Hallo,
alle paar tage kommt ja hier mal ne Mutti auf die Idee, es gäbe seriöse Arbeit von zuhause aus, sodass sie sich nicht im Kinderbetreuung kümmern muss und auch nicht dafür extra zahlen muss... Die Möglichkeiten dafür sind rar (Telearbeitsplatz beim Ex-Arbeitgeber, kreative Selbstständigkeit - wobei es auch dort Kinderbetreuung geben muss!, Tupper o.ä)..Ihnen geht es oft nur um ein paar Hunderter zusätzlich im Monat...
Auf der anderen Seite gibts hier sehr viele Mütter, die sich über die schlechten betreuungsmöglichkeiten beklagen... Kitas hätten schlechte Öffnungszeiten, Tagesmütter wären ausgebucht und Krippen auf dem Dorf gar nicht erst vorhanden...
Wie wärs denn, die möchtergern-heimarbeits-mamas würden sich als TaMu weiterbilden oder würden einen "Zum kiga-vom-kiga abholdienst" anbieten, sodass die Mütter, die auswärts arbeiten gehen, eine reele Chance auf einen TZ-Arbeitsplatz haben??
Die Grundquali zur tamu kostet nicht zu viel und wird u.U. sogar von der AA gefördert...
Oder übersehe ich da was??
Heimarbeit - diesmal serlös
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Beitrag von lebelauter - 22.06.10 - 12:04 Uhr
Beitrag von hedda.gabler - 22.06.10 - 12:17 Uhr
Hallo.
>>> Oder übersehe ich da was?? <<<
Na ja, so einiges ... man muss schon einige Voraussetzungen erfüllen, um als Tagesmutter tätig werden zu dürfen. Neben der dementsprechenden Qualifikation (die in der Tat durchaus förderungsfähig durch die ARGE/AA ist), müssen natürlich auch die räumlichen Voraussetzungen da sein.
Und seitdem sich die Tagesmütter im größeren Rahmen versichern und versteuern müssen (bis Anfang letzten Jahres gab es zumindest hier in Hannover gewisse Freibeträge, wenn man Kinder übers Jugendamt betreut hat), lohnt es sich finanziell erst ab 5 Kindern, wenn man den derzeitigen Satz des (z.B. hannöverschen) Jugendamtes von um die 3,10 Euro pro Stunde zu Grunde legt.
Gruß von der Hedda.
Beitrag von lebelauter - 22.06.10 - 12:27 Uhr
Hallo Hedda,
na die meisten, die nach heimarbeit suchen, tun das, weil sie gebaut/gekauft haben und das haus nun doch ganz schön viel geld verschlingt...
da sollte doch dann Platz zum spielen sein...
wenn ich jetzt mal 5 stunden pro tag 5 kinder rechne und 3 € zugrunde lege... dann hat so eini monat zb 20 betreuungstage und ich hab 1500 brutto zur verfügung..
selbst wenn ich davon noch steuern und versicherungen zahle, ist es doch mehr als NIX uz haben???
hier wird immer gefragt, wie man 1,2,300 € dazu (!)verdienen kann... da ist fast nie die rede davon, dass man aus dieser Arbeit das haupteinkommen bestreiten will... es geht immer nur um die Aufbesserung der haushaltskasse...
Und natürlich hat man auch Ausgaben (Spielgerät, Buchführung usw.) aber mir kann doch keiner erzählen, dass damit nicht ne Mark zu machen ist??
Was sind denn die Voraussetzungen dafür, auf Kinder aufpassen zu dürfen?
LG
Beitrag von hedda.gabler - 22.06.10 - 13:06 Uhr
Hallo.
>>> Was sind denn die Voraussetzungen dafür, auf Kinder aufpassen zu dürfen? <<<
Da ich selber noch nie bei einer Infoveranstaltung für Tagesmütter war (bevor ich auf die Blagen anderer Leute aufpasse, friert die Hölle zu
), habe ich nur bruchstückhafte Infos ... im Netz müsstest Du einiges dazu finden.
Wenn man sich wirklich nur ein paar Euros dazuverdienen möchte, ist Tagesmutter sicher eine Möglichkeit ... allerdings sollte man schon die Berufung dazu haben.
Gruß von der Hedda.
Beitrag von nele27 - 22.06.10 - 12:44 Uhr
Hi,
ich habe das auch schon häufiger gedacht...
