Hallo Ihr Lieben,
ich habe 3 Kinder, Haus und Garten und arbeite in Teilzeit. Manchmal wird mir das echt alles zu viel und ich sehne mich nach der Zeit zurück, wo ich "nur" Hausfrau und Mutter war.
Mich würde mal interessieren wie es anderen Mütter mit 3 Kindern und mehr in dieser Hinsicht so geht. Gibt es viele, die auch in Teilzeit arbeiten und wie schafft Ihr das auf Dauer? Und sind die Mütter, die Hausfrauen sind, glücklicher und zufriedener, da sie weniger Stress haben bzw. die Doppelbelastung wegfällt?
LG, reiki
3 Kinder und berufstätig?
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Beitrag von reiki71 - 06.06.10 - 16:45 Uhr
Beitrag von honolulumieze - 06.06.10 - 17:08 Uhr
Meine Kollegin hat 3 Kinder. Ungefähr 10, 5 und 3 Jahre alt. Sie macht drei Vormittage jeweils 5 Stunden. Wie sie das macht? Sie hat ne Schwiegermutter im Haus wohnen, die mittags kocht und die Kleinen in den Kindergarten bringt. Sonst kenne ich niemanden mit 3 Kindern, der arbeiten geht. Jedenfalls nicht mit kleinen Kindern.
Beitrag von sini60 - 06.06.10 - 17:49 Uhr
Hallo,
3 Kinder, Haus und Garten sind ein Vollzeitjob. Bei 3 Kindern hat man zusätzlich immer noch laufend Termine Nachmittags, wo man nur unterwegs ist. Wenn du dir es finanziell leisten kannst, dann reduzier erstmal auf 400,-- €.
Ich finde man muss nicht unbedingt auf dem Zahnfleisch daherkommen, um allen zu beweisen, was für eine Powerfrau man ist. 
LG
Sini
Beitrag von gr202 - 06.06.10 - 17:56 Uhr
Meine Kollegin hat bei 3 Kindern noch 20 Stunden die Woche gearbeitet und für die Betreuung mehr bezahlt, als sie verdient hat. Bei Kind 4 hat sie dann Elternzeit genommen, in der Zwischenzeit ist Kind Nr. 5 da (
), sie hat jetzt 3 Jahre Elternzeit genommen, die größte ist im Moment im 1.Schuljahr. Nach der Elternzeit will sie eigentlich wieder arbeiten, denn Mann und Kinder sind privat versichert und sie müßte sich ja auch selber versichern, wenn sie nicht berufstätig ist.
Gruß
GR
Beitrag von carrie23 - 06.06.10 - 18:07 Uhr
Also ich bin noch in Karenz und bekomme mein drittes Kind im September.
Meine Mama jedoch hat vier Kinder, Wohnung in Wien früher Haus mit riesen Garten und eine VOLLZEITstelle.
Sie hat das ohne Probleme hinbekommen, wir haben nach der Schule unseren kleinen Bruder vom Kindergarten abgeholt haben gekocht ect.
Meine Mutter war als nur Hausfrau nicht zufrieden, ihr fiel die Decke auf den Kopf.
Ich möchte auch nicht dauerhaft nur Hausfrau sein, möchte mich mit anderen Menschen austauschen können und auch über etwas anderes als immer die Kinder reden.
Beitrag von cjuma - 06.06.10 - 18:12 Uhr
Magst du deinen Job? Fühlst du dich "zurückgestuft" auch "nur" Hausfrau und Mutter wenn du ihn aufgibst? Seid ihr auf das Geld angewiesen?
Wenn du jetzt dreimal mit ja geantwortet hast wird es an der Zeit a.) Deinem Partner klar zu machen das Kinder, Haus und Garten Arbeit für zwei sind oder wenn das nicht möglich ist b.) dir Hilfe zu organisieren.
Deine Kinder sind ja schon relativ groß, also gehe ich mal davon aus dass der Rest alleine an dir kleben bleibt. Wenn dem so ist hilft nur ein Machtwort. Auch wenn du "nur" Teilzeit arbeitest. Selbst bei einer offiziellen 50:50 Lösung im Haus bleibt meiner Erfahrung nach immer 70 % für die Mutter.
Beitrag von sechisi - 06.06.10 - 18:19 Uhr
Hallo,
ich bin Mama von 3 Kindern und werde ab Oktober wieder einsteigen - allerdings nur 13 Std./Woche an 2 Arbeitstagen.
Meine Kids sind 10 Jahre, 5 Jahre und 15 Monate.
Mein Mann ist selbständiger Handwerker und wir haben Haus und riesigen Hof/Garten.
