Bürokratie!Oder: Ärztewahnsinn!!!

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Beitrag von amrot - 01.06.10 - 14:43 Uhr

Hallo,

ich muss mal meinem Ärger Luft machen, sonst platze ich noch!
Also, ich habe eine Heilpraktikerzusatzversicherung beantragt und der Versicherungsvertreter hat diese leider zu früh bei der Versicherung eingereicht. Nämlich bevor ich alle ärztlichen Gutachten zusammen hatte. Nun wurde die Versicherung abgelehnt, weil ich (man höre und staune!) vor 8 Jahren eine 6 wöchige kurze Behandlung bei einem Psychologen hatte. Die Behandlung stellte sich nach kurzer Zeit als unnötig heraus, ich habe durch ein paar Übungen dort dann gelernt mich zu entspannen. Kurzum, bevor ich die Unterlagen vom Psychologen anfordern konnte um den Sachverhalt darzustellen, wurde ich schon von der Versicherung abgelehnt.

Auf Grund des Fehlers des Versicherungsvertreters habe ich eine zweite Chance bekommen alles einzureichen und ggf. doch noch die Versicherung zu bekommen. Nun versuche ich seit einer Woche ein Statement des Psychologen zu bekommen. Dieser spricht aus irgendwelchen Gründen am Telefon nicht mit mir, wodurch sich die ganze Sache wahrscheinlich recht schnell hätte erledigen können. Nein, ich vehandele mit der Sprechstundenhilfe, die auch am verzweifeln ist!

Nach 3 Briefen habe ich ihn soweit, dass er mir schriftlich Auskunft gibt zur damaligen pille palle Diagnose. Das! aber nur!!!! als verschlüsselte Nummer, die auch nur bestimmte Leute entschlüsseln können, denn im normalen Gebührenkatalog oder Diagnosekatalog oder was auch immer, werden diese ominösen geheimen Nummern nicht aufgeführt.

Da ich aber sowieso einfach auf Grund der Tatsache überhaupt bei einem Psychologen gewesen zu sein (auch wenns nur 5-6 Wochen waren (einmal die Woche)) eher schlecht da stehe bei der Versicherung, habe ich so gut wie keine Chance auf erneute Prüfung meines Falles, wenn ich lediglich eine unidentifizierbare Nummer angebe.

Ich habe angeboten ein kurzes, dreizeiliges Gutachten selber zu zahlen, ich habe angeboten vorbei zu kommen. (auch wenn das mitten in der Woche 70 km Fahrt mit Kind nétc. bedeuten). Letzteres wurde so kommentiert: Dann müssten wir die Zeit aber irgendwie über die Krankenkasse abrechnen... Wie bitte? Ein kurzes Gespräch und ein Gutachten mit 3 Zeilen soll über die Krankenkasse abgerechnet werden?

Ich bin am Ende mit meinem Latein.

Alles was ich bräuchte um an die langersehnte Versichung zu kommen, wäre ein wohlwollender Dreizeiler dieses blöden Psychologen. Dann hätte ich vielleicht noch eine kleine Chance.

Wohlgemerkt handelt es sich ja um eine Auskunft zu mir selbst! Ich frage nicht für meinen Mann, meine Mutter oder gar den Nachbarn.

Die Sprechstundenhilfe hat mich nun ins Anseits gestellt mit den Worten:Wenn ich den Dr. jetzt nochmal um etwas bitte, ist der Ofen ganz aus. Dann macht er dicht.

Ähm#kratz hallo? kein persönliches Gespräch ist möglich, ich bekomme keine vernünftige Auskunft zu mir selbst von vor 8 Jahren und er macht dicht?

Irgendwelche Ideen?

lg am.

Beitrag von kikaninchen - 01.06.10 - 15:02 Uhr

http://www.icd-code.de/

Da kann man die ICD Schlüssel eingeben oder gezielt in der Liste suchen.

Das müsste auch jedes Versicherungsunternehmen hinkriegen.

