Hallo!
Jetzt muss es einfach mal raus! Habe ja von der ARGE einen Lehrgang "aufs Auge gedrückt" bekommen
Prinzipiell bin ich ja der Meinung, dass man von sowas nicht dümmer wird. Aber was DA läuft, ist unter aller Kanone!
Angeblich geht es darum, festzustellen ob eine Umschulung Sinn macht und wenn ja, in welchem Bereich. Bewerbungsunterlagen sollen nebenbei auch auf den neuesten Stand gebracht werden.
Sowohl von der Mitarbeiterin der ARGE, als auch vom Kursleiter wurde mir bereits am 1. Tag bestätigt, dass meine Unterlagen okay sind: nach der aktuellen DIN geschrieben, 1 kleiner Formulierungsfehler, der nach 5 Minuten behoben war. Zeit die Unterlagen zu erstellen hatten wir 1 Woche
Muss dazu sagen: im Kurs sind von 10 Leuten 4 gelernte und 2 umschulungswillige Bürokaufleute. Die sollten für sowas keinen Tag brauchen! Einige sind aber der Meinung Fachrechnen (bekommen die, die fertig sind als Aufgabe) bräuchten sie nicht und ziehen die Arbeit sinnlos in die Länge
Darunter leidet dann der Rest des Kurses, es geht nämlich nicht weiter 
Einmal in der Woche ist frei, offiziell um Kontakt zum Praktikumsbetrieb zu knüpfen. Nee, ist klar, die gewählten Betriebe haben nach 15 Uhr (Unterrichtsschluss 14.15 Uhr) nicht mehr auf... sprich: Baumärkte, Dienstleistungsbüros etc.
Okay, wenn wir den Tag auch noch da sitzen würden, wäre ich inzwischen vor Langeweile tot!
Dazu kommen noch die "Exkursionen". Bisher fand ich genau eine sinnvoll, als es in die Zentrale des Bildungsträgers ging, schauen, wie dort alles abläuft. Ansonsten: Fussmarsch ins Schwimmbad (kein richtiger Arbeitgeber), Besichtigung eines "Gewerbegebietes". Dabei durften wir knapp 2 Stunden das Zentrum der eher heruntergekommenen Stadt besichtigen
und uns dabei auf die Suche nach Firmen machen. Klar, kein Mensch im Kurs will was Richtung Einzelhandel machen, was Anderes gab es da aber nicht!
Ich ärgere mich im Moment sooo sehr, dass für sowas Geld ausgegeben wird
Ich weiß ja, Dank des Fahrtkosten-Bescheides, auch noch wie viel es ist ...
Mit der Summe hätte ich den Abschluss, den ich will auch als Fernstudium machen können und mir den Tag über einen Praktikumsbetrieb (oder eine geringfügige Beschäftigung) in dem Bereich suchen können
Am liebsten würde ich es meiner SB genau so sagen, wie ich es hier geschrieben habe, aber sie bekommt das sicher in den falschen Hals.
Nun ja, ein Schreiben werde ich wohl trotzdem fertig machen. Langsam glaube ich nämlich gar nicht mehr, dass sie gewillt sind, die Umschulung zu bezahlen
Immerhin sollte es schon Ende August los gehen und ich hab immer noch keine Einladung zum psychologischen Gutachten
Und nachdem ich die Bearbeitungszeiten bei meiner ARGE kenne, wird es in diesem Jahr sowieso nichts mehr 
Sorry für das doch recht lange
, aber ich musste mir das einfach mal von der Seele schreiben. Und wenn jetzt noch jemand weiß, was ein Abschluss als Servicekraft (ich dachte an Büroorganisation) wert ist, wäre ich sehr dankbar, wenn er mir diese Info zukommen lassen würde.
