Also manche Leute....

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Beitrag von marion0689 - 02.06.10 - 10:56 Uhr

Hallo!!!

Oh man ich könnte gerade wieder platzen.
Gerade habe ich in der Stadt eine alte Bekannte getroffen. Wir haben uns unterhalten was wir und unsre Partner nun beruflich machen.

Ich habe dann angefangen und erzählt, dass ich studiere und nebenher jobbe, mit meinem Verlobten in einer 2-Zimmer-Wohnung wohne, dass er Schicht arbeitet und ich je nachdem ob er Früh oder Spät hat eben in Gegenschicht jobbe ( Wir haben einen Kleinen Sohn, deswegen muss ja immer jemand da sein )

Und nun fing sie an..Sie ist daheim, hat auch einen kleinen Sohn ( genauso alt wie meiner ), ihr Freund macht nichts, beide leben von Hartz 4 in einer 2-Zimmer-Wohnung. Aber sie würde ja viiiiel zu wenig Geld vom Amt bekommen. Außerdem sind 60qm zu wenig für 3 Personen....Das Amt soll gefälligst eine 80qm Dreizimmerwohnung zahlen.
Außerdem haben sie viiiiel zu wenig zum leben. Ich habe dann vorgeschlagen, sie könne ja auch jobben. DIe Antwort : Ist doch viel zu anstrengend bis 24 Uhr zu arbeiten, dann bin ich ja den ganzen Tag müde........Vor allem: bei mir suchen sie gerade noch eine Aushilfe und wir dürfen Vorschläge bringen.

Auf die Frage warum ihr Freund nix arbeitet kam schließlich: Für 1200 Euro geh ich doch nicht arbeiten...
Mein Gott...mein Verlobter bekommt auch kein Cent mehr, kommt entweder um 23 Uhr oder geht schon um 5 Uhr.
Aber wir stehen auf eigenen Beinen!!!

Der Hammer war dann noch: Warum ich mit so nem öden Gessleinwagen rumfahr, von dem Geld für die Babyerstausstattung hat sie sich nämlich einen Teutonia leisten können.

Daraufhin bin ich einfach gegangen.

Ich habe nichts gegen Leute die in Hartz 4 reingerutscht sind, ihre Arbeit verloren haben, Schicksalsschläge erfahren mussten aber so eine Frechheit??
Den deutschen Staat so auszumelken und der Staat macht da auch noch mit??
Die Arbeiter arbeiten sich krumm und buckelig und dann gibts solche Schmarotzer, die für 1200 Euro nicht einsehen arbeiten zu gehen und sich auch noch über eine 60qm Wohnung beschweren??
Wir haben 62 und das reicht!!

>Für den Umzug wollen sich übrigens auch noch irgendwelche Zuschüsse...weil renoviert muss ja auch noch werden...

BOAH da werd ich so sauer....

Wie seht ihr das?? Kennt ihr solche Menschen?? Wie geht ihr damit um??

Liebe Grüße!!

Beitrag von che-raya - 02.06.10 - 11:03 Uhr


Ich hatte solche Menschen in meinem Freundeskreis.
Nach und nach haben wir uns dann aber distanziert, und da bin ich auch nicht böse drum.

Wer nur in den Tag reinlebt, dem Amt bewusst auf der Tasche liegt und dann noch jammert hat meiner Meinung nach keinen Stolz!

Ich mache auch nur einen 400€-Job, mein Mann arbeitet Vollzeit - und wir haben ein Kind.

Es läuft wunderbar.

Und es ist ein schönes Gefühl sein selbst verdientes Geld auszugeben.

Wir haben auch eine Weile ALG 1 bekommen, als mein Mann arbeitslos geworden ist.
Weil in der Gegend, in der wir wohnten, nix mehr zu finden war, sind wir umgezogen, und zwar dort hin, wo er sofort wieder arbeiten konnte.
Ich kenne also beide Seiten und für mich ist es unverständlich wie man sich so auf dem Staat ausruhen kann.

Es gibt Leute die unverschuldet ALG II beziehen, das ist okay, eine Übergangs und Notlösung.

Wer sich aber dauerhaft auf Geld vom Staat ausruht und darauf dann noch stolz ist darf mir gern gestohlen bleiben!