Ich steige wieder ein, da ich wohl nicht zum "Nur-Mutter-Dasein" geschaffen bin. Ich habe einen tollen und auch für Teilzeit sehr gut bezahlten Job.
Wir kommen finanziell zwar auch so gut über die Runden, aber wirklich ansparen können wir derzeit nichts.
Dafür ist dann mein Gehalt da: kostspieligere Extras, Urlaube und die hohe Kante.
Ich bin nach jedem Kind nach relativ kurzer Zeit wieder in meinen Job zurück und bislang hat es immer sehr gut geklappt und es hat mir auch gut getan.
Man wird im Job eben auf andere Art und Weise gefordert als im Haushalt und als Mutter - für mich ein guter Ausgleich!
Wie es funktioniert?!
Der Große geht in die Schule hier vor Ort, nach Schulschluß ist er dann einen Nachmittag/Woche alleine, Mittagessen bekommt er aber von meinem Mann, der isst jeden Mittag zu Hause.
Die Maus ist an den betreffenden Tagen bis 16:00 Uhr im Kindergarten.
Ich fange um 06:00 Uhr mit dem Job an, dann bin ich pünktlich zurück um sie vom KiGa abzuholen.
Der Kurze geht 1Tag/Woche zu einer TaMu, den zweiten halben Tag springt Opa ein.
Stressig ja, manches Mal bestimmt.
Aber für mich persönlich die bessere Alternative zum "Nur-Mutter-Dasein".
Ich denke man wächst mit seinen Aufgaben!
Und wenn es nicht klappt steige ich wieder aus!
LG, sechisi
Beitrag von jenny008 - 06.06.10 - 18:31 Uhr
Hallo,
ich Mama von 3 Kindern (10,5,3) mache zur Zeit eine Ausbildung zur Sozialassistentin. Mein Mann ist Berufskraftfahrer.
Unsere Kinder gehen in den Gantagskindergarten und Ganztagsschule ansonsten sind wir auf uns alleine gestellt.
Es ist hart und manchmal würde ich gerne alles schmeißen ABER ich weiß wofür ich das alles tue.
lg
Beitrag von reiki71 - 07.06.10 - 19:01 Uhr
Hallo jenny,
Du hast meinen vollsten Respekt! 
Ganz auf uns allein gestellt sind wir nicht - bei der Kinderbetreuung hilft auch die Oma mit. Das klappt auch ganz gut. Die Kinder sind es von klein auf so gewohnt und gehen gern zur Omi.
Mit Deinem letzten Satz sprichst Du mir aus der Seele. Ich würde auch gern manchmal alles hinschmeißen, weiß aber auch, dass durch mein Gehalt die ganzen Extras + Urlaub finanziert werden.
Danke für Deine Antwort + liebe Grüße,
reiki
Beitrag von brummeli67 - 06.06.10 - 19:14 Uhr
Also ich habe zwar "nur" zwei Kinder, dafür noch zwei Hunde, Haus, Garten und immer Vollzeitstelle + Nebenjob.
Wie ich es geschafft habe???? Keine Ahnung. Jeder hat nur 100 Prozent zur Verfügung. Man muss seine Prioritäten setzen. Alles perfekt geht nicht.
Gruß Sabine
Beitrag von sini60 - 06.06.10 - 20:10 Uhr
Und zum Ausgleich machst du bestimmt noch 3 mal in der Woche Sport.
Beitrag von vwaw - 06.06.10 - 20:34 Uhr
Hallo
Wenn man es alles ein wenig durchorganisiert und jemanden hat der einen Unterstützt geht es. Mein Mann und ich haben drei Kinder 8J 7J und 4J einen Hund Haus Hof und Garten und wir arbeiten beide 10 Std am Tag. Es ist manchmal hart und anstrengend aber es geht, wir haben das Glück das wir die Kinder mitnehmen können zur Arbeit oder häufig die Oma die Kinder nimmt. Ich bin froh nicht nur Hausfrau und Mutter zu sein und find es toll auch mal was anderes zu sehen oder mit anderen Leuten zu tun zu haben.
Schönen Abend noch
LG Ivonne
Beitrag von reiki71 - 07.06.10 - 19:05 Uhr
Hallo Ivonne,
wow, täglich 10 Stunden am Tag arbeitet Ihr beide? Und wann machst Du dann Deinen Haushalt und vor allem die viele Wäsche für 5 Personen? Alles am Wochenende? Da bleibt ja dann null Freizeit mehr, oder wie regelt Ihr das?
