Was geschieht nach der Befruchtung????

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Beitrag von kathy-80 26.05.10 - 13:44 Uhr

Hab mich die letzte Zeit gefragt, ob der Körper merkt, wenn eine Eizelle befruchtet ist - also bevor sich das Ei eingenistet hat?! Passiert da schon etwas im Körper? Oder fängt das erst mit der Einnistung an?

Lg Kathy

Beitrag von marina1977415 26.05.10 - 14:08 Uhr

Während der ersten Zyklushälfte reift eine Eizelle heran, danach löst sie sich vom Eierstock und der Eisprung hat stattgefunden. In dieser Zeit bereitet sich die Gebärmutter auf eine Schwangerschaft vor. Die Gebärmutterschleimhaut verdickt sich dabei, so dass sich ein befruchtetes Ei gut und optimal einnisten kann.
Wenn keine Befruchtung und Einnistung stattfindet, stirbt die Eizelle ab und wird im Eileiter aufgelöst. Die Gebärmutterschleimhaut bildet sich zurück und stößt ihre oberste Schicht mit der nächsten Monatsblutung ab. Am Tag, in dem Ihre Periode einsetzt, beginnt ihr neuer Zyklus.

Fruchtbare Zeit


Die Frau ist um die Zeit des Eisprunges fruchtbar. Da Spermien etwa 5 Tage im weiblichen Körper überleben können, beginnt die fruchtbare Phase bereits 5 Tage vor dem eigentlichen Eisprung.


Der Eisprung findet etwa zwölf bis 16 Tage vor der nächsten Periode statt. Die erste Zyklushälfte kann beliebig lang sein, die zweite Zyklushälfte (also nach dem Eisprung) jedoch nicht. Die Menstruation tritt bei einer nicht-Befruchtung - immer zwölf bis 16 Tage nach dem Eisprung ein.

Die Eizelle ist nach dem Sprung für etwa sechs bis 18 Stunden befruchtungsfähig. Damit die Spermien besser Vorwärtskommen und eine Befruchtung überhaupt stattfinden kann, verändert sich der Zervixschleim: er wird dünner, spinnbar und glasklar.

Die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden ist am höchsten, wenn man etwas ein bis zwei Tage vor dem Eisprung Sex hat.
So ist in jedem Fall Sperma im Körper der Frau, wenn der Eisprung stattfindet. Denn wenn man erst nach dem Eisprung Sex hat, kann es durchaus zu spät sein. Wenn der Eisprung morgens stattfindet und man Abends Sex hat, kann es evtl. zu spät sein um das Ei zu befruchten.

Manche Frauen können ihren Eisprung spüren, dies nennt man Mittelschmerz.

Viele Millionen Samenzellen mit dem gleichen Ziel...

Ein Samenerguss enthält viele Millionen Spermien. Während der im Gebärmutterhals gebildete Schleim in der unfruchtbaren Phase dick und zäh ist, damit die Spermien abgefangen werden können, ist er in der fruchtbaren Zeit durchlässiger und schützt und nährt die Spermien.


Spermien können etwa zwischen zwei und fünf Tagen im weiblichen Körper überleben.
Etwa nach einer halben bis Stunde haben die ersten Samenzellen das Ei erreicht. Manche Samenzellen verharrten in kleinen Ausbuchten in der Gebärmutterschleimhaut (Krypten) und stoßen erst nach und nach in die Eileiter vor.

Von den Millionen Samenzellen kommen nur einige hundert bis einige tausend ans Ziel. Wenn ein Spermium es geschafft hat, die Eihülle zu durchdringen, verändert sich die Oberfläche der Eizelle so, dass keine weiteren Samenzellen eindringen können.

Das befruchtete Ei macht sich durch den Eileiter auf den Weg in die Gebärmutter. Dort nistet es sich etwa sieben bis zehn Tage nach dem Eisprung ein.

Was passiert während des Zyklusses?


Im Laufe des Zyklus verändert sich der Ausfluss der Frau.


In der 1. Zyklushälfte, also dann wenn die Periode vorbei ist, ist die Scheide oft trocken. Zervixschleim ist dort oft noch nicht zu beobachten. Bei manchen Frauen kommt es aber auch direkt zur Produktion von cremigen Zervixschleim . Das ist individuell von Frau zu Frau verschieden.
Umso näher der Eisprung rückt, umso mehr Zervixschleim bildet sich und dessen Spinnbarkeit nimmt auch zu.



Um den Eisprung herum tritt spinnbarer Zervixschleim auf. Viele Frauen fühlen auch ein öliges, glitschiges Gefühl unmittelbar vor dem Eisprung. Diese Phase kann zwischen 1 und 5 Tagen betragen, manchmal noch länger.
Manche Frauen produzieren während dieser Zeit cremigen Zervixschleim und keinen spinnbaren Zervixschleim , aber auch das ist vollkommen in Ordnung. In diesem Fall nimmt jedoch die Menge des Schleims zu.
Der Schleim in der Mitte des Zyklus ist dünnflüssig, glasklar und zieht Fäden. Dieser Zervixschleim lässt sich zu einem ein bis drei Zentimeter langen Faden ziehen.
Aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung lässt er in den fruchtbaren Tagen die Samenzellen hindurch. Während das Milieu der Scheide eher sauer ist, bietet der alkalische Zervixschleim den Samenzellen ein günstiges Klima zum Überleben.
Sobald der Eisprung vorüber ist, geht auch die Menge des Zervixschleim s zurück, etwa 1 bis 2 Tage später kann man noch cremigen Zervixschleim beobachten.

In der 2. Zyklushälfte erfolg meist die Austrocknung. Etwa eine Woche nach dem Eisprung wird für etwa 2 bis 3 Tagen wieder cremiger Zervixschleim gebildet.
Kurz vor Beginn der Periode ist man wieder trocken. 1 bis 2 Tage vor der Periode kann es zu wässrigem, spinnbaren Zervixschleim kommen.

Der Zervixschleim ist das beste Zeichen für die fruchtbare Zeit. In dieser Zeit sollte am Besten miteinander geschlafen werden, da hier die Chancen auf eine Schwangerschaft am höchsten sind..
Der Eisprung findet meist am letzten Tag mit dem besten Zervixschleim oder am Tag danach statt.
Nach dem Eisprung geht der Zervixschleim stark zurück. Etwa drei Tage nach dem Eisprung sollte kein Zervixschleim mehr vorhanden sein.

Wussten Sie?...

Manchmal kann Sperma mit Zervixschleim verwechselt werden. Bitte nach dem Sex nicht den Schleim kontrollieren.
Weder Sperma noch fruchtbarer Zervixschleim löst sich in Wasser auf!

Die häufigsten Formen von Zervixschleim

Die häufigsten Formen sind klebrig, cremig, wässrig und spinnbar. Neben diesen vier Formen gibt es noch den Schleimpfropfen / Schleimklumpen. Dieser verschließt den Muttermund in der ersten Zyklushälfte. Im Laufe des Zyklus wird dieser Zervixschlim mehr und mehr verflüssigt, so dass dieser einfach als vermehrter Ausfluss wahrgenommen wird.