Mal kurz Dampf ablassen wegen Lehrgang
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von dani.m. - 12.07.10 - 22:36 Uhr
Beitrag von king.with.deckchair - 12.07.10 - 23:06 Uhr
" Und wenn jetzt noch jemand weiß, was ein Abschluss als Servicekraft (ich dachte an Büroorganisation) wert ist"
Nüscht. Auf dem Arbeitsmarkt stehen sich die gut ausgebildeten Büro"fachleute" mit fundierter (!) Ausbildung und aktueller (!) Berufserfahrung die Füße platt.
Beitrag von dani.m. - 13.07.10 - 15:57 Uhr
Dankeschön! Wenigstens hat mir die Antwort ein wenig geholfen. Uns wird das nämlich gerade hingestellt als der Weisheit letzter Schluss. Sobald man sber etwas genauer nachfragt, kommen die Leute ins Schlingern mit ihren Erklärungen.
Beitrag von hedda.gabler - 13.07.10 - 00:41 Uhr
Hallo.
Wenn Du über alles so bestens Bescheid weißt, stellen sich folgende Fragen:
a. Warum hast Du nicht schon längst einen Job gefunden, wenn Deine Unterlagen so Tip Top sind und Du keine weitere Hilfe im Bereich Bewerbung und Assessment benötigst?
b. Warum hast Du Deinem Ansprechpartner beim JobCenter Deine Pläne nicht fundiert und zur Unterschrift reif vorgelegt?
c. Warum hast Du Dir nicht selbst einen Ausbildungsplatz gesucht (ich rede von einer ganz normalen betrieblichen Ausbildung, für die es dann verschiedenen Möglichkeiten der Finanzierung gibt)?
d. Warum hast Du nicht schon längst einen (400,- )-Job, mit dem Du Dir z.B. Deinen Abschluß für ein berufsbegleitenden Fernstudium finanzieren kannst.
Sorry, sei mir nicht böse ... aber genau solche wie Dich hatte ich auch in meinen Berufsrückkehrer-Maßnahmen sitzen, die ich als Dozentin durchgeführt habe ... nur die hatten immer nur ne "große Klappe" und wussten alles besser ... und haben schlußendlich nichts auf die Reihe bekommen ... alle anderen habe ich in Umschulungen/Weiterbildungen/Ausbildungen bekommen oder ihnen andere umsetzbare Perspektiven mitgeben können!
Gruß von der Hedda.
Beitrag von dani.m. - 13.07.10 - 15:52 Uhr
a. Hier gibt es entweder Schichtarbeit (kann ich nicht machen, mein Mann arbeitet 12 Stunden am Tag bzw. ist auf Montage) oder Jobs, für die ein kaufmännischer Abschluss verlangt wird, den ich ja nicht habe.
b. Umschulung war nach langen Gesprächen mit meiner SB unsere gemeinsame Lösung. Voraussetzung ist nach ihrer Aussage die Teilnahme an der besagten Maßnahme.
c. Ausbildungsplatz mit 32? Hatte vor 2 Jahren mal mit einer IHK-Beraterin darüber gesprochen, auch sie meinte, das sieht ganz schlecht aus und riet zur Umschulung.
d. für einen 400-Euro-Job gelten hier die gleichen Regeln wie unter a. Ansonsten: berufsbegleitendes Fernstudium war auch meine Idee, hatte ich wohl auch im Ausgangsbeitrag geschrieben.
Zu "große Klappe": ich glaube nicht, dass ich die habe. Im Gegenteil. Ich habe alle gestellten Aufgaben erfüllt, mir anschließend welche gesucht, die mich weiterbringen KÖNNTEN bzw. denjenigen im Kurs geholfen, die sich helfen lassen wollten (z.B. bei kleinen PC-Problemen etc.)
