Hallo,
mein Sohn wird heuer elf und hat praktisch noch nie die "Kurve gekriegt".
Und die Lachen im Bett sind nicht ohne.
Mal kurz die Behandlungsversuche im Einzelnen:
Mit 6 Jahren Klingelmatte (über 6 Monate) - erfolglos (er ist nicht wach geworden und wenn, hat er nächsten Tag nichts davon gewusst)
Daraufhin 3 Monate Oxybutinin - erfolglos
Mit 8 Jahren 2. Versuch Klingelmatte - Ergebnis s.o.
Anschließend 3 Monate Desmopressin - abgesetzt wegen Nebenwirkungen + erfolglos.
Mit knapp 10 im Rahmen eines stationären KKH-Aufenthaltes Klingelhose - kein Erfolg.
Untersuchung in der Nephrologie: Blase zu klein, deshalb relativ häufig Toilettengang mit geringen Mengen.
Start Oxybutinin, um die Blasenkapazität evtl. zu vergrößern.
Bei Einstellung des Medikaments auf 15mg deutliche Verbesserung, Einnässen ca 1-2x die Woche. Nach 2 Monaten auf 15mg wieder Verschlechterung - 1x die Woche trocken (8Wochen).
Insgesamt 8 Monate nahm er diese Hormone...die Ärzte der Nephrologie rieten zum Absetzen. Danach wieder jede Nacht nass.
Ultraschall: Blasenkapazität immer noch zu gering.
Aktuell: Termin zur MCU nächste Woche - wenn nichts rauskommt, sind die Ärzte mit ihrem Latein auch am Ende. Wir mit unserem schon lange.
Müssen wir tatsächlich bis zur Pubertät abwarten??
Oder gibt es noch irgendetwas??
Vielen Dank.
Noch nie nachts trocken - 10 Jahre!
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Beitrag von supikee - 02.06.10 - 17:39 Uhr
Beitrag von anira - 02.06.10 - 19:14 Uhr
habt ihr nie Minirin bekommen oder Trofranil?
Beitrag von supikee - 02.06.10 - 20:09 Uhr
Nein, was ist das??
Beitrag von cludevb - 03.06.10 - 20:25 Uhr
Hi!
Kenn ich von meinem "kleinen" (inzwischen 20-jährigem :-P) Bruder... er hat hormonell fast jede Nacht eingespieselt, bis er ca 13-14 Jahre alt war... das Hormon was ihm (laut Doc) vorher gefehlt hat, hat sich mit der Pubertät endlich allein gebildet...
medikamentenversuche und sowas wie klingelhose und co waren erfolglose versuche.. das einzige was etwas geholfen hat: ab 5 uhr nur noch das "nötigste" trinken, dann war vielleicht mal ne nacht "ohne".
LG Clude
Beitrag von supikee - 04.06.10 - 20:23 Uhr
Oh weh...!
Beitrag von vivia - 04.06.10 - 01:17 Uhr
Hast Du ihn denn nicht geweckt wenn die Hose geklingelt hat?
Der Urologe hat uns das so gelehrt: Mein Sohn (damals 6) sollte unbedingt in meiner Nähe schlafen (hab ihn dann mit zu mir ins Bett genommen) damit ICH die Klingelhose höre. Dass Sohnemann bei seinem festen Schlaf davon nicht wach wird, war klar (das war ja das Problem). Also, ich sollte ihn dann unbedingt vollständig wecken und zur Toilette begleiten. Der Urologe hat mit das so erklärt, dass sein Gehirn lernen muss, dass er bei Harndrang wach werden muss. Bereits nach einigen Tagen war das Problem erledigt. Das ist nun ca. 5 Monate her und er hat seitdem nur 1 einziges Mal ins Bett gepinkelt, aber nur ganz wenig und ist dann aufgewacht. Das war vorher nie so, er hat immer im Nassen weitergeschlafen.
LG und alles Gute
vivia
Beitrag von toni2004 - 04.06.10 - 02:32 Uhr
HAllo Vivia,
das hört sich ja super an mit der Klingelhose.