Spinnbarer Zervixschleim ist kein Beweis für einen Eisprung. Der einizige Beweis für einen dagewesenen Eisprung ist die erhöhte Basaltemperatur (Ausnahmen gibt es natürlich auch: bei Frauen, die auf den Progesteronanstieg nicht mit Temperaturanstieg reagieren oder bei Zysten).

Bild : http://de.wikipedia.org/wiki/Symptothermale_Methode


Der Zervixschleim in der Schwangerschaft


Eines vorweg:
Bei meinen Recherchen im Internet habe ich oft die Fragen Ich habe viel Ausfluss, bin ich schwanger? gelesen. Es ist nicht möglich eine Schwangerschaft durch Veränderungen des Zervixschleims zu erkennen.

Die Beobachtung des Zervixschleims ist nur dazu geeignet, um die fruchtbaren Tage besser zu erkennen. Bei einer Schwangerschaft verändert sich der Ausfluss nicht wirklich.
Der Zervixschleim verändert sich im Zyklus auf Grund der Hormonveränderungen. Im Zervixschleim wird mehr Salz produziert, je näher die fruchtbaren Tage rücken und je höher der Östrogenspiegel steigt.
Hier kommen wir auch schon zu dem Farnkrautmuster : Kurz vor dem Eisprung kristallisiert sich dieses Salz heraus. Dies ist unter einem Mikroskop zu erkennen. Dies sieht wie das Wort schon sagt aus wie ein Farnkrautmuster.


Bei manchen Frauen stellt die Qualität des Zervixschleimes ein Problem dar schwanger zu werden.
Unfruchtbarer Zervixschleim ist oft nur ein Grund für Unfruchtbarkeit, in den meisten Fällen liegen weitere Probleme vor, wie z.B. Eireifungsstörungen, Immunitätsprpbleme, Entzündungen uvm.

Ich habe hier mal einige Mittel zusammengefasst, um die Qualität des Zervixschleims zu verbessern. Allerdings helfen sie nicht, wenn Erkrankungen vorliegen, die zur Unfruchtbarkeit führen.

Wie schon im Artikel Der Zervixschleim beschrieben, ist der Zervixschleim sehr wichtig für die Spermien. Da die Scheide ansich ein saures Millieu hat, hilft die alkalische Zusammensetzung des Zervixschleims den Spermien beim Überleben. Hat der Zervixschleim keine optimale fruchtbare Konsistenz, wird die Beweglichkeit und die Lebensdauer der Spermien erheblich eingeschränkt.



•Vermeiden Sie Medikamente, die den Zervixschleim austrocknen können.
Hierzu gehören u.a. Antihistaminika, Atropin, Belladonna, Clomiphen und Hustensäfte, die Antihistaminika, Dicyclomin, Progesteron, Propanthelin und Tamoxifen enthalten. Mehr darüber hier.


•Viel trinken
Der Zervixschleim besteht zu 92 bis 95% aus Wasser. In der fruchtbaren Phase erhöht sich der Wasseranteil auf bis zu 98%. Je höher der Wasseranteil ist, um so elastischer wird der Zervixschleim - seine Spinnbarkeit (und somit auch seine Fruchtbarkeit) erhöht sich deutlich. Achten Sie in der ersten Zyklushälfte bis zum Eisprung darauf, dass Sie viel trinken!


•Guaifenesin
Der Wirkstoff Guaifenesin verflüssigt den Körperschleim. Er ist Bestandteil von verschiedenen Hustensäften (z.B. in Robitussin, Fagusan Lösung oder Wick-Hustenlöser). Er wird gegeben, um den Schleim in den Lungen und Bronchien zu verflüssigen. Aber er verflüssigt auch den Zervixschleim und macht ihn so leichter durchgängig für die Spermien.
Sie können Hustensaft mit Guaifenesin (aber ohne andere Wirkstoffe) 6 Tage vor dem erwarteten Eisprung bis zum Eisprung einnehmen - in der gegen Husten angegebenen Dosierung.
Amerikanische NFP-Gruppen schwören darauf! Aber ob es wirklich etwas bringt und die Fruchtbarkeit verbessert, ist wissentschaftlich noch nicht bewiesen.


•Kaliumjodid
Kaliumjodid (ein Jodpräparat, welches normalerweise bei Schilddrüsenunterfunktion eingenommen wird), täglich eingenommen, verbessert angeblich den Zervixschleim erheblich, wenn ein Jodmangel besteht. Bitte sprechen Sie in jedem Fall vorher mit Ihrem Arzt!


•Vitamin A
Eine NFP-Vereinigung aus Amerika hat festgestellt, dass die tägliche Einnahme von 10.000 bis 20.000 IU Vitamin A den Zervixschleim feuchter und fruchtbarer macht. Aber ACHTUNG: Zuviel Vitamin A kann giftig sein, es kann Hautrötungen und das Ausbleiben der Menstruation zur Folge haben und eventuell zu Missbildungen des Fötus führen. Besprechen Sie die Einnahme mit einem Ernährungsberater oder aber mit Ihrem Arzt.

Und falls all das nicht hilft:


•Östrogene
Durch Östrogene wächst die Gebärmutterschleimhaut und wird gut durchblutt. Dadurch öffnet sich der Muttermund und das Gebärmutterhalssekret wird durchlässig für Spermien. Ihr Arzt kann Ihnen ggf. Östrogene verschreiben.

FAQ Schleimbeobachtung (Quelle: NFP Forum)


01. Welche Arten der Zervixschleimbeobachtung gibt es?
Die Zervixschleimbeobachtung ist auf dreierlei Weise möglich: eine Frau kann den Zervixschleim empfinden, fühlen und sehen.

02. Wo muss ich den Schleim abnehmen?
Hier gibt es zwei Möglichkeiten: 1. am Scheideneingang, indem man entweder mit dem Finger darüberfährt oder bei jedem Toilettengang mit dem Toilettenpapier vor und/oder danach abwischt und dann den Schleim im Papier betrachtet. 2. am Gebärmutterhals durch Zusammendrücken der Zervix.

03. Wann muss ich den Schleim abnehmen?
Bei Hinzuziehung des Schleims am Scheideneingang einfach bei jedem Toilettengang nachschauen. Wenn der Schleim von der Zervix abgenommen werden soll, dann am besten mind. einmal am Tag um etwa die selbe Uhrzeit.

04. Zählt der Schleim, den ich im Slip finde?
Nein, dieser Schleim zählt nicht, da er meist schon eingetrocknet ist. In manchen Fällen kann er jedoch zusätzliche Hinweise geben (z.B. bei flüssigem S+-Schleim, der sich als nasser Fleck absetzen kann).

