Hallo zusammen,
ich muss mir jetzt mal Luft machen weil ich mich so ärgere.
Ich habe im November 2009 (!) die Übernahme meiner Nebenkostenabrechnung bei der Arge beantragt (in dem Abrechnungszeitraum hatte ich kurz mal Hartz bezogen). Keine Reaktion auf den Brief. Am 23.12. war ich persönlich da und hab nochmal nachgefragt. Keine Reaktion. Vor zwei Wochen hab ich nochmal einen Brief geschrieben. Bisher ist nichts passiert.
Ein anderes Beispiel: Wohngeldstelle
Ich bekomme für meinen Sohn Wohngeld. Das lief zum 31.3. aus und musste verlängert werden. Anfang März habe ich alles eingereicht und bis Ende April keine Reaktion erhalten. Ich habe zwei Wochen lang während der Öffnungszeiten angerufen und niemand nahm ab!!!
Eines Abends schrieb ich eine Email an die Leiterin der Stelle und siehe da: am kommenden Morgen rief mich meine Sachbearbeiterin an. Es fehlten wohl noch Unterlagen! Wie sollte ich das wissen, wenn man keinen erreicht und mir das auch keiner sagt? Ich habe die Sachen vor fast einem Monat eingereicht und noch immer kein Geld erhalten. Auch keinen Bescheid.
Mir fehlen seit 2 Monaten 300 Euro im Monat und ich hab einige Daueraufträge nicht begleichen können
Das gibts doch nicht! Ich weiß, dass die viel zu tun haben aber 6 Monate Bearbeitungszeit bei der Arge? Das Wohngeld benötigt man zum Leben, da kann es doch nicht sein, dass man alles überpünktlich abgibt und das Geld monatelang nicht gezahlt wird. Ich ärger mich schwarz darüber!
Ging es denn schon mal jemandem ähnlich? Ich hab schon die ersten Mahngebühren bekommen für nicht ausgeführte Daueraufträge. Teilweise 6 Euro! Das übernehmen die ja sicher nicht

Genervte Grüße.
Jana
Bearbeitungszeit der Ämter
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Beitrag von klimperklumperelfe - 20.05.10 - 21:26 Uhr
Beitrag von shasmata - 20.05.10 - 21:48 Uhr
Ich kenne es von der Familienkasse. Bisher war meine Mutter ANtragstellerin und es ging immer recht schnell. Jetzt musste mein Vater in Hamburg den Antrag stellen und wir warten seit neun Wochen auf eine Reaktion...
Beitrag von wind-prinzessin - 20.05.10 - 22:31 Uhr
Sechs Monate sind mir noch nicht passiert, aber ich durfte 2 Monate auf die Bewilligung und Überweisung vom Hartz 4 warten, obwohl mir nach 3 Wochen bereits gesagt wurde, dass nichts mehr fehlen würd. Kurz drauf kam fast jede Woche ein neuer Brief mit angeforderten Unterlagen, die ich (natürlich ohne Abschlagszahlung) besorgen und einreichen durfte.
Fast 3 Monate brauchte die Bewilligung von meiner beantragten Erstattung der Bewerbungskosten. Das lag aber daran, dass ich nach Antragstellung in den Leistungsbezug rutschte (rückwirkend natürlich) und das dann erst an die zuständige Stelle geschickt werden musste etc. Gut, sind 60 Euro, mit denen ich schon gar nicht mehr gerechnet hatte. Letztendlich freu ich mich über das Geld, hätte es aber dringender gebraucht, als das telefonisch deutlich früher zugesicherte Hartz 4 nicht kam. Durfte auch Mahngebühren en masse zahlen und meinen SB hat es nicht interessiert. Auch nicht, dass ich schwanger war und ohne was zu Essen zu Hause saß, Miete nicht bezahlen konnte usw.
Die kriegen ja ihren Lohn/ihr Gehalt trotzdem. Man sollte die danach bezahlen, wie pünktlich die sich um etwas kümmern. Mein SB hat meinem Freund Post wegen Unterhalt geschrieben. Am 14. wurd das Schreiben verfasst, am 25. oder so war es dann da. Dass die Post für 15km so lange braucht, war mir relativ neu. Ich denke mal, es ist ihm zuviel Arbeit, seinen Postausgang einmal täglich zu leeren.
