Hilfe! Riesenstreit mit dem Chef :(

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Beitrag von monellina - 12.06.10 - 22:40 Uhr

Hallo ihr Lieben.

heute gehts mir richtig mies. Hatte heute eine sehr böse Diskussion mit meinem Chef.
Vielleicht sollte ich ganz von vorn anfangen damit man den Überblick behält und ihr mich vielleicht beraten könnt, was ich nun tun soll.

Ich arbeite seit 6 Jahren in einem großen Betrieb im Einzelhandel.
Am 1.11.2008 bin ich nach einem Jahr ELterzeit wieder ins Berufsleben eingestiegen. Anfangs auf 25 Std /Woche.
Mein Mann hatte zu diesem Zeitpunkt noch Kurzarbeit, so war es möglich, flexibel einzusteigen. Ich muss darauf hinweisen, das mein Chef betont hat, keiner würde mich als unflexible Teilzeitkraft wiedereinstellen. So war ich quasi gezwungen, mich selbst als flexibel anzubieten.
Unseren Sohn haben wir abwechseln betreut (kein krippenplatz) ER früh ICH spät und umgekehrt.

Im Dezember erfuhr mein Mann, das ab Januar die Kurzarbeit vorbei wäre und er wieder vollzeit arbeiten würde, auch Samstags.
Ich teilte meinem chef daraufhin mit, das ich auf 20 Std/Woche runtermüsse, da sich unsere Arbeitszeiten sonst nicht miteinander vereinbaren lassen könnten.

Jedenfalls, mit der Zeit wurde es immer schwieriger, neben dem Beruf auch das Familienleben unter einen Hut zu kriegen. Es gibt kaum noch gemeinsame mittags- oder Abendessen, weil immer einer von uns Arbeitet.
An meinen freien Tagen wurde ich in letzter Zeit immer öfter gebeten, zum Arbeiten zu kommen, ich hab immer JA gesagt. Meinen Mann hat das sehr geärgert, verständlich.
In der Arbeit wurden immer öfter Beschwerden laut, das ich mir die Arbeitszeiten so einteile wie´s mir in den Kram passt und mich dauernd pünktlich aus dem Staub mache. Ich kann ja nicht anders, muss immer pünktlich zur bahn damit mein mann pünktlich zur arbeit kann usw.