Wahrscheinlich scheuen die Mütter den Aufwand: Ausbildung, Gesundheitsprüfung (??), beim JA registrieren lassen etc etc. Wenn man professionell sein will, gehört mM nach noch ne Webseite dazu und ein gewisser Standard (gesund kochen, Tagesstruktur). Ist immer anders als "nur" mit dem eigenen Kind.
Oder sie haben keinen Bock auf 5 Kinder gleichzeitig - und bei einem oder zweien lohnt es sich ja nicht.
Ich finde es aber keine schlechte Idee, wenn man gut mit Kindern kann und gern zu Hause arbeitet. Und die Bürokratie ist zumindest kleiner, als wenn man ne Kita aufmachen will (DAS ist eine richtiger Behörden-Aufriss...).
Ich selbst würde es NIE machen
aber ich habe ja auch einen Beruf und eine Ganztags-Kita 
LG, Nele
Beitrag von lebelauter - 22.06.10 - 12:58 Uhr
hm,
also ich würds machen - aber ich hab sowohl kinderbetreuung (regelfall/notfall) und auch ne eigene Firma 
und klar, wenn man sowas macht, muss mans richtig machen!
LG
Beitrag von nele27 - 22.06.10 - 13:15 Uhr
***wenn man sowas macht, muss mans richtig machen! ***
Und da haben wir es: Wer hier nach Heimarbeit fragt, will weder ne richtige Selbstständigkeit, noch sich etwas aufbauen.
90% der fragenden Muttis wollen meiner Einschätzung nach ihr eines Kind betreuen und nebenbei n bisschen was auf dem Rechner rumtippen oder Kartons falten und dafür ein Taschengeld.
Du weißt selbst, wie weit das von einer Selbstständigkeit - egal ob als Tagesmutter oder was anderes - entfernt ist...
LG
Beitrag von lebelauter - 22.06.10 - 13:20 Uhr
*nagelaufdenkopf-urbini*
Exakt!
Es ist gut möglich, SElbstständigkeit und Kinder, ja sogar KLEINE Kinder unter einen Hut zu bringen, aber man muss sehr diszipliniert sein, sehr gut organisieren können, ein gutes netzwerk aus bezahlten oder unbezahlten Helfern unterhalten und eben gedanklich auf zack sein.
LG
Beitrag von marion2 - 22.06.10 - 13:16 Uhr
Hallo,
ich würde meine Kinder ungern in Hände geben, die sich diese Art der Beschäftigung rein aus finanzieller Not ausgesucht haben 
Ich erwarte: Nerven wie Drahtseile und ne gute Kondition
Gruß Marion
Beitrag von lebelauter - 22.06.10 - 16:23 Uhr
nunja, NOT ist es ja bei den wenigsten... für NOTfälle kommt ja Vater Staat auf 
aber ein finanzieller Anreiz sollte bei allem Enthusiasmus schon vorhanden sein...
Beitrag von miau2 - 22.06.10 - 13:26 Uhr
Hi,
es gibt für mich als Laien - ich hatte es mir überlegt, wenn der Arbeitsmarkt mich nicht mehr will, habe aber noch nicht genau nachgeforscht - ein paar grundlegende Dinge.
1. Die Räumlichkeiten müssen stimmen - Platz, die Möglichkeit, rauszugehen, ohne dabei 5 Hauptverkehrsstraßen zu überqueren (ob ein eigener Garten Pflicht ist - keine Ahnung, aber wir haben z.B. beim Haus nur einen Minigarten, aber einen Spielplatz am Ende vom Fußweg...das wäre sicher ausreichend, hoffe ich).
2. Meine persönlichen Voraussetzungen müssen stimmen (du redest ja von seriös - leider sehen diesen Punkt nicht alle so, es gibt auch mehr als genug wirklich schlechte Tagesmütter). Bin ich wirklich willens und in der Lage, auf 2,3,4,5 + meine eigenen Kinder aufzupassen, ohne Hilfe, den ganzen Tag, egal, ob ich fit bin oder mir der Kopf wehtut?
3. Wie gehe ich damit um, dass jeder eine andere Auffassung von "Kindererziehung" hat? Meine beiden spielen z.B. relativ viel frei, ohne meine Einmischung. Hat zur Folge, dass beide sich prima auch mal alleine mit Bausteinen o.ä. beschäftigen können und sie nicht permanent bespielt werden müssen. Nur - werde ich auf Dauer damit glücklich, wenn ich Eltern treffe, die der Meinung sind, dass Kinder permanent "aktiv" gefördert werden müssen, ich sie am besten nur auf Englisch anrede, ein Sportförderprogramm aufstelle und natürlich NUR biologisch-wertvoll-zuckerfrei koche? Also - bin ich in der Lage, nicht nur mit den Kindern, sondern auch mit den Eltern umzugehen?