05. Was hat ein RIESIGER zäher Schleimklumpen zu bedeuten? Ist das normal?
Solch ein Schleimklumpen wird öfters beobachtet. Dieser Schleimklumpen verschließt in der unfruchtbaren Zeit den Gebärmutterhals, damit keine Spermien in die Gebärmutter wandern können und geht dann mit Zunahme der Schleimproduktion ab. Gerade im 1. Zyklus pp wird dieser Schleimklumpen gehäuft gesehen.

06. Ich komme mit der Schleimauswertung überhaupt nicht klar, geht NFP auch ohne?
Ja, jedoch muss hier als ein weiteres Östrogenzeichen dann die Autopalpation der Zervix (Muttermundbeobachtung) hinzugezogen werden. Notfalls gehen auch LH-Tests. Trotzdem solltest du versuchen, so gut wie möglich auf die Empfindung (z.B. feucht oder nass) zu achten, selbst wenn du keinerlei Schleim entdecken oder unterscheiden kannst. Geübte NFPlerinnen können z.T. nur anhand dessen den Schleimhöhepunkt bestimmen.

07. Was ist der Schleimhöhepunkt?
Dieser Höhepunkt ist der letzte Tag, an dem eine Frau den für sie besten Schleim beobachtet. Er kann immer erst im Nachhinein, also am Abend des folgenden Tages bestimmt werden, wenn bereits der Umschwung zu einer minderen Zervixschleimqualität erfolgt ist. Er wird mit "H", über der entprechenden Abkürzung gekennzeichnet. Danach werden noch 3 Tage abgewartet und mit 1-2-3 numeriert.

08. Wie kann ich Zervixschleim und Scheidenflüssigkeit auseinanderhalten?
Mit der "Wasserprobe". Dazu einfach den "Schleim" in ein Glas Wasser geben. Löst sich der Schleim auf, ist es Scheidenflüssigkeit, löst er sich nicht auf, dann ist es Zervixschleim.

09. Wie kann ich Zervixschleim von Erregungsschleim unterscheiden?
Ebenso mit der "Wasserprobe".

10. Wieviel Zeit darf zwischen Schleimhöhepunkt und Temperaturanstieg vergehen?
In der Regel sollte der Schleimhöhepunkt frühestens 5 Tage vor bis spätestens 3 Tage nach dem Temperaturanstieg erfolgen. Liegt er weiter entfernt, sollte man misstrauisch werden. Dieser Tipp ist in keinem Buch zu finden, es ist die Empfehlung verschiedener NFP-Beraterinnen.

11. Wie ist blutiger Schleim zu werten?
Blutiger, rötlicher/rosa, manchmal auch bräunlicher Zervixschleim ist immer als S+ einzustufen.

12. Was ist besser, ein nasses Gefühl oder Eiweißschleim?
Da beides zur Kategorie S+ gehört ist es irrelevant.

13. Was kann meinen Schleim "stören"?
Gewisse Medikamente, welche schleimlösend wirken. Es wurde auch schon berichtet, dass Zwiebeln und Meerrettich die Schleimproduktion anfeuern. Ebenso können vaginale Milchsäurekapseln und Diaphragma-Gels auf Zitronen- und Milchsäurebasis, Sperma, Gleitcreme, spermizides Gel und Pilzinfektion das Zervixschleimmuster stören bzw. verfälschen. Es ist also erhöhte Aufmerksamkeit geboten, wenn man einen "fremden" Stoff in die Scheide einführt.

14. Darf ich Schleim von innen und außen bewerten?
Man muss sich immer auf eine Art der Bewertung beschränken.

15. Ich fühle nie nur "trocken" ist das normal?
Dies kann durchaus normal sein, wenn die Frau z.B. einen chronischen Ausfluß hat. Auch fühlt die Frau manchmal anstatt trocken einfach nichts.

16. Meine Auswertung ist lange vorbei und plötzlich kommt wieder Schleim meiner besten Qualität - ist das normal?
Das ist auch vollkommen normal, da kurz vor der Menstruation nochmals das Östrogen ansteigt.

17. Beeinflussen Medikamente den Schleim?
Gewisse schleimlösende Medikamente, v.a. Hustenlöser können den Schleim beeinflussen.

18. Ich habe furchtbar viel Schleim, was kann ich tun?
Gar nichts. Die Quantität des Zervixschleims variiert von Frau zu Frau. Immer gut ist es jedoch, keine oder so wenig wie möglich Slipeinlagen zu benutzen (bzw. nur solche aus Naturstoffen) und sich nur mit reinem Wasser zu waschen - niemals Scheidenspülungen verwenden.

19. Kann ich etwas tun damit mein Schleim besser wird?
Es gibt hier mehrere Möglichkeiten, wo der Nutzen aber nicht wirklich belegt ist. Nachtkerzenöl soll den Schleim verbessern, wie auch bestimmte Hustenlöser (nicht zu empfehlen, höchstens bei Kinderwunsch). Viel Trinken kann nie schaden. Der Tee für die 1. Zyklushälfte könnte u.U. auch helfen. Aber meist wird dadurch wohl kaum oder gar kein Erfolg erzielt.

20. Ich finde keinen Schleim, was kann ich tun?
Entweder liegt die mangelhafte Schleimproduktion noch daran, dass erst kürzlich die künstlichen Hormone abgesetzt wurden und der Körper einfach Zeit braucht um wieder ins Lot zu kommen oder man gehört tatsächlich zu den Wenigschleimern. Dann kann man auf die Autopalpation der Zervix (Muttermunduntersuchung) umsteigen, welche die selbe Wertigkeit hat wie die Zervixschleimuntersuchung. Eine weitere, jedoch kostspieligere Zusatzmöglichkeit wäre der Einsatz von LH-Tests. Aber meist lernt man mit der Zeit sein individuelles Schleimmuster zu erkennen, auch wenn man wirklich wenig Schleim hat. Um sicher auswerten zu können braucht man keine Unmengen an Schleim, im Prinzip reicht schon ein Tag mit sichtbarem Schleim aus. Trotzdem solltest du versuchen, so gut wie möglich auf die Empfindung (z.B. feucht oder nass) zu achten, selbst wenn du keinerlei Schleim entdecken oder unterscheiden kannst. Geübte NFPlerinnen können nur anhand dessen den Schleimhöhepunkt bestimmen.

21. Auf was sollte ich bei Kinderwunsch beim Schleim besonders achten?
Die Empfängniswahrscheinlichkeit ist am größten an den Tagen mit Zervixschleim der besten Qualität und an den Tagen unmittelbar danach bis einschließlich zum Tag der ersten höheren Messung.

22. Wie verhält sich der Schleim in der Schwangerschaft?
Er ist aufgrund der Progesteronwirkung meistens weißlich und zäh und verschließt den Gebärmutterhals.





Der Muttermund


Am Anfang des Zyklus ist der Muttermund hart, geschlossen und steht tief. Das bedeutet, dass er gut zu fühlen ist.
In der ersten Zyklushälfte, sprich bis zum Eisprung, verändert der Muttermund seine Lage und seine Eigenschaft durchgehen. Mal ist er hoch, dann tief, manchmal ist er geöffnet und manchmal geschlossen.
Umso näher der Eisprung rückt, umso schwieriger ist er zu erreichen, dabei ist er geöffnet und weich.

