Mir ist diese Frage sehr peinlich, aber ich weiß so langsam nicht weiter.
Wir sind ein 3 Personen Haushalt. Wir haben nicht viel Geld zur Verfügung. Mein Mann arbeitet Vollzeit und ich auf 400 Euro. Wir kommen mit dem Geld gut hin, allerdings auch nur, weil wir nie auswärts essen gehen, keinen Urlaub machen und zu 80% Bekleidung vom Flohmarkt oder ebay tragen.
Wir haben nur die nötigsten Versicherungen und sparen können wir nur monatlich 10 Euro für unseren Sohn für später.
Wenn es mal eine größere Ausgabe gab, dann sind wir meistens ins Minus gerutscht, konnten das aber innerhalb von zwei Monaten wieder reinholen, in dem wir noch mehr gespart haben.
Dieses Mal hat es uns aber voll erwischt. Erst kam die Nebenkostenabrechnung mit einer Nachzahlung von 250 Euro. Wir wollten keine Ratenzahlung, sondern alles schnell weghaben, wie wir das immer machen.
Im nächsten Monat ging dann das Auto kaputt. 400 Euro.
Dann der Staubsauger. Habe bei ebay einen für 20 Euro bekommen.
jetzt weiß ich schon, dass wir 300 Euro Steuern nachzahlen müssen.
Wir sind jetzt schon 500 Euro im Minus auf dem Konto. 
Jetzt gibt es nur zwei Möglichkeiten:
Wir leben vom Dispo und versuchen gutmöglich zu sparen. Wir könnten noch ein paar Sachen bei ebay verkaufen und uns bis Ende des Jahres über Wasser halten. Dann bekommt mein Mann sein 13. Monatsgehalt und wir könnten das Konto ausgleichen. Aber wenn ich an die Dispo-Zinsen denke...
Oder wir nehmen einen Kredit auf, was wir eigentlich nie wollten.
Im ersten Moment ist es bestimmt schön, soviel Geld zu besitzen, aber wenn ich überlege, wie lange man dran abzahlt... andererseits könnte man dann ja wenn das 13. GEhalt kommt, einen Großteil schon abbezahlen.
Was meint ihr?
Mir ist das wirklich total unangenehm, ich habe in meinem Leben noch nie eine Mahnung bekommen, immer alles bezahlt und jetzt sowas. 
Kredit aufnehmen oder vom Dispo leben?
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Beitrag von schnubb-schnubb - 23.06.10 - 11:09 Uhr
Beitrag von snoopster - 23.06.10 - 11:24 Uhr
Hallo,
ich denke fast, dass sich das nichts nimmt. Wenn Ihr nen Kleinkredit aufnehmt, seid Ihr mit den Zinsen auch recht gut dabei.
Eine Freundin von mir hat sogar damals als Studentin 3000 Eruo aufnehmen wollen, und da meinten die auch auf der Bank, dass sie das über den Dispo machen soll.
Fragen kostet ja nix, aber ich denke, 500 Euro wird Euch die Bank nicht auf Kredit geben, die werden Euch auch auf den Dispo verweisen.
LG Karin
Beitrag von nightwitch - 23.06.10 - 11:25 Uhr
Hallo,
da die Dispozinsen momentan meiner Meinung nach astronomisch hoch sind, während die Kreditzinsen teilweise arg im Keller, hätte ich kein Problem damit, die Frage zu beantworten.
Geh zu eurer Hausbank und frage, ob sie euch einen KLEINEN Kredit geben, mit dem ihr euren Dispo ausgleichen könnt. Nicht mehr Geld leihen, nur, damit der Dispo und alle jetzt noch kommenden Kosten (Steuern) gezahlt sind.
Dann halt den Dispo ausgleichen und streichen lassen, den Kredit abbezahlen und fertig.
Des Weiteren würde ich mal schauen, wo man evtl (Fix)Kosten einsparen könnte.
Ich denke, wenn die Dispozinsen wegfallen, dann dürfte ja auch zumindest etwas mehr in euren Geldbeuteln bleiben.
Falls es kaum oder kein Einsparpotenzial mehr gibt, müsst ihr halt versuchen, eure Einnahmen zu erhöhen.
Habt ihr mal Kinderzuschlag und Wohngeld beantragt? Evtl. ergänzendes ALGII?
Gibt es die Möglichkeit, dass einer von euch noch einen Job annimmt?
Oder evtl vielleicht mal einen Umzug erwägen? Wenn man die Miet- und Nebenkosten senkt, bleibt ja auch mehr über.
