Hallo Ihr Lieben,
ich habe das Pech, dass mein Job leider genau nach 2 Jahren Befristung unerwarteter Weise nicht mehr weiterlief 
Wenn ich nun schwanger bin und im März ET hätte, wäre es ja im worst case (keine neue Stelle) so, dass mein Gehalt von März bis Mai ´10 einbezogen werden würde ... danach ja leider 0 €, richtig?
Eigentlich müsste man doch in der heutigen Zeit echt darauf reagieren, wenn Frau 2 Jahre geschuftet hat und durch die Befristungspolitik danach Ebbe ist... (wäre man vorher schwanger geworden, wär man sicher auch nicht verlängert worden) ...
Wie seht Ihr das? Gibt es ev. Klagen?
Bitte lasst mich von Eurem Wissen profitieren
Erfahrungen Elterngeld und Befristung?!?
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Beitrag von happybibi - 11.07.10 - 18:00 Uhr
Beitrag von miau2 - 11.07.10 - 18:10 Uhr
Hi,
ich mache mich jetzt mal unbeliebt:
Nein, ich sehe das nciht so.
Das Elterngeld ist keine Belohnung für irgendwelche Jahre Arbeit, die man irgendwann mal geleistet hat, sondern eine Entgeldersatzleistung.
Und ersetzen kann man logischerweise nur Entgeld, das eben (elternzeitbedingt in dem Fall) wegfällt. Was es ja bei Dir nicht wirklich tut, wenn ich dich richtig verstehe bist du seit Mai 10 arbeitslos, welches Entgeld wäre da also zu ersetzen? Wenn du es von Mai10 bis wann auch immer nicht schaffst, ARbeit zu finden (und schwanger bist du ja noch gar nicht, oder? Das kann also noch lange kein Grund dafür sein) ist es irgendwie schwer nachvollziehbar, warum man dann nach der Geburt irgendeinen Lohn von irgendwann lange vorher ersetzen sollte.
Und für die, die nicht gearbeitet haben gibts ja immerhin noch die Belohnung in Form von 300 Euro (die ich natürlich gerne genommen habe, nur - den SINN verstehe ich nicht, eine Streichung dieser Leistung wäre für mich durchaus logisch und nachvollziehbar).
Meine Meinung zu dem Thema
.
Klagen? Warum? Es ist eine Entgeld-Ersatzleistung. Wo kein Entgeld, da kein Ersatz...
Viele Grüße
miau2
Beitrag von happybibi - 11.07.10 - 18:18 Uhr
Hallo,
ich kann natürlich deine Argumentation super gut nachvollziehen,
finde es aber für uns Frauen mit den Befristungen ziemlich bescheiden (grundsätzlich meine ich).
Eltergeld soll ja ein Anreiz sein, Kinder zu bekommen und nicht nur arbeiten zu gehen ...
Ich finde es einfach schade, wenn man studiert hat, während einer 40h Stelle noch 3 Jahre eine teure Weiterbildung gemacht hat und dann mal ebend nicht verlängert werden kann... Welcher Anreiz (bei mir persönlich steht mein Kinderwunsch natürlich immer an 1. Stelle) besteht denn da für die gut ausgebildeten und Kind- und Karrierebewußten Frauen ???
Ich gehöre nicht zu denjenigen, die die Hand aufhalten ... finde das Prinzip bloß total doof ... weil die ewigen Befristungen es einem nicht leicht machen, sich für Kinder zu entscheiden!!!
Beitrag von miau2 - 11.07.10 - 18:33 Uhr
Hi,
du würdest ja mehr Elterngeld bekommen, wenn deine Befristung z.B. im Mutterschutz oder in der Elternzeit (oder kurz davor) enden würde.
Der Grund, warum du - bei deiner Überlegung - so wenig bekommen würdest ist nicht, dass du einen befristeten Arbeitsvertrag hattest, sondern dass du von Mai10 bis März 10 Arbeitslosigkeit "eingeplant" hast.
Wenn du einen neuen (meinetwegen befristeten) Arbeitsvertrag hättest bis März, April, Mai... 2011 würdest du genau so viel EG bekommen wie eine Frau mit einem unbefristeten Vertrag und den gleichen sonstigen Bedingungen.