In der zweiten Zyklushälfte, also nach dem Eisprung, wechselt der Muttermund seine Lage und Beschaffenheit nicht mehr so extrem. Er ist dann hart, man kann ihn leicht fühlen und er ist geschlossen.
Da nach dem Eisprung Progesteron produziert wird, fangen die Veränderungen des Muttermunds direkt nach dem Eisprung an.

Wann kann man den Muttermund am Besten ertasten?
Am besten ertastet man den Muttermund am Abend. Morgens ist der Muttermund, egal in welcher Zyklushälfte meist weich. Nach dem Geschlechtsverkehr ist der Muttermund auch verändert und es empfiehlt sich nicht, danach zu ertasten

Der Muttermund in der Schwangerschaft
Bei vielen Frauen die schwanger sind, ist der Muttermund um den NMT geschlossen, hart und nur schwer zu erreichen bzw. steht er mittig.

Kurz vor der Periode ist der Muttermund geschlossen, hart jedoch gut erreichbar. Das ist nicht bei jeder Frau so, aber bei den meisten Frauen ist der Muttermund kurz vor der Regel tief stehend.

Fazit
Ist man schwanger ist der Muttermund schwerer bis schwer zu erreichen.
Ist man nicht schwanger, ist der Muttermund eher gut zu erreichen.

Man kann aber nicht auf Grund der Muttermundsbeschaffenheit auf eine Schwangerschaft schließen!


FAQ Muttermund (Quelle: NFP Forum)


01. Wie kann ich meinen Muttermund finden?
Mit einem oder zwei Fingern an der zur Bauchseite gelegenen Scheidenwand hochfahren bis ein kleiner runder Knubbel/Donut zu spüren ist. Der Gebärmutterhals ragt zapfenförmig in die Scheide hinein und ist so zwischen 5 und 8 cm tief drinnen.

02. Muss ich den Muttermund beobachten?
Nein, die Autopalpation der Zervix stellt eine zusätzliche Absicherung bzw. Alternative zum Schleimsymptom dar. Wenn die Schleimbeobachtung ohne Probleme klappt, dann besteht keine Notwendigkeit zur
Muttermundbeobachtung

03. Wie oft sollte ich den Muttermund abtasten?
Direkt nach der Menstruation beginnend sollte einmal täglich etwa zur selben Zeit in der gleichen Position die Selbstuntersuchung der Zervix durchgeführt werden.

04. Muss ich den Muttermund immer zur selben Tageszeit abtasten?
Dies wird von der AG NFP empfohlen.

05. In welcher Stellung kann ich den Muttermund am besten erreichen?
Da gibt es mehrere Möglichkeiten: - liegend mit angezogenen Beinen - in der Hocke - stehend mit einem Fuß auf einem Stuhl oder Badewannenrand etc. ruhend - auch sitzend (z.B. auf der Toilette). Unser Tipp: in tiefer Hocke oder sitzend auf dem WC. Wenn man mit der anderen Hand noch auf die Bauchdecke drückt und/oder ein wenig "drückt", wie beim Toilettengang, schiebt sich der Muttermund nochmals ein Stückchen den Fingern entgegen.

06. Ich finde einfach die Öffnung nicht - kann ich die anderen Muttermund-Beobachtungen trotzdem benutzen?
Nicht alle Frauen können die Öffnung ertasten, oftmals ist sie sehr klein. Dies macht gar nichts, da keine Absolutmaße zählen, sondern die Veränderungen sind relativ und am besten in der Verlaufskontrolle erfaßbar. Es müssen auch nicht alle 3 Aspekte (Öffnung, Festigkeit, Lage) erkannt werden, zwei davon reichen zur Muttermundbeobachtung aus.

07. Mein Muttermund ist (manchmal) schräg - ist das normal?
Ja, manche Frauen beobachten bei sich eine Achsenverschiebung. Die der Scheidenwand anliegende Zervix bewegt sich präovulatorisch etwas in Richtung Führungslinie.

08. Ich habe einen Pickel am Muttermund - was ist das?
Die sind komplett harmlos (wenn es nur diese kleinen, harten, sandähnlichen sind) und kommen oft in der fruchtbaren Zeit und verschwinden danach wieder. Wenn sie aber eher schwammig und in etwa tropfenförmig sind, sollte man sie kontrollieren lassen.

09. Ist es nicht ungesund jeden Tag am Muttermund "rumzutasten"?
Nein, denn es ist ja selbstverständlich, dass die Finger davor sehr gut gewaschen werden (der Mümmelmann eures Freundes ist bestimmt auch nicht steril ;-) )

10. Hinkt der Muttermund dem Schleim manchmal hinter her?
Ja, dies kann durchaus so sein.

11. Mein Muttermund wird nach der Mens gar nicht richtig hart, ist das normal?
Ja, am härtesten ist der MuMu in der Hochlage.

12. Ich finde meinen Muttermund einfach nicht, was mache ich falsch?
Gar nichts, wenn Du alle möglichen Positionen schon ausprobiert hast. Dann kann es ev. daran liegen, dass Deine Finger zu kurz sind und der MuMu zu tief in der Scheide ist. Manche Frauen erreichen ihren Muttermund nur während der unfruchtbaren Phase.

13. Wie sieht ein Muttermund im Laufe eines Zyklus genau aus? Und nach einer Geburt? Und während der Pilleneinnahme?
All diese Fragen beantwortet diese Seite mit Zervixfotos . Achtung: Nichts für schwache Nerven! ;-) Außerdem hast du die Möglichkeit, deinen FA während der Untersuchung zu fragen, ob er dir einen Handspiegel geben kann, damit du deinen eigenen Muttermund sehen kannst. Oder du kaufst dir ein Spekulum (Ebay?) und untersuchst dich zu Hause. Viel Spaß!

FAQ Temperaturauswertung (Quelle: NFP Forum)


01. Wo kann ich messen?
Oral (im Mund), vaginal (in der Scheide) oder rektal (im Popo), wobei oral und vaginal 5 Minuten, rektal 3 Minuten gemessen werden sollte. Axillar (unter den Achseln) und im Ohr ist ungeeignet!

02. Muss ich wirklich die vollen 5 (3) Minuten messen?
Laut Regeln der AG NFP: Ja!!! Es gibt einige Frauen, die nicht die vollen 5 Minuten messen und sehr schön auswertbare Zyklen haben.

03. Welches Thermometer eignet sich?
Fast jedes, das mindestens eine Messgenauigkeit von +/- 0,1 hat. Sowohl die analogen, als auch die digitalen (die AG NFP empfiehlt hier 2 Nachkommastellen) oder ein Verhütungscomputer. Nicht sehr geeignet sind die Frauenthermometer, die nur Abweichungen, aber keine totalen Werte anzeigen. Ohrthermometer oder Ähnliches sind ungeeignet!

