Hauskauf

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Beitrag von kiwu2009 - 13.06.10 - 12:48 Uhr

Hallo,

mein Mann und ich überlegen, in den nächsten 1-2 Jahren ein Haus zu kaufen.
Momentan sind das alles nur Gedanken und in nächster Zeit wollen wir uns mal mit den Erkundigungen beschäftigen.

Wie sieht das aus?
Gibt es da eine gewisse Faustregel zum Mindesteinkommen bei 2 Personen, die man haben muss, um eine Finanzierung von ca. 150 - 170 Tausend Euro zu bekommen?

Wir haben einen Bekannten, der hat ein Haus gebaut vor einigen Jahren.
Familie mit zwei Kindern, Nettoeinkommen von 1800 Euro + 300 Euro Einkommen der Frau.
Und irgendwie kann ich mir das nicht erklären, wie man bei solch einem Einkommen dann eine Baufinanzierung bekommt`? Vor allem, wenn man eine vierköpfige Familie ist.

Habt Ihr da Erfahrungen?

Würde mich freuen, wenn mir da der ein oder andere etwas zu sagen könnte :-)

Danke.

LG und einen schönen Sonntag!!

Beitrag von fernande - 13.06.10 - 13:03 Uhr

Hallo,

es ist immer schwer, pauschal zu sagen, ab welchem Einkommen eine Finanzierung möglich ist.

Im Netz gibt es einige Rechner, die Dir sagen können, wie hoch der Abtrag bei einer bestimmten Laufzeit und einem bestimmten Zinssatz ist.

Eine wichtige Rolle bei der Kreditvergabe spielt die Höhe des Eigenkapitals und Euer Kreditverhalten.

Es bringt nichts mit Bekannten zu vergleichen, eventuell hatten die viel Eigenkapital, konnten Eigenleistungen einbringen oder hatten Bürgen.

Grüße
fernande

Beitrag von zwiebelchen1977 - 13.06.10 - 13:10 Uhr

Hallo

Es kommt da auf vieles an. Einkommen, welche fixen Kosten( evtl Unterhalt, Versicherungen etc)
Dann wieviel Eigenkapital man hat.
Was für ein Haus ist es, welchen Wert hat es.

Die meisten Banken haben feste Sätze, was nach Abzug von Kreditrate und Nk noch über sein muss an Geld.

Bei unserer sind es z. B 1200 Euro für 3 Personen.
Gerechnet mit 1 Gehalt.

Bianca

Beitrag von kiwu2009 - 13.06.10 - 15:42 Uhr

Dankeschön für Eure Antworten!!

Eigenkapital hatten unsere Bekannten gar nicht.
Es war eine Vollfinanzierung.

Beitrag von joy1975 - 13.06.10 - 19:47 Uhr

Also Vollfinanzierung bei so einem geringen Einkommen finde ich immer wie geplanten Selbstmord.
Kann gut gehen, aber irgendwie eher selten oder man lebt immer an Existenzminimum, das kann doch auch keinen Spaß machen.
Ich habe einen Kredit von 150.000€ für unser Haus aufgenommen. Da ich alleine im Grundbuch stehe, stehe ich logischerweise auch alleine im Kreditvertrag, d.h. auch nur mein Einkommen wurde gerechnet.
Ich hatte auch noch Eigenkapital und in der aktuellen Niedrigzinsphase kann man da wirklich günstig bauen.
Ich zahle im Monat so circa 1000€ zurück (Tilgung circa 5%) und mache Sondertilgungen von 7500€ im Jahr. Plan ist eigentlich in 10-15 Jahren fertig zu sein, mehr kann man heutzutage ja nicht mehr planen, wenn man nicht gerade Beamter ist.

Beitrag von romance - 13.06.10 - 19:57 Uhr

Hallo,

wir waren auch am überlegen, wollten auch ein Haus kaufen.

Aber wir haben bei 3 Banken nachgefragt und ein Freund von uns ist bei der Bank, der auch die Kredite unter sich hat.

Und uns wurde gesagt.

Das heutzutage keine seriöse Bank dir ein Vollkredit geben wird. Sprich du solltest glaube mind. 30.000 Euro haben um ein Haus zu kaufen. Kommt auch auf dem Kaufwert an.

Unser Freund hat uns abgeraten, da keiner kaum sein Haus halten kann. Und die Banken nicht wollen, das du pleite gehst. Denn davon haben sie ja auch nichts.
Und ein wenig wie z.B 10.000 Euro Eigenkapital wird nicth eingerechnet. Da du z.B Autoreperatur oder oder oder bezahlen mußt. Du mußt selbst noch über geld verfügen können.

Und ich glaube den Banken, wenn sie uns ablehen ein Kredit zu geben.

Damals und auch heute noch verdient mein Mann nicht schlecht, ich bin in der Elternezit und habe damals noch gearbeit. Zwar nur 400 Euro, egal es ist auch Geld und somit Einahmen. Aber da nun Kurzarbeit droht, sind wir froh das wir uns dagegen entschieden haben. Denn er angelt sich immer noch Tag für Tag dort bei der Arbeit.

Und du weißt nicht was in zwei Jahren ist...wie es bei euch aussieht. Aber wenn ihr euch Gedanken macht, geht zu eure Bank und fragt nach...wie eure Chancen überhaupt sind. Bevor du zuviel Energie reinsteckst in dem Vorhaben Hauskauf.

LG Netti

Beitrag von ks83 - 14.06.10 - 00:24 Uhr

Also 30.000 Eigenkapital als generelle Voraussetzung (!) sind quatsch!!!
Ebenso,dass 10.000 nicht für einen Kredit reichen.
Ebenso,dass kaum einer sein Haus halten kann. Wenn die Bank die Finanzierung vernünftig prüft und richtig berät,dann geht das in der Regel nicht schief. Außer es kommt ein ganz unerwarteter Schicksalsschlag. Aber auch gegen solche Dinge kann man sich mit einem gewissen Mehraufwand absichern ;-)

Wir haben im letzten Jahr gekauft.Insgesamt haben wir uns von 4 Banken beraten lassen und sind dann doch zu unserer Hausbank gegangen.
Und wir haben mit ihnen ziemlich "eng" gerechnet,so dass alle möglichen Szenarien abgedeckt waren. Jetzt sieht es sogar so aus,dass unser monatliches Plus um einiges höher ist,als erwartet.

Es gibt auch unter Umständen öffentliche Mittel zur Förderung - allerdings passen die nicht in alle Finanzierungsmodelle!! Das muss man genau ausrechnen lassen.


Grüße,Lene

P,S Allerdings ist es tatsächlich utopisch,mit 1800 Euro im Monat ein Haus zu finanzieren!!

Beitrag von sternschnuppe215 - 14.06.10 - 16:57 Uhr

Die Bank rechnet folgendes

Nettoeinkommen + Kindergeld
- sonstige Kreditraten/ Ausgaben
- Lebenshaltung (1. Person 700 EUR + 250 jede weitere)
- Bewirtschaftungskosten (2,-EUR/ qm)

da unterm Strich muss mind. noch so viel übrig bleiben, dass die Kreditrate bedient werden kann.

170.000 EUR x 5,5% (inkl. 1% Tilgung) = 779,17 EUR Kreditrate

LG#winke