Das Faß zum überlaufen brachte folgende Aktion von meinem Chef: Bei uns sind die Arbeitspläne mit den Einsatzzeiten immer 2 Wochen im Vorlauf fertig, so das jeder Mitarbeiter seine Freizeit auch dementpsrechned planen kann. Kurzfristige änderungen werden/sollten immer abgesprochen werden.
Jedoch hatte mein Chef am Mittwoch meine heutige samstagsfrühschicht ohne absprache einfach in die Spätschicht geändert, ohne mich zu fragen ob es für mich passt. Ich wurde einfach vor vollendete Tatsachen gestellt. Zudem wurde mir das von der Stellvertretung mitgeteilt. Auf meinen Beteuerungen hin, das ich nicht könnte, drückte sie mir das Telefon in die Hand und sagte, ich solle den Chef antufen und es mit ihm klären. Ich wies sie darauf hin, das ich aufgrund meiner Hörschädigung nicht in der Lage sei, zu telefonieren, was sie auch wisse. Sie antwortete mir eiskalt, ich soll anrufen oder spätschicht kommen.
Ihr könnt euch sicher vorstellen wie sauer ich war. Lies es mir aber nicht anmerken.
Die letzten Tage versuchte ich, meinen Chef abzupassen für ein klärendes Gespräch, leider verpassten wir uns aufgrund unterschiedlicher Schichten.
Heute endlich war er da. Als ich ihn darauf ansprach, war er schon total genervt und sagte, er wolle das nicht hier zwischen tür un angel besprechen sondern bei einem offiziellen Gesprächstermin. So hat er in 6 Jahren nie mit mir gesprochen und es hat mich schon sehr erschrocken.
Dann kam es doch zur diskussion und er warf mir vor, ich würde egoistisch denken was die arbeitsplanung betrifft, das er es satt hat, das er mich unter anderen vereinbarungen eingestellt hat und ich nun trotzdem so arbeite wie´s mir in den kram passt statt so wie es vereinbart war usw. Er lies mich kaum zu wort kommen und schnauzte mich aufs übelste an. Ob ich einen knall hätte mich hier so aufzuspielen usw. ich kann schon gar nimmer einordnen was genau er gesagt hat, so sehr hats mich schockiert.
ich war schon einem heulanfall nahe und sagte nur noch, ich würde beim Gespräch gerne den Betriebsrat dabei haben. Seine Antwort darauf: Können wir machen, tschüß.
So eiskalt hab ich ihn noch nie erlebt. ich bin heulend rausgelaufen, magenkrämpfe inklusive. Es tut mir im herzen weh wenn ein gutes Arbeitsverhältnis so enden müsste.
Bin momentan in der Verfassung wo ich sage, ich will da nicht mehr zurück. Will mich versetzen lassen oder sonst was. Aber ich halt das nicht mehr aus.
Für alles muss ich mich rechtfertigen. WEnn ich mittwoch statt montag arbeiten muss weils ned anders geht, muss ich mich rechtfertigen. Wenn ich 2 statt 4 Samstagen im monat arbeite, muss ich mich rechtfertigen.
Es gibt kollegen mit halberwacshenen kindern, die nur frühschicht arbeiten und niemals samstags, darüber meckert auch niemand. Eine andere kollegin die vorher flexibel war (unter der voraussetzung wurde sie nach der elternzeit wieder eingestellt), kann nun nur noch frühschicht machten weil sie durch trennung alleinerziehend wurde. das wird hingenommen.
Bei mir aber nicht.
Ich opfere mein Familienleben für meinem Job, opfere meine freien Tage für den Job, bekomme zum ausgleich aber keinen anderen tag zusätlich frei. Andere schon.

Muss ich mir das wirklich gefallen lassen? ICh hab doch als Mutter eines Kleinkindes auch das Recht darauf, das man Rücksicht nimmt. Oder liege ich damit falsch?

Ich werde mich nun die woche und evtl auch übernächste woche krankschreiben lassen, da ich die berufliche wie private belastung momentan einfach nicht aushalten kann.

Sorry das ich euch hier so zugetextet hab. Hat mir aber gut getan das mal von der Seele zu schreiben.

LG
Monellina

Beitrag von zwiebelchen1977 - 12.06.10 - 22:44 Uhr

Hallo

Oh man. Klingt echt hart.

Aber ich glaube ein RECHT auf Arbeistzeiten die dir mit Kleinkind passen, hast du nicht.

Bianca

Beitrag von shampoo - 12.06.10 - 22:57 Uhr

ich glaube, du betrachtest das alles zu sehr von nur deiner sichtweise. andere arbeitnehmer müssen ihren tagesablauf auch anders planen. und ich lese heraus, dass du rechte in anspruch genommen hast, also nicht nur nach dienstplan gearbeitet hast.
wenn du ausfällst, müssen auch andere einspringen, oder?

>>
kann nun nur noch frühschicht machten weil sie durch trennung alleinerziehend wurde. das wird hingenommen. <<

du bist doch nicht alleinerziehend , oder?

ich glaube, die reaktion deines chefs ist nicht vollkommen unangebracht gewesen.
klärt das , so wie du es gewünscht hast. aber es kann sein, dass du dich dann noch mehr ärgerst im nachhinein.

ich nehme an, dass du grundsätzlich überfordert bist mit kind und arbeit, kann das sein?
dafür kann aber dein arbeitgeber und deine kollegen nichts.

oder glaubst du, die wollen dich alle nur ärgern? ;-)
glaub mir, ein arbeitgeber (oder stellvertreter) wird ganz sicherlich nicht eine mitarbeiterin , mit der er vollends zufrieden ist, durch irgendwelche sachen gängeln und ärgern wollen und gefahr laufen, dass diese das weite sucht !

finde eine lösung, die für alle gut und zufriedenstellend ist.