04. Muss das Thermometer wirklich 2 Nachkommastellen haben?
Die AG NFP sagt: Ja! Auch hier scheiden sich im Forum die Geister, da einige auch mit nur einer Nachkommastelle gut auswertbare Zyklen haben.

05. Brauche ich unbedingt einen Computer (Sophia, Ladycomp)?
Nein! Im Gegenteil, sicherer ist die Handauswertung. Ein Computer kann nur das Notieren der Werte vereinfachen.

06. Kann ich mich auf meinen Computer verlassen (Sophia, Ladycomp)?
Nein, denn am sichersten ist und bleibt die Handauswertung - der Computer darf nur als Hilfsmittel benutzt werden, verlassen sollte man sich nur auf die eigene händische Auswertung!

07. Wann wird ein Wert ausgeklammert?
Ein Wert wird ausgeklammert, wenn ein potenzieller Störfaktor die Temperatur erhöht hat und dieser Wert aus der üblichen Schwankungsbreite des Tieflagenniveaus herausragt und durch ein Ereignis erklärt werden kann.

08. (Wann) Darf ich ausklammern, obwohl mir keine Störung bewußt ist?
Da es eine Vielzahl von verschiedenen Störfaktoren gibt und manche einem (noch) nicht bewußt sind, dürfen Werte, die ab ca. 0,2 Grad nach oben von den Nachbarwerten abweichen ausgeklammert werden, auch wenn kein unmittelbarer Grund vorhanden ist. Dies steht nicht in der Literatur, ist eine Empfehlung einer NFP-Beraterin. Es ist ebenso gut möglich, dass die Kurve in manchen Fällen trotz potentiellem Störwert gut auswertbar ist. Daher empfiehlt es sich oft, erst abzuwarten und erst später zu schauen, ob der Wert tatsächlich ausgeklammert werden sollte. Zu tiefe Werte werden selbstverständlich nicht ausgeklammert.

09. Darf ich das Thermometer wechseln?
Der Wechsel sollte nur zwischen zwei Zyklen erfolgen. Läßt sich ein Wechsel innerhalb eines laufenden Zyklusses nicht vermeiden (z.B. da das Thermometer defekt ist), dann muss dieser Wechsel unbedingt im Zyklusblatt vermerkt werden. Sicherheitshalber sollte - je nach Zyklusstand - durchverhütet werden.

10. Wann beginnt und endet die Hochlage?
Die Hochlage beginnt am Tag der ersten höheren Messung. Beispiel: Erste höhere Messung am 16. Zyklustag, Zykluslänge: 30 Tage -> Hochlage vom 16. bis 30.ZT, 15 Tage Hochlage. Sie endet am letzten Tag vor der Menstruation, auch, wenn einige Werte auf die Coverline/Basislinie/Hilfslinie fallen. (Allerdings ist in einem solchen Fall Vorsicht geboten, da die Kurve falsch ausgewertet sein könnte.)

11. Ab wann habe ich eine Gelbkörperschwäche?
Bei einer Hochlage von weniger als 10 Tagen liegt eine verkürzte Gelbkörperphase vor, mögliche Ursache ist eine Gelbkörperschwäche. Dies kommt bei jungen Mädchen und nach Absetzen der Pille häufig vor, es ist kein Grund zur Besorgnis. Lediglich wenn Kinderwunsch vorliegt und die Gelbkörperphase regelmäßig zu kurz ist besteht Handlungsbedarf.

12. Funktioniert das Messen trotz Schichtdienst?
Meistens ja! Es gilt auszuprobieren wie sich die eigene Temperatur bei unterschiedlichen Mess- und Schlafzeiten verändert. Die meisten Frauen können trotz Schichtdienst auswerten.

13. Muss ich immer zur gleichen Zeit messen?
Nein, in den Anwendungsregeln der sympto-thermalen Methode steht davon nichts mehr: Zum einen spielen Messzeitabweichungen von 1 h häufig keine Rolle. Zum anderen gilt hier dasselbe wie für alle anderen Störfaktoren: Nicht alle Frauen reagieren auf unterschiedliche Messzeiten gleich. Während bei manchen schon Messzeitdifferenzen von 1 h die Temperatur beeinflussen, wirken sich bei anderen selbst einige Stunden Unterschied nicht aus. Für letztere wäre die Einhaltung einer konstanten Messzeit nur eine unnötige Restriktion. Jedoch sollte auf alle Fälle die Uhrzeit der täglichen Messung im Zyklusblatt dokumentiert werden. Bei einigen Frauen ist die Schlafdauer wichtiger als die Messzeit.

14. Funktioniert das Messen mit Kleinkind, das mich Nachts oft weckt?
Auch das muss individuell ausprobiert werden, inwiefern die eigene Temperatur durch Länge des Schlafes vor der Messung gestört wird. Es gibt aber viele Frauen mit störenden Kleinkindern, die erfolgreich NFP praktizieren!

15. Ab wann kann ich davon ausgehen, dass ich schwanger bin?
Ab einer Hochlage von 18 Tagen ohne Blutung ist eine Schwangerschaft sehr wahrscheinlich.

16. Gibt es eine Hochlage ohne Eisprung?
Ja, aber sehr selten. Dahinter steckt das sogenannte LUF-Syndrom (=Luteinisierter Unrupturierter Follikel). Meist sind dann die Hochlagen jedoch stark verkürzt. Eine Schwangerschaft kann keine eintreten, da durch das Progesteron ein weiterer Eisprung verhindert wird. Ansonsten stecken keine echten Hochlagen dahinter, d.h., dass die Temperatur über eine paar Tage hinweg durch z.B. Krankheit erhöht ist. Da Krankheit aber ein eindeutiger Störfaktor ist kann es hier nicht zu einer falschen Auswertung der Hochlage kommen, zumal der Schleim immer mit ausgewertet werden muss.

17. Gibt es einen Eisprung ohne Hochlage?
Durch das ausgeschüttete Progesteron des Gelbkörpers wird die Körpertemperatur leicht erhöht. Bei manchen Frauen ist die Temperaturdifferenz lediglich sehr niedrig und ohne Ausklammerung der Störfaktoren kann somit leicht eine Hochlage übersehen werden und der Zyklus ungerechtfertigt als infertil deklariert werden. In extrem seltenen Fällen reagiert der Körper gar nicht auf das Progesteron und produziert trotz Eisprung keine Hochlage.

18. Was heißt triphasisch?
Triphasisch nennt man Kurven, bei denen die Temperatur in der Hochlage noch ein zweites Mal deutlich ansteigt. Dies geschieht etwa 6-9 Tage nach dem Eisprung und man geht davon aus, das dieser zweite Temperaturanstieg um die Zeit der Einnistung stattfindet.

19. Muss eine Schwangerschaftskurve triphasisch sein?
Nein! Eine triphasische Kurve kann ein Indiz für eine SS sein, muss aber nicht. Die meisten Frauen haben eine normale biphasische Schwangerschaftskurve. Nur ca. 12,5% der Schwangerschaftskurven zeigen sich triphasisch.