Beitrag von amrot - 01.06.10 - 15:06 Uhr

hallo,

ich hoffe, dass es so einfach ist. mir wurde vom arzt, bzw. über die sprechstundenhilfe mitgeteilt, es wäre keine normale nummer, sondern eben verschlüsselt.
und auch wenn die versicherung es entschlüsseln kann, dann habe ich weiterhin das problem, dass sie gerne ne kurze stellungnahme des arztes haben wollen, ich die aber nicht liefern kann. aber die versicherung darum bitten, diese stellungnahme anzufordern kann ich nicht, da ich momentan in der bringpflicht bin. die versicherung gewährt mir eine nochmalige prüfung der unterlagen. alles aus kulanz. aber mehr auch nicht.

danke.

lg

Beitrag von kleinehexe1606 - 01.06.10 - 17:30 Uhr

Nein ich habe keine Idee, aber diese absurten Versicherungsfragen nerven mich auch unheimlich..... arbeite selbst beim Arzt. Unserer macht das auch erst wenn die Versicherung selbst ein Anschreiben aufsetzt.
Warum redest Du nicht mit der Versicherung, schliesslich hat es damals ja ein Mitarbeiter von denen verbockt. Mein Chef würde das auch nicht einfach so machen, weil es der Patient will. Im Bereich des Psychologen ist das alles noch etwas schwieriger, da bekommen manchmal selbst Patienten keine Auskunft oder ihre eigenen Berichte.......

Beitrag von amrot - 01.06.10 - 18:19 Uhr

hallo,

aber warum nicht? ich meine, es geht ja um mich selber! habe ich kein recht meine eigene diagnose zu erfahren? bzw. ist es so viel verlangt gegen bezahlung! einen dreizeiler aufzusetzen, der mir bestätigt, dass ich gesund bin?
ich würde persönlich hinfahren, mich ausweisen, die arbeit bezahlen etc. damit ich nen satz bekomme, warum ich da war, dass es unbednklich war/ist etc.
der psychologe ist mittlerweile genervt, nachdem wir noch nicht einmal miteinander geredet haben. es ist mir schleierhaft. gerade in seinem beruf ein solche verhalten an den tag zu legen.
ich wäre ja sogar bereit mich dafür zu entschuldigen, dass ich ihn genervt habe mit meiner anfrage, nur damit ich endlich den wisch bekomme...
die frage ist, ob das wiederum so eine gute idee ist.

danke für deine antwort.

lg

Beitrag von kleinehexe1606 - 01.06.10 - 18:37 Uhr

hmm, ich denke mal das es eine Diagnose ist die Dir vielleicht nicht gefallen wird ?!? Die er heute nicht mehr nachvollziehen kann ? Eine grundlegende psychische Diagnose ist immer schlecht in einem Versicherungsvertrag.
Wir haben aktuell auch so einen Fall, eine Patientin möchte eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie war vor Jahren mal bei uns weil Ihre Mutter gestorben ist, dadurch steht nun eine psychische Diagnose im PC. Die wir natülich auch angeben müssen. Die Versicherung schließt nun alle psychischen Krankheiten im Versicherungsvertrag aus. Obwohl dies eine situationsbedingte Diagnose war und keine die sie immer hat. Ich weis nicht wie er alles dokumentiert hat, aber für mich wäre die Erklärung das er die Diagnose nicht mehr nachvollziehen kann am ehesten wahrscheinlich. Hast Du keine Berichte von damals, wurdest Du nicht überwiesen ? Liegen evtl. Berichte von dem Psychologen beim Hausarzt vor ?

Beitrag von amrot - 01.06.10 - 19:04 Uhr

hallo nochmal: ich war genau 5 wochen,m einmal die woche dort. er hat mir schon damals gesagt, das er bei mir keine probleme sieht und bei dem ersten telefonat zur sprechstundenhilfe, also über sie ausrichten lassen, dass er bei der diagnose keine probleme für die versicherung sieht.
das ist ja das alberne. es war nix. ich habe die behandlung quasi abgebrochen. mir udn ihm wurde klar, dass alle ok ist und gut war.
alles was er machen müsste, gegen bezahlung, wäre ein dreizeiler, in dem er neben dieser nummer noch kurz was schreibt. 3 sätze. mehr nicht.
aber er will dies nur dann tun, wenn die versicherung das abfragt. ich selber krieg nur die nummer. wo sich mir nun die frage stellt: wo ist das problem?

gut, genervt kann man sein von jemandem, der etwas will udn mehrmals anruft und schreibt. aber doch bitte fair!
nun muss ich morgen die versicherung, die mich vorläufig abgelehtn hatten, anrufen und diese bitten einje anfrage zu starten. dabei wäre es so wichtig für meinen antrag und eine versicherungsaufnahme gewesen, wenn ich alles hätte liefern können. naja. nützt ja nichts. mein abend ist jedenfalls gelaufen.

