Hallo!
Wir beschäftigen uns schon etwas länger mit dem Thema Hauskauf oder Hausbau hatten neulich auch schon uns ein Haus angeschaut, was wir sehr schön fanden, jedoch war der Preis des Hauses nachher auch einfach zu teuer...
Wir sind jetzt am überlegen ob wir uns ein Haus bauen lassen.
Schlüsselfertig - so nach unseren eigenen Wünschen..
Aber wir haben keinerlei Ahnung, was für Nebenkosten so auf uns zu kommen und worauf wir achten müssen.
Auch sind wir am überlegen, ob wir uns ein Grundstück (in einem Neubaugebiet) kaufen. Diese Grundstücke sind erschlossen. Wir überlegen, dann in zwei oder vielleicht auch nächstes Jahr dort zu bauen. Meint Ihr geht das? Das Neubaugebiet ist sehr schön und wir haben Sorge, dass nächstes Jahr die Grundstücke die jetzt noch frei sind vergeben sind...
1. Was kommen denn noch für Baunebenkosten auf uns zu?
2. Hat jemand Schlüsselfertig bauen lassen? Kann man die Preise dort auch noch aushandeln oder Ausstattung?
3. Kann man ein Grundstück kaufen ohne direkt Bauen zu müssen?
4. Was kommen für Baunebenkosten auf einem zu? (Das ist immer meine größte Sorge, denn die sind so unübersichtlich, jedoch wenn wir das Gründstück kaufen und später bauen, dann zahlen wir doch nur für unser Grundstück die Grunderwerbssteuer,oder?
Kann mir jemand einen Tipp geben?
Das Haus kostet Schlüsselfertig 170TSD. Das Grundstück so 70TSD.
Klar, ich denke es kommen so noch 10TSD an "Sonderwünsche dazu...
(Fliesen, Treppen )
Wie sind Eure Erfahrungen?
Hauskauf oder Hausbau??
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von toe - 04.07.10 - 12:50 Uhr
Beitrag von vwpassat - 04.07.10 - 14:10 Uhr
Nichts ist so toll, als dass es das nicht nocheinmal gäbe.
Du bist 36, Dein Freund xx ?
Dann ist es allerhöchste Eisenbahn, wenn Ihr nicht einen Haufen Eigenkapital besitzt.
Habt Ihr Kinder bzw. wollt Ihr noch zusammen welche?
Verdient Ihr so, dass Ihr locker mal 500 € derzeit über habt jeden Monat? Mit soviel Mehrkosten kann man nämlich mind. rechnen, wenn man ne Mietwohnung gegen ein Eigenheim "tauscht".
Beitrag von nadjamitronja - 04.07.10 - 14:58 Uhr
Wir wollten es auch so machen- erstmal ein Grundstück kaufen, das abbezahlen und in ein paar Jahren bauen (hat den Vorteil, dass das Grundstück als EK zählt)...
Bei uns wäre es kein Problem gewesen erst später drauf zu bauen, weil es von Privat verkauft wurde. Wenn wir es von der Gemeinde gakauft hätten, müssten wir innerhalb 2 Jahre bauen... Kann aber auch sein, dass das von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich ist.
Das ist richtig, dass ihr in diesem Fall nur für das Grundstück die Grunderwerbssteuer zahlen würdet!
LG
Nadja
...uns wurde leider das für uns perfekte Grundstück vor der Nase weg gekauft...
Beitrag von samantha1980 - 04.07.10 - 16:38 Uhr
Hallo,
also ich denke mit 10 000 Euro extra wirst du nicht dabei sein. Du musst bedenken, dass zum Beispiel der Garten ja auch noch angelegt werden muss.
Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass es wesentlich stressfreier ist, eine Bestandsimmobile zu erwerben, als selbst zu bauen.
Ausserdem ist das finanzielle Risiko meiner Meinung geringer.
Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gern per pn melden.
Liebe Grüße, Sam
Beitrag von maari - 04.07.10 - 17:13 Uhr
Hi,
ob Du ein Grundstück kaufen und erst später bebauen kannst hängt vom Bebauungsplan ab. Wenn in der Verkaufsanzeige z.B. "kein Bauzwang" steht, kannst Du Dir mit dem Bauen beliebig viel Zeit lassen.
In Neubaugebieten ist es aber oft (nicht immer) so, dass es einen Bauzwang gibt, Du also innerhalb einer bestimmten Frist bauen solltest.
Ich würde mir sowieso vor dem Kauf den Bebauungsplan ganz genau anschauen, denn da steht auch drin, ob es irgendwelche Baubeschränkungen gibt.
Wir lassen schlüsselfertig bauen aber kein Fertighaus und natürlich kann man da alles verhandeln. Man kann dann sozusagen selber definieren, was "schlüsselfertig" heißen soll.