Beitrag von monellina - 13.06.10 - 07:13 Uhr

Hallo Shampoo

ich nenne mal paar beispiele:

Montags hab ich immer frei. Nicht weil ich es gewünscht habe, sondern weil Chef mal meinte, er braucht mich Montags nicht.
Daher hab ich meinen Kleinen für Montags in eine Spielgruppe angemeldet, und lege auch sonst meine Termine immer Montags, da ich weiss, ich hab frei.
Auch mein Chef weiss von der Spielgruppe.

Jetzt aber, hat er den Plan geändert und mich Montags zum Arbeiten reingeholt, und einer Kollegin (ebenfalls Mutter) frei gegeben, da diese am Samstag arbeiten muss. Obwohl es für sie keine Rolle spielt, welcher freier Tag sie hat. Wenn er doch weiss, das ich seit Monaten montags frei hab, warum dann ausgerechnet ich? Gibt drei andere Kollegen die ebenfalls frei haben aber es gar nicht brauchen. Warum nimmt er nicht davon jemand?

ODer Beispiel Samstag. Ich weiß seit 2 Wochen, das ich diesen Samstag frühschicht habe. 3 Tage vorher ändert er mich ohne Absprache. Geändert deswegen, damit 2 andere Kollegen zuhause bleiben können, da diese ihren freien tag unter der Woche geopfert haben. Ich habe weiß gott wie viele freie tage geopfert, aber zum ausgleich kienen anderen frei bekommen.
Auf meine Frage, warum ausgerechnet ich in die Spätschicht gesetzt wurde hiess es, es könne kein anderer. komischerweise boten sich danach 2 kollegen zum Tausch an. Es wurde niemand gefragt ob man tauschen kann, es wurde einfach gemacht. Ist das etwa fair?

Im Mutterschutz gesetzt steht, das: Der Gesetzgeber gibt vor, dass Sie die Möglichkeit erhalten sollen, die Arbeitszeit entsprechend Ihren Bedürfnissen individuell anzupassen.
Egal ob Alleinerziehend oder nicht. Und vergleichsweise zu anderen bin ich flexibler, kann sogar spätschicht machen obwohl ich es nicht muss.

ICh kann mir daher nicht vorstellen, das es zuviel verlangt ist, mich über kurzfristige änderungen meiner Arbeitszeiten zu informieren statt mich vorvollendete Tatsachen zu stellen. Auch ich muss mich mit meinem Mann absprechen ob er überhaupt zuhause ist.

Beitrag von bi_di - 13.06.10 - 07:41 Uhr

>>Im Mutterschutz gesetzt steht, das: Der Gesetzgeber gibt vor, dass Sie die Möglichkeit erhalten sollen, die Arbeitszeit entsprechend Ihren Bedürfnissen individuell anzupassen.<<

Im Mutterschutzgesetz finde ich diesbezüglich gar nix. Das beschäftigt sich doch auch nur mit werdenenden / stillenden Müttern und Wöchnerinnen?!?

Grüsse
BiDi

Beitrag von kathi.net - 13.06.10 - 09:52 Uhr

Was hat denn das "Mutterschutzgesetz" damit zu tun? Davon bist du doch gar nicht mehr betroffen.
Ich würde sagen, du solltest dich so langsam mal um eine vernünftige Betreuung für dein Kind kümmern.

LG Kathi

Beitrag von bi_di - 13.06.10 - 06:57 Uhr

Tut mir ja leid - aber Dir stehen überhaupt keine Sonderrechte zu, nur weil Du ein Kleinkind hast. Niemand muss Rücksicht auf Dich nehmen.