Andere im Gegensatz dazu meckerten wegen jeder winzigen Aufgabe (z.B. eine Tabelle erstellen) und zogen den Spaß bis ins Unendliche hinaus
Ich bin rasches, zielgerichtetes Arbeiten gewöhnt und fand es einfach unangenehm, durch solche Bummeleien und Kein-Bock-Sprüche aufgehalten zu werden. Die Aufgaben für den Tag standen ja jedes Mal schon an der Tafel, aber wenn man nachfragte, weil man die nächste anfangen wollte, hieß es immer nur: "Ich erkläre das, wenn alle fertig sind"
Beitrag von hedda.gabler - 13.07.10 - 16:11 Uhr
>>> a. Hier gibt es entweder Schichtarbeit (kann ich nicht machen, mein Mann arbeitet 12 Stunden am Tag bzw. ist auf Montage) oder Jobs, für die ein kaufmännischer Abschluss verlangt wird, den ich ja nicht habe.<<<
Du willst mir nicht ernsthaft erzählen, dass es in Deiner Region nur diese beiden Arten von Jobs gibt ... im Leben nicht. Wo soll denn das sein?
>>> b. Umschulung war nach langen Gesprächen mit meiner SB unsere gemeinsame Lösung. Voraussetzung ist nach ihrer Aussage die Teilnahme an der besagten Maßnahme. <<<
Dann verstehe ich Dein Gemeckere nicht ... Arschbacken zusammenkneifen und durch ... oder dient Dein Beitrag einzig und allein, Dich von den anderen "unfähigen" Pappnasen in der Maßnahme abzuheben und deutlich zu machen, dass Du da eigentlich gaaaaaaar nichts verloren hast ... ganz ehrlich, wenn Du wirklich sooooo fähig wärst, wie Du hier gerade tust, wäre Dein bisheriges berufliches Leben sicher anders verlaufen und Du hättest weder Maßnahme noch Umschulung nötigt.
>>> c. Ausbildungsplatz mit 32? Hatte vor 2 Jahren mal mit einer IHK-Beraterin darüber gesprochen, auch sie meinte, das sieht ganz schlecht aus und riet zur Umschulung. <<<
Warum nicht ... wer nicht wagt, der nicht gewinnt ... das sind mir echt die Liebsten ... Du hast es doch noch nicht einmal versucht ... hätte ja bedeutet, dass Du Dir da echt was hättest überlegen müssen, wie Du Unternehmen von Dir überzeugst ... solltest Du drauf haben, schließlich hast Du die Maßnahme ja auch nicht nötig.
>>> d. für einen 400-Euro-Job gelten hier die gleichen Regeln wie unter a. Ansonsten: berufsbegleitendes Fernstudium war auch meine Idee, hatte ich wohl auch im Ausgangsbeitrag geschrieben. <<<
siehe Antwort zu a. ... und warum hast Du mit dem Fernstudium noch nicht begonnen???
Beitrag von dani.m. - 13.07.10 - 16:33 Uhr
Ich lebe im tiefsten Thüringen. Ich suche mindestens einmal in der Woche alle mir bekannten Portale mit Stellenanzeigen ab: entweder Schichtbereitschaft, Montage oder kaufmännischer Abschluss. Okay, ein paar Fachärzte werden auch gesucht, aber das bin ich nun gleich gar nicht!
Ich habe einen Gesellenbrief, in einem Beruf, der mir viel Spaß gemacht hat, den ich aber aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben darf. Deshalb stehe ich wirklich seit Ausbildungsende immer wieder bei der Agentur und bitte um eine Umschulung bzw. darum, den Abschluss in dem danach ausgeübten Beruf (mir fehlt da einiges an Theorie) machen zu können. Und jetzt finde ich mich in einer Maßnahme wieder, in der festgestellt werden soll, ob ich wirklich eine Umschulung machen möchte?
Nee, natürlich nicht, deshalb frage ich ja seit 4 Jahren danach *ironieoff Zusammen mit Leuten, die eine Weiterbildung machen sollen, das aber gar nicht wollen? Die eine Umschulung wollen, aber nicht den A*** in der Hose haben, das der ARGE schriftlich zu geben?
Naja, den Rest der Woche werde ich schon noch überstehen, dann geht das Praktikum los und da werde ich hoffentlich wieder so zielgerichtet arbeiten können, wie ich es gewohnt bin.
Zum Fernstudium: wie soll ich das bitte mit ALGII finanzieren??? Wenn ich da eine Möglichkeit sehen würde, hätte ich es schon längst angefangen.