Die Planung ist allerdings auch recht aufwändig. Ein fertiges Haus zu kaufen ist sicherlich einfacher und mit hoher Wahrscheinlichkeit billiger.
Nur "nichts ist so toll, dass es das nicht wieder gibt" traf auf unser Grundstück eben nicht zu...
so eines hätten wir sicherlich nicht wieder gefunden und ein fertiges, uns gefallendes Haus in der Lage wohl auch nicht, und darum bauen wir.
LG Maari
Beitrag von wemauchimmer - 04.07.10 - 20:35 Uhr
Hallo Crossposterin,
Zu 1:
Hausanschlußkosten ca. 10-14.000€
Notar, Grundbuch ca. 1,5% vom Kaufpreis
Grunderwerbsteuer ca. 3,5% vom Kaufpreis
Zu 2:
Ja, wir. Man kann wie überall im Leben handeln. Man sollte dabei auf dem Teppich bleiben und sich darüber im Klaren sein, daß die Baufirma an manchen Ecken Kosten wieder einsparen kann, wo Du als Laie es nicht siehst. Aber so ein paar Prozent gehn im Zweifel schon und das ist auch ne Menge Holz bei den Beträgen. (Natürlich nicht wenn die Käufer Schlange stehen)
Zu 3:
Zum einen ist in Neubaugebieten oft Bauzwang, d.h. Du musst Dich verpflichten, innerhalb einer Frist zu bebauen. Zum anderen musst Du auch die Nachteile sehen:
- Du bedienst bereits einen Kredit oder bindest Dein Kapital, ohne den Vorteil zu haben, daß Du keine Miete mehr zahlen musst. Das ist eine erhebliche Belastung.
- Du bindest Dich damit, wenn in der Zeit, wo das Grundstück brachliegt, irgendeine berufliche, familäre oder sonstige Überraschung in Dein Leben eintritt, so daß diese Wohnlage nicht mehr in Frage kommt, hast Du das Grundstück an der Backe und musst es wieder - dann fast sicher mit einigem Verlust (z.B Erwerbsnebenkosten) loswerden
Zu 4:
Du bekommst einen Fragebogen vom Finanzamt, da fragen sie Dich, was Du denn mit dem Grundstück vorhast. Ich weiß leider nicht, was passiert wenn Du schreibst: Du weißt nicht, vielleicht in ein paar Jahren mal bebauen. Das weiß aber sicher jemand anders 
Noch eine Nachbemerkung, daß mit den 10Tst "Sonderwünsche" kannst Du vorsichtig vergessen. Es kommen unendlich viele Wünsche auf, es gibt soo viele Dinge, die kannst Du in der Bauphase für einen Bruchteil des Preises realisieren, den ein nachträglicher Einbau kosten würde, wenn Du also etwas flüssiger bist, wirst Du weitaus glücklicher mit dem Endergebnis werden...
LG
Beitrag von toe - 04.07.10 - 21:20 Uhr
Puh... die Hausanschlusskosten sind so teuer?
Das hätte ich garnicht gedacht...

Notar und und Grunderwerbsteuern richten sich dann aber vom Kaufpreis des Grundstückes oder? Wenn wir dann eine Baufirma beauftragen, dort zu bauen, dann müssen wir diese nicht nochmal zahlen,oder?
Beitrag von grundlosdiver - 04.07.10 - 23:14 Uhr
Wir haben schlüsselfertig gebaut. Der Kaufpreis des Hauses waren 155.000 Euro, Grundstück war bereits vorhanden. Unser Eigenkapital (15.000 Euro) ist drauf gegangen für Baunebenkosten und Sonderwünsche...
Aus der Erfahrung raus: Für Sonderwünsche IMMER lieber mehr Geld einplanen, man kann so schöne Sachen bauen 
Baunebenkosten:
Makler, Notar, Grunderwerbssteuer, Anschlusskosten, Vermessung...
Wir hatten das Grundstück als Schenkung erhalten, somit entfielen die Steuer, aber Anschlusskosten hatten wir ca. 10.000 Euro, da frage ich mich heute noch, wofür!!! 
Du kannst mit Deinem Bauträger nahezu alles aushandeln, was Du willst!
Warum auch nicht? Aber ihr werdet Euer Traumhäuschen wohl kaum unter Wert bekommen!
Also ich glaube, dass es genauso Stress ist, einen Altbau zu sanieren als ein neues Haus zu bauen... Beim Neubau kann man mehr eigene Gedanken einbringen, beim Altbau hat man schon "vorgefertigte" Substanz und kann dann nur noch das Beste draus machen...
Ich mag unser Haus so wie es ist, ABER wenn ich noch mal baue, dann ganz anders!!!