Beitrag von windsbraut69 - 21.05.10 - 06:24 Uhr
"Mein SB hat meinem Freund Post wegen Unterhalt geschrieben. Am 14. wurd das Schreiben verfasst, am 25. oder so war es dann da. Dass die Post für 15km so lange braucht, war mir relativ neu. Ich denke mal, es ist ihm zuviel Arbeit, seinen Postausgang einmal täglich zu leeren. "
Vielleicht machste mal ein Praktikum "im Büro"?
Die Abläufe dort könnten ganz interessant für Dich sein.
Beitrag von isa-1977 - 21.05.10 - 07:49 Uhr
Richtig... was man da alles lernen kann 
Aber woher sollen es die Leute wissen, wenn sie ihr ganzes Leben schon von ALG II leben?!
Beitrag von klimperklumperelfe - 21.05.10 - 11:20 Uhr
So einen dusseligen Kommentar kannste dir eigentlich sparen, du besserer Mensch, oder?
Beitrag von nele27 - 21.05.10 - 10:16 Uhr
Naja, eigentlich sollten sich Ämter als Servicedienstleister sehen... da muss so ein Verfahren schon transparent sein. Das könnte sich keine Firma erlauben und da sagt man auch nicht "mach erstmal ein Praktikum".
Bei vielen herrscht eben n och der Amtsschimmel aus den 60ern und der Kunde wird als der blöde Antragsteller behandelt. Ich erlebe das selbst häufig trotz vernünfitgen Tons meinerseits.
LG, Nele
Beitrag von klimperklumperelfe - 21.05.10 - 12:21 Uhr
Und da sehe ich dann, warum meine Anträge monatelang nicht bearbeitet werden ja? Wieso gibts aber offensichtlich Unterschiede von Person zu Person? Eine Freundin hat das Wohngeld längst bekommen und ich nach drei Monaten noch nicht. Wie kann das sein? Ich verstehe, dass die viel zu tun haben aber sechs Monate keine Reaktion?!
Beitrag von nele27 - 21.05.10 - 10:13 Uhr
Hi,
bei der Arge war ich noch nie, aber ich biete:
- 4 Monate Bearbeitungszeit BaföG-Antrag
Trotz früher Abgabe!!Stand da ohne einen Cent und musste meinen Bruder anpumpen
- 9 (!!) Monate Wartezeit auf den Steuerbescheid!!
Man könnte meinen, die haben mit den gut 4000 Euro, die wir bekamen, erstmal an der Börse spekuliert. Aber wehe, die bekommen Geld. Dann kann man nicht 9 Monate warten ...
- Kfz-Zulassung: 5 Monate Hin und Her, bis ich das neue Kennzeichen bekam. Grund: Ich war gleichzeitig umgezogen, mein Tüv lief ab und meine Geldbörse mit Fahrzeugschein wurde geklaut. Zu viel für die kundigen Damen dort... inzwischen habe ich aber auch den Rechtsstreit wegen eines Bußgeldverfahrens durch den abgelaufenen Tüv gewonnen.
Also ich kenne das zu Genüge!
LG, Nele
Beitrag von manavgat - 21.05.10 - 10:29 Uhr
Mein Highlight war: 18 Monate Bearbeitungszeit meines Wohngeldantrages. Schlussendlich wurden 7000 DM nachgezahlt. In der Zwischenzeit konnte ich Freunde und Familie anpumpen und mir Lebensmittel bei der Tafel holen.
Mein Rat: per Einschreiben mit Rückschein erneut anschreiben und auf Deine Notlage hinweisen.
Gruß
manavgat
Beitrag von marion2 - 21.05.10 - 10:57 Uhr
Hallo,
bei uns ging es um eine Veränderungsmitteilung:
12 Monate Reaktionszeit und dann total falsch berechnet.
Insgesamt kam ich somit auf 14 Monate.
Gruß Marion
Beitrag von emilymaria - 21.05.10 - 12:15 Uhr
ich kann euch ja alle gut verstehen, aber es bringt gar nichts über die Sachbearbeiterebene zu meckern oder denen das Gehalt kürzen zu wollen. Die Personalplanung wird von oben gemacht und wo halt seit Jahren - wie im öffentlichen Dienst derzeit - fast niemand eingestellt wird bzw. ausgebildet wird und fleißig Leute abgebaut werden, ist halt irgendwann keiner mehr da, der die Sachen bearbeiten kann.