Klar, ein Umzug kostet halt erst, aber wenn die neue Wohnung günstiger ist als die jetztige, dann hat man die Kosten vom Umzug wieder drin.
Gruß
Sandra
Beitrag von wemauchimmer - 23.06.10 - 11:28 Uhr
Der Dispo sollte nur kurzfristig, also nicht bis zum 13. Monatsgehalt, in Anspruch genommen werden. Das ist einfach sonst zu teuer.
Ihr lebt arg knapp. Überprüf mal kritisch die Ausgaben. Hast Du wirklich nur die nötigesten Versicherungen? Was sollen die 10€ für den Sohn, außer daß Du das Gefühl hast, ein Opfer für ihn zu bringen - ist nicht Deine Liebe und Zuwendung viel wertvoller? Braucht Ihr definitiv ein Auto? Kannst Du bei Strom usw. nicht zu einem günstigeren Versorger wechseln?
LG
Beitrag von whitewitch - 23.06.10 - 12:01 Uhr
Das mit den 10 Euro find ich gut, es sind in 18 Jahren immerhin kanpp 2200 Euro. Ich finde das ist wenigstens ein kleiner Beitrag den man für seine Kinder ansparen kann. Auch wenn man nicht viel Geld hat die 10 Euro fallen fast immer ab.
Beitrag von nele27 - 23.06.10 - 11:49 Uhr
Hi,
eigentlich geben die Banken keine so winzigen Kredite - aber Fragen kostet nichts. Bittet einfach um 1000 oder 1500 Euro, je nachdem, wie ihr in den Miesen seid. Vielleicht machen Sie es ja! Sonst bleibt Euch nichts übrig als den Dispo zu bemühen. Dann solltet Ihr das Minus konsequent jeden Monat um z.B. 100 Euro senken (erfordert etwas Disziplin).
Langfristig solltet Ihr mal Eure Einnahmen-Ausgaben-Situation überdenken. Wenn schon 1000 Euro ein Riesenproblem sind, ist das nicht optimal.
Da Ihr offenbar sehr sparsam seid, überlegt mal, Eure Einnahmen zu steigern.
Du arbeitest auf 400-Euro-Basis? Könntest Du vielleicht TZ arbeiten gehen? Halbtags? Das würde schon mal was bringen.
Oder könnte Dein Mann mal versuchen, beruflich aufzusteigen/ sich woanders zu bewerben, wo er mehr verdient? Sein niedriges Gehalt muss ja nicht ewig so bleiben...
Ich finde immer, es ist ein Unterschied, ob mal mal ein oder zwei Jahre knapp leben muss oder für immer. Letzteres stelle ich mir sehr frustrierend vor...
Wir haben gerade 1,5 magere Jahre hinter mir (ich war Alleinverdienerin) und es wurde zunehmend anstrengender.
LG, Nele
Beitrag von whitewitch - 23.06.10 - 11:57 Uhr
Ich habe selbst die Erfahrung machen müssen, ich kam unverschuldet in eine Situation wo ich plötzlich nen Dispo in Höhe von 2400 Euro brauchte. 1000 Euro geklaut, gleichzeitig eine neue Wohung beziehen müssen, in der 1000 Euro Kaution fällig war und die Scheidung die ich auch noch komplett bezahlen durfte.
Dann ist mein Auto kaputt gegangen, also brauchte ich einen Kredit. Denn habe ich jetzt endlich nach drei Jahren ablösen können. Meinen Dispo wieder ins Plus gebracht. Derzeit habe ich noch eine Kleinigkeit zu laufen die im November abgezahlt ist. Ich sage für mich, auf keinen Fall wieder einen Kredit, schon gar nicht um den Dispo auszugleichen. Lieber sparen und jeden Moant eine Summe X auf dem Konto belassen. So habe ich meinen Dispo damals auch zurück gezahlt. Es war hart aber es ging. Heute bin ich bis auf die eine Rate schuldenfrei.
LG Whitewitch
Beitrag von coppeliaa - 23.06.10 - 12:07 Uhr
dispo.
bedenke: bei krediten kommen noch einmalgebühren dazu, das verteuert vor allem kleinkredite sehr. und wirklich billig sind ja nur darlehen zum eigentumserwerb, konsumkredite sind teurer.
wenn es bei euch finanziell so knapp ist, würde ich an deiner stelle mehr arbeiten gehen, damit mehr geld reinkommt!
lg
co
Beitrag von wuestenblume86 - 23.06.10 - 12:22 Uhr
Hallo!