20. Muss eine triphasische Kurve bedeuten, dass ich schwanger bin?
Nein! Auch Frauen, die nicht SS sind, zeigen manchmal einen triphasischen Kurvenverlauf. Allerdings sind die Hochlagen dann eher "glockenförmig" und steigen meistens nicht ganz so extrem an. Ca. 4,5% der triphasischen Kurven sind keine Schwangerschaftskurven.

21. Gibt es Hochlagen mit mehr als 17 Tagen ohne Schwangerschaft?
Eine derart lange Hochlage ohne Schwangerschaft ist sehr unwahrscheinlich. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten die wahrscheinlicher sind: - Es lag im Temperaturanstieg doch eine Störung vor und der eigentlich Anstieg war später. - Es lag eine Schwangerschaft vor, die sich jedoch nicht halten konnte - die Frau erlebt nichts weiter als eine ungewöhnlich lange Hochlage mit normaler Mens danach.

22. Wann sinkt die Temperatur nach der Hochlage?
Dies ist auch ganz individuell. Bei den einen sinkt die Temperatur schon bevor die Mens einsetzt, bei den anderen während der Mens und bei wieder anderen erst nach der Mens.

23. Was kann die Temperatur stören/beeinflussen?
Fehler oder Veränderung der Messweise; unterschiedliche Messzeiten; Nacht- und Schichtdienst; Einflüsse des Alltags oder Abweichungen von den üblichen Lebensgewohnheiten wie zu kurze oder gestörte Nachtruhe, ungewohnt spätes Zubettgehen, ungewohnter Alkoholgenuß, Feiern spät abends, Essen am späten Abend, Streß, psychische Belastung, Aufregung, Umgebungswechsel, Erkrankungen, Medikamenteneinnahme, etc. Diese Störfaktoren sind individuell von Frau zu Frau verschieden und müssen jeweils ausgetestet werden. Es kann auch vorkommen, dass ein und der selbe Störfaktor bei der gleichen Frau einmal Auswirkungen hat, ein anderes Mal nicht. Deshalb sollte bei jedem Temperaturwert, der sich deutlich von den Nachbarwerten abhebt, eine Prüfung auf eine Störung erfolgen.

24. Warum wertet FertilityFriend/Wunschkinder/... anders aus als ich?
Die kostenlosen Onlineauswertungsprogramme (und die Verhütungscomputer) werten alle nicht streng nach unserer sympto-thermalen Methode aus. Deshalb bitte nicht verunsichern lassen, wenn die Auswertungen nicht stimmig sind. Bitte immer nach der eigenen händischen Auswertung gehen! Achtung bei WuKi: -Dieses Programm wertet nur thermal aus, beachtet also die Schleimkürzel nicht! -"Ausklammern" geht nur, wenn du den Wert komplett herausnimmst. Dann ist folgende Vorsicht geboten: Nach den händischen Regeln werden 6 Werte vor dem Anstieg benötigt. WuKi nimmt einfach 6 Tage(ob ausgeklammert oder nicht) vor einem Anstieg mit in die Auswertung, wodurch sich die Hilfslinie fälschlich ändern kann! -Es kennt die 1. Ausnahmeregel, nicht aber die 2. Ausnahmeregel.

25. Wie lange muss ich vor der Messung geschlafen haben?
Früher ging man davon aus, dass eine Schlafdauer von mind. 6 h notwendig ist. Dies stimmt aber nicht. Heute empfiehlt die AG NFP, dass man vor der Messung mind. 1 h geruht haben sollte. Dies muss natürlich die einzelne Frau an sich testen wieviel Schlaf sie benötigt um eine auswertbare Kurve zu bekommen.

26. Kann ich ein Ohrthermometer benutzen?
Nein, da diese Thermometer nicht auf die zur Basaltemperaturmessung erforderliche Messgenauigkeit ausgerichtet sind.

27. Ist Temperaturmessen alleine sicher genug zum Verhüten?
Alle Studienergebnisse zur Temperaturmethode zeigen übereinstimmend eine hohe Methodensicherheit. Damit bestätigen sie den Platz der Temperaturmethode in der Kategorie der sicheren Familienplanungsmethoden. Noch sicherer wird die Temperaturmethode, wenn ein zweites Zeichen der Fruchtbarkeit (Zervixschleim und/oder Gebärmutterhals) hinzugezogen wird, also die sympto-thermale Methode angewendet wird. Die Temperaturmethode ist mit einem PI von ca. 3 sicher, die sympto-thermale Methode mit einem PI von 0,26 sehr sicher.

28. Warum will keiner meine Kurve interpretieren? Das finde ich gemein, da ich mich noch sehr unsicher fühle!
Wie du hoffentlich gelesen hast, sind wir kein Auswertungsservice. Wir gehen davon aus, dass du dich mit den Regeln befasst hast und in der Lage bist, selbstständig Vermutungen zu äußern, wie deine Kurve auszuwerten ist. Wenn du also eine gut geführte Onlinekurve zeigen kannst und geschrieben hast, -wann du deinen Schleimhöhepunkt vermutest -wann (deiner Ansicht nach) deine erste höhere Messung war und somit -wann deine unfruchtbare Zeit beginnt und du dir "freigeben" kannst, wird dir das sicherlich bestätigt werden, oder - bei Denkfehlern - nochmal zum Überdenken aufgefordert werden. Sicherlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, aber Übung macht den Meister und es wird dich sicherlich niemand auslachen, wenn der ein oder andere Punkt von dir übersehen wurde. Jeder hat mal klein angefangen. Aber aus didaktischen Gründen haben wir uns darauf intern geeinigt, nicht alles vorzubeten.

Viele Frauen die eine Temperaturkurve führen und einen Kinderwunsch haben fragen sich, ob man die Einnistung am Temperaturverlauf erkennen kann.



Generell kann eine Einnistung auf einer Temperaturkurve nicht erkannt werden.

Jedoch lässt sie sich in zwei Fällen vermuten :

Fall 1 :
Manchmal gibt es eine Einnistungsblutung, die zwischen dem fünften und zehnten Tag nach dem Eisprung stattfindet.

Fall 2
Die meisten Frauen die schwanger sind, haben einetriphasische Kurve. Das bedeutet, dass die Temperatur nach der Einnistung noch einmal steigt und man somit 3 Temperaturebenen hat.
Nach einer Einnistung produziert der Körper noch mehr Progesteron, was die Temperatur ansteigen lässt.
Etwa 4,5 Prozent sind keine Schwangerenkurven, jedoch ist so eine Kurve für Schwangere charakteristisch.

Die Einnistung findet zwischen dem 5 und 10 Tag statt, manchmal kommt es dabei auch zu einer Einnistungsblutung (Nidationsblutung). Der Embryo verschmilzt mit der Gebärmutterschleimhaut und dabei werden kleine Blutgefäße verletzt. Dies passiert eigentlich immer, doch nur bei wenigen Frauen ist dies äusserlich sichtbar.

