Hallo,
mein Mann hat seit April eine geringfügige Tätigkeit. Das Gehalt wird lt. Arbeitsvertrag am Monatsletzten auf dem Konto gutgeschrieben. Nun ist das 3. mal in Folge (also eigentlich seit Tätigkeitsbeginn
) das Gehalt nicht pünktlich auf dem Konto. Gut, man wartet dann immer 2-3 Tage und ruft an. Die ersten beiden Ausreden waren noch einigermaßen logisch. Heute rief mein Mann an und hat nachgefragt, wo die Gehaltszahlung bleibt, da sie ja bereits seit 5 Tagen überfällig sei. Und als Antwort kam....tääääräää.....trommelwirbel: Es war die letzte Woche so heiß, deshalb wurde das Geld nicht überwiesen! 
Mein Mann hat dann auch gesagt, daß ihm auf so etwas nicht wirklich was einfällt und er das nicht weiter kommentiert. Er macht ja auch seine Arbeit, obwohl es warm ist.
Kann er eigentlich fristlos kündigen? Im Prinzip hat er ja mündlich immer die Gehaltszahlung angemahnt, oder?!
Er spielt mit dem Gedanken, weil das Gehalt eh immer nur nach Aufforderung kommt und wir ziehen demnächst eh um und es lohnt sich nicht mehr wirklich extra dorthin zu fahren.
Gruß
Cashmere0815
Arbeitgeber zahlt nur nach Aufforderung - fristlose Kündigung möglich?
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Beitrag von cashmere0815 - 05.07.10 - 16:56 Uhr
Beitrag von vwpassat - 05.07.10 - 17:14 Uhr
Wenn Ihr auf das Einkommen nicht angewiesen seid und Euch damit nicht bedürftig macht (ALG) - dann zeigt dem Arbeitgeber die rote Karte.
Ich finde es dummdreist, aufgrund der Hitze außenstehenden Lohn nicht zu überweisen.
Beitrag von cashmere0815 - 05.07.10 - 17:34 Uhr
Ja, eine dümmere Ausrede habe ich noch nie gehört, daß es zu heiß sei, das Gehalt pünktlich zu überweisen. 
Wir machen uns damit nicht bedürftig. Aber die Fa. kann meinen Mann nichts, oder? von wegen Schadenersatz wegen fehlendem Personal etc?!
Beitrag von kleinehexe1606 - 05.07.10 - 17:41 Uhr
Grundsätzlich mußt Du eine Kündigungsfrist rechtlich einhalten, wenn Du einfach so nicht mehr kommst, müsste der AG vor Gericht den Schadensersatz geltend machen und beweisen das er den Verlust auch hatte. Und das ist recht schwierig.
Beitrag von wind-prinzessin - 05.07.10 - 17:50 Uhr
Darf ich mir das speichern? Die Ausrede ist echt geil!
Wenns mir mal doof geht, les ich mir das durch und kann wieder lachen.
Sorry.
Wenn es sich um einen Minijob handelt, hat dein Mann überhaupt Kündigungsfristen? Als ich noch an der Tankstelle war, hat mein Kollege (auch Minijob) mittags beim Chef angerufen und sowas wie 'Rutsch mir den Buckel runter, ich komm nicht mehr wieder. Und für heute Abend kannste dir nen anderen Deppen suchen'. Der bekam auch keinen Ärger 
Je nach dem, wie ihr das Geld braucht. Wenns euch nur Luxus ermöglicht, würd ich gehen. Wenn ihr aber sonst den Gürtel bei den lebensnotwendigen Sachen eng schnallen müsst, würd ich nach dem Motto gehen 'So lange mein Chef tut, als würde er mich richtig bezahlen, tu ich so, als würde ich richtig arbeiten'. Das hab ich 11 Monate bei meinem alten Chef so gehandhabt. Da kam das Geld nicht pünktlich, man wurde nicht ernst genommen (bin länger im Betrieb gewesen als der Chef selbst, aber ich könnt ja nicht wissen, welche Produkte laufen und welche nicht, er hat ja studiert....) usw. Ich hab dann halt auch nur halbherzig geputzt und mir keinen Hintern mehr für den Laden aufgerissen. Ich hab sogar bei der Konkurrenz nebenan getankt 
Das Geld kam damals auch nicht sooo pünktlich. Mal 2 Tage eher, mal 3 Tage später. Wobei eher später die Regel war.
Im Übrigen hieß es 'Geld spielt keine Rolle, Hauptsache, der Laden läuft'. Das hieß für uns Schüler (sind ja immer knapp bei Kasse): 'Wenn ihr länger braucht, um nochmal zu putzen, was einzuräumen oder was aus dem Lager zu holen, schreibt das auf den Stundenzettel, es wird bezahlt'. Sollten halt nur nicht Kartenspielen oder so. Aber so lange wir etwas gemacht haben, haben wirs auch aufs Konto bekommen. Das haben wir natürlich bis zum Rande des Erlaubten ausgenutzt. Beim alten Chef hätten wir das nie gemacht. Der hätte auch nie so einen Scheiß abgezogen.
Beitrag von cashmere0815 - 05.07.10 - 18:04 Uhr
Ja, er hat eine Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Monatsende. Nur irgendwie läuft er ja immer Gefahr, das das Gehalt dann gar nicht mehr gezahlt wird.
Er hat nun erstmal nicht die komplette Arbeit getätigt, nach dem Motto, erstmal das Geld und dann die Arbeit!
Beitrag von bea_23 - 05.07.10 - 18:29 Uhr
Hallo, ich hatte auch fristlos gekündigt und habe keine Probleme gekriegt, hatte aber auch direkt eine neue Arbeit.
Beitrag von windsbraut69 - 06.07.10 - 08:32 Uhr
Beitrag von parzifal - 05.07.10 - 18:26 Uhr
Das Recht zur fristlosen Kündigung besteht nicht.
In der Praxis macht dies aber häufig gar keine Probleme.
Beitrag von manavgat - 05.07.10 - 19:05 Uhr
Ich würde mir meinen Lohn bar abholen!
Gruß
Manavgat
