Hallo
und zwar haben wir grade ein (für mich) großes Problem!
Mein Sohn (4 1/2) ist vor ca. 14 Tagen von alleine Nachts trocken geworden, nachdem wir (hauptsächlich mein Mann) gemerkt haben, dass Druck nichts bringt!
Nun ist er bis auf 2 Ausnahmen trocken gewesen und wir haben nun angefangen, die Winden weg zu lassen (mein Sohn wollte sie noch ein paar Tage zur Sicherheit, sie war aber bis auf eine Ausnahme trocken Morgens
)
Nun will er die Windel plötzlich öfter wieder haben und teilweise ist sie Morgens auch nass.
Und nun zu meinem eigentlichen Problem:
mein Mann und ich sind diesbezüglich komplett unterschiedlicher Meinung
Ich denke: dass ich ihn zwar ermutige, es ohne Windel zu versuchen, ihm aber eine Windel ummache, wenn er es unbedingt möchte!
Mein Mann möchte ihm die Windel "verbieten" weil er jetzt durch ist damit und sie nicht mehr braucht! Ihm wäre es auch egal, wenn sich mein Sohn dann als Konsequenz auf das Verbot (weil er ja eigentlich eine Windel wollte) einnässt (unabsichtlich, logischerweise)!
Mein Mann denkt auch, dass Lino morgens zu faul ist aufzustehen und deshalb die Windel möchte und diese Meinung kann ich nicht wirklich unterstützen (sie war ja sonst auch trocken)!
Was raten Sie mir/uns denn? Welches Verhalten ist "richiger"?
Sorry,wegen meinem wirren Schreibstil 
Mit freundlichen Grüßen
beni
Meinungsverschiedenheit der Eltern bezüglich trocken werden!!!
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Beitrag von beni76 - 01.06.10 - 19:34 Uhr
Beitrag von visilo - 03.06.10 - 08:46 Uhr
Ich sehe es änlich wie dein Mann
. Ich denke euer Sohnemann ist nur zu faul früh auf´s Klo zu gehen. Wir hatten das selbe Spiel mit unserem Sohn auch durch. Der hat aber irgendwann selber mal gesagt er hat keinen Bock früh aufzustehen und auf´s Klo zu gehen. Das war der letzte Auslöser damit wir die Windeln weggelassen haben, er macht zwar manchmal noch in´s Bett aber damit muß er halt leben.
LG
visilo
Beitrag von EXPERTE - 03.06.10 - 15:42 Uhr
Liebe beni,
die Entwicklung der Kontrolle über die Ausscheidungsorgane ist ein längerer Prozess, der bei jedem Kind individuell abläuft. Wobei die nächtliche Harnkontrolle als letztes erreicht wird. 90% der Kinder sind am Ende des 6. Lebensjahrs nachts trocken, mit 8 Jahren sind es 97% der Kinder, einige wenige benötigen noch einige Zeit. Der Grund liegt einerseits in der unterschiedlichen Größe der Harnblase, die oft noch nicht das nächtliche Harnvolumen speichern kann. Andererseits wird in der Hirnanhangsdrüse ein Hormon gebildet, das die nächtliche Harnproduktion vermindert. Auch diese Hormonausschüttung ist individuell sehr unterschiedlich. Ihr Sohn befindet sich wahrscheinlich gerade in der Übergangsphase. Für diese Zeit ist es typisch, dass die Kinder meist trocken sind, in manchen Nächten aber ein „Unglück“ passiert. Ich würde Ihrem Sohn nichts verbieten. Wenn er sich mit einem Schutz sicherer fühlt, würde ich ihm seinen Willen lassen. Man könnte statt Windeln auf „saugfähige Unterwäsche für die Nacht“ wechseln, die vielleicht „cooler“ sind als Windeln. Manchmal hilft, wenn man ca. 1-2 Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr trinkt und knapp vor dem Schlafengehen nochmals auf die Toilette geht. Ein „Sternenkalender“ ist eine gute positive Verstärkung. D.h für jede trockene Nacht wird in einen Kalender ein Stern eingezeichnet für z.B. 10 Sterne gibt es eine Belohnung.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Hans Salzer