Manche Frauen haben beim Eisprung eine Blutung, die sog. Ovulationsblutung. Eine Ovulationsblutung tritt durch den abfallenden Östrogenspiegel auf. Oft ähnelt sie einer Schmierblutung, manchmal aber auch einer Menstruation.
So eine Blutung ist jedoch selten und völlig normal!

Schwangerschaftsanzeichen


Das erste richtige Anzeichen ist wohl das Ausbleiben der Periode. Aber es gibt natürlich noch einige andere Anzeichen, die auf eine Schwangerschaft hindeuten können.


Viele Frauen merken recht schnell Veränderungen an Ihrem Körper: Die Brüste schmerzen oder werden größer, Übelkeit, Erschöpfung

Wir wollen Ihnen hier Schwangerschaftsanzeichen vorstellen. Jedoch sollten Sie unbedingt beachten, dass Schwangerschaftssymptome, die vor Fälligkeit der Menstruation auftreten, keine sicheren Anzeichen sind und es sich dabei genauso um PMS handeln kann.

Zu den frühen Anzeichen einer Schwangerschaft zählen Übelkeit, Müdigkeit, Ausfluss oder ein Spannungsgefühl in den Brüsten. Oft sind die Brüste auch sehr berührungsempfindlich. Das lässt aber meist nach, wenn der Körper sich an die Hormonumstellung gewöhnt hatl
Manche Frauen, die Ihren Körper sehr gut kennen, merken kurz nach der Befruchtung erste Symptome. Diese kann man aber erst im Nachhinein deuten, da es sich auch um PMS handeln kann.
Ebenso kann der Vorhof der Brust sich verdunkeln. Dies kann aber auch ein Anzeichen auf eine hormonelle Störung hinweisen oder von einer vorhergegangenen Schwangerschaft kommen.

Manche Frauen leiden auch unter Schwindel, vermehrten Harndrang, Heißhunger oder Ekel vor bestimmten Speisen oder Gerüchen.
Auf das Schwangerschaftsanzeichen Heißhunger sollten Sie sich nicht zu sehr versteifen: es kommt oft vor, das Frauen sich das einbilden oder es einfach Wunschdenken ist.

Frauen die ihre Körpertemperatur messen stellen bei einer eingetretenen Schwangerschaft

Unter Müdigkeit leiden auch viele Frauen. Das Hormon Progesteron ist daran Schuld! … Es lässt den Körper auf Sparflamme laufen, damit der Körper sich komplett auf die Schwangerschaft einstellen kann.

Das wohl bekannteste Schwangerschaftssymptom ist die morgendliche Übelkeit. Manchmal fängt es schon einige Tage nach der Befruchtung an, dass Sie sich angeekelt oder unwohl fühlen. Schwangerschaftsübelkeit tritt übrigens nicht nur morgens auf, sie kann ebenso mittags und abends auftreten. Manche Frauen sind davon auch gar nicht betroffen.
Bei manchen Frauen verändert sich auch der Geschmackssinn. Frauen berichten, dass sie einen metallischen Geschmack im Mund haben, andere Frauen hingegen können plötzlich den Geschmack von ihrem Lieblingsessen, Kaffee, Tee oder Zigaretten nicht mehr ertragen.

Und eines der sichersten Zeichen ist das Ausbleiben der Menstruation. Dies kann unter Umständen auch andere Ursachen haben, aber häufig ist der Grund dafür eine Schwangerschaft. Sollten Sie überfällig sein, testen Sie doch einfach mal. Ein Schwangerschaftstest ist erst ab Fälligkeit der Menstruation relativ sicher. Es kann aber vorkommen, dass ein Test trotz Schwangerschaft negativ anzeigt. Der Grund dafür ist der, dass das Hormon HCG noch nicht genug vorhanden ist. Wenn Ihr Test negativ ist, die Mens aber dennoch ausbleibt, wiederholen Sie den Test in 2 Tagen noch einmal. Das Hormon HCG verdoppelt sich von Tag zu Tag. Viel Glück! fest, dass diese nicht wie gewohnt kurz vor der zu erwartenden Menstruation absinkt, sondern in Hochlage bleibt.

Zusammenfassung


•Die günstigste Zeit für den Geschlechtsverkehr mit der höchsten Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden ist ein bis zwei Tage vor dem Eisprung, nicht am Eisprungtag selbst!
•Wer schwanger werden möchte, sollte nicht täglich miteinander schlafen , sondern nur etwa jeden zweiten Tag. Denn täglicher Sex verringert die Anzahl der Samenzellen im Ejakulat.
•Der Eisprung findet in der Regel nicht nach der Temperaturerhöhung statt, sondern die erhöhte Temperatur zeigt an, dass der Eisprung im Zeitraum von bis zu 48 Stunden zuvor stattgefunden hat.
•Man kann seinen Eisprung mit Hilfe der Temperaturmethode nicht direkt ermitteln, da der Eisprung meist vor der Temperaturerhöhung bereits stattgefunden hat.Man kann nur nach einigen Monaten der Temperaturmessung von den bis dahin gewonnenen Daten in etwa darauf schließen, wann der Eisprung möglicherweise im kommenden Zyklus stattfinden wird .
•Die Schleimmethode zur Ermittelung des Eisprungs wird im Allgemeinen unterschätzt. Sie bietet jedoch deutliche Anhaltspunkte dafür, dass der Eisprung unmittelbar bevorsteht. Vorausgesetzt, eine Frau hat durch einige Zeit der Selbstbeobachtung gelernt, die Beschaffenheit des Zervixschleim zu beurteilen. Das braucht auch einige Monate Übung und Erfahrung.
•Der Eisprung findet nicht notwenig zur Mitte des Zyklus statt . Wenn Frauen eher einen längeren Zyklus haben, findet auch der Eisprung später im Zyklus statt. Denn der Ablauf nach dem Eisprung ist ziemlich starr und dauert fast immer höchstens 12 bis 16 Tage. Der Ablauf vor dem Eisprung jedoch ist störanfälliger. Beispiel: Eine Frau mit einem Zyklus von 31 Tagen hat ihren Eisprung vermutlich um den 18. Zyklustag herum.

•Wenn zur Zyklusmitte die Temperatur nicht steigt, bedeutet das nicht unbedingt, dass kein Eisprung stattgefunden hat. Ohnehin findet der Eisprung selten stets am gleichen Zyklustag statt. Wenn per Temperaturmethode kein Eisprung ermittelt werden konnte, liegt dies häufig an ungenauen Thermometern. Es kann aber auch sein, dass es erst sehr spät im Zyklus zum Eisprung kommt.
•Eine Menstruationsblutung zeigt nicht unbedingt an, dass auch ein Eisprung stattgefunden hat . Bei der Blutung werden ja nur Teile der oberen Gebärmutterschleimhaut abgestoßen. Eine Blutung setzt in jedem Falle irgendwann ein, auch wenn kein Eisprung stattgefunden hat.
•Wenn es nicht auf Anhieb mit dem Schwangerwerden klappt, ist dies kein Grund zur Beunruhigung. Im Rahmen einer großen europäischen Studie wurde errechnet, dass die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit pro Zyklus nur bei 25,5 Prozent - das entspricht einer Chance von eins zu vier liegt .