Dein Chef ist Dir entgegengekommen, indem er sich auf 20 statt 25 Wochenstunden einliess - das hätte er nicht tun müssen, auch nicht wenn Du 3 Kleinkinder hast.

Das man sich zwei Berufstätige mit Kind kaum noch sehen (insbesondere, wenn sie die Betreuung ausschliesslich selbst abdecken) ist völlig normal. Mein Mann und ich haben das ein Jahr gemacht und sahen uns fast nur noch zur 'Kinderübergabe'. Und mit dem Vergleich mit anderen Kollegen, die angeblich bevorzugt werden, wäre ich sehr vorsichtig - ich gehe davon aus, das Du weder ihren Arbeitsvertrag kennst, noch minutiös ihre Arbeitszeiten belegen kannst.

Solltest Du Dich jetzt tatsächlich krankschreiben lassen, schwächst Du Deine Position weiter und stärkst alle über Dich kursierende (Vor-)urteile. Ich würde das lassen, mich schleunigst nach einer Tagesmutter umsehen bzw. die Suche nach einem Krippenplatz energisch vorantreiben. Und zwar mit Betreuungszeiten, die Dir einen Puffer verschaffen.

Grüsse
BiDi

Beitrag von bw1975 - 13.06.10 - 07:31 Uhr

Hallo,

wie alt ist dein Kind? ich vermute mal es wird 3, oder? Was ist mit Kindergarten, Tagesmutter, Oma und Opa?

Kann dein mann etwas flexibler sein? Ich glaube ein recht auf passende Arbeitszeiten hat man nicht!
20Std/Woche ist doch nicht viel, eigentlich #kratz


Lg und alles Gute!

Beitrag von monellina - 13.06.10 - 07:38 Uhr

Mein Sohn ist 19 Monate alt.
Krippenplatz haben wir keinen bekommen, meine Eltern beide berufstätig und Schwiegereltern wohnen 1,5 std entfernt.

Mein Mann arbeitet in der Automobilindustrie, feste Schichten und Zeiten.

ich arbeite viermal die Woche 5 std. Nein es ist nicht viel, es ist nur so das ich aufgrund der Tatsache, das ich mit der Bahn fahre, immer zur Bahn hetzen muss, damit ich pünktlich heimkomme, so das mein Mann zur Arbeit kann. Das setzt einen schon zu wenn man das täglich machen muss.
Das Familienleben leidet darunter, das Arbeitsklima für mich selber auch, weil einfach keine Luft zum Atmen bleibt.

Beitrag von bw1975 - 13.06.10 - 08:35 Uhr

Hallo,

ja es ist schwer! Bewirbst du dich weiter um Betreuungsplätze?

Wie kannst du 2008 nach 1 Jahr Elternzeit raus sein und dein sohn ist noch nicht mal 2, hast du dich sicher verschrieben, oder?

Können Deine berufstätigen Eltern nicht einen teil des Tages 1mal pro Woche abdecken, so das du vielleicht an einem Tag mal 10Std arbeitest, dafür einen Tag frei hast?

Such dir einen guten babysitter, der die Überschneidungen abdeckt, so musst du nicht so hetzen und kannst theoretisch auch mal halbe Stunde länger machen!
Oder dein mann holt dich mit Kind und Auto ab und du fährst ihn mit Kind zur arbeit? Dann habt Ihr da auch mehr Zeit!

Lg

Beitrag von arienne41 - 13.06.10 - 08:38 Uhr

Hallo

Dein Chef hat den Samstag ohne Absprache geändert-- Ja, das kann er machen.

Du wurdest Informiert. Warum hast du nicht einfach getauscht wenn sich schon 2 andere anbieten?

Damit hättest du zum Chef gehen können und nett fragen ob es ok ist.

Du willst da nicht mehr hin und willst dich versetzen lassen. Die werden dir einen Husten denn dazu muß ein anderer Markt Dich haben wollen.

Dir bleibt frei zu kündigen.