Und wenn eine Frau regulär zum Mai10 die Kündigung erhalten hat und dann bis März 2011 arbeitslos bleibt wäre sie in der gleichen Situation wie du...
Der Anreiz ist doch ganz einfach: arbeiten - egal, ob befristet oder unbefristet in den 12 Monaten vor dem Mutterschutz, und dann eben pausieren können (ob nun 1, 2, 3 Jahre oder wie auch immer), mit immerhin einem Jahr lang Ersatzleistung.
Den einzigen Nachteil in der Befristung sehe ich in der Problematik "Krankenversicherung", und das man halt nach der Elternzeit auf Jobsuche gehen muss (was aber auch vielen Frauen - wie mir auch - mit eigentlich unbefristeten Arbeitsverträgen passiert). Nur, DAS hat ja mit der Systematik der Elterngeldberechnung nichts zu tun. Die Zahlung an sich und die Rechnung von 0 Euro für Monate mit Arbeitslosigkeit ist bei Befristung auch nicht gerechter oder ungerechter als für andere Arbeitnehmerinnen. Finde ich
.
Beitrag von happybibi - 11.07.10 - 18:37 Uhr
Hi,
nee, ich bin die Letzte, die sich Arbeitslosigkeit "eingeplant" hat ... bloß ich weiß, wie schwer es auf dem Markt derzeit ist in meinem Bereich ...
Beitrag von miau2 - 11.07.10 - 18:42 Uhr
DANN ist aber nicht das Problem die Befristung...wenn es so problematisch ist wäre es ja durchaus auch möglich gewesen, dass ein unbefristeter Arbeitsvertrag "ungeplant geendet" hätte.
Und das wäre EG-mäßig das gleiche in Grün geworden...
Ich drück dir die Daumen für die Jobsuche, mir steht sie (wie gesagt, ich habe noch einen ARbeitsvertrag) in Kürze auch bevor...
Beitrag von windsbraut69 - 11.07.10 - 18:53 Uhr
Elterngeld soll ja kein Anreiz sein, während Arbeitslosigkeit Kinder zu bekommen!
Beitrag von happybibi - 11.07.10 - 20:37 Uhr
Hi,
doch doch, von unseren Politikern war es schon so gedacht.
Früher hat jeder das gleiche Erziehungsgeld bekommen, sodass Hausfrauen genauso viel bekommen haben, wie Frauen, die vorher das Geld verdient haben ... (nichts gegen Hausfrauen, alle sollten genug bekommen!)
Um nun auch die gut ausgebildeten Frauen "dazu zu bekommen", sich nicht durch den hohen finanziellen Verlust das Kinderkriegen abzugewöhnen, war das höhere Elterngeld eingeführt worden.
Mir geht es um Gottes Willen nicht darum, dass ich mehr will als nicht studierte Leute, aber der Arbeitsmarkt "bestraft" Frauen zumindest wenn es um Befristungen und SS geht... Ich habe jeden Monat mein Auskommen gehabt, viel davon wieder in Weiterbildung gesteckt .... und wenn ich nun (morgen hoffentlich
) positiv teste mache ich mir ernsthafte Gedanken, wie das dann mit Neueinstellung in Zukunft laufen wird ... hoffe ja, bald etwas zu finden, bevor man es merken könnte.
LG
Bibi
PS: Ich denke, Geld ist kein Grund, kein Kind zu bekommen.
Beitrag von zwiebelchen1977 - 11.07.10 - 21:03 Uhr
Hallo
Erziehungsgeld hat eben nicht JEDER bekommen. Da gab es Einkommensgrenzen.
EG erhält im Moment noch jeder, egal, ob er vorher gearbeitet hat und was der Aprtner verdient
Bianca
Beitrag von miau2 - 11.07.10 - 21:37 Uhr
Wir haben kein Erziehungsgeld bekommen.
Es bekam eben nicht jeder, im Gegensatz zum (Mindestsatz) Elterngeld. Gerade Besserverdienende, eben oft "Studierte" bekamen kein Erziehungsgeld.