Beitrag von hedda.gabler - 13.07.10 - 16:53 Uhr
Okay, lassen wir das ... Deine Antworten, was das berufliche anbelangt, sind mir zu schwammig und dadurch wird eine Diskussion schwierig ...
... ein Fernstudium, z.B. Fernuni Hagen, kostet nicht die Welt, es gibt sogar Ermäßigungen für Alg II-Empfänger. Das ist aber eine richtige Uni und nicht so eine Pille Palle Weiterbildung bei den zig Instituten wie ILS & Co., was dann gerne auch als Fernstudium bezeichnet wird, wobei die Betonung dann eher auf "Fern" als auf "Studium" im eigentlichen Universitätssinne liegt.
Darf man mal Fragen, als was Du umschulen möchtest ... bzw welcher Abschluß/"Fernstudium" Dir vorschwebt (Ablehnungen können nämlich auch daran begründet sein, dass die Ausbildung, die man vorhat, einfach keine Perspektive hat).
Beitrag von dani.m. - 13.07.10 - 17:05 Uhr
erst mal für den Tipp mit der Fern-Uni. Werde mich heute abend mal in Ruhe damit beschäftigen. Leider findet man bei der Suche ja immer erst mal diese ILS- Sachen und das fand ich beim Durchsehen irgendwie zu schwammig, zu wenig in die Tiefe gehend etc.
Und Sorry, dass ich im Moment in 2 verschiedenen Bereichen schreibe, ich werde mal versuchen, es jetzt hier oben zusammen zu fassen.
Also: erst schwebte mir nach meiner Fahrzeuglackierer-Ausbildung etwas in der gestalterischen Richtung vor. Das wurde abgelehnt,unter anderem weil zu schwere Arbeit für Frauen
Dann arbeitete ich längere Zeit bei einem Kurierdienst, auch viel im Büro, Richtung Disposition, Abrechnung etc. Also wollte ich etwas in der Richtung machen. Fachkraft für Kurier- Express- und Paketdienstleistungen wurde abgelehnt, angeblich hätte ich da keinerlei Erfahrungen. Nee, hab nur 4 Jahre in dem Beruf gearbeitet
5 Minuten später gab die Betreuerin zu, gar nicht zu wissen, was man da macht
Speditionskauffrau wurde ebenso abgelehnt aus Mangel an Beschäftigungsmöglichkeiten. Dabei gibt es hier wirklich an jeder Ecke Speditionen, die auch in regelmäßigen Abständen Mitarbeiter suchen. Inzwischen bin ich in dem Bereich ja auch schon seit einer Weile nicht mehr tätig.
ABER: im Betrieb meines Mannes werden regelmäßig Leute fürs Büro gesucht. Dort hatte ich auch schon nachgefragt, es wird aber ein kaufmännischer Abschluss verlangt, den ich jetzt machen möchte, die nötigen betrieblichen Kenntnisse dafür in einem Praktikum in genau diesem Betrieb erwerben. Darin sehe ich im Moment die beste Chance.
Beitrag von dani.m. - 13.07.10 - 17:14 Uhr
Noch malkurz zu unten (Chronologie):
1. Ausbildung zur Fahrzeuglackiererin,
Bewerbung an einer Fachschule für Werbegestaltung, Aufnahmeprüfung bestanden, dann ein Unfall kurz vor der Gesellenprüfung, die ich deshalb ein halbes Jahr später machte, die Ausbildung hätte sich also um ca. 1 Jahr verzögert
meine Betreuerin redete mir eine Umschulung zur Raumausstatterin aus wegen zu schwerer Arbeit
2. Arbeit bei einem Kurierdienst, hatte ich in der Wartezeit auf die Schule gefunden und richtig Spaß dabei... irgendwie fand ich es damals auch besser, als noch mal 3 Jahre ohne Geld da zu stehen
3. Schwangerschaft, währenddessen im Büro des Kurierdienstes
4. Kündigung nach der Elternzeit
Fortbildungen bzw. Umschulungen (siehe oben) wieder abgelehnt
5. Selbständigkeit (kleiner Job von zu Hause aus)
6. Schwangerschaft, 2. Kind
im Moment: Elternzeit zu Ende, irgendwie muss ich mich neu orientieren, siehe oben.