Als Studentin war ich mal in einer ähnlichen Situation
es war keine schöne Zeit.
Meine Hausbank sagte mir jedoch, sie vergeben unter 3000 Euro keinen Kredit und es kommen auch noch Abschlussgebühren hinzu, so dass es sich nicht lohnen würde gegenüber einem Dispo den man monatlich reduziert.
Ich habe damals meinen Dispo zeitweise auf über 2000 Euro gehabt und das Monat für Monat reduziert. Das heißt Einnahmen erhöht und Ausgaben vermieden. Es war eine harte Zeit, aber sie hat sich absolut gelohnt schon alleine auf den Hinblick, dass man schnell pro Quartal 50 Euro Zinsen zahlt 
Heute bin ich schuldenfrei und würde jedem anderen in so einer engen Situation raten mit ihrer Hausbank Kontakt aufzunehmen und dort eine Lösung zu finden.
Von dubiosen Kreditgeschäften würde ich die Finger lassen.
Beitrag von -rain- - 23.06.10 - 12:41 Uhr
Ich würde auf keinen Fall einen Kredit aufnehmen. Das ist meisten der Anfang vom Ende. Ersten werdet ihr warscheinlich keinen so kleinen Kredit bekommen und müsstet einen größeren aufnehmen. Zweitens frag ich mich, wovon ihr die Raten zahlen wollt wenn ihr so schon kaum was übrig habt. Klar ist der Dispo teurer aber er wäre dann im Dezember weg wärend euch ein Kredit noch viel länger verfolgen würde. (Ich weiß nicht ob man den Kredit nach so kurzer Laufzeit komplett ablösen kann).
Optimal (aber nicht bei jedem möglich) wäre es in der Familie das Geld zu leihen.
Außerdem würde ich euch dringend raten die Einnahmen zu erhöhen aber das weißt du sicher selber. Vielleicht ist es ja möglich bis Weihnachten noch einen kleinen Zweitjob anzunehmen (ich könnte Babysitten und Regalpflege im Lebensmittelgeschäft empfehlen). So kann man ein paar Monate seine Einkünfte pushen, ist aber keine dauerhafte verpflichtung eingegangen.
LG
Beitrag von miezibuh - 23.06.10 - 13:19 Uhr
Ich würde auch keinen Kredit aufnehmen. Dann nehmt ihr ja im Grunde genommen mehr Geld auf, als ihr eigentlich braucht und schwupps steckt ihr in der Schuldenfalle. Einen Kredit über nur 500 Euro werdet ihr wahrscheinlich ja nicht bekommen.
Ihr hättet besser um Ratenzahlungen gebeten was die Nebenkosten und die Autoreparatur angeht. Aber nun ist es passiert. Ich würde sparen wo ich nur kann. Notfalls einen weiteren Nebenjob (Regale einräumen, Zeitungen austragen) suchen. Habt ihr Verwandte, die euch was leihen würden?
Sobald der Dispo rückgeführt ist, würde ich den sperren lassen. Ich hatte noch niemals einen. Gebe nur aus, was ich habe.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr jeden Monat genau "bei Null" raus kommt. Also dass ihr exakt die Summe an Ausgaben habt, die ihr verdient. Ich glaube eher, dass ihr jeden Monat restlos alles ausgegeben habt ohne an unvorhergesehene Notfälle zu denken. Ich kann das persönlich nicht nachvollziehen.
Ansonsten: Sachen bei Ebay verkaufen, Pfandleihaus...
Beitrag von nina_1981 - 23.06.10 - 13:27 Uhr
Hallo,
ui, das hört sich fies an. Die anderen haben ja schon gute Ratschläge gegeben. Habt ihr oft damit zu tun? Es hört sich so an, als würdet ihr soooo knapp leben, dass da keinerlei Einsparmöglichkeiten sind.
Einen Kredit würde ich definitiv nicht nehmen. Geht mal zu Caritas, Diakonie oder so, die haben Schuldenberatungen, auch vorbeugend.
Es ist vielleicht doch besser, wenn euch jemand von Angesicht zu Angesicht sagt, was ihr zu machen habt und das auch "kontrolliert".
Alles Gute für euch!
Nina
Beitrag von nick71 - 23.06.10 - 13:30 Uhr
Ich weiß nicht, wie hoch der Dispozins bei eurer Bank ist, aber ich habe mal mit 15,00 % p.A. gerechnet und das würde bei einer Summe von 500,00 Euro bei einem halben Jahr Überziehung keine 40,00 Euro an Zinsen ausmachen.