Weitere Fragen...

Gibt es eine Einnistungsblutung?

Das befruchtete Ei nistet sich zwischen dem 5. und 10. Tag nach dem Eisprung in die Gebärmutter ein. Da dabei Blutgefäße verletzt werden, kommt es bei manchen Frauen zu einer Einnistungsblutung (Nidationsblutung). Oft werden diese nach außen hin nicht wahrgenommen.
Die Menge des Blutes ist also so klein, dass die Frau nichts davon mitbekommt. Lediglich in einigen Fällen treten die dabei entstehenden Blutungen auch aus der Scheide aus.
Experten sind der Meinung, dass so eine Blutung in jeder Schwangerschaft stattfindet, aber nur in wenigen Fällen tritt sie nach außen.
Im Gegensatz zu dunklen oder braunen Zwischenblutungen ist das Blut bei einer Nidationsblutung eher hellrot. Auch ist die Menge bei einer Einnistungsblutung gering und wird nicht mehr. Sie tritt nur tröpfchen- oder schlierenweise auf.
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Periode ohne Eisprung?
Es kann vorkommen, dass Frau ohne ES die Periode kriegt. Dies hängt mit der Östrogen-Produktion zusammen: Die Östrogen-Menge erreicht normalerweise vor dem ES seinen Höhepunkt und treibt die LH-Produktion und den ES an. Dazu muss vom Östrogen aber eine bestimmte Menge vorhanden sein. Es gibt Zyklen, in denen diese Menge nur sehr langsam aufgebaut wird und den Schwellenwert nicht erreicht. Danach kommt es zum Abfall der Östrogen-Produktion, was eine Blutung auslöst. Die andere Möglichkeit, dass die Uterusschleimhaut in dieser verlängerten Produktionszeit so dick aufgebaut wird, dass sie sich nicht mehr halten kann und es so zu einer Blutung kommt.
In beiden Fällen nimmt Frau die Blutung als Mens wahr, sie ist es jedoch nicht und Frau muss annehmen, dass der ES auch während dieser Blutung kommen kann und sie fruchtbar ist.

Es kann auch vorkommen, dass im Laufe des Zyklus so viel Östrogen gebildet wird, dass die Menge die Schwelle erreicht. In diesem Fall kommt es zu einem verspäteten ES und zu einem verlängerten Zyklus.
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Wie lange können Spermien überleben?
Laut einer Studie wurden lebendige Spermien nach 10 Tagen gefunden, wenn die Frau in der Zeit spinnbaren ZS hatte. Wenn sie trocken war, starben die Spermien innerhalb von einer Stunde! Eine andere Frage ist, ob diese 10 Tage alte Spermien noch befruchtungsfähig sind?
Generell kann gesagt werden, dass Spermien sich bis zu 5 Tage in der Scheide halten und befruchtungsfähig sind.
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Wieso wird der LH-Test tagsüber gemacht?
Im Gegensatz zum SST, wird der LH-Test tagsüber (mittags, spät Nachmittag) gemacht, da das Hormon tagsüber produziert wird, so hilft es nichts, den LH-Test mit Morgenurin zu machen.
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Wie oft Sex?
Es ist egal, wie oft miteinander geschlafen wird. Natürlich sollte um den Eisprung herum öfters miteinander geschlafen werden. Wenn jedoch Spermien mit schlechter Qualität da sind, sollte jeden zweiten Tag miteinander geschlafen werden. Am idealsten an dem Tag, wo spinnbarer Zervixschleim vorhanden ist und der LH-Test positiv ist.
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Warum Temperaturabsturz nach dem ES?
Um die Einnistungszeit herum (5-10 Tage nach dem ES) produziert der Körper nocheinmal das Hormon Östrogen, was die Temperatur fallen lässt. Etwa ein bis drei Tage später wird noch etwas Zervixschleim produziert Die Einnistung ist ein Vorgang, er passiert nicht innerhalb von einer Stunde, sondern dauert Tage. Deswegen ist es unwahrscheinlich, dass Frau die Einnistung selber spürt. Eher spürt sie die hormonellen Veränderungen, die mit der Einnistung ausgelöst werden.
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Spinnbarer Zervixschleim vor NMT?
Wenn sich der Embryo einnistet, produziert der Körper noch mehr Progesteron (auch Östrogen und HCG), was die Gebärmutterschleimhaut weiterhin aufgebaut hält. Wenn sich kein Embryo eingenistet hat, hällt die Produktion von dem Hormon Progesteron und die Gebärmutterschleimhaut wird abgesondert.
Etwa zwei bis drei Tage vor NMT haben viele Fragen einen spinnbaren Zervixschleim. Das hat nichts mit der Fruchtbarkeit zu tun, sondern nur damit, dass die Gebärmutterschleimhaut sich absondert.
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Kann man die Einnistung an der Tempikurve sehen?
In den meisten Fällen kann man die Einnistung an der Kurve nicht sehen. Man kann sie aber in zwei Fällen vermuten:
1) Man hat eine sogenannte Einnistungsblutung (SB), irgendwann zwischen 5-10 Tagen nach dem ES.
2) Man hat eine sogenannte triphasische Kurve, was heisst, dass die Temperatur nach der Einnistung nochmal erhöht wird und man so 3 Tempiebenen hat. Dies hat etwas damit zu tun, dass der Körper noch mehr Progsteron ausschüttet, was die Temperatur nochmal ansteigen lässt. 4,5% der triphasischen Kurven sind jedoch keine SS-Kurven, dieser Kurventyp ist aber für Schwangere ziemlich charakteristisch (restliche 95,5%)!!
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Was bedeutet Orakeln?
Während meiner Recherche bin ich oft auf das Wort orakeln gestoßen und konnte damit überhaupt nichts anfangen. Nach langem suchen bin ich aber schlauer geworden:
Man orakelt kurz vor dem NMT. Dazu nimmt man Ovulationstest. Diese reagieren auf das Hormon LH, welches dem HCG sehr ähnlich ist. Wenn eine Frau schwanger ist, reagiert dieses Teststäbchen auf das HCG. Man muss diesen Test häufiger machen. Wenn er von Tag zu Tag stärker wird, kann es sein, dass eine Schwangerschaft vorliegt.
Man kann ab ES+8 oder ES+9 anfangen mit dem testen. Aber das alles wäre ja auch viel zu einfach, oder? Also möchte ich noch einmal deutlich sagen, dass dieses orakeln nicht unbedingt gut ist. Denn jede Frau produziert im Zyklus LH, besonders kurz vor der Mens. Dass bedeutet, dass der Test positiv anzeigt, Frau an in Wirklichkeit gar nicht schwanger ist, sondern die Mens kurz bevor steht.