Mein kleiner wird im Dezember 5 , war eine Zeit lang auch mal trocken nachts aber seit unserem Umzug vor einem Jahr (400 km) macht er Nachts wieder in die Hose bzw mittlerweile wieder Windel.
Wie kann ich ihn nun beim wieder trocken werden am besten unterstützen?
Wir schimpfen nicht wenn was daneben geht und wenn er ohne Windel schlafen will kann er das auch tun. Abends zieht er aber selber ne Windel (easy up) an.
Die verlangt er auch , wenn der Vorrat mal leer sein sollte kommt er zu mir und sagt Mama ich brauch Pampers, sonst zaubert mein Bett mich Nass.
Tagsüber ist er zuverlässig trocken seit 2 Jahren ca.
Danke für Tipps.
LG
die
Wie kann ich ihn unterstützen? 4 Jahre
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Beitrag von blahblah - 02.06.10 - 20:14 Uhr
Beitrag von haarerauf - 02.06.10 - 20:31 Uhr
Ich kopier mal die Standardantwort:
Einnässen in der Nacht bis zum sechsten Lebensjahr ist für die Eltern und das Kind unangenehm, aber vollkommen normal. Das Bettnässen ist bis zu diesem Alter ein natürliches Phänomen. Das hängt mit der individuellen Entwicklung der Harnblase zusammen. Bei manchen Kindern ist sie noch sehr klein ist und kann daher noch nicht soviel Harn aufnehmen, wie in der Nacht produziert wird. Um wirklich nachts trocken zu sein, muss die Hirnanhangsdrüse in den Nachtstunden das Hormon „Vasopressin“ ausschütten, das dem Harn Wasser entzieht und so das Harnvolumen vermindert. Auch die Regulation dieser Hormonausschüttung ist individuell sehr verschieden. Wenn die Größe der Harnblase und die Vasopressinausschüttung zusammenpassen, wird Ihr Kind nachts trocken, das wird irgendwann zwischen dem dritten und siebenten Lebensjahr eintreten, bei manchen Kindern dauert es noch länger.
Ansonsten machen Sie es schon richtig
Beitrag von EXPERTE - 04.06.10 - 10:58 Uhr
Liebe "Blahblah",
die Entwicklung der Kontrolle über die Ausscheidungsorgane ist ein längerer Prozess, der bei jedem Kind individuell abläuft. Wobei die nächtliche Harnkontrolle als letztes erreicht wird. 90% der Kinder sind am Ende des 6. Lebensjahrs nachts trocken, mit 8 Jahren sind es 97% der Kinder, einige wenige benötigen noch einige Zeit. Der Grund liegt einerseits in der unterschiedlichen Größe der Harnblase, die oft noch nicht das nächtliche Harnvolumen speichern kann. Andererseits wird in der Hirnanhangsdrüse ein Hormon (Vasopressin) gebildet, das die nächtliche Harnproduktion vermindert. Auch diese Hormonausschüttung ist individuell sehr unterschiedlich. Ihr Sohn befindet sich wahrscheinlich gerade in der Übergangsphase. Für diese Zeit ist es typisch, dass die Kinder meist trocken sind, in manchen Nächten aber ein „Unglück“ passiert. Manchmal hilft, wenn man ca. 1-2 Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr trinkt und knapp vor dem Schlafengehen nochmals auf die Toilette geht. Ein „Sternenkalender“ ist eine gute positive Verstärkung. D.h für jede trockene Nacht wird in einen Kalender ein Stern eingezeichnet für z.B. 10 Sterne gibt es eine Belohnung.
viele Grüße,
Dr. Hans Salzer