CR

Beitrag von flogginmolly - 02.06.10 - 11:06 Uhr

Hi,

nein ich kenne solche Leute nicht, und wie ich damit umgehen würde?
Gar nicht, mit solchen Leuten würde ich mich nicht aufhalten. Das hat was mit Charakter und innerer Einstellung zu tun wenn man eine solche Einstellung hat und nix mit Schicksal oder Unglück.
Habe keinerlei Verständnis dafür wenn man bewusst nicht arbeiten geht und dafür Geld bekommt.
Nimm es Dir als Beispiel wie man es NICHT macht, und mach es besser (machst Du ja schon) und halte Dir vor Augen das du für Dich, Dein Kind und Dein Wohlbefinden ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft bist und bleiben möchtest.
Aufregen bringt nichts, nur seine Schlüsse daraus ziehen kann man.

LG

Beitrag von vwpassat - 02.06.10 - 11:08 Uhr

Ich würde die Person von meiner Bekanntenliste streichen.

Beitrag von jerk - 02.06.10 - 11:08 Uhr

Hallo,

ja, ich muß zugeben, auch ich kenne solche Leute...

Und auch ich ärgere mich manchmal grün und blau. Wir haben in Deutschland ein Sozialsystem um Menschen in finanziellen bzw. beruflichen NOTSITUATIONEN helfen zu können. Das ist auch korrekt so. Leider, leider wird es aber immer Menschen geben, die sich auf Kosten anderer ein streßfreies, ruhiges Leben machen und weder Wecker noch Uhr besitzen (dafür aber 2 iPhones)

lg
jerk


Beitrag von mamavonyannick - 02.06.10 - 11:10 Uhr

Hallo,

ich sehe es geanuso wie du, bin aber auf die Antworten gespannt. Hier hatte den Tag jemand gefragt, ob man für 1300 brutto arbeiten gehen sollte. Die Antwort der meisten: Nein, dass wäre Ausbeutung.
Von daher machen es deine Bekannte und ihr Mann scheinbar richtig. Nur nicht ausbeuten lassen und den AG mal zeigen, wo der Hammer hängt.#augen
Das man dann weiter auf ALG2 sitzen bleibt... tja, ich weiß nicht... das scheint dann evtl nebensächtlich und verständlich zu sein.

vg, m.

Beitrag von mamavonyannick - 02.06.10 - 11:18 Uhr

Hier mal der Link dazu: http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=2649606&pid=16793471&bid=28

wie du siehst sind viele der mMeinung, dass man solche Löhne nicht annehmen sollte, um den AGs einhalt zu gebieten. Was bleibt da anderes als ALG2???;-)

Beitrag von marion0689 - 02.06.10 - 11:27 Uhr

Ich hab mir die Diskussion gerade durchgelesen...
Da wird man blöd angemacht wenn man für 1350 Euro Brutto arbeiten geht.
Macht mein Freund übrigens auch, nachdem seine Firma Pleite ging (dank Wirtschaftskrise) und er in eine Leihfirma musste.

Immer noch besser wie ALG2, finden wir....

Beitrag von litalia - 02.06.10 - 11:43 Uhr

urbia ist lange nicht das maß aller dinge ;-)

heute zerfetzen sie dich wenn man sich "ausbeuten" lässt für 1300 bruto und morgen kotzen sie dir vor die füße weil du zuhause hockst und alg2 beziehst.

urbia ist für seine doppelmoral schwer bekannt:-)

Beitrag von fred_kotelett - 02.06.10 - 11:49 Uhr

Die Frage ist ja immer noch, was würde passieren wenn keiner mehr zu so einem Hungerlohn arbeiten würde.

Also ich bleibe ganz klar bei meinem Nein:
Ich würde einen Job zu diesen Konditionen nicht annehmen.

Beitrag von marion0689 - 02.06.10 - 11:51 Uhr

sondern lieber Hartz4???

und somit auf Kosten des Staates??

Wo bleibt da die Vorbildfunktion??
Ich bin stolz, dass wir trotz so niedriger Konditionen auf eigenen Beinen stehen...

Beitrag von manavgat - 02.06.10 - 16:15 Uhr

Man kann es auch anders machen.

Ihr seht immer nur die Alternativen:


sich ausbeuten und wie Dreck behandeln zu lassen

oder

ALG2


Es gibt aber eine Menge dazwischen. Ich selbst habe - nachdem ich mit knapp 40 keinen vernünftig bezahlten Job bekommen habe - mich selbstständig gemacht. Ich zahle Steuern, steh auf eigenen Beinen und muss mich von niemandem so behandeln lassen.