Das Elterngeld gibt es im Gegensatz dazu für jeden - für die Hausfrau, für Arbeitslose...nur die Höhe ist variabel, weil es eben im Gegensatz zum Erziehungsgeld diejenigen fördern soll, die vorher gearbeitet haben. Und darunter wirst du halt wenn du nichts neues findest fallen. Erziehungsgeld hätte es dann evtl. auch nicht mehr gegeben (bzw. je nach Familieneinkommen - berechnet nach dem Vorjahreseinkommen, wo du ja bis Mai auch noch Gehalt hattest - auch gar nichts).
Ich frage mich halt, was an deiner Situation anders ist als an der Situation von jemandem, der vielleicht zu Ende Mai seine Kündigung erhalten hat, ein Risiko, das heute jeder trägt. Man ist arbeitslos, und entweder man geht das Risiko ein, keinen neuen Job zu finden weil das schwanger bekanntermaßen noch mal schwieriger ist als nicht-schwanger - oder man verschiebt den Kinderwunsch eben bis es soweit ist.
Das ist doch kein wirklicher Unterschied. Auch ein unbefristeter Arbeitsplatz heißt doch heute lange nicht mehr, dass es endlos währt - und erst recht, wenn man wie du es bei dir hast in einem Bereich arbeitet, wo es (temporär oder dauerhaft) Probleme gibt.
Warum eigentlich sollte Geld kein Grund sein, den Kinderwunsch zumindest zu verschieben? Ich bin der vermutlich etwas veralteten Ansicht, dass es zunächst Aufgabe der Familien sein sollte, für ihren Nachwuchs zu sorgen und nicht die Aufgabe vom Staat. Anderes Thema
. Und für mich wäre ARbeitslosigkeit durchaus ein Grund gewesen, den Kinderwunsch zu dem Zeitpunkt noch mal zu überdenken.
Viele Grüße
Miau2
Beitrag von kati543 - 12.07.10 - 13:12 Uhr
"doch doch, von unseren Politikern war es schon so gedacht. "
Ganz sicher nicht.
"Früher hat jeder das gleiche Erziehungsgeld bekommen"
Und WANN genau soll das gewesen sein? Ich habe kein Erziehungsgeld bekommen, obwohl ich vor der Geburt meines Großen arbeiten war, aber Elterngeld beim Kleinen habe ich bekommen. Du verwechselst hier was ganz gewaltig. Sei froh, dass es in Deutschland überhaupt Geld für etwas gibt, was in anderen Ländern ganz selbstverständlich Aufgabe der Eltern ist, dafür zu sorgen, dass eben das Geld nicht ausgeht. Es gab auch in Deutschland mal eine Zeit vor Erziehungs-/Elterngeld.
Beitrag von windsbraut69 - 12.07.10 - 14:51 Uhr
"Um nun auch die gut ausgebildeten Frauen "dazu zu bekommen", sich nicht durch den hohen finanziellen Verlust das Kinderkriegen abzugewöhnen, war das höhere Elterngeld eingeführt worden. "
Nee, nicht gut ausgebildete arbeitslose Eltern, sondern gut/besser verdienende Eltern!
Warum Du arbeitslos bist, ist doch irrelevant in der Hinsicht. Natürlich ist es nicht schön, keine weitere Perspektive zu haben als die jeweiligen Befristungen aber das hat mit dem Elterngeld und dessen Zielsetzung doch nichts zu tun.
"aber der Arbeitsmarkt "bestraft" Frauen zumindest wenn es um Befristungen und SS geht... Ich habe jeden Monat mein Auskommen gehabt, viel davon wieder in Weiterbildung gesteckt .... und wenn ich nun (morgen hoffentlich ) positiv teste mache ich mir ernsthafte Gedanken, wie das dann mit Neueinstellung in Zukunft laufen wird ... hoffe ja, bald etwas zu finden, bevor man es merken könnte. "
Wenn Du morgen schwanger wirst, hast Du keine Einkommenseinbuße durch die Schwangerschaft, sondern vorher schon kein anrechenbares Einkommen gehabt. Ich verstehe, dass Dich das stört aber wie lange möchtest Du denn "Bestandsschutz" auf Dein damaliges Einkommen haben?
Gruß,
W
Beitrag von nusch - 12.07.10 - 08:41 Uhr
Entgelt
Beitrag von windsbraut69 - 11.07.10 - 18:47 Uhr
Klagen wogegen?