Wir stecken gerade mittendrinn und verzweifeln langsam, weil uns die nächtl.Störungen mürbe machen.
Auch wir müssen unseren Sohnemann (6,5) wecken, weil er eben so tief schläft u seine kl.Schwester wach werden würde von dem Klingeln. (Schlafen in einem Zimmer)
Aber leider läuft das nun seit fast 3 Wo.schon und ist für uns alle echt anstrengend. 
Aber Dein Bericht läßt mich ja noch hoffen u ich werd mich mal wieder mit ihm in Wohnzimmer einquatieren.
Denn bis ich immer zu seinem Bett jette um ihn schnellst möglichst zu wecken, ist die Windel immer schon halbvoll.
DAs ist vielleicht n Windelverbrauch z.Zt....
Aber na gut, wir harren der Dinge und hoffen weiter.
Lieben Gruß u werde berichten,
Julia
Beitrag von vivia - 04.06.10 - 12:12 Uhr
Hallo Julia,
ich war auch wirklich erstaunt, dass das bei uns so gut geklappt hat und auch wirklich bis heute anhält.
Wir haben das ganze in den Ferien (Weihnachten) durchgezogen (war ein Tipp vom Urologen, das nicht während der Schulzeit zu machen). Und ich selbst bin immer sofort beim ersten Klingeln aufgewacht und hab ihn dann auch SOFORT aufgeweckt. Die ersten paar Male war die Windel (bzw. die Damenbinde - ich hab diesen Sensor immer in eine Binde "eingebaut") nass, aber dann hat mein Sohn wohl selbst schon beim ersten Klingeln den Urinstrahl gestoppt. Und irgendwann ist er dann auch selbst aufgewacht. Ich hatte wirklich den Eindruck, dass es genauso war, wie der Urologe gesagt hat, nämlich dass das Gehirn diesen Harndrang als Aufwachbefehl wahrnehmen muss. Insgesamt hatten wir die Klingelhose (sicherheitshalber) ca. 3 Wochen dran. Manchmal ist jetzt ein kleines Tröpfchen im Schlafanzug aber aufwachen tut er seitdem immer. Übrigens hab ich mich in meinem ersten Posting verschrieben
Mein Sohn war zu dem Zeitpunkt (also an Weihnachten) 7 Jahre, inzwischen hatte er seinen 8. Geburtstag.
Mach Dir also nicht so viel Sorgen, lass es vielleicht einfach nochmal ein halbes Jahr ruhen und versuch´s dann nochmal mit der Klingelhose.
Vielleicht erledigt sich das Problem ja sogar bis dahin von selbst.
Liebe Grüße
vivia
Beitrag von dominiksmami - 04.06.10 - 08:59 Uhr
Huhu,
war bei meinem Sohn alles für die Katz.
Der ist definitiv NICHT richtig zu wecken! Ich habs jede Nacht versucht wenn das Ding piepte...nichts zu machen, wenn mann müßte man da mit brachial Methoden dran gehen ( kaltes Wasser etc.) von denen nicht nur die meisten Ärzte, sondern vor allem auch mein Mutterverstand vollkommen abraten...es hätte ihn jedes Mal unter Schock gestellt.
Er lief einfach so zur Toiletten wenn ich ihm das sagte...wach war er dabei nie.
Bei uns hat sich das Problem allerdings mit 8 Jahren von allein erledigt.
lg
Andrea
Beitrag von supikee - 04.06.10 - 20:25 Uhr
Natürlich habe ich ihn geweckt...aber er ist einfach nicht wach geworden. Zumindest nicht, wie es sein sollte. Er ging auf Toilette und am nächsten Tag wusste er von nichts. Und gerade das ist ja nicht Sinn der Sache!
Ihn vollständig wach zu bekommen war praktisch unmöglich.
Beitrag von dominiksmami - 05.06.10 - 16:59 Uhr
genau wie bei meinem Sohn
Beitrag von kleinerobbe03 - 10.06.10 - 10:57 Uhr
Hallo Supikee,
Bei meinem (jetzt 7)
ist es genau so.