4. Wie sieht das mit der Verantwortung aus...kann ich die übernehmen? KiGa-Abholdienst...mit 5 Kindern, die man natürlich nicht so gut kennt wie die eigenen im Straßenverkehr unterwegs sein...
5. Bin ich wirklich bereit, mein Haus, Garten, Inventar... mit so vielen fremden Kindern dauerhaft zu teilen? Was sagen meine eigenen Kinder dazu (Freundschaften kann man ja nicht erzwingen - was, wenn die Chemie nicht stimmt? Kündigen (den fremden, nicht den eigenen
? Da hätte ich ein schlechtes Gewissen, denke ich)...
Das waren so meine Überlegungen zu dem Thema. Vielleicht hätte sich die eine oder andere erledigt, wenn ich mal eine Infoveranstaltung zu dem Thema besucht hätte, keine Ahnung - so weit bin ich noch nicht, mir wäre ganz ehrlich ein Arbeitsplatz in "meinem" erlernten Bereich - der nichts mit Kindern zu tun hat- lieber.
Und - wenn TaMu nur die "Notlösung" ist, weil man nichts anderes findet, aber nicht DAS ist, was man wirklich machen WILL - kann man das dann wirklich so prima machen? Ist ja schon was anderes (für mich zumindest), ob ich als Notlösung Zeitungen austrage oder Kinder betreue.
Wo wir beim Thema sind...hier werden permanent Zeitungsausträger gesucht, 300 Euro im Monat bei Arbeitszeiten von 4:00-6:00...Nur - wer will schon um 4:00 anfangen
? So als Alternativvorschlag, die Kinderbetreuung wäre ja wohl in vielen Fällen bei DEN Arbeitszeiten gesichert.
Viele Grüße
miau2
Beitrag von zubbeline - 22.06.10 - 15:28 Uhr
Hi,
ich misch mich auch mal ein, als jemand, der über Tagesmutter werden, nachgedacht hat und mal in Heimarbeit gearbeitet hat.
Mein Grundgedanke war, dass ich min. das an Geld über haben muß, was ich auf einer Teilzeitstelle auch hätte....400€-job lief noch nebenher und ich mußte so flexibel wie eben möglich sein.
Als Tagesmutter muß ich zur Verfügung stehen und kann nicht abends spät oder nachts arbeiten, wenn tagsüber grad was anderes dazwischen gekommen ist. Das konnte ich mit dem Heimarbeitsjob schon. Wenn ein Kind Termine hatte, keine Betreuung verfügbar war, frühzeitig aus Kiga oder Schule geholt werden mußte, war das kein Problem.
Mit 5 fremden Kindern im Schlepp nicht unbedingt ganz so einfach.
Allerdings Heimarbeit, egal in welcher Form und gleichzeitig Kinder betreuen sehe ich als kaum möglich an. Eins bleibt auf der Strecke...entweder schafft man sein Pensum nicht, bzw. man kann nicht konzentriert arbeiten, oder das Kind kommt zu kurz. Ich kann zumindest nicht gleichzeitig spielen und arbeiten.
Das haut eventuell noch hin, wenn man wirklich nur einen ganz kleinen Zuverdienst haben will, so daß man alles abends oder während des Mittagschlafes des Kindes erledigen kann.
Beitrag von hummingbird - 22.06.10 - 19:07 Uhr
Ich könnte mir vorstellen, dass einige mal was anderes machen möchten als schreiende Kinder zu hören - die haben sie ja selbst schon.
Und ehrlich: nach meinem Wochenende mit streitenden Blagen war ich froh, Montags wieder ganztags zu arbeiten.
Nicht jeder hat solche Nerven.
Ich nicht.
Und nicht jeder möchte immer nur Geschichten vorlesen und Geschichten erzählt bekommen, im Sand graben und Windeln wechseln.
Manch einer möchte was anders sehen und machen.
Beitrag von miezibuh - 22.06.10 - 19:42 Uhr
Ja, das ist nicht für jeden was. Ich hätte keine Lust auf mehrere Kleinkinder, die mir die Bude auseinander nehmen. Meine Nerven reichen momentan gerade für mein eigenes.