lg

Beitrag von kleinehexe1606 - 01.06.10 - 19:07 Uhr

Ja tut mir echt leid, ich hoffe das die Anfrage dann wenigstens beantwortet wird. Ich kann in Ärzte auch nicht rein schauen und verstehe vieles handeln nicht. Meine reagieren auf diese Anschreiben erst nach mehrmaligem ermahnen und auffordern der Versicherung #kratz verstehen kann ich es nicht, aber machen kann ich auch nichts.....
Bisher war es aber bei allen meinen Arbeitgebern so #augen

Beitrag von amrot - 01.06.10 - 20:53 Uhr

wirklich? interessant mal hinter die kulissen zu blicken.
und schade, dass es auf kosten der patienten geht.

danke für deine hilfe.

lg

Beitrag von manavgat - 01.06.10 - 19:43 Uhr

Ich bin bei der DKV zusatzversichert, auch mit Heilpraktiker.

Ich hatte auch Jahre vor dem Versicherungsabschluss eine Psychotherapie gemacht, nachdem ich von meinem Ex-Mann 2 mal bis zur Bewußtlosigkeit gewürgt und über Monate massiv bedroht worden war.

Im Ergebnis wurde ich nur ohne Psyche versichert. Heißt, mit dieser Indikation hätte ich keine Leistungen bezogen. Nach 2 Jahren habe ich mir vom Hausarzt bestätigen lassen, dass ich keine psychischen Probleme habe und der Passus wurde rausgenommen.

Vielleicht wäre das eine Option für Dich.

Gruß

Manavgat

Beitrag von amrot - 01.06.10 - 20:55 Uhr

danke für deine antwort.

so etwas habe ich über den versicherungsmakler bereits anfragen lassen, möchte die versicherung aber nicht,. entwedre ganz oder gar nicht ist offenbar deren prinzip. das blöde ist, dass die einfach die besten tarife haben und ideal zu mir und meinen bedürfnissen passen.
am schlimmsten finde ich, dass ich das gefühl habe auf die gunst anderer angwiesen zu sein: die willkür des psychologen, die arbeit des versicherungsmaklers. deshalb habe ich entschieden, dass ich ab morgen direkt mit der versicherung kommuniziere.

so ein affentanz hier.

lg

Beitrag von manavgat - 02.06.10 - 13:49 Uhr

prüf noch mal, ob die wirklich so gut sind.

Soweit ich weiß, ist die DKV die einzige, die ohne Deckel (also unbegrenzt) 80 % Heilpraktiker übernimmt.

Was nutzt es, wenn du wirklich viel brauchst und bei 600 Euro/Jahr ist Schluss?

Gruß

Manavgat

Beitrag von amrot - 02.06.10 - 14:18 Uhr

ja, die sind top und enstrpechend genau meinen bedürfnissen. ich habe mich lang udn breit mit dem thema beschäftigt.

ich hab mir gerade mal die versicherung der dkv angeschaut und zwei dinge sprechen für mich sofort dagegen, bzw. würden die verischerung nicht mal in die engere wahlö kommen lassen:

"Leistungen des Heilpraktikers (es dürfen Heilpraktiker im Sinne des deutschen Heilpraktikergesetzes in Anspruch
genommen werden),
soweit das Honorar im Rahmen der Beträge des Gebührenverzeichnisses für Heilpraktiker 1985 liegt"

heisst im klartext: nur ehilpraktiker, keine normalen ärzte, die naturheilverfahren anbieten. also könnte ich die rechnungen meiner osteopathin, die medizinerin ist bspw. nicht einreichen.
ausserdem zahlen sie nach gebührenverzeichnis von 1985! es sollte min. immer das aktuelle sein.

aber trotzdem danke.

lg

Beitrag von amrot - 01.06.10 - 20:57 Uhr

ach ja: ich lese oft deine antworten und habe ab und an bereits das gefühl gehabt, dass du sehr resolut bist., auch wenn du immer klar und deutlich alles aussprichst, hatte ich manchmal das gefühl, dass du dich sehr behauptest. ich meine das gar nicht negativ. und wenn ich nun lese, wass du mit deinem mann erlebt hast, dann sehe ich, woher diese entschlossenheit kommt. in so einer situation gibt man entweder auf oder man kämpft. ich gehe davon aus, du hast dich fürs kämpfen entschieden.

lg

Beitrag von manavgat - 02.06.10 - 13:47 Uhr

Yep



LG

Manavgat