9 Euro/Std für jemanden der vorher 40.000 Euro/Jahr verdient hat, mit mehreren Sprachen in Wort und Schrift. Ne, Leute. Bei dem Lohn krieg ich Alzheimer und kann maximal 3-sprachig aufsagen: Chef ist nicht da und ich weiß auch nix.


Die andere Alternative wäre gewesen ins Ausland zu gehen.

Oder aber weitersuchen.

Ich hätte kein Problem mit 9 Euro/Std. eine Aushilfsarbeit anzunehmen oder für 8 Euro beim Bäcker hinter der Theke. Aber das Verhältnis Arbeit und Lohn sollte gewahrt sein.

Gruß

Manavgat

Beitrag von mamavonyannick - 02.06.10 - 12:05 Uhr

Naja, dann brauch sich aber niemand aufregen, wenn es andere genauso machen, und bei ALG2-Bezug auf bessere Zeiten hoffen;-)

Beitrag von fred_kotelett - 02.06.10 - 13:10 Uhr

Mach ich ja nicht,

Aber ich habe nicht studiert, um dann für ein Gehalt zu arbeiten von dem ich nichtmal meine laufenden Kosten decken kann.

Muss halt jeder selbst wissen.

Beitrag von flogginmolly - 02.06.10 - 12:37 Uhr

Es kommt immer drauf an, Qualifikationen, Erfahrung, die Zeit in der man schon im Berufsleben ist.
Ich denke das Gehalt sollte den Qualifikationen annähernd entsprechend sein, also wenn jemand meinetwegen studiert hat, 15 Jahre im Beruf war und Erfahrungen gesammelt hat, sich weitergebildet hat denke ich auch, sollte er nicht für 1300 brutto arbeiten gehen, nur ist es meist so das diese Leute gar nicht erst in solche Situationen geraten und sich die Frage stellen ob ALG2 oder 1300 brutto. Wenn allerdings ein 22 Jähriger vor dieser Frage steht, erklärt sich die Situation meist von alleine. Keine Berufserfahrung, keine Qualifikationen etc. Also ja, annehmen und wenn nicht gibts nen tritt in Hintern.. .Aber da ist der Wunsch Vater des Gedanken.

Beitrag von janavita - 02.06.10 - 11:13 Uhr

Hi... ja, leider habe ich auch in der Vergangenheit solche Bekanntschaft gemacht... nie wieder.... bin froh, dass unsere Begegnung und Treffen nur auf 4-5 mal beschränkt war... Sonst hätte man mich einweisen können - ich war sprachlos und einfach aus der Spur, wo ich das alles hörte...

Man - da können manche rechnen, wo und was deren zusteht und für viewiel Geld sie arbeiten gehen oder nicht....

SPRACHLOS und nie wieder - sorry, aber ich kann auch verstehen, wenn viele sagen "nicht alle unter einen Kamm" aber nach solchen Begegnungen macht man sich Gedanken...

Und was ich ab und zu auf dem Spielplatz höre - da stehen mir Haare zu Berge....

Gruß

Beitrag von 4mone - 02.06.10 - 11:24 Uhr

Und genau wegen solchen Leuten wurde ich dermaßen schlecht behandelt beim Jobcenter - kein Wunder, dass die auf alles und jeden einen Hals haben!

Ich bin damals in der Selbständigkeit schwanger geworden, konnte nicht mehr arbeiten, weil ich nicht mehr gebucht wurde - tja, und bekam dann ALG2.
Ich habe mich so minderwertig gefühlt, weil ich wirklich von den Sachbearbeitern schlecht behandelt fühlte. Und ich wollte wirklich schnell wieder raus aus diesem "Milieu"...

Was habe ich gemacht? 300 Bewerbungen geschrieben, da war ich sogar noch schwanger.
10 Wochen nach Geburt meiner Tochter bin ich in die Schweiz (von Hamburg aus) gegangen - ich habe in HH nichts gefunden und mich international beworben (gut, mein damaliger Partner lebte in der CH).

Ich habe seitdem nicht mehr einen Cent vom Staat bekommen - obwohl ich gut und gerne 3 Jahre hätte zuhause bleiben können.

Ich muß sagen, an dieser Stelle will ich mich selber loben. Wenn jeder diese Denkweise hätte, würde es dem Staat (und somit auch dem arbeitenden Volk) besser gehen.

Jetzt bin ich wieder in D - aber ich habe mich ERST um einen Job bemüht, auch wenn ich brav noch ein halbes Jahr hätte zuhause bleiben können, da meine Tochter noch nicht dreijährig ist.