Du neidest einer AE ihre Schichten.

Du opferst dein Familienleben? Das ist dein Wunsch in der Gegenschicht deines Mannes zu arbeiten. Es gibt Tagesmütter.

ICh hab doch als Mutter eines Kleinkindes auch das Recht darauf, das man Rücksicht nimmt. Oder liege ich damit falsch?

Ja, du liegst falsch.

Wieso hast du dir noch kein Netz gebaut für Notfälle?

Warum hast du keine TG?

Kennst du keine anderen Mütter die mal helfen?

Ich bin AE und habe ein Netz aufgebaut. Höchstens 2 Anrufe und mein Kind würde vom Kiga abgeholt werden und das wo ich hier keine Familie habe.

Es wird dir doch mal möglich sein Samstags dein Kind unter zu bringen.

Dein Chef hat Recht du bist egoistisch.




Beitrag von paulfort35 - 13.06.10 - 09:02 Uhr

Lass' Dich nicht krankschreiben, geh' lieber zum Betriebsart oder zur Gewerkschaft und lass Dich beraten. Wie Dir einige schon geschrieben haben, hast Du teilweise falsche Vorstellungen von deinen Rechten und Pflichten. Informiere Dich erst einmal - und plane dann alles neu - mit Deinem Mann zusammen.

Was ich auch beim Betriebrat ansprechen würde: dass Deine Vorgesetzte Dich gezwungen hat zu telefonieren, obwohl Du hörgeschädigt bist.

Beitrag von katile - 13.06.10 - 09:24 Uhr

hallo,

das sind teilweise wirklich hausgemachte probleme.such dir eine tagesmutter und schon ist die sache geritzt:-)
lg kati

Beitrag von woodgo - 13.06.10 - 10:18 Uhr

Hallo,

das ist wirklich ärgerlich für Dich. Aber so ist es nunmal im Einzelhandel, man MUß flexibel sein, sonst ist man ganz schnell der A....
Deine Kollegen sind sicher auch nicht begeistert von Deiner Arbeitszeiteneinteilung, ist ja irgendwie verständlich. Warum geht Dein Kind nicht in den Kiga, oder zu einer Tagesmutter?
Weißt Du, so viele, die im Einzelhandel arbeiten, müssen sehen, wie sie das alles geregelt bekommen, und bekommen es komischerweise auch geregelt. Ansonsten bleibt Dir nur übrig, Dir eine Arbeit zu suchen, wo die Arbeitszeiten eben passen.

LG

Beitrag von nick71 - 13.06.10 - 10:25 Uhr

"So war ich quasi gezwungen, mich selbst als flexibel anzubieten."

Da wird der Hase im Pfeffer liegen. Du bietest dich als flexibel an, BIST es aber im Grunde genommen nicht. Was soll dein Chef davon bitte halten? Ist doch klar, dass ihm irgendwann die Hutschnur platzt.

"Es gibt kollegen mit halberwacshenen kindern, die nur frühschicht arbeiten und niemals samstags, darüber meckert auch niemand."

Möglicherweise war es bei denen so vereinbart?

"Eine andere kollegin die vorher flexibel war (unter der voraussetzung wurde sie nach der elternzeit wieder eingestellt), kann nun nur noch frühschicht machten weil sie durch trennung alleinerziehend wurde. das wird hingenommen.
Bei mir aber nicht."

Dass dein Chef bei einer Alleinerziehenden mehr Verständnis dafür hat, dass flexibles arbeiten nicht drin ist, kann ich aber schon nachvollziehen.