Beitrag von hedda.gabler - 13.07.10 - 19:12 Uhr
Hallo.
zu 1. Ich verstehe zwar jetzt nicht, warum es so schlimm gewesen wäre, die Ausbildung um 1 Jahr verzögert zu machen ... aber okay, Du beisst Dich wahrscheinlich selbst in den Allerwertesten, dass Du da nicht dran geblieben bist ... warum Dir irgendwer was ausreden konnte, verstehe ich auch nicht, aber nun gut, das lässt sich nicht mehr ändern.
zu 2. Das war schön blöd ... aber das weißt Du sicher.
Das nächste übernehme ich mal aus Deinem anderen Thread:
"Fachkraft für Kurier- Express- und Paketdienstleistungen wurde abgelehnt, angeblich hätte ich da keinerlei Erfahrungen. Nee, hab nur 4 Jahre in dem Beruf gearbeitet 5 Minuten später gab die Betreuerin zu, gar nicht zu wissen, was man da macht Speditionskauffrau wurde ebenso abgelehnt aus Mangel an Beschäftigungsmöglichkeiten. Dabei gibt es hier wirklich an jeder Ecke Speditionen, die auch in regelmäßigen Abständen Mitarbeiter suchen. Inzwischen bin ich in dem Bereich ja auch schon seit einer Weile nicht mehr tätig."
Fachkraft für irgendwas ist ja auch nichts dolles ... wäre für mich keine Perspektive ... aber dass es aus Unwissenheit abgelehnt wurde, ist natürlich ärgerlich. Dass "Speditionskauffrau" abgelehnt wurde, kann ich gut verstehen. Diese ganzen Kaufleute mit unterschiedlichen Bezeichnungen (Spedition, Immobilien, Automobil, Bürokommunikation etc) gibt es wie Sand am Meer ... und schulische Ausbildungen sind zudem viel weniger anerkannt als betriebliche Ausbildungen. In einem meiner Maßnahmen hatte ich eine Klientin sitzen, die auf Bürokauffrau umgeschult hatte ... ganz ehrlich, das war gar nix. Einzig Kauffrau im Gesundheitswesen wird im Moment noch stark gefördert, weil das Berufsbild wohl noch Perspektive hat.
Die Fernuni Hagen ist wohl eher nichts für Dich, das ist ein wissenschaftliches Hochschulstudium (man braucht Abi), das wohl in keinem Fachbereich die Inhalte bietet, die Du möchtest.
Wenn Du jetzt auf Bürokauffrau umschulen willst, dann musst Du Dir darüber im Klaren sein, dass der Markt voll von top ausgebildeten Leuten ist, die einen Job suchen ... und ob nach der Umschulung noch eine Stelle bei Deinem Mann frei ist, ist ja auch fraglich. Ich will Dir nichts ausreden, aber Du musst Dir das bewusst machen ...
... wenn Du überzeugt bist, dass es das Richtige ist, nur zu ... anderenfalls würde ich mich nochmals ganz intensiv im Kursnet umschauen. Du hast jetzt den Vorteil, dass man Dir durch diese Maßnahme quasi schon eine Umschulung genehmigt hat ... da ist es fast egal, was Du machst.
Gruß von der Hedda.
Beitrag von dani.m. - 13.07.10 - 20:16 Uhr
Stimmt, ich beisse mich in den Hintern deswegen. Zumindest manchmal. Naja, ich fand einfach, es wäre mal Zeit, eigenes Geld zu verdienen. Meine Eltern haben mir immerhin 12 Jahre Schule (Abi ist also das geringste Problem
) bezahlt, anschließend in der Lehre mich auch "durchgefüttert". Hätte ich die Schule gemacht, wären es noch mal 3 Jahre geworden. Und es waren sooo viele allein in dieser Klasse... wer weiß, ob ich da überhaupt einen Job gefunden hätte.