Dein Vorschlag mag für Städter ganz gut sein. Ich wohne z.B. auf dem Land. Ich kenne hier keine einzige Tagesmutter. Die Gemeinde hat eine Kinderkrippe mit 10 Plätzen für unter 2jährige. Einen Platz zu erhalten war kein Problem. Scheinbar ist das gar nicht so gefragt. Der Platz kostet 120 Euro im Monat. Man kann die Kinder von 7.15 Uhr bis 16.00 Uhr bringen. Hat also als Mutter, so man denn will, genügend Zeit, einer Arbeit nachzugehen.
Beitrag von daisydonnerkeil - 22.06.10 - 20:40 Uhr
Du übersiehst, dass es einfach nicht jedem gegeben ist, professionell mit fremden Kindern zu arbeiten. Bloß weil jemand Mutter ist, bedeutet das noch lange nicht, dass dieser jemand auch mit Kindern an sich gut umgehen kann.
Ich kenne Erzieherinnen und die haben die mehrjährige Ausbildung+Praktika ja nicht umsonst gemacht.
Eine Mutter zu sein ist schon etwas sehr Anderes als eine Tagesmutter zu sein.
Beitrag von curlysue2 - 23.06.10 - 11:59 Uhr
Hi,
leider übersiehst Du da einen sehr wichtigen Punkt: Nicht allen, die mal eben ein taschengeld verdienen wollen ist es gegeben auch mit fremden Kindern umzugehen. Zumal die Bedingungen für Tagesmütter immer straffer werden (zum Glück für die Kinder, denn die sollen ja nciht nur aufbewahrt, sondern auch schon im jungen Alter gefördert und schwarze Schafe unter dne TM nach Mgl. aussortiert werden). Eine Tagesmutter gilt als Freiberufler. Mich haben Grund - und Aufbaukurs 380 Euro gekostet. Mit dabei waren aber noch nicht der erste Hilfe Kurs (der alle zwei Jahre aufgefrischt werden muss), die Einweisung ins Infektionsschutzgesetz , Führungszeugnis, Gesundheitszeugnis usw. Jährlich muss eine Tagesmutter dann noch eine bestimmte anzahl an Fortbildungsstunden nachweisen, damit sie ihre Pflegeerlaubnis behält. Auch davon wird ein gr. Teil selber finanziert.
Hier rechnen die meisten so, dass eine Tagesmutter regelmäßig 5 Kinder Vollzeit betreut und es so doch auch finanziell nicht so schlecht aussieht, auch bei dem niedrigen Satz, den manche Jugendämter zahlen (schwankt je nach Gemeinde zwischen ca. 2,50€ - 4,50 € / Std.). Realität ist aber , dass auch viele Randstunden betreuung anbieten, bei unserem Jugendamt ist auch mit so einem "Kleckerkind", das nur wenige Stunden betreut wird ein ganzer Platz weg. Viele Eltern gehen Teilzeit arbeiten und brauchen dann auch nur Teilzeitbetreuung. Manche TM haben auch nur die Pflegeerlaubnis für 2 Kinder (Gründe können z.B. Wohnraumgröße, Anzahl eigene Kinder usw. sein).
Eine Tagesmutter darf auch nur bis zu 5 Kinder betreuuen. Ab und an erteilt das JA auch die Pflegeerlaubnis für 8 Kinder i.d.Woche aber nie mehr als 5 gleichzeitig. Dies gilt, wenn die TM alleine in ihrer WOhnung/Haus arbeitet.
Von dem Geld muss ersteinmal alles selber bezahlt werden: Betriebsausgaben (kann man sich mit der Steuer wieder reinholen), Unfallversicherung, Krankenversicherung, Rentenversicherung, Kirchensteuer komplett alleine zahlen. Viele Kassen wissen noch nicht mal (da es noch relativ neu ist), dass TM einen Antrag ausfüllen können, damit Einkommensabhängige Beiträge gezahlt werden. Das ist dann auch oftmals ein Kampf bis man dann alle richtigen Unterlagen und Anträge hat. Bei uns in der Stadt haben die TM das Glück, dass das JA die UV zu 100%, die KV und RV zu 50 % übernimmt. Ist aber auch nicht überall so und auch bei uns mahlen die Mühlen bei Erstattungen relativ langsam
Hinzu zu den finanziellen Aspekten und der Arbeit mit den Kindern kommen noch die Erziehungspartnerschaft (sprich Elternarbeit), die Arbeit drumherum wie Bastelmaterial besorgen und vorbereiten, Geburtstage gestalten, evtl. den ein oder anderen kl. Ausflug usw. die auch ausserhalb der Betreuung Zeit kosten, aber nicht bezahlt werden. Ebenso bei den Tagesmüttertreffen, die dem Austausch, der Vernetzung und Weiterbildung dienen. Das machen wir unentgeltlich in unserer Freizeit, bzw. bei einigen Weiterbildungsangeboten zahlen wir auch noch. Diese Sachen sind aber auch unverzichtbar, denn vor dem Gesetz sind Tagespflege und Kitas usw. was den Förderauftrag betrifft gleichrangig behandelt.