LG, reiki
Beitrag von bettlbauzl - 06.06.10 - 20:59 Uhr
Hi,
unsere Mieterin (31) ist alleinerziehend mit 6 Kindern und arbeitet seit 01.06. nun 7 Std./Tag (6-13 Uhr). Finde das schon heftig und frage mich, wie sie das macht. Sie bekommt das mit der Wohnung schon so nicht auf die Reihe..........bei den Wohnungs-Besichtigungen ist das teilweise ein Bild des Grauens
- bin auf den nächsten Termin gespannt 
Angebl. passt eine Mutter eines Bekannten auf die Kids mit auf. Der Jüngste müsste jetzt 4 sein - der älteste 14 und war schon wg. Diebstahl in der Zeitung gestanden........,
Abwarten..
LG
Bettina

Beitrag von hedda.gabler - 06.06.10 - 21:06 Uhr
Hallo.
Ich kann Dir nur sagen, wie es bei uns Zuhause war ...
... wir sind vier Geschwister (die ersten 3 mit je zwei Jahren Abstand, das 1. hat meine Mutter mit 19 bekommen und nach 10 Jahren Pause kam dann noch meine Schwester).
Meine Mutter hat schon während wir klein waren, stundenweise im Familienbetrieb gearbeitet (mein Vater war dort auch Vollzeit beschäftigt, später war er selbstständig) und als mein kleinster Bruder geboren war, nahm sie wieder ihr Bau-Ing-Studium auf und zog es ruckzuck durch, anschließend übernahm sie die Leitung des Unternehmens. Außerdem war sie politisch sehr engagiert.
Wir hatten immer Au-Pair-Mädchen und da wir mit auf dem Firmengelände gelebt haben, waren meine Eltern und Großeltern in der Nähe, hauptbetreut wurden wir aber vom Au-Pair. Als wir von dort weggezogen sind, da war ich knapp 11 Jahre alt, brauchten wir kein Au-Pair mehr und mein Vater hatte sein Büro bei uns im Haus, so dass da immer ein Ansprechpartner war.
Meine Eltern hatten unter der Woche weniger Zeit für uns ... aber es gab immer ein gemeinsames Abendbrot. An den Wochenenden war Familienzeit mit Ausflügen, Kurztripps und Sportveranstaltungen.
Wir sind jede Ferien ausgiebig weggefahren und hatte so auch dort unsere Eltern für uns.
Ich kann mich nicht beklagen und erinnere mich an eine sehr schöne, gut behütete, aber auch selbstständige Kindheit zurück ... und meine Mutter hätte gar nicht anders gekonnt, als einen Haufen Kinder plus Karriere
Gruß von der Hedda.
Beitrag von monte-frau - 06.06.10 - 21:08 Uhr
Hallo Reiki,
ich habe 4 Kinder, arbeite 30 Std. in einer Kita als Erzieherin, bereite allabendlich die nächsten Tage vor, habe Elternabende, Elterngespräche usw. und zu alldem kommt noch mein Studium.
Es ist Stress pur, aber bislang bekomme ich alles durch meinen Mann - der noch mit der Kleinsten in der Elternzeit ist - geregelt. Mal schauen wie es ab September aussieht, wenn diese ausläuft.
Katrin
Beitrag von monaeaush - 06.06.10 - 21:48 Uhr
Ich gehe an 4 Tagen in der Woche arbeiten. Dann sieht es bei uns so aus:
- 6 Uhr aufstehen
- 8 Uhr Kinder zur Schule und zum KiGa bringen
- 1,5 Stunden Haushalt machen
- 11 Uhr meinen Mann wecken
- 11:30 Uhr zur Arbeit fahren
- 21:30 Uhr wieder daheim
- meinem Mann "tschüß" sagen, da er zur Arbeit fährt
- Wäsche bewältigen
- 23:30 Uhr schlafen gehen
Es klappt prima. 
LG Mona
Beitrag von nele27 - 07.06.10 - 08:54 Uhr
Hi,
wir planen 3 Kinder und wollen beide dann 70-75% arbeiten ... mal schauen, ob und wie es klappt 
An Deiner Stelle würde ich - vorausgesetzt Du magst Deinen Job und es geht nur um den Stress - mir im häuslichen Bereich Hilfe suchen. Putzfrau, Bügelservice, Gartenhilfe ... man muss als Berufstätige nicht alles selbst machen!!
Und mir persönlich wäre es auch lieber, dass eine Putzfrau kommt und ich in der Zeit den Job mache, der mir gefällt und in dem ich mehr verdiene als meine Putzfrau, als dass ich sauber mache. Mein gelernter Beruf macht mit mehr Spaß als putzen und daher wird das die erste Aufgabe sein, die ich nach meiner 2. Elternzeit in Auftrag gebe.
