn ist sittenwidriger Lohnwucher"
Quelle: http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5gfBBfjaS3Mv0hP0C2Y7qhj7lEtWQ
Wenn man sittenwidrigen Lohn oder Lohndumping eingibt bekommt man eine Menge Hinweise!
Beitrag von windsbraut69 - 12.05.10 - 09:48 Uhr
Dauerhaft mehr als 10h/Tag sind nicht zulässig.
Das weiß auch "das Amt".
Beitrag von mamavonyannick - 12.05.10 - 09:58 Uhr
Für mich war die Antwort vom "Schneemann" leider etwas zu allgemein gehalten. Bezieht sich die Aussage, dass das arbeitsamt keine Speere verhängt auf das Gehalt an sich oder auf die Anzahl der Stunden(280)??? 
Und auch dann ist ja die Frage: Wofür werden die 1100 ausgezahlt? Für den regulären Vollzeitjob oder sind die Überstunden da mit drin? Letzteres glaube ich eigentlich nicht. Entweder die Überstunden werden hier unbezahlt "erwartet" oder irgendwann mal abgegolten. Und dann ist ja zu prüfen, ob das allein ausreicht, um ohne Sperre zu kündigen.
Die Frage ist doch, ob sie sich hier auf die Antwort von Snoxy verlassen kann, einfach kündigt und KEINE Sperre erhält, weil es ja sittenwidrig ist. Und das bezweifle ich stark. wie gesagt... die Gehälter bei uns sind so extrem niedrig... 1100€ Vollzeit ist ja schon ansich mal ein Witz. Aber deswegen darf hier noch lange keiner kündigen.
vg, m.
Beitrag von marion2 - 12.05.10 - 10:17 Uhr
Du bekommst eine Sperre, wenn du die Überstunden nicht nachweisen kannst. Auch muss man nachweisen, dass man alles versucht hat, um den Zustand zu ändern und im Job zu bleiben.
Gruß Marion
Beitrag von mamavonyannick - 12.05.10 - 10:21 Uhr
Also ist es doch so, wie ich vermutet habe. Man kann nicht EINFACH SO kündigen. Danke
vg, m.
Beitrag von windsbraut69 - 12.05.10 - 10:31 Uhr
Die Arbeitszeit ist nicht zulässig.
Natürlich sollte man VOR der Kündigung mit dem Jobcenter/ARGE sprechen aber gespeert wird grundsätzlich NIEMAND durch die Ämter.