Für einen Ratenkredit hättet ihr ggf. Bearbeitungsgebühr zu zahlen (i.d.R. 2,00 % der Kreditsumme) und könnt frühestens nach 9 Monaten ablösen.
Dafür würde ich es nicht machen. Abgesehen davon, dass ihr wahrscheinlich keine Bank finden werdet, die euch 500,00 Euro als Kredit gibt...bei dem Betrag lohnt der Arbeitsaufwand ja kaum.
Beitrag von schnubb-schnubb - 23.06.10 - 13:48 Uhr
Erstmal danke euch allen für eure Antworten.
Ich würde ja mehr arbeiten gehen, aber mein Sohn ist erst 2 Jahre alt und hat noch keinen Kita-Platz. Meine Eltern passen auf ihn auf, aber die sind auch zum Teil noch berufstätig und somit kann ich nur max. drei Mal in der Woche arbeiten gehen.
Umgezogen sind wir erst. Die Wohnung ist klein, aber reicht uns.
Stromanbieter wollen wir sowieso in den nächsten Tagen mal prüfen.
Mein Mann hat den Job erst seit einem Jahr. Vorher hat er noch weniger verdient, aber durch mein Elterngeld kamen wir gut hin.
Offensichtlich können einige hier nicht nachvollziehen, wie man "so" leben kann.
Wir finden da überhaupt nichts schlimmes bei, es geht uns gut. In den urlaub wollte ich noch nie, ich mag meine Stadt. 
wir brauchen keine teuren Klamotten oder so, wir sind bescheiden.
Unser Sohn hat alles was er braucht und die 10 Euro im Monat sparen wir, damit er später seinen Führerschein machen kann.
Am Ende des Monats haben wir immer +/- 20 Euro.
Beitrag von -rain- - 23.06.10 - 14:12 Uhr
Huhu,
Regale einräumen und Babysitte ist ja Abends. Da ist der Partner ja meistens zuhause und kann aufs Kind aufpassen.
Es spricht ja nicht dagegen so knapp zu leben, das Problem ist nur das man, meiner Meinung nach, ein gewisses Polster braucht um plötzliche Kosten (Auto, Waschmaschine defekt usw) decken zu können.
Wir sind auch gerade erst der Schuldenfalle entronnen. Es fängt mit dem Dispo an, dann nimmt man einen Kredit auf wegen der hohen Dispozinsen, dann braucht man nach einigen Monaten wieder Geld weil etwas passiert ist (zahlt aber schon den Kredit ab) und rutsch wieder in den Dispo...usw...
Es ist sicher nicht leicht zu sparen.
LG
Beitrag von curlysue1 - 23.06.10 - 14:24 Uhr
Mich würde echt mal interessieren von welchen Summen wir sprechen?
Was habt Ihr im Monat zum ausgeben?
LG
Beitrag von kati543 - 23.06.10 - 13:50 Uhr
Also an deiner Stelle würde ich auch einmal schwer überprüfen, ob euch nicht anderweitig noch Gelder zustehen. Beispiele wurden ja schon genug genannt. Ansonsten gibt es oftmals die Möglichkeit bei den Firmen, dass man sich ein Extragehalt auszahlen lassen kann und dann die nächsten 3 Monate jeweils 1/3 weniger Gehalt bekommt. Fragt doch einfach mal euren AG.
Ich habe Bekannte, die auch unverschuldet total ins Minus gerutscht sind. Normalerweise verdient der Mann genug für die ganze Familie, aber dadurch reichte es einfach nicht mehr. Der Mann hat sich einen 2. Job gesucht und putzt nun Autos am Wochenende und die Frau hat 1 400€-Job angenommen. Ende des jahres werden sie schuldenfrei sein. Wäre das vielleicht etwas für euch? Vielleicht kannst du ja noch einen Teilzeitjob annehmen und kurz vor Feiertagen arbeiten gehen. So könntet ihr euch noch ein kleines finanzielles Polster anlegen und ein kleiner Urlaub für die Familie wäre dann auch drin.
Beitrag von 76geraldo - 19.04.11 - 17:02 Uhr
Hallo!
Es ist zwar ziemlich unangenehm aber manchmal ist es halt so alles auf einmal auf einen einprasselt. Ich habe das Problem damals mit eine Sofortkredit http://www.swkbank.de/ gelöst, da es sich um eine fünfstellige Summe handelte und die Zinsen niedriger waren als bei einem Dispositionskredit. Ich würde auf jeden Fall einen Kreditvergleich durchführen und einen vertrauten Angestellten bei der hauseigenen Bank um Rat fragen.
LG