Soviel dazu.
Los Leute, lobt mich!!! :-)

Beitrag von mamavonyannick - 02.06.10 - 11:36 Uhr

LOB#pro;-)

Beitrag von 4mone - 02.06.10 - 15:29 Uhr

Danke! :-)

Beitrag von connykati - 02.06.10 - 11:57 Uhr

Hallo,

ich hab mit solchen Leuten auch nix am Hut.
Ich habe nix gegen Menschen, die unverschuldet in ALG 1 oder 2 gerutscht sind und sich wirklich bemühen, wieder in Arbeit zu kommen. Aber solch faule Menschen, die gar nicht mehr wollen, versteh ich einfach nicht!
Mein Mann hat auch fast 1 Jahr eine neue Stelle gesucht und vor 2 Monaten zum Glück auch endlich gefunden, aber dafür nehmen wir sogar in Kauf, dass er nur alle 2 Wochenenden daheim ist. Er arbeitet jetzt in München und mein Söhnchen und ich wohnen noch in Dresden, aber sobald seine Probezeit von 6 Monaten rum ist uund er definitiv fest dort arbeitet, werden wir auch runter ziehen. Dort sieht es zwar genauso schlecht mit Krippenplätzen oder Tagesmüttern aus wie hier, aber wenn ich meinen Kleinen dann erstmal untergebracht krieg, dann werde ich auch englich wieder arbeiten können. Hier würde ich auch liebend gern arbeiten, aber bei mehr als 10 Anmeldungen auf einen Platz für unter 3jährige habe ich gar keine Chance ihn unter zu kriegen, da ich nicht zu einem bestimmten Termin wieder arbeiten gehen muss oder Alleinstehend bin - diese Mamas haben hier nämlich das Vorrecht auf einen Platz #aerger

Tja, so ist das Leben. Ich bekomme übrigens kein ALG 1 oder 2, und habe es auch noch nie bekommen.

Seid stolz auf euch, dass ihr Arbeit habt, so gut klar kommt, in den Rententopf einzahlt und vor allem euer Tochter später richtig was bieten könnt #herzlich

Viele liebe Grüße,
Conny mit Richard *22.11.2008

Beitrag von nsd - 02.06.10 - 12:12 Uhr

Ich finde unser Sozialsystem von der Idee gut. Aber diese Leute machen es kaputt. Alle Sozialkassen haben dicke Löcher. Wer muss es ausbaden, die arbeitende Bevölkerung. Immer mehr Erhöhungen und Zusatzbeiträge und Leistungskürzungen. Dieses System ist für Notfälle gedacht. Viele Bemühen sich wirklich wieder Arbeit zu finden, aber dann gibt es immer wieder solche Schmarotzer, die das alles ausnützen. Der Staat zahlt ja. Vom Gefühl her gibt es von diesen immer mehr. Ich glaube es gibt da schon einen Ausbildungsberuf "Wie nehme ich den Staat aus, ohne etwa zu ordentliches zu leisten".

Beitrag von jeannylie - 02.06.10 - 12:37 Uhr

Ich kenne glücklicherweise keine solchen Leute, aber wenn dann würde ich das auch nicht aushalten.

Mich regt schon auf was man so in den Medien mitbekommt was es für Schmarotzer gibt...

LG

Beitrag von marion2 - 02.06.10 - 13:06 Uhr

Hallo,

liest sich, als würdet ihr am Existenzminimum rumkrepeln. Arbeiten gehen ist gut, aber wenn es nicht reicht, sollte man Zuschüsse beantragen.

Spätestens wenn die Waschmaschine und der Staubsauger deiner Bekannten im selben Monat kaputt gehen, wird sie ein Problem bekommen.

Gruß Marion

Beitrag von marion0689 - 02.06.10 - 13:14 Uhr

Hallo.

Nein, wir dümpeln nicht am Existensminimum rum.

Mein Verlobter hat bis vor kurzem sehr gut verdient und ich komme aus einer relativ gut betuchten Familie.
Die Situation mit der Leihfirma wird auch ( hoffentlich ) keine Dauerlösung sein, denn er hat nächsten Monat Vorstellungsgespräche in seinem Tätigkeitsbereich ( Wirtschaftsinformatiker ).

lG

Beitrag von marion2 - 02.06.10 - 13:20 Uhr

Hallo,

das war mein Eindruck. Du musst dich nicht rechtfertigen ;-)

Wirtschaftsinformatiker mit Reisebereitschaft?

Gruß Marion