Mein Tipp also: Weiterarbeiten und für die Hausarbeit Hilfe holen!
LG, Nele
Beitrag von weiblich-ueber-30 - 07.06.10 - 09:02 Uhr
Hallo reiki,
wir haben 3 Kinder (11,12 und 4 Jahre), mein Mann ist LKW-Fahrer und kommt ,meist nur alle 2-3 Wochen nach Hause.
Wir haben 160 qm2, einen Schrebergarten. Ich mache eine Umschulung in Vollzeit (40 Std), und habe noch 2 Nebenjobs die ca. 15-20 Std. die Woche erfordern. Diese Mache ioch aber, weil es mir einfach Spaß macht.
Das ganze geht jetzt seit 1,5 Jahren aber so langsam merke ich, das ich auf dem Zahnfleisch krieche. Ich muss ja abends auch noch zu Hause lernen. Aber es sind nur noch 6 Monate, dann bin ich fertig und dann reicht mir eine Vollzeitjob. Manchmal möchte ich auch alles hinschmeißen, dennoch habe ich meine Zwischenprüfung mit 1,3 gemacht. Das gibt mir immer wieder neuen Antrieb. Denn meine Abschlussprüfung möchte ich auch so gut bestehen.
LG
Beitrag von melanie19 - 07.06.10 - 10:01 Uhr
hallo reiki,
ich habe 3 kinder 9,7 und vier jahre alt. haus und garten haben wir auch und mein mann und ich arbeiten vollzeit.
bei uns klappt das eigentlich alles prima. ich finde nicht, dass ich mehr stress habe durch meine arbeit, im gegenteil, ich fühle mich ausgeglichener 
klar, der haushalt und im moment der garten muss halt abends und am wochenende erledigt werden aber das passt schon.
ich wollte niemals auf meine arbeit verzichten denn ich liebe meine arbeit.
außerdem finde ich es auch extrem beruhigend zwei einkommen zu haben.
die kinder sind auch alle zufrieden. liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass wir einen sehr starken familienzusammenhalt haben. wir haben hier urgroßeltern und großeltern die sich sehr gerne um die kinder kümmern. das ist so viel wert. wären meine kinder unzufrieden...hmmm.... ich denke, dann würde mir die arbeit doch ein schlechtes gewissen machen.
lg melanie
Beitrag von reiki71 - 07.06.10 - 19:18 Uhr
Hallo melanie,
wann hast Du denn bei Deinem Pensum mal Zeit für Deine Kinder? Am Wochenende musst Du Deinen Haushalt + Garten machen - klar, wenn Ihr beide Vollzeit arbeitet, bleibt das ja liegen. Kommt da die Familie nicht zu kurz oder wie handhabt Ihr das?
Es stimmt schon - es ist beruhigend zwei Einkommen zu haben. Das sind die Vorzüge, die ich durchaus auch an der ganzen Sache genieße. 
LG, reiki
Beitrag von melanie19 - 08.06.10 - 07:50 Uhr
hallo,
klar habe ich zeit für meine kinder. da ich von montag bis samstag arbeite habe ich einen freien tag, das ist der dienstag so wie heute 
da erledige ich schon viel haushalt heute früh während die kids in der schule sind und heute nachmittag haben ich zeit nur für meine kinder
abends nach der arbeit bin ich nur für die kids da, völlig entspannt...wir reden viel, lesen oder sitzen im moment viel im garten und essen da zu abend. ich erlebe es öfter, dass mütter die zuhause sind nicht wirklich viel mit ihren kindern unternehmen, da sie total gestresst sind. ich habe zwar wenig zeit aber die zeit die ich habe, wird sinnvoll genutzt.
außerdem bin ich selbstständig. ich kann also planen wie es mir gerade passt. wenn ich meine, ich bräuchte morgen frei dann mach ich frei. haben die kinder arzttermine, schulaufführungen o.ä. dann mach ich halt frei 
was natürlich auch noch ein pluspunkt ist, mein mann arbeitet im schichtdienst. er hat also auch ziemlich viel zeit wenn er nachtschicht arbeitet oder frühschicht hat!
lg mel
Beitrag von lieblingstristan - 07.06.10 - 13:21 Uhr
Hallo,
ich hatte irgendwann "plötzlich" 4 Kinder, Haus, Garten, "Kleintierzoo" und was sonst noch so dazu gehört.
