Hallo!
Ok, also hab grad mit meiner Freundin telefoniert und sie erzählte mir, dass ihr Verlobter vom 22.06.-02.07. krank geschrieben wurde, weil er gerade sehr depressiv ist (kann ich mir sehr gut vorstellen, denn es ist grad einiges bei ihnen passiert). Er arbeitet in einem Solarmontagebetrieb, ist ständig auf Montage (oft über mehrere Wochen durchgängig - zuletzt 8 Wochen in Italien). Er ist über 3 Jahre dort angestellt und jetzt nach Aussage meiner Freundin zum 1. Mal krank geschrieben.
Er hat im Betrieb Bescheid gegeben und nun haben sie ihn zu Montag einbestellt. Es läge der Verdacht nahe, dass er nur simuliert und er solle sich beim Betriebsarzt vorstellen.
Nun vermutet meine Freundin, dass er die Kündigung bekommt, weil der Arzt möglicherweise feststellt, dass er für die Arbeit nicht geeignet ist ...
Sie wundert sich, warum er nicht vor Arbeitsantritt vor 3 Jahren dort hin musste und sie wundert sich auch, wie es sein kann, dass man ihn verdächtigt, gar nicht wirklich krank zu sein?
Kann mir jemand arbeitsrechtliche Hintergründe geben zum Besuch des Betriebsarztes und/oder allgemein zu der Situation?
Wäre sehr lieb, weil meine Freundin vorhin echt doll geweint hat. Da ist so viel passiert zur Zeit, dass das nun noch der absolute Horror wäre ... Er simuliert ganz bestimmt nicht. Er ist sogar zur Arbeit gegangen, als der Vater meiner Freundin verstarb und sie mit den Zwillis allein war .... 

LG Mandy
1. Mal krank und Firma denkt, er täuscht vor? Betriebsarzt?
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Beitrag von amanda82 - 30.06.10 - 22:28 Uhr
Beitrag von snowy - 01.07.10 - 00:42 Uhr
".......Kann der Arbeitgeber verlangen, dass ein Betriebsarzt die Krankschreibung überprüft?
Der Arbeitgeber hat grundsätzlich keine Möglichkeit, die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung des behandelnden Arztes durch den Betriebsarzt "überprüfen" zu lassen. Betriebsärzte haben lediglich arbeitsmedizinische Untersuchungen vorzunehmen und die Arbeitgeber in Sicherheitsfragen zu beraten, aber nicht die Diagnosen niedergelassener Ärzte zu "überprüfen". Außerdem sind die Betriebsärzte auch gegenüber dem Arbeitgeber an ihre ärztliche Schweigepflicht gebunden. Es gibt keine Verpflichtung, behandelnde Ärzte oder Betriebsärzte gegenüber dem Arbeitgeber von der Schweigepflicht zu befreien........"
Quelle: http://www.derwesten.de/leben/gesundheit/Wie-duerfen-Chefs-mit-kranken-Mitarbeitern-umgehen-id2294489.html
Meinen Arbeitgebern habe ich nie mitgeteilt warum ich krank bin. Eine Ausnahme hätte ich hier bei ansteckenden Dingen gemacht oder bei Punkten die meine weitere Arbeitskraft einschränken können.
Der Arbeitnehmer ist ja nach deinen Angaben schon länger bei dieser Firma, von daher kann man wohl nicht davon reden dass er unfähhig wäre für diesen Job.
Beitrag von amanda82 - 01.07.10 - 08:05 Uhr

Ich werd die Quellangabe meiner Freundin schicken.
LG Mandy
Beitrag von anja96 - 01.07.10 - 11:39 Uhr
Hi Mandy,
der Freund Deiner Freundin soll auf keinen Fall Montag dorthin gehen und es ist auch gar nicht nötig, daß er dem AG sagt, was er hat!
Wenn der AG die Krankheit anzweifelt hat er die Möglichkeit, dies der KK mitzuteilen und eine Überprüfung durch den Medizinischen Dienst zu veranlassen. Da der Mann aber vorher nie krank war, wird da die KK den Arbeitgeber sicher abblocken.
LG, Anja
Beitrag von oma.2009 - 01.07.10 - 19:47 Uhr
Hallo,
freundin soll am Montag ganz unb
der Freund von deiner efangen zum Betriebsarzt gehen. Es gibt in einigen Firmen auch betriebsbedingte Untersuchungen. Das kann jetzt Zufall sein, dass der Freund genau jetzt zum Betriebsarzt muß, obwohl er krankgeschrieben ist.
Arbeitgeber nehmen manchmal tatsächlich ihre Sorgfalstpflicht ihren Angestellten gegenüber ernst.
LG
Beitrag von snowy - 01.07.10 - 22:48 Uhr
"Er hat im Betrieb Bescheid gegeben und nun haben sie ihn zu Montag einbestellt. Es läge der Verdacht nahe, dass er nur simuliert und er solle sich beim Betriebsarzt vorstellen. "
Du hast doch sicher das Eingangsthema gelesen, oder?
Was ist das überhaupt für eine Einstellung, dass man zum Betriebsdoc geht wenn man krank geschrieben ist? Die Krankmeldung sagt aus dass ein Doc fest gestellt hat dass eine Arbeitsunfähigkeit vorliegt und das ist ausreichend.
Lediglich die Krankenkasse würde hier nach 6 Wochen mal tätig werden um zu schauen was Sache ist und dann sollte man tätig werden.
Beitrag von oma.2009 - 03.07.10 - 06:41 Uhr
Hallo snowy,
natürlich habe ich den Eingangsthread gelesen.....
Aber ich selber habe auch in einer Firma gearbeitet, wo alle 2 Jahre ein Betriebsarzt kam. Und wir Alle, ausnahmslos, sind aufgefordert worden, uns bei dem Betriebsarzt vorzustellen. Der kam extra in die Firma. Und ja, der Betriebsarzt unterliegt genauso der Schwweigepflicht wie ein normaler Hausarzt oder sonst ein Arzt. Und in der Branche, wo der Mann der TE arbeitet, ist es vielleicht sogar üblich, das solche Untersuchungen gemacht werden. Könnte mir vorstellen, das in Solaranlagen auch irgendwelche Stoffe enthalten sind, die nicht gerade gesundheitsförderlich sind.
LG