Beitrag von liesschen_1980 - 13.06.10 - 11:23 Uhr

Hallo,
Deine allererste Anlaufstelle sollte unbedingt der Betriebsrat sein.
Der kann Dir wahrscheinlich aus dem ff sagen, welche Betriebsvereinbarungen beispielsweise bei Euch gelten und in wie weit es zulässig ist, Deine Schichten ohne Absprachen zu ändern. Bei uns zumindest ist so etwas per BV geregelt.
Ich denke, zusätzlich zu dem Streitgespräch mit Deinem Chef wird Dich diese ganze Arbeitssituation nervlich auch ziemlich belasten. Es ist nicht immer einfach, zeitversetzt mit dem Partner zu arbeiten. Das kostet meist viel Kraft und Nerven, alles unter einen Hut zu bringen.
Ich denke, besondere Ansprüche als Mutter hast Du nicht wirklich, Du könntest höchstens bevorzugt bei der Urlaubsplanung zu Ferienzeiten (mit Schulkind) behandelt werden. Du hast Dich mit Deinem Arbeitsvertrag verpflichtet, die dort festgehaltenen 'Leistungen' zu erbringen. Flexibel heisst da dann eben auch flexibel.
Ich gebe meine Kinder in Fremdbetreuung (ich denke, man kann auch Zuschüsse beantragen, falls es finanziell sonst eng wird? Haben wir allerdings nie gemacht, daher kenne ich mich nicht so sehr aus.) und ich finde, das sollte ebenfalls eine Priorität sein, um die Du Dich schnellstens kümmern solltest.
Wenn diese beiden Dinge erledigt sind (BR und Kinderbetreuung), wird Dein Arbeiten und auch Dein Familienleben weitaus entspannter sein.
LG Anne





Beitrag von bruchetta - 13.06.10 - 11:46 Uhr

Ich würde mir eine Tagesmutter suchen, die den Kleinen nach Bedarf betreut.
Dann bist Du auf jeden Fall flexibler und auch das Familieleben entspannt sich.
Ihr könnt die Tagesmutter z.T. absetzen und Dein Mann verdient in der Autoindustrie wahrscheinlich nicht schlecht (ich kenne viele, die bei Mercedes in Bremen arbeiten).
Zusammen mit Deinem Einkommen sollte eine Betreuung also drin sein.
Organisier das und teile Deinem Chef mit, dass Du nun eine Betreuung für Deinen Sohn hast und er nun flexibler mit Dir rechnen kann.

Beitrag von romance - 13.06.10 - 12:32 Uhr

Huhu,

sowas kenne ich von meinen Kollegen, mit Kindern.

Und wir sind ein großes Unternehmen, das oft in der Presse ist;-)

Ihre Tatik dich los zu werden, dir die Schuld zu geben. Und sie suchen nach Fehlern um dich los zu werden.

Denn du bist unflexibel für die, egal was vereinbart worden ist. Die meien im Recht zu sein und würden dich kündigen, bwz. versuchen auf dem Wege nieder zu machen damit du freiweilig kündigst. Denn so können sie jemanden einstellen der kein Kind hat.

Die kurzfristige Pläne die sie umstellen, war bei uns gan und gäbe.

Ich bin in der Elternzeit und weiß das ich dannach nicht mehr zurück gehen werde. Denn wenn sie können, werden sie mich eh kündigen.

Tja, ich will nicht mehr zurück. Wenn ich schon als Kunde dort hingehe, sehe ich wie kalt sie untereinander geworden sind. Weil jeder Angst hat um ihren Job...das war noch als noch dort war und jetzt ist es nicht besser geworden. Besonders weil wir neuen Chef haben...mal wieder.

Ich weiß nicht was du machen könntest.

Wir haben allerdings kein Betriebsrat.

LG Netti

Beitrag von windsbraut69 - 14.06.10 - 10:37 Uhr

"Ihre Tatik dich los zu werden, dir die Schuld zu geben. Und sie suchen nach Fehlern um dich los zu werden. "

Und wie nennst Du die Taktik, sich als flexibel zu verkaufen, einen Vertrag zu unterschreiben und dann rumzujammern, dass man nicht täglich die Mahlzeiten im Kreise seiner Familie einnehmen kann???

Gruß,

W

Beitrag von manavgat - 13.06.10 - 13:16 Uhr

spinn nicht rum!