Allerdings "wecken" wir ihn jeden Abend um 23 / 24 Uhr nochmal und lassen ihn pinkeln.
Davon weiss er zwar nie was, aber immerhin ist auf die Weise meistens das Bett trocken, was ihm ein sehr gutes gefühl gibt, nach den unendlich vielen "pfützen - Nächten"
lg
Beitrag von EXPERTE - 04.06.10 - 10:56 Uhr
Liebe "supikee",
die Entwicklung der Kontrolle über die Ausscheidungsorgane ist ein längerer Prozess, der bei jedem Kind individuell abläuft. Wobei die nächtliche Harnkontrolle als letztes erreicht wird. 90% der Kinder sind am Ende des 6. Lebensjahrs nachts trocken, mit 8 Jahren sind es 97% der Kinder, einige wenige benötigen noch einige Zeit. Manchmal dauert es wirklich bis zur Pubertät. Der Grund liegt einerseits in der unterschiedlichen Größe der Harnblase, die oft noch nicht das nächtliche Harnvolumen speichern kann. Andererseits wird in der Hirnanhangsdrüse ein Hormon gebildet, das die nächtliche Harnproduktion vermindert. Auch diese Hormonausschüttung ist individuell sehr unterschiedlich. Es gibt dieses Hormon auch als Tablette (Desmopressin). Die Therapie ist meist sehr effektiv, nach Absetzen des Medikaments kommt es oft zum Rückfall. Ich würde mit den behandelnden Ärzten reden und diese Therapie vorschlagen. Es wird auch berichtet, dass in hartnäckigen Fällen die Kombination von Desmopressin mit einer Klingelhose erfolgreich war. Ein „Sternenkalender“ ist eine gute positive Verstärkung. D.h für jede trockene Nacht wird in einen Kalender ein Stern eingezeichnet für z.B. 10 Sterne gibt es eine Belohnung.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Hans Salzer
Beitrag von supikee - 04.06.10 - 20:22 Uhr
Vielen Dank.
Beitrag von italyelfchen - 05.06.10 - 22:07 Uhr
Huhu,
ich antworte mal noch, vielleicht liest Du ja noch!
Ich kenne einen solchen Fall im ganz engen vertrauten Freundeskreis, gleiche Diagnose, gleiche erfolglosen Lösungsversuche!
Der beste Weg für ALLE Beteiligten war: Druck raus, Ende der Arztbesuche und Abwarten:
- Zuhause: Waschbare Unterlage aufs Bett und waschbare Bettwäsche. Morgens eine Maschine anschmeißen und gut ist's. Windeln fand er erniedrigend ab einem gewissen Alter!
- Bei Freunden/Übernachtungspartys etc: Lange Schlafanzughose und so ein Auffangsäckchen am Bein und ein Schlauch am Penis befestigt. Morgens einfach ausleeren.
- Normal trinken und zwar den ganzen Tag über! Wenn er zu wenig getrunken hat, war er besonders oft nass. Allerdings nichts treibendes am Abend oder nur am frühen Abend.
Wie es weiter ging: bis ca. 18 Jahren war er praktisch jede Nacht nass! Dann wurde es langsam weniger und hat sich mit ca. 25 Jahren verwachsen. Das hat ihn übrigens nicht daran gehindert, eine feste Beziehung einzugehen und eine Familie zu gründen! Er hat einfach immer mit offenen Karten gespielt, er schien sich nie zu schämen, darum wissen es ja tatsächlich ein paar Leute aus seinem Freundeskreis!
Ich will Dir keine Angst machen, natürlich kann es sich auch schon deutlich früher verwachsen (laut seiner Aussage) aber es muss einen absolut nicht daran hintern, ein rundum glücklicher Mensch zu sein! Das einzige, was ihn wohl gestört hat, war der morgendliche Ganz zur Waschmaschine! 
Liebe Grüße
Elfchen
