Rate bei Hauskauf

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Beitrag von teufelchen05 - 05.07.10 - 16:19 Uhr

Hallo!
Wir sind gerade in der Entscheidungsfindung bezüglich eines Hauskaufes.
Gibt es irgendwelche Erfahrungswerte, wie hoch der Anteil der Monatlichen Abzahlungsrate am Nettoeinkommen höchstens sein sollte?

Wir interessieren uns für einen Neubau im Bauhausstil, 184qm Wohfläche, 306 qm Grundstück ohne Keller für "schlappe" 429.000,- €. Bei einer fast Vollfinanzierung sind das ungefähr 2.200,- € monatliche Rate.

Weiß jemand, was üblich ist?

Grüße, das teufelchen.

Beitrag von anna031977 - 05.07.10 - 16:27 Uhr

So wie die Miete, da ja noch Nebenkosten und Versicherungen (Feuer Sturm Hagel, Hausrat) und Abgaben (Grundsteuer, Müll, ...) dazu kommen.

Falls ihr aber so jeden Monat noch Geld sparen konntet, auf ein Sparbuch, dann würde ich davon höchstens die Hälfe noch mit zur Rate rechnen.

Beispiel:
Miete 1400 Euro
monatl gespart 500

ergibt eine Abzahlungsrate von 1650 Euro
Aber unbedingt an die Versicherungen und Abgaben denken, das sind bei uns auf den Monat umgelegt nochmal gute 100 Euro und die Nebenkosten wie Strom und co, aber das habt ihr ja jetzt auch...

Und immer dran denken, wenn Kinder kommen hat man weniger Einkommen deshalb eher nur mit 1,5 Gehältern rechnen, Jobverlust,...

Die Banken rechnen nämlich mit zwei vollen Gehältern, egal ob ein Kind kommen soll oder nicht oder was sonst noch unvorhergesehen passiert, weil ihnen ja gerade im Fall der Vollfinanzierung das Haus gehört.


Alles Gute!

Beitrag von zwiebelchen1977 - 05.07.10 - 21:20 Uhr

Halo

Unsere BAnk hat nur mit dem Gehalt meines Mannes gerechnet

Bianca

Beitrag von miau2 - 05.07.10 - 17:05 Uhr

Hi,
anteilige Erfahrungswerte sind schwierig.

Es gibt die Angaben von Banken, die machen das unterschiedlich. Die einen sagen, nach Abzug von Kredit, Tilgung und eventuellen Kosten für private KV müssen 40% vom Netto bleiben. Die anderen gehen von bestimmten Festbeträgen pro Person aus (also z.B. - keine Ahnung, wie nahe es dem kommt - 500 für die erste Person, 300 für die zweite und 250 für jede weitere...) Das kann natürlich ein himmelweiter Unterschied sein ;-).

Es gibt halt einfach nicht DEN Wert, der bleiben sollte.

ich würde es umgekehrt angehen: gucken, was monatlich zur Verfügung steht, gucken, was davon bezahlt werden muss (wir haben dafür einfach mal unsere Ausgaben aufgeschrieben, natürlich auch die, die einmal im Jahr fällig sind) und soll, um den Lebensstil zu halten - und dann gucken, was übrig bleibt.

Dabei natürlich berücksichtigen, dass die Nebenkosten für ein eigenes Haus oft erheblich steigen, wenn man aus einer deutlich kleineren Mietwohnung umzieht.

Und dann gucken was bleibt...und ob man ggfs. etwas anpassen kann (bei uns sorgt z.B. der Verzicht auf unser zweites Auto, das reine Bequemlichkeit war, für niedrigere Kosten...nur ein Beispiel für Einsparmöglichkeiten).

Uns bleiben nach Abzug von Kreditrate und (eher hoch geschätzten) Nebenkosten inkl. Versicherungen für das Haus und Strom für 4 Personen noch ca. 2.300 im Monat zum Leben, so lange ich noch nicht wieder arbeite. Wenn das nicht reicht machen wir etwas falsch ;-). Dazu kommt ein recht hoher, aber nicht garantierter Bonus - unsere Kalkulationen waren zunächst ohne diesen, mit ihm gibts schöne Sondertilgungen.