Was mich wirklich ärgert: dass ich nicht auf meinen Fachzeichen-Lehrer gehört und noch mal auf Lehramt (Berufsschule) studiert habe
Dann würde möglicherweise ich jetzt in einem Klassenzimmer stehen und mich mit unmotivierten ALGII-Empfängern rumärgern 
Ich hab mich übrigens mal wegen der Fern-Uni schlau gemacht (bzw.mir einen groben Überblick verschafft
). Sieht mir auf den ersten Blick alles viel zu wissenschaftlich aus. Aber ich hab auch was gefunden, was mich interessieren könnte: Bachelor der Bildungswissenschaften. Da werde ich mich nachher mal genauer rein lesen, welche Chancen man damit hat und was man genau lernt. Wie gesagt, unterrichten, Wissen vermitteln wäre auch ein Bereich, der mich interessieren könnte und in dem ich einen guten Job machen könnte. Naja, erst mal muss ich einen Job haben, mit dem ich das finanzieren kann.
noch mal für den echt guten Tipp!
Beitrag von dani.m. - 13.07.10 - 20:41 Uhr
Jetzt antworte ich schon auf meine eigenen Beiträge
Ich schieb es mal auf die Hitze!
Beitrag von wasteline - 13.07.10 - 21:24 Uhr
Das sind die Zulassungsvoraussetzungen ohne Abitur:
Ich habe keine Hochschulreife, möchte aber gerne den B.A. Bildungswissenschaft studieren. Ist das möglich?
Kein Problem. Wenn Sie mindestens 21 Jahre alt sind, eine Berufsausbildung abgeschlossen haben und über mindestens drei Jahre Berufserfahrung verfügen, nehmen Sie an der FernUniversität das Akademiestudium auf. Haben Sie nach Abschluss des Akademiestudiums (zwei bestandene Klausuren) auch die mündliche Zugangsprüfung bestanden, können Sie die Einschreibung in den Bachelorstudiengang beantragen.
Welche Module zählen zum Akademiestudium?
Zur Orientierung, ob Ihnen das Studium überhaupt zusagt und Sie den Zeitaufwand bewältigen können, bieten wir im Rahmen des Akademiestudiums zwei Module an:
- Modul 1A: Einführung in die Bildungswissenschaft und
- Modul 1B: Bildung und Gesellschaft.
Haben Sie die beiden Module erfolgreich mit einer Klausur oder Hausarbeit absolviert, werden Ihnen diese Module für das Bachelorstudium angerechnet und Sie können mit den nächsten Modulen fortfahren.
Beitrag von dani.m. - 13.07.10 - 23:16 Uhr
Danke. Aber das Abi ist bei der Sache mein geringstes Problem
Naja, hab ja noch ein paar Tage Zeit, mich da rein zu lesen. Wie gesagt: erst eine Arbeit, dann das Studium.
Beitrag von hedda.gabler - 13.07.10 - 23:17 Uhr
Hallo.
Dann wünsche ich Dir alles Gute für Deinen weiteren Weg ...
... und ärgere Dich nicht zu viel über die anderen in der Maßnahmen, sondern nimm für Dich das mit, das Du gebrauchen kannst.
Gruß von der Hedda.
Beitrag von litalia - 13.07.10 - 07:04 Uhr
ich persönlich habe die erfahrung gemacht das 90 % der "eingliederungsmaßnahmen" schlicht MÜLL sind.
absolut wertlos, beschäftigungstherapie... nicht mehr!
sowas sinnloses.
das für sowas steuergelder ausgegeben werden ist in meinen augen eine bodenlose frechheit!
Beitrag von mama2003-2009 - 13.07.10 - 07:20 Uhr
Da muss ich dir leider recht geben, ich "muss" so eine Maßnahme auch machen, wir sitzen dort von früh um 8 bis 17 Uhr an 3 Tagen die Woche nur "rum" ab und zu kommt dann mal ein Dozent und legt uns nen Zettel hin den wir abarbeiten sollen den rest der Zeit verbringt man im Internet.