Wenn Du dich bei jedem Konflikt krankschreiben lässt, dann werden sie Dir kündigen.

du opferst auch kein Familienleben.

Wenn Du nicht arbeiten willst, dann lass es.


Ich sehe nur hier eine Möglichkeit:

Schichtpläne müssen so gestaltet werden, dass Du mindestens 3 Tage vorher Bescheid weißt. Außer: es fällt kurzfristig jemand aus, aber dann könnte man erwarten, dass man jemanden fragt, der keine kleinen Kinder hat.

Such Dir eine flexible, verlässliche Kinderbetreuung.

Es ist nicht Sache des AGs, Deine Probleme zu lösen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von ks83 - 13.06.10 - 13:31 Uhr

Es scheint,als ob du mit Job und Kind überfordert bist. Aber das lässt sich nun mal nicht ändern,denn wenn man eine Stelle hat,sollte man froh drüber seinund die auch in Anspruch nehmen.

Such dir am besten eine Tagesmutter,dann kannst du die Arbeitszeiten ganz flexibel gestalten.

Beitrag von kati543 - 13.06.10 - 15:53 Uhr

Hallo,
du verursachst dir selber Probleme und erwartest, dass andere diese lösen. Das funktioniert so nicht. Das Mutterschutzgesetz gilt ausschließlich für WERDENDE Mütter und Wöchnerinnen. Das kannst du definitiv nicht zu Rate ziehen. Du hast 1 Kind und lebst mit dem Vater zusammen. Das ist so ziemlich das, was die Hälfte aller Familien mit kleinen Kindern in Deutschland tut. Also absolut nichts besonderes. Dein Kind ist weder behindert, noch dein Mann ständig im Ausland tätig. Warum also gelingt es euch nicht, euren Alltag zu managen? Warum nimmst du dir nicht einfach Hilfe? Mit 2 berufstätigen Eltern hat ein Kleinkind einen erhöhten Anspruch auf eine Betreuung durch eine Tagesmutter oder einen Krippenplatz. Diesbezüglich hilft auch das Jugendamt und/oder die gemeinde weiter. Oftmals wird das sogar noch gestützt.
Du hast keine anderen Rechte als die ledige, kinderlose Kollegin von dir und auch keine anderen als der 10-fache Familienvater. Kinder zu bekommen sind deine private Sache. Dein Berufsleben muß sich nicht danach richten, sondern anders herum. Wenn es dir nicht passt, dann kündige und bleibe ganz daheim bei deinem Kind. Dein kind ist 1,5 Jahre. Du solltest dir langsam einen Plan B und C zulegen, was die Betreuung betrifft. So funktioniert das nie. Was ist denn, wenn du oder dein Mann mal krank werden???

Beitrag von maryam1410 - 13.06.10 - 16:00 Uhr

willkommen in der aufregenden welt der erwachsenen !!!!
deine "probleme" möchte ich gerne haben ....

Beitrag von vwpassat - 13.06.10 - 18:42 Uhr

Sehr einseitig geschrieben!

Wenn Dir das gemeinsame Mittag- und Abendessen mit Deiner Familie so wichtig ist, dann kündige.

Mehr fällt mir zu Deinem Beitrag echt nicht ein.

Beitrag von alpenbaby711 - 13.06.10 - 19:47 Uhr

Ich hab in dem Job früher auch gearbeitet bevor ich das Kind hatte und eben weil ich nun nicht mehr flexibel bin, hab ich nach der elternzeit aufgehört. Nun isses so das wenn du flexibel eingestellt bist solltest du es sein, ds ist klar aber ungefragt deinen Arbeitsplan umschmeißen ist nicht OK und 2. wenn die anderen solche dicken Vorteile haben ( z.B. nur frühs arbeiten) abe rdu sie nicht auch mal kriegen sollst finde ich das unfair. Gleiches Recht für alle. Du bist irgendwie bei denen nur der Arsch!
Ela