Steuerklasse ab Mutterschutz: 4/4 beibehalten oder in 3/5 wechseln?

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Beitrag von sandi1983 - 29.06.10 - 08:45 Uhr

Mein Mann und ich verdienen ähnlich und waren deshalb bisher in Steuerklasse 4/4. Am 03.07. komme ich in Mutterschutz. Macht es Sinn, dann ab 01.07. die Steuerklasse in 3 (mein Mann) / 5 (ich) zu wechseln?

Mein Mann würde mit Steuerklasse 3 wesentlich mehr netto rausbekommen. Allerdings habe ich gehört, dass dann am Ende des Jahres eine saftige Rückzahlung ans Finanzamt kommen kann (von was ist die Rückzahlung abhängig?). Wenn wir in 4/4 bleiben würden, dann hätten wir zwar monatlich weniger raus, aber wir würden am Ende eine Steuerrückzahlung bekommen.

Stimmt die Info so? Und was haltet ihr dann für geschickter?

Ich tendiere eher zur 3/5-Variante. Und ein Teil des Mehr-Netto-Gehalts würden wir dann gut verzinst aufs Tagesgeldkonto legen, damit wir am Ende des Jahres die Rückzahlung bezahlen können.

Oder wie habt ihr das gemacht?

Beitrag von amelily - 29.06.10 - 08:50 Uhr

Hallo,

wir haben uns vor der Geburt unserer Tochter mit einem Steuerprogramm ausgerechnet, welche Steuervariante was bedeutet (also wieviel wir nachzahlen müssten bei 3/5 und wieviel wir zurückbekämen bei 4/4).

Unsere Entscheidung war dann, während des Elterngeldbezugs meines Mannes in 4/4 zu bleiben.

Nach Auslaufen des Elterngeldes haben wir dann in 3/5 gewechselt und wenn mein Mann nächstes Jahr wieder voll arbeitet, werden wir wieder in 4/4 wechseln.

VG
Amelily

Beitrag von nele27 - 29.06.10 - 08:56 Uhr

Ich würde lieber 4/4 nehmen.... finde Rückforderungen zu unsicher und sooo viele Zinsen gibts ja nun auch nicht. Außerdem liegt dann immer Geld auf dem Konto, was eigentlich gar nicht Euch gehört. Also für MICH wär das nix.

Würde lieber mit weniger Geld auskommen und die Nachzahlung dann verbraten #freu Oder eben sparen, aber dann weiß ich, es ist MEIN Geld.

Ich habe zurzeit die 3, mein Mann die 5 und nach dem Mutterschutz wechseln wir in 4/4.

LG, Nele

Beitrag von wemauchimmer - 29.06.10 - 09:11 Uhr

Nun, die Steuerlast ist immer dieselbe. Es ist nur die Frage, ob man laufend mehr Geld rausbekommt und dafür vielleicht nachher was zurückzahlen muß (oder weniger raus), oder eben eine größere Rückerstattung. Unterm Strich zahlt Ihr gleich viel Steuern.
Den meisten Leuten ist es lieber, wenn sie laufend mehr haben (3/5).
Clever wäre es gewesen, in Eurer Lage 3 für Dich und 5 für den Mann zu wählen statt 4/4t, da das Elterngeld von Deinem Netto berechnet wird. Der Zug ist jetzt aber abgefahren.
Das mit den Zinsen beim Tagesgeldkonto... ist das ernst gemeint? also auf die dreifuffzig Zinsgewinn würde ich keinen Gedanken verschwenden, da rücken doch jetzt wichtigere Dinge in den Mittelpunkt bei Euch, oder?
LG

Beitrag von sonne_1975 - 29.06.10 - 10:56 Uhr

Die Jahressteuer ist immer die Gleiche nur die Monatsverteilung ist unterschiedlich.

Wir haben auf 3/5 gewechselt, denn wir bekommen sowieso immer Geld vom Finanzamt zurück, dann eben weniger.

Ansonsten 100-150 EUR mtl. zurücklegen, das sollte für die Nachzahlung meistens reichen.

LG Alla

Beitrag von kati543 - 29.06.10 - 11:24 Uhr

Du musst 2 Sachen beachten. Zum einen musst du wahrscheinlich Steuern nachzahlen in der 3/5. Zum anderen beziehst du jetzt Elterngeld und musst sowieso Steuern nachzahlen. Die Nachzahlung könnte also sehr viel höher ausfallen, als das Geld auf dem Tagesgeldkonto.
Warum erstellst du dir nicht einmal eine Proberechnung, was du zahlen müsstest mit den Werten die du schon hast und rechnest das einfach hoch. Vergiß nicht das Elterngeld anzugeben.

Beitrag von susannea - 29.06.10 - 13:26 Uhr

Durchs Elterngeld muss man nicht immer Steuern nachzahlen!

UNd auch mit 3/5 muss man nicht immer nachzahlen!

DAs sind alles Spekulationen, genau kann das nur ein Steuerberater o.ä. mit allen Infos sagen!

Wir haben beides und kriegen trotzdem noch fast 4stellig zurück ;)

Beitrag von zwillinge2005 - 29.06.10 - 17:32 Uhr

Hallo "kati543",

"Zum einen musst du wahrscheinlich Steuern nachzahlen in der 3/5. Zum anderen beziehst du jetzt Elterngeld und musst sowieso Steuern nachzahlen. Die Nachzahlung könnte also sehr viel höher ausfallen, als das Geld auf dem Tagesgeldkonto."

Woher weisst Du das, ohne die Beträge und die Werbungskosten zu kennen?

LG, Andrea

Beitrag von sandi1983 - 30.06.10 - 11:40 Uhr

Ok, danke für eure Info! Dann stimmt es also tatsächlich, dass man im Grunde gleich viel Steuern bezahlt, egal ob 4/4 oder 3/5. Ist dann quasi nur "Geschmackssache" ob man lieber monatlich mehr Geld haben möchte oder eine jährliche Einmalauszahlung bevorzugt!

Wir werden dann die 3/5-Variante nehmen.