Pflegegeldantrag

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Beitrag von myimmortal1977 - 04.06.10 - 00:03 Uhr

Huhu #winke

Brauch mal dringend Hilfe. Es geht um meine Mama. Sie hat Krebs in einem sehr fortgeschrittenen Stadium. Befindet sich gerade wieder im Krankenhaus, wird chemotherapiert.

Wir haben heute ihren Schwerbehindertenausweis bekommen. Sie hat einen GdB von 100 und alle Merkzeichen bekommen.

Nun habe ich gelesen, dass man mit dem MZ "H" auch Pflegegeld bekommen kann. Wir pflegen sie abwechselnd, wenn sie zu hause ist. Meine Oma bringt ihr Essen, ich gehe für sie einkaufen und mache alle Behördengänge usw usw usw.

Die zu pflegende Person kann sich das Pflegegeld wohl auch selbst auszahlen lassen und dann ihre Hilfen organisieren. Wir wollen das Geld gar nicht, meine Mama hat Verdienstausfall. Sie hat zum Schluss nur 400 € gearbeitet, bekommt deswegen kein Krankengeld von der Krankenkasse. Sie lebt nur von ihrer Witwenrente.

Für sie wäre das Geld wirklich sehr willkommen. Wir haben auch einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt, nur das läßt auf sich warten.

Wie beantrage ich die Pflegestufe? Bei ihrer Krankenkasse? Gibt es da Vordrucke oder kann ich das formlos machen?

Kommt der MdK immer vorbei oder reicht das medizinische Gutachten ggf. aus? Ich frage nur, weil sie zur Zeit halt stationär liegt, wie will dann der MdK zu hause was beurteilen?

DANKE für Eure Hilfe!!!!

LG Janette

Beitrag von arkti - 04.06.10 - 00:35 Uhr

In deinem Text steht nicht das deine Mutter Hilfe bei der Grundpflege von euch bekommt, das ist eine Grundvoraussetzung bei der Pflegestufe soweit ich weiß.

Beitrag von myimmortal1977 - 04.06.10 - 00:49 Uhr

Natürlich bekommt sie Hilfe zur Grundpflege von uns. Sie darf eigentlich gar nicht mehr allein in der Wohnung sein. Da sie teilweise selbst zu schwach ist, sich das vorgekochte Essen zu bereiten.

Es sind etliche Arztbesuche notwendig, die sie nicht allein erledigen kann. Da sie kein Auto mehr fahren darf. An Tagen, wo es sehr schlecht geht, kommt sie kaum zum Auto, oder kann sich ggf. selbst die Schuhe zubinden.

Meine Oma fährt da 3 mal am Tag hin und guckt, ob überhaupt was geht.

Jemand muss da sein, wenn sie baden möchte und ihr zur Hand gehen.

Es sei bei diesen Sätzen nur eins gesagt... Sie will es so. Sie ist noch nicht bereit, in eine Pflegeeinrichtung zu gehen oder privat mit bei uns zu leben.

LG Janette

Beitrag von arkti - 04.06.10 - 01:22 Uhr

Also der MdK kommt auf jeden Fall, kenne ich zumindestens so.
Der ist sogar zu meiner Oma gekommen obwohl das Altersheim ja schriftlich belegen kann wieviel Hilfe sie bekommt.
Trotzdem haben die sich ein eigenes Bild gemacht.

Beitrag von weltenbuergerin2 - 04.06.10 - 03:05 Uhr

Das ist richtig, die schauen sich das häusliche Umfeld an.
Um eine Pflegestufe anerkannt zu bekommen, muss man schon eine recht hohe Hilflosigkeit der zu pflegenden Person nachweisen.
Dazu gehört z.B., dass die Person die tägliche Körperhygiene nicht mehr ohne Hilfe durchführen kann, nur mal für Handreichungen zum Vollbad reicht da nicht.
Ich denke da an meinen absolut hilflosen Schwiegervater, er konnte nichts mehr, aufgrund seiner Kreberkrankung, mit Pflegestufe 2 gab es damals 400 Euro für meine Schwägerin, das war aber Pflege(und nicht nur mal eben Essen aufwärmen) rund um die Uhr.

Beitrag von haarerauf - 04.06.10 - 06:43 Uhr

Guten Morgen Jeanette,

meine Mama hatte auch Krebs. Sie ist am 07. April gestorben.

Mein Papa hat das Pflegegeld beantragt. Auch wenn letztlich wir Kinder die Hauptarbeit gemacht haben.

