Was soll ich machen?

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Beitrag von schnecki26 - 06.07.10 - 15:03 Uhr

Hallo, habe da ein Problem und würde gerne eure Meinung hören bzw. lesen.

Bin noch bis Anfang November in Elternzeit und würde danach gern in Teilzeit arbeiten ( war vorher Vollzeit).

Das habe ich vor ein paar Wochen auch meinem AG mitgeteilt. Nun ist es so, dass er mich momentan nicht unterbringen kann.
Ich soll mich im Sept noch mal melden um zu besprechen, ob er mich doch wieder nehmen kann.
Hab jetzt irgendwie das Gefühl, dass er alles nur vor sich herschiebt, in der Hoffnung, dass ich vielleicht selbst kündige und ihm das erspart bleibt.
( mein Chef wählt immer den einfachsten Weg)

Überleg nun, ob ich mich anderweitig bewerben soll. Hab aber auch festgestellt, dass bei freien Stellen die Leute ab sofort gesucht werden, bei mir geht´s aber erst ab frühestens Oktober.

Was meint ihr, soll ich jetzt erst noch abwarten was mein AG im Sept sagt?
Wann kann er mir frühestens kündigen?
Oder würdet ihr es mal mit Bewerben versuchen, wobei ich von einer Bekannten gehört habe, dass es schwieriger ist was Neues zu finden wenn man nicht arbeitslos ist.
Oder doch selber kündigen?

Weiss momentan nicht so recht weiter.

Danke für´s lesen und eure Antworten.

LG

Beitrag von smartysandra - 06.07.10 - 15:55 Uhr

puh, du kannst ja deine elternzeit, falls noch keine 3 jahre rum sind, noch verlängern. da kannst du dann mit zustimmung deines jetzigen ag´s woanders arbeiten. wäre doch eine möglichkeit, oder?
lg sandra

Beitrag von manavgat - 06.07.10 - 20:28 Uhr

Wie groß ist der Betrieb, d. h. wie viele Mitarbeiter habt ihr?

Gruß

Manavgat

Beitrag von schnecki26 - 06.07.10 - 21:07 Uhr

Hallo, sind ca. 50 Mitarbeiter.

Beitrag von manavgat - 07.07.10 - 10:36 Uhr

Du hast einen Rechtsanspruch auf Teilzeit.

kuckstu: www.teilzeit-info.de


Es ist nicht zulässig, den Teilzeitwunsch pauschal mit "aus betrieblichen Gründen" abzulehnen.

Mein Rat: nicht jammern (das machen leider die meisten Frauen), sondern ein Konzept aufstellen, wie Dein Arbeitsplatz geteilt werden kann. Beispiel: 30 Stunden und die Arbeiten, die sekundär sind (Kopierarbeiten, Kaffeekochen und so Zeug) entweder auf das Team verteilen oder eine Aushilfskraft einstellen. Oder 2 x 20 Stunden mit gegenseitiger Vertretung im Krankheits- und Urlaubsfall. Vorteile für den AG rausstellen: Plan A: kaum Personalsuchkosten, keine erneute Einarbeitung. Plan B: gute Abdeckung, Kostenersparnis (z. b. kein Zeitarbeitspersonal, Aushilfe notwendig).

Unterlege das ganze mit validen Zahlen!!!!! Vergiß hierbei nicht die Lohnnebenkosten. Lass es notfalls von jemandem durchsehen, der etwas von Betriebswirtschaft versteht. Bunte Grafiken finden Männer auch immer ganz toll!

Die meisten Kerls sind einfach so von sich und ihren Meinungen überzeugt, dass pauschal Wandermärchen wie "der Arbeitsplatz ist nicht teilbar) vorgeschoben werden, ohne dass mal was hinterfragt und nach Lösungen gesucht wird.

Nur wenn nach der Kinderbetreuung gefragt wird, dann antworte mit: das ist alles schon bestens organisiert. xy/Kiga/Krippe wird das Kind betreuen und bei Ausfall ist Plan B (maximal 1 Satz) so und so. Keine ausschweifenden, stammelden Erklärungen! Du hast es organisiert und Du hast es im Griff (davon gehe ich jetzt mal aus). Falls Du das nicht geklärt hast, musst Du erst diese Aufgabe bewältigen. Kein (so kleiner) AG sollte sich über die Kinder der Mitarbeiter Gedanken machen müssen.

Mach es besser. Überzeuge.

Gruß und viel Erfolg

Manavgat