"üblich" ist halt bankabhängig...und deren Herangehen an die Sache kann natürlich von Eurem Ist gewaltig abweichen. Die Ing-DiBa, unsere finanzierende Bank, geht von sehr niedrigen Beträgen aus, die bleiben müssen - ich denke nicht, dass wir mit deren Beträgen auskommen würden. Umgekehrt denke ich, wer ein monatliches netto von 10.000 Euro hat muss nicht zwangsweise nach Abzug der Kreditrate noch 4.000 (40%) Euro übrig haben, um gut leben zu können.

Also, aufschreiben, was ihr habt, aufschreiben, was ihr zum normalen Leben braucht, gucken, was bleibt und ob es gut machbar ist.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von nele27 - 05.07.10 - 17:09 Uhr

Ich persönlich würde nach Abzg von Rate und Nebenkosten immernoch knapp 2/3 des Nettogehalts übrig haben wollen.

Manche rechnen auch mit 50%, aber das wäre mir zuwenig.

Bei einer Rate von 220.000 plus Nebenkosten würde ich mindestens 6500, lieber 6800 Euro Familieneinkommen monatlich haben wollen, um mir das ohne Sorge leisten zu können.

LG, Nele

Beitrag von nele27 - 05.07.10 - 17:10 Uhr

Schwachsinn geschrieben #klatsch Meinte natürlich eine Rate von 2200 Euro plus NK...

Beitrag von wasteline - 05.07.10 - 19:55 Uhr

Sehe ich auch so. Absolutes Minimum an Nettoeinkommen sollten 6.500 € sein.

Beitrag von vwpassat - 05.07.10 - 17:18 Uhr

Weiß jemand, was üblich ist?


Ja, dass sich sehr viele Haushalte in Deutschland hoffnungslos veschuldet haben, weil sie im gfuten Glauben und guter Worte von Vertretern, Banken etc. Glauben geschenkt haben.



Ich würde max. 30-40 % des Gesamtnettoeinkommens als monatl. Rate ausgeben.

Beitrag von sternschnuppe215 - 05.07.10 - 17:21 Uhr

... üblich ist immer der Zins (bspw. 4,5%) zzgl. 1% Tilgung...

... so kommt Ihr auf die Monatsrate... Manche Banken wollen auch mehr als 1% Tilgung, aber das ist Schwachsinn, denn i. d. R. hat man 5% Sondertilgungsrecht jedes Jahr und am Ende der Zinsfestschreibung kann man doch eh zwischentilgen... Man sollte es daher nicht übertreiben und im Haushaltsbudget Luft lassen....

Es gibt auch die Möglichkeit das Darlehen zu splitten, einen Teil fest, einen Teil mit variablen Zinssatz. Dieser liegt derzeit bei 2,28%. Entsprechend niedriger wäre dann auch die Monatsbelastung.

LG

#winke

Beitrag von wemauchimmer - 05.07.10 - 22:37 Uhr

na, also weisst Du... wenn Du beim derzeitigen Zinsniveau(deutlich unter 4,5%) mit 1% Tilgung anfängst, zahlst Du ewig und 3 Tage und hast am Ende ein Vielfaches des Kreditbetrags an Zinsen bezahlt. Es ist alles andere als Schwachsinn, mit einer höheren Tilgung einzusteigen. Es istsehr vernünftig. Es zwingt Dir auch eine gewisse Disziplin auf.
Undmit variablem Zins sollte man nur Beträge finanzieren, die man im Ernstfall sehr schnell zurückzahlen könnte. Sonst bist Du bei den nächsten Zinskapriolen (schau mal die Euribor-Entwicklung der letzten 4, 5 Jahre an) schlicht geplatzt, weil Du plötzlich das doppelte oder dreifache Deiner Rate bringen musst...