Bei der Krankenkasse (bei der Deine Mama versichert ist) kannst Du die nötigen Unterlagen anfordern. Dann braucht man Bestätigung vom Arzt, Krankengeschichte, Chemoberichte usw. reicht diese wiederum bei der KK ein. Die verständigen den Med. Dienst.

Der Medizinische Dienst kommt zu Deiner Mama, es geht darum ob sie wirklich Hilfe bei den verschiedenen Dingen braucht (muß man auf dem Formular ankreuzen).

Die ganze Sache dauert natürlich seine gewisse Zeit, wir haben aber unbürokratisch und ohne Probleme das PG bekommen.

War aber schon Krebs im Endstadium.

LG

Haarerauf, alles Liebe und Gute für Deine Mama und den Rest der Familie.

Beitrag von oma.2009 - 04.06.10 - 08:17 Uhr

Hallo,

also, erstmal vergiß den Behindertenausweis, der hat nichts mit der Beantragung von Pflegeld zu tun.
Ruf bei der Krankenkasse deiner Mutter an und lasse dir einen Antrag auf Pflegegeld und ein Pflegetagebuch schicken. Das Pflegetagebuch solltest du ca. 3 Tage lang ganz genau führen, steht aber auch alles dabei, was und wie du es eintragen mußt. Dann füllt ihr den Antrag aus, lasst deine Mutter unterschreiben und schick den zurück. Es wird sich nach ca. 5-6 Wochen der MDK bei euch melden und überprüfen, ob und welche Pflegestufe deine Mutter bekommt. Am Besten ist es, wenn die vom MDK kommen, dass derjenige, der die Grundpflege bzw. Pflege durchführt mit dabei ist.
Nach der Begutachtung des zu Pflegenden entscheidet der MDK die Pflegestufe bzw. es kann auch sein, dass abgelehnt wird. Das dauert ca. 8 Wochen mind., es werden auch noch Ärzte usw. angeschrieben.

Solltet ihr eine Ablehnung bekommen, legt Widerspruch ein, am Besten über einen Sozialverband, die haben Ahnung davon.

Ich hoffe, ich konnt helfen

LG


Beitrag von oma.2009 - 04.06.10 - 08:21 Uhr

Hallo

hab noch vergessen:

Das Merkzeichen B heißt BEGLEITUNG, deine Mutter braucht für alles was sie außerhalb der Wohnung macht eine Begleitperson.
Das Merkzeichen H heißt HILFLOS, das bedeutet, deine Mutter braucht generell Begleitung in öffentlichen Verkehrsmitteln usw. Außerdem kann deine Muter einen Behindertenparkausweis beantragen (Gemeinde) damit erhält sie die Berechtigung auf einem Behindertenparkplatz zu parken, auch wenn sie keine Auto hat....... Wenn deine Mutter dann in deinem Auto mitfährt, darfst du auch diesen Parkplatz nutzen.

LG

Beitrag von bottroperin1987 - 04.06.10 - 08:53 Uhr

Hallo

die Pflegestufe beantragst du bei der Krankenkasse..

sag deiner mutter das sie mitspielen muss..

bei meiner oma hab ich über ein jahr gekämpft das sie die stufe bekommt (demenz-wenn jemand kam sagte sie:ich kann alles alleiner keiner hilft mir ect)

ansonsten wie sieht es aus mit gesetzlicher betreuer? weiss ja nicht wie eingeschränkt deine mutter ist.. das beantragt man (bei uns) beim gericht..


lg Sandra

Beitrag von apfeltasche - 04.06.10 - 09:03 Uhr

Hi Janette,den Pflegegeldantrag musst du bei der Krankenkasse wo deine Mutter krankenversichert beantragen. Rufst du dort an und die sollen dir den Antrag per Post schicken.
Wenn du zurückgeschickt hast,die werden Telefonisch sich mit deine Mutter ins Verbiendung setzten und vorbei kommen um sich ein Bild selber machen.
Am besten gibst du dein tel.Nr das die dich anrufen.

Wenn die bei deine Mutter kommen,sie soll am besten tun das sie nichs kann. Es kann sein das die fragen ob sie ihre Socke anziehen kann,und sie soll das machen.
Wie gesagt am besten sie kann nichs ;-)

Bei meine Oma war so das die ganichs könnte,nicht mal kochen,wir haben Essen liefern lassen jeden Tag(von Johanniter),Eingekaufen,Arztbesuche,Apotheke alles habe ich gemacht,meine Oma könnte sich nicht mehr aleine anziehen,und hat nur die Pflegestufe 1 bekommen.

Ich denke das bei deine Mutter auch nur die Pflegestuffe 1 bekommt.