Während dieser Zeit habe ich immer zumindest teilzeit gearbeitet. Zeitweise auch vollzeit in Spätschicht, aber das war nur eine Übergangslösung und daher halbwegs zu vertreten. Diese Phase hat mich allerdings damals sehr viel Kraft gekostet und wäre zu diesem Zeitpunkt keine dauerhafte Lösung gewesen.
Mit meiner 1/2 Stelle und nur vertretungsweise Vollzeit, dafür im Tagesbetrieb, der Rest von zu Hause aus, habe ich mich, solange die Kinder kleiner waren sehr wohl gefühlt. Für mich war die Arbeit immer auch Ausgleich.
Einkäufe, Arztbesuche, etc. wurden auf dem Weg erledigt, die Kinder waren in einer Tagesbetreuung, die ich aber nur voll in Anspruch genommen habe, wenn es notwendig war, bzw. in der Ganztagsschule, Haus- und Gartenarbeit wurden geteilt, für Notfälle gab es ein soziales Netzwerk, in das ich ebenfalls eingebunden war und die Nachmittage und Abende liessen genügend Zeit für ein funktionierendes Familienleben.
Nur für meine eigene Freizeitgestaltung blieb einfach zu wenig Zeit. Ich habe diesbezüglich auf das zeitaufwändige Hobby meines Partners Rücksicht genommen.
Heute ist das anders. Die Kinder sind selbständig, ich habe eine 3/4 Stelle und gehe auch mal gerne meinen eigenen Interessen nach. Ich bin aktiv in der Kommunalpolitik und daher viel außer Haus. Alles hat seine Zeit und wenn wir dann heute mal als Familie komplett beisammen sind, geniessen wir das Alle und erzählen auch immer gerne von "früher".
Ich hätte nie nur Hausfrau sein wollen und bin - fast - immer gerne arbeiten gegangen. Es ist aber wohl auch eine Frage, wie die Tätigkeit aussieht und entlohnt wird.
Geheult habe ich nur, als ich nach unserer Heirat meine Gehaltsabrechnung in der Hand hielt (Teilzeit/St.Kl.5) Es ist eben auch eine Frage der Wertigkeit. Ich hätte mir niemals vorstellen können, kein eigenes Konto und womöglich keine eigene Krankenversicherung mehr zu haben. Komisch, was einem dann schonmal wichtig erscheint.
Das wichtigste ist aber, dass Du Dich wohl fühlst und die Arbeit nicht nur als Belastung siehst. Man muss auch mal abgeben können (Arbeit z.B.) und die eigenen Ansprüche überprüfen. Meine Kinder haben z.B. immer in der KiTa oder im Hort zu Mittag gegessen, in der Gesamtschule allerdings nie (das Essen war und ist furchtbar). So habe ich dann eben wieder für Alle gekocht. Dabei mussten aber auch Alle mit ran.
Zugeständnisse habe ich dann beim Frühstück gemacht. Meine Kinder waren da so unterschiedlich, dass wir eben auf das "hochheilige" Familienfrühstück verzichtet haben. Ich habe dann nur den Tee zubereitet und mit dem Gesicht in der Kaffeetasse darauf geachtet, dass Jeder entweder etwas frühstückt und/oder sich vernünftige Pausenbrote bereitet. NEIN, ich habe nicht mit ihnen am Tisch gesessen und ihnen Häppchen geschnitten :) Für viele Mütte ein absolutes no go.
Also: Nicht unterkriegen lassen. Umverteilen, vielleicht Arbeitszeiten anders verteilen, den Partner, falls vorhanden, verantwortlich mit einbeziehen und abwartet. Es kommen bessere Zeiten. Versprochen!
Wenn Deine Kinder älter sind, wirst Du froh sein, dass Du nicht erst mühevoll wieder beruflich Fuß fassen musst.
LG und nicht verzweifeln,
Anja
Beitrag von reiki71 - 07.06.10 - 19:25 Uhr
Hallo Anja,
>Wenn Deine Kinder älter sind, wirst Du froh sein, dass Du nicht erst mühevoll wieder beruflich Fuß fassen musst.<
Das sage ich mir auch immer, wenn mir mal wieder alles zuviel wird. Deswegen habe ich auch Angst einfach so hinzuschmeißen und es dann vielleicht später zu bereuen.
Ich danke Dir für Deine Antwort - sie hat mir viel Mut gemacht. 
LG, reiki
Beitrag von reiki71 - 07.06.10 - 18:53 Uhr
Ich danke Euch allen für die zahlreichen Antworten. War sehr interessant für mich die unterschiedlichen Meinungen zu lesen. 
LG, reiki