Stellenanzeigen ändern sich nicht wirklich, Bewerbungsunterlagen werden hier und da mal angeschaut aber hilfe bekommt man nicht wirklich. (dachte eigentlich dafür bin ich dort, da ich es selbst nicht kann, das man einem hilft)
Also ich finde das reine beschäftigungstherapie damit die "Arbeitslosenzahl" mal wieder sinkt.
Und ich sehe das nicht allein in unserer Maßnahme so. Da ständig neue hinzukommen und auch "eingearbeitet" werden müssen sitzen wir rum und chatten im Internet. Tolle sache oder?
glg
mama2003-2009
Beitrag von mamavonyannick - 13.07.10 - 07:41 Uhr
Hallo,
ihr chattet im Internet, weil niemand kommt (und euch bei den Bewerbungsunterlagen hilft)? Warum zieht ihr euch nicht aus dem Netz die nötigen Infos zur Bewerbung, fertigt damit eine Bewerbung an und nagelt den Dozenten hinterher fest, damit er sich diese anschaut? Oder ihr geht mit der fertigen Bewerbung zu eurer Sachbearbeiterin, schildert ihr den Fall und bittet sie drüberzuschauen?
Ich weiß nicht, wieviel Teilnehmer in deinem Kurs sind, aber es sollte doch möglich sein, dass ihr euch gegenseitig helft? Ich weiß, dass das eigentlich nicht der Sinn der sache ist, aber wenn du schon schimpfst, dass das Seminar dort vergeudete Zeit ist, dann nutze doch diese Zeit (die du dort verbirngen musst) sinnvoll!
vg, m.
Beitrag von mama2003-2009 - 13.07.10 - 08:06 Uhr
Hallo
Es ist nicht so das wir nur im Internet hängen, aber diese 8 stunden die wir dort verbringen sollen am Pc da ändern sich die angebotenen Stellen nicht um neue zu suchen.
Wieviele Teilnehmer? Es kommen alle 14 Tage neue hinzu momentan sind wir 120 ca - in mehrere Gruppen aufgeteilt und 3 !!!!! Dozenten.
MAn versucht sich untereinander zu helfen, und ne richtige Formulierung war bisher nicht dabei....
Es ist einfach nur ne Beschäftigungstherapie mehr ist das nicht..... er fängt mit "Word" an und plötzlich kommen neue Teilnehmer und wir sitzen alleine dort.....Wir haben teilweise auch Leute die noch nie mit einem PC umgegangen sind....
Und wenn die Dozenten keine Zeit haben, sollen wir halt unser ding machen.....
Hier gings auch nur darum das teilweise viele solcher Maßnahme einfach nur MÜLL sind und nichts bringen......
glg
Beitrag von mamavonyannick - 13.07.10 - 08:18 Uhr
Ich hatte es so verstanden, dass du dich beschwerst, dass dir keiner bei den Bewerbungen hilft und du es allein nicht hinbekommst.
Wenn es jetzt aber keine Stellen zum bewerben gibt, dann brauch dir doch auch ein Dozent nicht helfen?!
Oh man, ich bin verwirrt. Grundsätzlcih weiß ich, wie du es meinst und aufgrund Berichten aus der Familie weiß ich, dass diese Seminare nicht (immer) optimal verlaufen. Mit meiner ersten Antwort wollte ich auch eigentlich nur sagen: Ich würde nicht darauf warten, bis mal jemand zu mir kommt und sagt: Wollen wir mal eine Bewerbung für dich schreiben? Ich würde selbst beginnen, mir dabei die nötigen Grundlagen aus dem Netz verschaffen und mir so mal ein Grundgerüst einer Bewerbung zusammenbauen. Das kann man dann für die entsprechenden Stellen abändern, aber man hat es da. Wenn der Lehrgang dann irgendwann vorbei ist und sich DIE Stellenanzeige auftut, dann hätte ich zumindest schon mal was da, mit dem ich arbeiten kann. Aber so hat man die Zeit, die man dort absitzen muss, optimal genutzt.
vg, m.