Ich mache es sehr gerne, möchte mich nicht anders entschieden haben, aber nicht jedem ist diese Art der Arbeit in die Wiege gelegt und wenn ich mein Kind in eine Betreuung geben, so möchte ich auch nicht eine TM haben, die das aus einem rein finanziellen Aspekt macht. Viele stellen es sich so einfach vor, mal eben ein paar Kinder zu betreuen und dafür noch ein wenig Geld zu bekommen. Aber es gehört noch einiges drumherum. Nicht zuletzt muss auch die Familie (Mann, Kinder u. alle die mit im Haushalt leben) mit involviert sein, da sie ja im Haushalt leben und tagtäglich mit dem Job der Mutter konfrontiert werden. Nicht jeder Mann ist damit einverstanden, wenn fremde Kinder durchs Haus rennen, nicht jedes Kind findet es toll, Mama im eigenen Haushalt mit anderen Kindern, die keine Geschwister sind zu teilen.
Auch wird immer mehr erwartet (und ist auch sinnvoll), dass sich die TM untereinander vernetzten, was Notbetereuung und Vertretungen etc. vereinfacht. Für mich bedeutet das z.B., dass ich mich mind. einmal wöchentlich mit einer Kollegin, mit der ich zusammenarbeite, und unseren Tageskindern treffe, damit die Kinder uns auch kennen und nicht vor fremden Personen stehen falls doch mal eine Vertretung nötig ist. Wir machen sogar einmal jährlich einen Gemeinschaftsausflug mit den Kindern inkl. Eltern, damit uns auch die Eltern alle kennen lernen.
Ich habe unter Garantie noch einiges vergessen, aber als Beispiele denke ich, ist es doch schon reichlich was ich hier geschrieben habe (hoffe ich
)
Letztendlich kann ich nur sagen, wenn jemand "nur mal eben so wenige Euro dazu verdienen möchte, ohne viel Aufwand, der sollte doch lieber beim Bügelservice, Kugelschreiberdrehen bleiben oder versuchen ob der (ehem.) Chef oder anderer durch Mundpropaganda einen Homeofficejob anbieten. Oder man muss versuchen sich so zu organisieren, dass man evtl. doch ein paar Stunden ausserhalb z.B. Zeitungen austragen oder putzen gehen kann. Nur um mal eben ws nebenher zu verdienen war mal vor ein paar Jahren so bei Tagesmüttern, inzwischen sind da doch noch ein paar Bedingungenn dazu gekommen.
Hier ein Auszug aus dem achten Sozialgesetzbuch, KJHG (Kinder- und Jugendhilfgesetz) zur Eignung einer Tagespflegeperson:
"§43 (2) Die Erlaubnis wird erteilt, wenn die Person für die Kindertagespflege geeignet ist. Geeignet im Sinne des Satzes 1 sind Personen, die
1. sich durch ihre PERSÖNLICHKEIT, SACHKOMPETENZ und KOOPERATIONSBEREITSCHAFT mit ERziehungsberechtigten und anderen Tagespflegepersonen auszeichnen und
2. über kindgerechte Räumlichkeiten verfügen.
Sie sollen über vertiefte Kenntnisse hinsichtlich der Anforderungen der Kindertagespflege verfügen, die sie in qualifizierten Lehrgängen erworben oder in anderer Weise nachgewiesen haben.
... "
LG
curlysue (bitte Rechtschreibfehler entschuldigen)
Beitrag von curlysue2 - 23.06.10 - 12:02 Uhr
Nachtrag:
"...Dies gilt, wenn die TM alleine in ihrer WOhnung/Haus arbeitet. "
damit wollte ich dagen, dass bei Zusammenschlüssen wieder andere Bedingungen gelten.
LG