EIn Beispiel: Wir bekommen hier nach internen Umstrukturierungen einen weiteren Aufgabenbereich dazu, der bisher von 4,5 Personen wahrgenommen wurde. Diese Leute kommen nicht mit, wir bekommen aufgrund Einstellungsstopp und Einsparauflagen keine neuen und dürfen nun mit 4 Leuten die Arbeit mitmachen inkl. erstmal einarbeiten... also praktisch Verdoppelung der Arbeit. da bleibt halt zwangsläufig was liegen. Danke an den Finanzminister, der das halt mal alles einspart
Beitrag von 123456engel - 21.05.10 - 12:33 Uhr
emilymaria: Das hast du super geschrieben! Ich kann das nämlich auch nicht hören.. jaja die sitzen den ganzen Tag nur da und Trinken Kaffee.
Wenns so wäre dann sollen "die" doch mal so nen Job machen. Da wüssten "die" mal was sache ist
Beitrag von marion2 - 21.05.10 - 15:46 Uhr
"die" hätten kein Problem damit, den Job zu machen
Beitrag von nele27 - 21.05.10 - 14:51 Uhr
Ich verstehe das Problem, wenn wenig Personal da ist...
ABER: Erstens sollte man als Verwaltung schon transparent arbeiten und den blöden Antragsteller nicht im Unklaren lassen - die Firmen haben auch Personalmangel im Bürobereich und trotzdem lassen die ihre Kunden nicht mal eben 7 Monate warten. Vll weil sie wissen, dass im Gegensatz zu Behörden, der Laden dicht ist, wenn keiner mehr was in Auftrag gibt.
N Perso beantragen oder mein Auto ummelden kann ich aber nicht einfach bleiben lassen. Oft fehlt in den Behörden einfach die Dienstleistungsmentalität. Einzelne Gegenbeispiele zeigen, dass es geht, wenn man will...
Außerdem: Warum dauert es, wenn man Geld von Behörden bekommt, 9 Monate (FInanzamt), aber wenn dieselbe Behörde denkt, Geld zu bekommen (Irrtum bei der Überweisung der Kfz-STeuer) drohen die einem nach 20 Tagen mit der Parkkralle???
Da stiommt doch was nicht. Bzw. der KUnde versteht es nicht.
LG, Nele
Beitrag von emilymaria - 21.05.10 - 22:50 Uhr
grds. geb ich dir da vollkommen recht - aber wenn ich dauerhaft damit beschäftigt bin den Leuten mitzuteilen, warum das alles so lange dauert, ist das auch wieder Zeit, die mir beim eigentlichen arbeiten fehlt.
Zum Finanzamt und anderen Stellen, die Geld einnehmen ist auch ne ganz einfache Logik - leider können es sich die Sachbearbeiter auch nicht aussuchen, in welcher Abteilung Sie arbeiten wollen und auch dies ist von oben her gesteuert, dass z.B. vakante Stellen bei den Abteilungen wo Geld reinkommt eher nachbesetzt werden, als die, wo Geld fließen soll bzw. dann mal flugs umgesetzt wird und die auszahlende Stelle halt mal ne Weile unbesetzt bleibt.
Wobei ich persönlich gerade mit dem Finanzamt gute Erfahrungen habe, dauert maximal 4 Wochen - allerdingsgebe ich grds. kurz nach den Sommerferien ab, da sind die Altfälle alle durch und meine Unterlagen sind dann vollständig usw...
Beitrag von nele27 - 22.05.10 - 12:57 Uhr
Ich hab leider nur mit dem Jugendamt (Kita-Gutschein) und dem Bundesverwaltungsamt, die mein BaföG wiederhaben wollen, gute Erfahrungen gemacht... die sind wirklich nett
Daran sehe ich, dass es grundsätzlich geht.
Am schlimmsten ist meine Zulassungsstelle, da war ich 5 Monate lang um mein Auto umzumelden und meinen Kfz-Schein neu zu beantragen... in der Zeit lief der Tüv ab und das handelte mir noch ein Bußgeldverfahren ein. Zum Glück habe ich es gewonnen und einen Entschuldigungsbrief bekommen.
Ich arbeite in einer Kirchenkreisverwaltung (ich selbst bin aber keine Verwaltungsfrau) und stelle oft fest, dass es am Mitarbeiter liegt. Manche beantworten zeitig Mails, sind freundlich und bemüht. Andere behandeln die Leute als blöde Antragsteller und schaffen es nicht mal, ihre Sprechstunde auf den AB zu sprechen
Bekomme viele Beschwerden (weil ich gut erreichbar bin). Wir kriegen aber demnächst eine Organisatorin, die den Laden aufräumt
Ich hoffe die haut bei den Faulen mal auf den Tisch, davon profitieren auch die Fleißigen...
LG
Nele