Beitrag von hedda.gabler - 13.07.10 - 09:39 Uhr
Hallo.
Es steht jedem frei, sich im Kursnet das optimale Angebot für sich selbst (Weiterbildung/Umschulung), aufbauend auf den bisherigen beruflichen Werdegang oder als Neuorientierung herauszusuchen und dieses mit seinem Ansprechpartner beim JobCenter zu besprechen ... und nicht darauf zu warten, bis man "vermaßnahmt" wird.
Ich weiß, dass diese Eingliederungsmaßnahmen nicht immer optimal laufen (was auch daran liegen mag, dass die Bildungsträger so dermaßen schlecht bei diesen "Hartz IV"-Maßnahmen bezahlen, dass nur wenig wirklich gute Dozenten bereit sind, diese durchzuführen, bzw es bei den Bildungsträgern auch keine guten Konzepte gibt), aber habe die Erfahrung gemacht, dass die Leute, die in einer Tour "vermaßnahmt" werden, zu dem Klientel gehören, dass keinerlei Eigeninitiative zeigt und überhaupt wenig Interesse hat, voran zu kommen.
Gruß von der Hedda.
Beitrag von king.with.deckchair - 13.07.10 - 12:17 Uhr
*unterschreib* Diese Erfahrung kann ich voll und ganz bestätigen.
Hinzu kommt - und das unterschätzen viele - es ist schlicht politischer (oder "Volkes"?) Wille, dass "die, die de ganze Tag eh nix schaffe" schön vermaßnahmt werden. Dann "sitze'se wenigstens net daheim erum"... und außerdem gelten sie in dieser Zeit als arbeitssuchend und nicht als arbeitslos.
LG
Ch.
Beitrag von dani.m. - 13.07.10 - 16:18 Uhr
Wie schon gesagt/geschrieben: ich rede seit der Geburt meines Sohne (inzwischen 6) mit den jeweiligen Ansprechpartnern der Agentur/ARGE. Ich habe Bildungsziele vorgelegt, die entsprechenden Kurse dazu... NIX! Der Leiter der letzten Maßnahme (vor 3 Jahren, also nix mit ständig in Maßnahmen
) riet zu einer Umschulung: keine Reaktion. Ich bat darum, in dem Beruf, in dem ich gearbeitet hatte, einen Abschluss machen zu dürfen... keine Chance! Ich hatte verschiedene Alternativen angegeben, in denen ich selbst erworbene Grundkenntnisse habe... alles nichts wert
Umschulung zur Altenpflegerin (wirklich der einzige Beruf, den ich aus psychischen Gründen nicht machen kann) wäre sofort genehmigt worden.
Und jetzt sitze ich in einem Kurs mit Leuten, die wie du oben schon geschrieben hast, die ganze Zeit die große Klappe haben, aber sich nicht trauen, der ARGE zu sagen, was sie nun wirklich machen wollen! "Das wollen die sowieso nicht hören!" Echt, mir ist es egal, was sie hören WOLLEN. Ich sage bzw. schreibe ihnen, was ICH mit meiner Zukunft machen will und höre mir dann auch gern Gegenvorschläge an. Wenn man ständig nur macht, was "die" wollen, kommt man am Ende nirgends an und hat einfach immer wieder nur Gründe zu meckern. Und das ist einfach nicht mein Stil!
Beitrag von hedda.gabler - 13.07.10 - 16:28 Uhr
Sorry, teilweise konnte ich Dir inhaltlich nicht folgen (ich habe übrigens NICHT behauptet, dass DU ständig vermaßnahmt worden bist) ...
... und meine Frage in welcher Region es nur 2 Arten von Jobs gibt, hast Du mir auch nicht beantwortet.
Frage: Was hast Du denn an Wünschen (Ausbildungsziele, Weiterbildungen, Umschulungen) vorgelegt?