Beitrag von wemauchimmer - 05.07.10 - 22:48 Uhr

Das mit diesen Anteilen ist doch nicht sehr hilfreich.
Also wenn Du 20.000€ Netto pro Monat hast, kannst Du ohne Weiteres 75% in den Kredit stecken. Und bei 3000 Netto halt höchstens 30% oder so.
430Tsd€ sind eine Menge. Ist die Bank bereit, Euch soviel Geld zu leihen? Für eine Vollfinanzierung? Das sind die Banken nämlich nicht bei vielen unserer Mitbürger. Wenn Ihr sehr gut verdient, dürften die 2200 ja auch kein Problem sein, oder?
Also mir persönlich wär es zuviel. Wir könnten so eine Rate stemmen und hätten das Geld auch bekommen, aber da wollten wir es dann doch lieber eine Nummer kleiner haben, um in irgendwie absehbarer Zeit auch mal den Schuldenberg wegzuhaben. Also nix mit Bauhausstil ..l.
Dafür aber absehbar nach ca. 15 Jahren schuldenfrei...

Beitrag von ks83 - 06.07.10 - 02:23 Uhr

Mir stellt sich hierbei nur eine Frage (und der Bank sicher auch):
Wenn ihr so gut verdient,dass ihr eine monatliche Rate von 2.200€ ohne Probleme tragen könnt, warum habt ihr dann bisher nicht die Möglichkeit gehabt,Eigenkapital anzuhäufen??
Ich denke,das könnte ein Grund sein,euch kein Darlehen in der Höhe zu geben,da nicht klar ist,ob ihr mit eurem Geld vernünftig haushalten könnt.

Und zum Prozentsatz,der vom Gesamtgehalt gerechnet werden sollte: Wir zahlen etwa 30% für Rate plus Nebenkosten. Viel mehr würde ich auch nicht zahlen wollen - dann müssten wir unseren Lebensstil zu sehr einschränken #hicks

Beitrag von teufelchen05 - 06.07.10 - 10:31 Uhr

Ganz einfach: wir sind noch nicht lange im Berufsleben, da wir sehr viel Zeit in unsere Ausbildung investiert haben. Mein Mann hat jetzt drei Jahre voll und ich vier, wobei ich aber wegen Elternzeit ein Jahr zu Hause war. Mein Mann hat 6.000 Netto als Freiberufler und ich 2.600 Netto als Beamtin. Klar legen wir viel Geld zur Seite, aber bisher eher in private Altersrenten und nicht in klassische Bauansparprodukte. Der Wunsch nach einem Haus kam erst im letzten halben Jahr. Vorher dachten wir, dass wir in unserer Stadtwohnung bleiben würden.

Beitrag von ks83 - 06.07.10 - 11:14 Uhr

Ja gut,DAS kann man ja vor der Bank begründen :-)
Habe aber eben schoft oft gehört,dass da eine Nachfrage kam...

Viel Glück,
Lene

Beitrag von merline - 06.07.10 - 10:14 Uhr

Unser Bankberater meinte letztens, dass man so "grob" momentan von 500,- € Tilgungsrate pro 100.000,- € Kreditsumme ausgehen kann. Also liegt ihr mit den 2.200,- schon nicht ganz verkehrt. Allerdings: ist das die Gesamtkreditsumme oder kommen da noch die Nebenkosten (Notar etc.)drauf?

Beitrag von zwiebelchen1977 - 06.07.10 - 10:32 Uhr

Hallo

Die kommen noch dazu. Notar und Grundewrwerbssteuer finanziert kaum eine Bank.

Auch due Wohnnebenkosten kommen noch dazu.

BIanca

Beitrag von teufelchen05 - 06.07.10 - 10:43 Uhr

429.000 ist nur Kaufpreis. Kredit würden wir wohl in arichtung 480.000 aufnehmen. Angebot der Sparkasse war: 535.000 € für monatlich 2.300,- €.